Arc 8GB vs. Arc 16GB: Benchmarks
Die Benchmarks: Was leistet eine Arc A770 8GB gegenüber einer A770 16GB? Rasterizing und Raytracing inklusive Leistungsindizes.
In diesem Artikel
Arc 8GB gegen Arc 16GB: Leistungstest
Wir bei der PCGH sind große Freunde akkurater Benchmarks, die einzelne Merkmale ohne Einwirkung anderer Faktoren abklopfen. Theoretisch ist das auch beim aktuellen Thema - dem Vergleich einer A770 16GB mit einer A770 8GB - ganz einfach: Man nehme zwei Karten, einmal mit 8 und einmal mit 16 GiByte, und scheuche sie durch den Test-Parcours. Praktisch wird dieses Ansinnen jedoch vom bereits erläuterten Unterschied beim Speichertakt verhindert. 8-GiByte-Varianten einer Arc A7x0 laufen stets mit 16 GT/s (2.000 MHz), 16-GiByte-Modelle ausnahmslos mit 17,5 GT/s (2.187 MHz). Der gut neunprozentige Unterschied verfälscht 1:1-Gegenüberstellungen der verschiedenen Kapazitäten. Taktänderungen sind beim VRAM einer Arc-Grafikkarte nach wie vor nicht möglich. Hinzu kommt, dass keine Referenzkarte (Limited Edition) der A770 8GB existiert, sondern nur die werksübertaktete Asrock Phantom Gaming. Was also tun?
Für diesen Test setzen wir auf den gleichen Kompromiss wie bei anderen werkseitig beschleunigten Karten. Als Testvehikel dient uns die Asrock Arc A770 Phantom Gaming D 8GB OC, jedoch berauben wir sie manuell um ihr "OC". Letzteres wird vom Hersteller durch eine Erhöhung des GPU-Powerlimits auf 210 Watt erreicht, womit die Karte in den allermeisten Szenarien ihren Maximalboost von 2.400 MHz halten kann. Der Kontrahent aus dem Hause Intel, die Arc A770 Limited Edition 16GB, arbeitet hingegen mit der Referenzspezifikation von 190 Watt und muss daher in hitzigen Situationen öfter heruntertakten. Um einen möglichst fairen Vergleich herzustellen, senken wir das GPU-Strombudget der Asrock-Karte auf 190 Watt. Damit kommen wir einer fiktiven Referenzkarte ohne Overclocking so nah wie möglich - aber nicht perfekt, wie wir sogleich bei den Benchmarks sehen werden. Falls Sie das Asrock-Modell kaufen, erhalten Sie ab Werk eine etwas höhere Leistung als von uns abgebildet.
Quelle: PC Games Hardware
Asrock Arc A770 Phantom Gaming D 8GB OC: Wir testen und vergleichen sie mit 190 Watt GPU-Power.
Die Basis aller Benchmarks dient der frische "Game On Driver" 4146 WHQL, welcher alle Errungenschaften der vergangenen Monate vereint. Zum Vergleich sind zahlreiche Grafikkarten von AMD und Nvidia angetreten, wobei die Radeon RX 6700 10GB und Geforce RTX 3060 12GB zweifellos am spannendsten, da vergleichbar teuer sind. Wir haben die Zwischenzeit außerdem genutzt, um eine Arc A750, Radeon RX 6600 sowie Geforce RTX 3060 8GB mitzutesten. Letztere ist Gegenstand eines weiteren Artikels in den nächsten Tagen, darf aber schon einmal zeigen, was sie im Vergleich leistet.
Benchmarks ohne Raytracing
Spiele ohne Raytracing bilden selbst im Jahr 2023 die große Mehrheit, wenngleich Raytracing auf dem Vormarsch ist. Der PCGH-Leistungsindex vereint 20 Rasterizing-Spiele unterschiedlichster Ansprüche und Schnittstellen, um einen realistischen Querschnitt zu ziehen. Wie immer dürfen Sie im folgenden Benchmark die Ergebnisse in vier populären Auflösungen - Full HD, WQHD, Ultrawide-QHD und Ultra HD - begutachten. Im Kontext der Arc-Grafikkarten und vergleichbaren Radeon- sowie Geforce-Modellen sind Full HD und WQHD praktisch relevant. 20 Grafikkarten haben den Parcours bereits mit aktuellen Treibern absolviert, zwecks Übersicht haben wir jedoch nur 14 davon eingeblendet. Falls Sie auch schnellere Grafikkarten dem Vergleich hinzufügen möchten, können Sie das oben im Drop-down-Menü tun.
*Benchmarkwerte von A770 16GB übernommen, da die 8GB-Variante Textur- und Objektdetails stark reduziert und dadurch wesentlich höhere Bildraten "erschummelt". **Reine Schätzung anhand von A770 aufgrund der genannten Streaming-Probleme. Beachten Sie dazu bitte die Ausführungen unter "Spezialtests".
Insgesamt fallen die Ergebnisse so aus, wie man das erwarten würde: Das Arc-Modell mit 8 GiByte ist in den meisten Fällen langsamer als das Gegenstück mit 16 GiByte und höherem Speichertakt. Je nach Spiel und Auflösung sind die Unterschiede manchmal deutlich (etwa in Forza Horizon 5 und generell in hohen Auflösungen), oft jedoch geringer, als man annehmen könnte. Dafür gibt es einen simplen Grund: Unser Vehikel, um die Leistung der Arc A770 8GB abzubilden, weist eine bessere Effizienz auf als die Intel-Referenzkarte mit 16 GiByte. Obwohl wir unsere Asrock Phantom Gaming mit den gleichen 190 Watt GPU-Power laufen lassen, erzielt sie über alle Tests einen höheren Durchschnittstakt als die "große" Intel-Schwester, gerade bei den stromintensiven höheren Auflösungen. Es steht über alle Messungen rund 2,39 zu 2,32 GHz (wie in den Benchmarks angegeben). Ob das tendenziell an einer besonders guten GPU auf der Asrock-Karte oder dem älteren Exemplar auf dem Intel-Board liegt, können wir bei so wenigen Mustern nicht wasserdicht beantworten. Sicher ist jedoch, dass eine Arc A770 auch mit 8 GiByte eine ordentliche Leistung abliefert - zumindest beim Rasterizing. Daraus ergeben sich die folgenden Indizes:
Beachten Sie bitte, dass Sie fünf Indizes auswählen können: Gesamt, Full HD, WQHD, UWQHD und Ultra HD! Wie immer schlägt das Pendel je nach Auflösung mal Richtung AMD, mal Richtung Intel und Nvidia aus. Faustregel dabei: Full HD liegt Radeon-GPUs, ab WQHD machen Arc und Geforce Boden gut. Angesichts der oben abgebildeten Spiele-Einzelwerte verwundert es nicht, dass die Arc A770 16GB und A770 8GB beinahe auf Augenhöhe liegen. Liefen die Karten mit exakt angeglichenem Kerntakt, würde der Abstand etwa fünf Prozent betragen - mit den echten Frequenzen in unserem Test sind es hingegen nur ein bis drei Prozent. Ob das auch für das Raytracing gilt, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.
Benchmarks mit Raytracing
Raytracing hat in der Grafikkarten-Mittelklasse einen geringeren Stellen- und Nutzwert als bei High-End-Boliden. Die Strahlverfolgung hält jedoch in immer mehr Spielen Einzug, sodass gerade ein neu angeschaffter Pixelschubser darauf vorbereitet sein sollte. Bereits seit Oktober bekannt ist, dass Arc eine relative Raytracing-Stärke aufweist. Sehen wir uns an, was die Arc A770 8GB mit aktuellem Grafiktreiber im amtierenden PCGH-Leistungsindex leistet. Im folgenden Chart stecken 29 Grafikkarten, zwecks Übersicht haben wir jedoch nur 18 standardmäßig eingeblendet.
Auch beim Raytracing gelingt es der Arc A770 8GB in den meisten Fällen, mit der 16-GiByte-Version schrittzuhalten. Der oben noch saubere Lack bekommt jedoch erste Dellen und Schrammen, etwa in Doom Eternal, Far Cry 6 und erst recht Guardians of the Galaxy. Ursächlich ist tatsächlich Speichermangel, denn Raytracing verursacht ein größeres Datenaufkommen. Die frischen Ergebnisse unterstreichen, was wir bereits im Oktober diagnostiziert haben. Intels Speicher-Management unterliegt dem von AMD und Nvidia, wobei die Geforce-Macher eindeutig die effizienteste Lösung haben. Man könnte es auch folgendermaßen ausdrücken: Wenn Arc mit 8 GiByte die Grundlinie darstellt, entspricht eine Radeon einer 8,5-GiByte-Grafikkarte und Nvidia einem 9-GiByte-Modell. Diese Verhältnisse gehören nicht auf die Goldwaage, doch Sie verstehen sicher, was wir meinen. Sehen wir uns an, welche Indizes sich daraus ergeben:
Intels Arc A770 16GB landet relativ deutlich vor der Radeon RX 6750 XT und schlägt damit die Geforce RTX 3060 12GB sowie Radeon RX 6700 XT um rund 15 Prozent. Die Arc A770 8GB fällt um durchschnittlich neun Prozent zurück und liegt damit nur knapp vor der Radeon RX 6700 XT. Mit neun Prozent Vorsprung gegenüber der Arc A750 ist der Unterschied zwar deutlich, in der Praxis kränkeln jedoch beide Intel-Grafikkarten an ihrer knappen Speicherkapazität. Wer die Arc-Stärke - Raytracing - voll auskosten möchte, greift daher besser zu einer A770 mit 16 GiByte.
Spezialtests: 8 vs. 16 GiByte
Wir wären nicht die PCGH, wenn wir nicht ein paar Bonustests für Sie hätten. Dass 8 GiByte VRAM in immer mehr Fällen knapp werden, wissen treue Leser längst. Mit Hogwarts Legacy hat das Thema Speichermangel etwas größere Wellen geschlagen und auch andere Publikationen erreicht. Das wahre Ausmaß wird jedoch unzureichend thematisiert, daher möchten wir hier mit einigen Grenzfällen nachlegen. Dabei ist es wichtig, zu wissen, wie moderne PC-Spiele mit dem Speicher haushalten. Lange, bevor die Bildrate ins Bodenlose fällt, werden dynamisch Oberflächendetails eingespart, um die diese zu retten. Tatsächlich funktioniert das zumindest in Grenzsituationen, bei denen die Kapazität des pfeilschnellen Grafikspeichers nur knapp überschritten wird, ziemlich gut. Der Nutzer bekommt wenig von den Problemen mit, und das ist auch gut so. Je anspruchsvoller ein Spiel an das Speichersubsystem ist, desto eher sind die Nebenwirkungen zu sehen. Gelegentlicher Texturbrei, sichtbar nachladende Oberflächendetails und nicht zuletzt eine stark fluktuierende Bildrate sind Anzeichen für große Kapazitätsprobleme.
Sehen wir uns zwei aktuelle Beispiele an: Forspoken, das auf 8-GiByte-Grafikkarten relativ unverschämt die Texturqualität senkt, und Halo Infinite, welches auf Arc-Grafikkarten wegen eines Treiberfehlers besonders rigoros durchgreift:
Quelle: PC Games Hardware
Forspoken auf Arc A770 8GB und anderen 8-GiByte-Grafikkarten: Gute Bildraten auf Kosten der Oberflächenqualität.
Hässlich, nicht wahr? Aber dafür flüssig. Nun handelt es sich dabei um besonders markante Beispiele. Wann eine 8-GiByte-Grafikkarte wie die Arc A770 8GB, Radeon RX 66x0 (XT) oder Geforce RTX 3060 8GB von streamingbedingtem Texturbrei oder Ruckeln betroffen ist, schwankt von Spiel zu Spiel, den Einstellungen und hängt auch von Dingen wie der Spielzeit oder Auflösungswechseln dazwischen ab. 8 GiByte ist somit wie Rauchen oder ungesunde Ernährung - das Risiko für Gesundheitsprobleme steigt signifikant, wenngleich man damit oft ungeschoren durchkommt. Während durchweg gesunde Ernährung anhaltende Disziplin erfordert, gehen Sie VRAM-Risiken einmalig aus dem Weg, wenn Sie beim Kauf etwas mehr Geld investieren. 2023 sollten es zum Spielen mindestens 10 GiByte und besser noch mehr sein.
Weiteres Anschauungsmaterial liefern die frischen Benchmark-Proben anlässlich dieses Artikels. Im Folgenden sehen Sie die Bildberechnungszeiten (Frametimes) einer Arc A770 16GB und Arc A770 8GB in einigen der speicherlastigsten Spiele, die uns bekannt sind. Im Gegensatz zu den wertungsrelevanten Benchmarks für die Leistungsindizes sorgen wir hier so gut wie möglich dafür, dass die Speichermenge getestet wird. Zu diesem Zweck arbeiten sowohl die Intel A770 16GB Limited Edition als auch Asrock A770 8GB Phantom Gaming mit maximalem Powerlimit, sodass in jedem Test dauerhaft 2.400 MHz anliegen. Damit bilden wir gleichzeitig die bestmögliche Leistung einer solchen Grafikkarte ab. Zur Erinnerung: Bei Frametimes gilt "weniger ist besser"!
Jeder Ausschlag im Verlauf entspricht langen Bildberechnungszeiten. Diese manifestieren sich entweder in einigen prägnanten Rucklern, oder in Form einer konstant geringen Bildrate. Die meisten Verläufe sprechen für sich selbst und zeigen unmissverständlich, dass sich 16 GiByte auf einer Arc A770 lohnen. Nur zu Call of Duty: Modern Warfare 2(022), Cyberpunk 2077 und Forspoken möchten wir erläuternde Worte verlieren. Allen gemein ist, dass sie viel Grafikspeicher benötigen, weshalb wir sie in die Testreihe gepackt haben, allerdings mit unterschiedlichem Ausgang. So läuft Cyberpunk 2077 mit 8 GiByte VRAM besser als erwartet, während Call of Duty in die Gegenrichtung auffällt: Die regelmäßigen Spikes lassen auf eine ungewünschte Bildsynchronisierung schließen und visualisieren damit die schwachen Perzentilwerte, welche oben in den Balken-Benchmarks auftreten. Forspoken, das wir bereits oben für seine schamlose Reduktion von Oberflächendetails rügten, rundet die Speicherbetrachtung ab. Dass das 8-GiByte-Modell höhere Bildraten erzeugt als die 16-GiByte-Variante, ist kein Messfehler. Es handelt sich vielmehr um die Bestätigung des oben Gesagten: Reicht der Speicher nicht, lassen einige Spiele Details weg, um die Bildrate zu retten. Das führt beim Blick auf Balken-Benchmarks zu der Fehlannahme, der Speicher genüge. Damit leiten wir über zur Preis-Leistungs-Betrachtung und dem Fazit.

Hier habe ich glaubwürdige Tests von einem Nutzer erhalten, welche aufzeigen, das die Intel Karte bis zu 15! GiBi voll stopft und er mit seinen mindestens 40 Bildern im allerschlimmsten Fall herum fliegt.
Der Speichermangel etablierter Herstellerkarten kostet dergleichen im Nachhinein den Kopf. Schließlich, wird immer mehr für "Premium" Hergestellt, das dürfte auch bedeuten, das die Spielehersteller nachziehen und den Kunden mit dicken Karten in den Hintern kriechen, in dem sie diese möglichst auszunutzen versuchen.
Ich zitiere hiermit den Nutzer:
"ich habe per ARC Control -> Performance Tuning den GPU Perf Boost auf 32 gesetzt, kein Voltage Offset, aber das Power Limit auf volle 228 Watt. Temp wird bei mir max 76° warm.
Voltage ist max. 1065 mV, GPU clock max 2530 MHz (diese Werte sind eine Folge der Einstellungen im ARC Control, s.o.)
4K, FSR max. Qualität, habe die FPS auf 50 gelockt, damit ist das Bild immer gleich flüssig, Betonung auf gleichmäßig und flüssig.
Ich fliege grade bei Korfu (gr. Insel), da gibt es keine Photogrammetrie, VRAM etwas mehr als 12 GB belegt. Bei dichter besiedelten Gegenden (Städten) geht das auch mal über 15 GB.
Im Tiefflug zwischen den Gebäuden in Paris, Las Vegas, New York gehen meine FPS aber bis 40 runter, GPU ist hier das Limit laut FS-Developer Mode."
Und das obwohl noch Preissenkungen bei Intel anstehen .
Sogar im Raytracing ( RPI Overall ) zieht die ca, 115,-Euro günstigere Intel A770 / 8GB an der Amd Rx 6700xt vorbei !
Wohlgemerkt schon im ersten Anlauf Intel ,s mit ner dedizierten Grafikarte und offensichtlich noch ner Menge Treiberpotenzial .
https://www.alternate.de/...
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Amd rutscht wohl immer weiter ab , leider muss man sagen .
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btw.
Bei Preisvgl. darf man net vergessen, das Intel+AMD ein echtes Gamebundle bieten, aber NV net.
(x) die 6750xt hat schon nen Mehrwert ggü. ner normalen 6700xt oder gar 6700nonXT, die momentan zu teuer ist
(die 6700nonXT wäre ungefähr so langsam wie ne 6650 je nach Game, wenn der Vram die 6650 net limitiert)
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OT:
Für die 4000er wirds wohl ein Gamebundle mit Redfall geben. (hat man übrigens mit AMD im Gamepass)
Eigentlich wg. () kein Mehrwert.
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