Intel Arc B390 vs. Desktop-Grafikkarten plus Multi Frame Generation im Test [Update]

Benchmark-Update mit vielen weiteren Spielen: Die neueste Technik findet sich oft in Notebooks - so auch Intels Arc B390 der Xe-3-Generation. Nun schlägt die Stunde der Wahrheit: Wie gut ist sie wirklich und was kann Intels neue Multi Frame Generation? PCGH hat es ausführlich getestet.

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Intel Arc B390 vs. Desktop-Grafikkarten plus Multi Frame Generation im Test
Quelle: PC Games Hardware

Großes Benchmark-Update

Wie versprochen, haben wir weitere Benchmarks mit der Intel Arc B390 durchgeführt - mit Rasterizing, Raytracing und inklusive Multi Frame Generation. Damit nicht genug, wir haben außerdem ein Video zum Thema veröffentlicht und die Benchmark-Ergebnisse in spezielle Leistungsindizes gepresst, damit die Endleistung der kleinen GPU gegenüber Grafikkarten auf den ersten Blick ersichtlich ist. PCGH wünscht viel Spaß mit den neuen Daten!

Vergangene Woche startete Intels neue Notebook-Generation mit dem Codenamen Panther Lake - und konnte prompt im PCGH-Test des Asus Zenbook Duo mit einer starken Performance überzeugen. Die integrierte Grafikeinheit auf Basis der neuen Xe-3-Architektur verblüffte uns bereits auf der CES mit einer subjektiv einwandfreien, Triple-A-tauglichen Leistung, ermöglicht durch Multi Frame Generation. Nun schlägt die Stunde der Wahrheit: Wie gut ist die Intel Arc B390 wirklich? Mit welchen Desktop-Grafikkarten ist sie vergleichbar? Was kann Intels Frame Generation? Das und mehr erfahren Sie im Folgenden.

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Arc B390: Übersicht

Wie eingangs erwähnt, handelt es sich bei der Arc B390 um keine Desktop-Grafikkarte, sondern um einen integrierten Grafikprozessor (IGP). Sowohl die Arc B390 als auch die abgespeckte Arc B370 sind für den Notebook-Einsatz konzipiert, können aber auch in Handheld-PCs - wie einem neuen Steam Deck, Asus ROG Ally, MSI Claw und weiteren - verwendet werden. Energieeffizienz stand somit ganz oben im Pflichtenheft für Panther Lake. Wie sich im Test des Asus Zenbook Duo beispielhaft zeigte, hat Intel dieses Ziel erreicht, gespeist durch die neuesten Errungenschaften bei Architektur, Fertigung und Packaging.

Wir fokussieren im Folgenden des Panthers Grafik-Kern, das Graphics Tile, von Intel "12Xe GPU" genannt. Dabei handelt es sich um die große der beiden verfügbaren Varianten, gefertigt in TSMC N3E. Der Prozess ist bis dato das Beste, was je eine Endkunden-Grafikeinheit abbekommen hat. Sie können das GPU-Tile übrigens im Artikelbild bestaunen: Es handelt sich um den Quader ganz links unten (direkt darüber wird das CPU-Tile mit 16 Kernen platziert). Sehen wir uns die theoretischen Fortschritte an:

Intel-IGPs Arc B390 Arc B370 Arc 140V
Einsatzgebiet Notebooks Notebooks Notebooks
Marktstart 26.01.2026 26.01.2026 24.09.2024
Architektur Xe 3 LPG Xe 3 LPG Xe 2 LPG
Codename Panther Lake (PTL) Panther Lake (PTL) Lunar Lake (LNL)
Fertigung (Foundry) N3E (TSMC) N3E (TSMC) N3B (TSMC)
Shader-Multiprozessoren 12 10 8
FP32-Shader-ALUs/TMUs 1.536/96 1.280/80 1.024/64
Raytracing-Cores 12 (3. Gen.) 10 (3. Gen.) 8 (2. Gen.)
XMX ('Tensor') Cores 96 (3. Gen.) 80 (3. Gen.) 64 (2. Gen.)
Level-2-Cache (MiByte) 16 16 8
Maximaler GPU-Boost (MHz) 2.500 2.400 2.050
GFLOPS FP32 (maximal) 7.680 6.144 4.198
Texelfüllrate (Megatexel/s) 240.000 192.000 131.200
Speicherinterface (Bit) 2× 64 2× 64 2× 64
Speichertyp LPDDR5X @ 9,6 GT/s LPDDR5X @ 8,53 GT/s LPDDR5X @ 8,53 GT/s
Speichertransferrate (GByte/s) 154 137 137
Speicherbestückung (GiByte) Shared – abhängig vom System-RAM (üblich: ~18 GiB bei 32 GiB RAM) Shared – abhängig vom System-RAM (üblich: ~18 GiB bei 32 GiB RAM) Shared – abhängig vom System-RAM (üblich: ~18 GiB bei 32 GiB RAM)
(Display-)Konnektivität DP 2.1, HDMI 2.1 DP 2.1, HDMI 2.1 DP 2.1, HDMI 2.1
Verfügbar in ... Core Ultra X9 388H, Core Ultra X7 368H, Core Ultra X7 358H Core Ultra 5 338H Core Ultra 200V Series

Wie Sie sehen, basiert bereits der Vorgänger Lunar Lake auf einem N3-Derivat, allerdings noch N3B, während die Battlemage-Grafikkarten im älteren N5-Verfahren vom Band laufen. Panther Lake kann, in Kombination mit der ebenfalls auf Effizienz getrimmten CPU aus Intels eigenen Fabriken, somit einen klassischen Hardware-Vorteil ausspielen: Bessere Fertigung bringt bessere Leistung. Intel nutzt diesen Vorteil für mehr Transistoren und einen höheren Takt. Gegenüber der besten Lunar-Lake-GPU, der Arc 140V, macht die Arc B390 einen Leistungssprung von mehr als 80 Prozent, sofern man nur die maximalen Taktraten vergleicht. Hinzu gesellen sich diverse Verbesserungen unter der Haube. Intel hebt vor allem die nochmals verbesserte Auslastung von Xe 3 gegenüber Xe 2 hervor. Daneben wurden unter anderem die Raytracing-Kerne um 50 Prozent verstärkt. Besonders wirksam - und bitter nötig - ist die Vergrößerung des First- und Second-Level-Caches. Ersterer hilft vor allem bei kleinteiligen Aufgaben, Letzterer entlastet die schmale und kaum beschleunigte Datenbahn zum Speicher deutlich.

Arc B390 vs. Desktop-Grafikkarten

Bei der Konzeption dieses Artikels stand der Vergleich Arc B390 vs. Arc 140V ursprünglich ganz oben auf der Agenda. Je mehr wir testeten, desto weiter rückten wir von dieser Idee ab. Am Ende liefen viele Spiele derart gut, dass wir einen anderen Schwerpunkt setzen: Was leistet die Arc B390 im Vergleich mit "ausgewachsenen" Grafikkarten? Eine Antwort auf diese Frage dürfte PCGH-Leser deutlich stärker interessieren - korrigieren Sie uns gerne in den Kommentaren, wenn Sie das anders sehen! So sieht das erste Xe-3-Produkt neben den Xe-2-Grafikkarten aus:

Intel-GPUs Arc B390 Arc B570 Arc B580
Einsatzgebiet Notebook Desktop-Grafikkarte Desktop-Grafikkarte
Marktstart 26.01.2026 16.01.2025 13.12.2024
Architektur Xe 3 Xe 2 Xe 2
Codename Panther Lake (PTL) Battlemage (BMG) Battlemage (BMG)
Fertigung (Foundry) N3E (TSMC) N5 (TSMC) N5 (TSMC)
Shader-Multiprozessoren 12 18 20
FP32-Shader-ALUs/TMUs 1.536/96 2.304/144 2.560/160
Raytracing-Cores 12 (3. Gen.) 18 (2. Gen.) 20 (2. Gen.)
XMX ('Tensor') Cores 96 (3. Gen.) 144 (2. Gen.) 160 (2. Gen.)
Level-2-Cache (MiB) 16 13,5 18
Max. GPU-Boost (MHz) 2.500 2.750 2.850
GFLOPS FP32 (max.) 7.680 12.672 14.592
Texelfüllrate (Megatexel/s) 240.000 396.000 456.000
Speicherinterface (Bit) 128 (2× 64) 160 192
Speichertyp LPDDR5X @ 9,6 GT/s GDDR6 @ 19 GT/s GDDR6 @ 19 GT/s
Speichertransferrate (GB/s) 154 380 456
Übliche Speicherbestückung (GiB) 18 (shared) 10 (dediziert) 12 (dediziert)
(Display-)Konnektivität DP 2.1, HDMI 2.1 DP 2.1, HDMI 2.1 DP 2.1, HDMI 2.1

Erwartungsmanagement: Zwar ist die Arc B390 angenehm flink für ein Mobilgerät, im Vergleich mit ihren nächsten Verwandten gewinnt sie jedoch keinen Blumentopf. Hinderlich sind nicht nur die fehlenden Rechenwerke, sondern auch die niedrige Speichertransferrate. Diese wird bei der Arc B390 zwar deutlich effizienter bespielt als bei der Arc B570, der große Unterschied lässt sich jedoch nicht egalisieren. Die Frage lautet nun: Mit welchen Desktop-Grafikkarten ist die Arc B390 (Mobile/IGP) am ehesten vergleichbar? Das erfahren Sie im Folgenden.

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  1. Seite 1 Arc B390 im Test: Übersicht
  2. Seite 2 Arc B390: Benchmarks mit und ohne Raytracing
  3. Seite 3 Arc B390: Multi Frame Generation und Fazit
    • Kommentare (48)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von gniesbert Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von PCGH_Raff
        Absolut. Nicht perfekt, aber ein klarer Mehrwert.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        MfG
        Raff
        Ich hab eine Frage zur Latenzmessung (hier via CapFrameX ?) . Im Graphen bei Minute 16 rum zu Cyberpunk kommt bei xell 88 ms, bei 2xfg 96 ms raus, also nur 8 ms Unterschied.

        Wie kann das sein? FG ist ja noch keine Extrapolation, heißt es wartet auf den nächsten Frame. Bei 30fps Ausgangslage wären das 33 ms.

        Current frame renders -- next frame (33ms) renders + FG inference (???) -- interpolated frame output --(16 ms wait with ideal frame pacing) -- next frame output.

        Verstehe ich da was falsch oder müsste die latency nicht mindestens bei 121 liegen? Sicher dass CapFrameX's measurements da richtig sind? Könnte man das per LDAT oder einem anderen externen ground truth measurement tool überprüfen?

        (aber insgesamt tolles video, ich mal den Präsentationsstil sehr!)
      • Von gniesbert Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von PCGH_Raff
        Absolut. Nicht perfekt, aber ein klarer Mehrwert.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        MfG
        Raff
        Ich hab eine Frage zur Latenzmessung (hier via CapFrameX ?) . Im Graphen bei Minute 16 rum zu Cyberpunk kommt bei xell 88 ms, bei 2xfg 96 ms raus, also nur 8 ms Unterschied.

        Wie kann das sein? FG ist ja noch keine Extrapolation, heißt es wartet auf den nächsten Frame. Bei 30fps Ausgangslage wären das 33 ms.

        Current frame renders -- next frame (33ms) renders + FG inference (???) -- interpolated frame output --(16 ms wait with ideal frame pacing) -- next frame output.

        Verstehe ich da was falsch oder müsste die latency nicht mindestens bei 121 liegen? Sicher dass CapFrameX's measurements da richtig sind? Könnte man das per LDAT oder einem anderen externen ground truth measurement tool überprüfen?

        (aber insgesamt tolles video, ich mal den Präsentationsstil sehr!)
      • Von Terracresta BIOS-Overclocker(in)
        Interessant wäre, wie sich Intel gegen AMDs iGPUs wie die 780M und 890M schlägt. Strix Halo (8060S/8050S) mal außen vor, außer Intel fragt ähnliche Preise ab.

        Wenn ich mir da Benchmarks von 780M vs RX 6600 anschaue, ist letzter ja nach Spiel mal 60+ % vorn, mal 160%. Die Ergebnisse hier sehen auf den ersten Blick danach aus, als würde die B390 die 780M und auch 890M schlagen.
        Alan Wake 2, B390 16,5 fps, RX 6600 21 fps, +27% für die 6600. In einem anderen Test AW2 Low Settings ohne FSR, 780M 23 fps, RX 6600 51 fps, +143% für die 6600.
      • Von PCGH_Raff Kokü-Junkie (m/w)
        ... dafür kommt man aber näher an die theoretischen Werte (etwa 2× Fps bei 2× FG). Im GPU-Limit bremst der Zusatzuaufwand für Frame Gen den Grafikprozessor nämlich weiter aus.

        MfG
        Raff
      • Von Gurdi Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von EM_EN
        Meine Euphorie wurde soeben von [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] etwas eingebremst. Mein PCIe 3.0 System mit schwacher CPU ( Ryzen 3600 ) wird möglicherweise Schwierigkeiten bekommen. GGF muss ich ein PCIe 4.0 mit mehr Bums freischaufeln, ich will INTEL MFG !!!

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Das Problem bei MFG ist, wenn du durch die CPU oder (teilweise) den BUS gebremst wirst, dann funktioniert die Kompensation der Latenz nicht mehr. LowLatency funktioniert nicht im CPU-Limit!
      • Von EM_EN Software-Overclocker(in)
        Zitat von EM_EN
        Vielen Dank für den Test. Habe kein Notebook, bin eher der Desktop Typ.
        Aber interessant hier in dem Zusammenhang, was mit MFG bei Intel möglich ist.
        Meine A770 scharrt schon mit den Lüftern und freut sich auf das neue Treiberfutter mit dem MFG Booster.
        Meine Euphorie wurde soeben von [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] etwas eingebremst. Mein PCIe 3.0 System mit schwacher CPU ( Ryzen 3600 ) wird möglicherweise Schwierigkeiten bekommen. GGF muss ich ein PCIe 4.0 mit mehr Bums freischaufeln, ich will INTEL MFG !!!

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