[PLUS] Aufrüsten oder nicht? So viel Grafikspeicher brauchen Sie in PC-Spielen für 2023
PCGH Plus: Der Grafikspeicher ist beinahe so etwas wie eine mystische Größe - niemand scheint so recht zu wissen, wie viel es braucht. Wir wollen mit diesem Artikel etwas Klarheit samt unserer Einschätzung für 2023 schaffen. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 03/2023.
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Speicherknacker 2023?
Das Thema Grafikkarten ist aktuell in aller Munde. Sowohl AMD als auch Nvidia haben neue, sehr potente Pixelschubser veröffentlicht, die Ihnen genügend Leistung für die kommenden Spiele und Technologien bieten sollen. Mit einer neuen Grafikkarten-Generation stellt sich abseits Diskussionen um Preisgestaltung und Performance außerdem wiederholt die Frage nach der passenden Speicherausstattung und wie viel des kostbaren Siliziums den GPUs zur Seite gestellt werden sollte, um neue Spiele in ansprechender Qualität und ohne Streaming-Aussetzer, Matschtexturen oder Ruckler genießen zu können. Die Frage nach der richtigen Speicherausstattung für die angestrebte Auflösung und den erwünschten Detailgrad ist allerdings nicht ganz einfach zu beantworten, doch in diesem Artikel wollen wir uns alle Mühe geben, Ihnen das komplizierte Thema so einfach und verständlich wie nur irgend möglich näherzubringen.
Schwierige Einordnung
Das Thema Grafikspeicher wird zunehmend schwieriger zu durchschauen und benötigt eine komplexe Betrachtung. Zum einen liegt dies an modernen Spiele-Engines und Streaming-Technologien. Die Zeiten, als komplette Level samt und sonders in den Grafikspeicher passten, sind längst vorbei. Moderne Spiele laden die benötigten Inhalte zur Laufzeit in den Haupt- und Grafikspeicher, dabei sorgt obendrein die Speicherverwaltung dafür, dass bei vollem Grafik-RAM der Hauptspeicher als Puffer dienen kann. Da der System-RAM deutlich langsamer ist als der geschwinde Grafikspeicher, kommt es dabei allerdings zu Verzögerungen, die, wenn der VRAM deutlich überfüllt ist, bisweilen stark merklich ausfallen. Doch können moderne Streaming-Engines unter anderem den Detailgrad der Texturen zur Laufzeit anpassen - benötigt eine hochauflösende MIP-Stufe einer Textur zu lange, um in den Grafikspeicher geladen zu werden, zeigt die Engine einfach eine (mehr oder weniger deutlich) niedrigere Qualitätsstufe an - die sich aufgrund der geringeren Größe wiederum schneller streamen lässt und weniger Speicher belegt. In solch einem Fall kann die Leistung oft bis zu einem gewissen Grad aufrechterhalten werden, im Gegenzug bekommen Sie allerdings verringerte Details zu Gesicht.
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