Intel-GPU für Gamer: Raja Koduri gewährt kurzen Blick auf mutmaßlichen DG2

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Intel-GPU für Gamer: Raja Koduri gewährt kurzen Blick auf mutmaßlichen DG2 (1)
Quelle: Intel

Sehen wir da den Prototypen von Intels DG2, eine Gaming-Grafikkarte auf Basis von Xe-HPG? Wieder einmal hält sich Intels Raja Koduri mit Details zurück. Doch im Bild, das ihn und andere Techniker vor einem Hardware-Sammelsurium zeigt, enthält Hinweise.

Raja Koduri, Senior Vice President der Intel'schen Grafiksparte, hat es wieder getan. Mit wenigen Zeilen kommentiert er auf Twitter ein Bild, das ihn zusammen mit anderen Technikern vor einem Monitor zeigt. Neben dem System ein Sammelsurium aus Hardware. Da gerade der 3D Mark läuft, liegt der Zusammenhang mit einer GPU bereits auf der Hand. Auch die Zeilen, mit denen er das Bild garniert, tun das. Allerdings erfährt man dort nur, dass er an einer GPU arbeitet, die über 20-mal schneller sei als "Crystalwell" - eine vor neun Jahren für Apple angepasste Haswell-CPU mit verbesserter Iris-Pro-Grafikeinheit.

Es könnte sich dabei durchaus um Intels Xe HPG (High Performance Gaming) handeln. Der Gaming-Lösung sagt man schon seit einiger Zeit nach, dass sie mit DG2 ihren Einstand feiert. Hinter DG2 sollen sich verschiedene Grafikkarten für Gamer verbergen - ausführlichere Leaks gab es erst vor zwei Wochen. Falls man auf dem Bild wirklich DG2 sieht, wäre das eine Premiere. Mutmaßlich gezeigt hatte Koduri die GPU bereits vor einem Monat. Allerdings nur indirekt in Form eines Screenshots aus dem 3D Mark, der gerade den "Mesh Shader Feature Test" fährt.

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Beim Zoomen offenbart sich Interessantes

Die Kollegen von Videocardz haben etwas in das Bild hineingezoomt und glauben zu erkennen, dass sämtliche Disziplinen des aktuellen 3D Mark aktiv waren, darunter der Raytracing-Test. Intels aktueller Xe-LP-Generation fehlt allerdings die Raytracing-Unterstützung. Also kann es sich eigentlich nur um Xe HPG beziehungsweise DG2 handeln. Beim Heranzoomen lässt sich ebenfalls ein Engineering-Board erkennen mit einem CPU-Kühler-artigen Konstrukt. Die Verbindung mit dem Mainboard erfolgt über einen PCIe-Riser.

Ebenfalls interessant: Gaming-Grafikkarten von Intel: Leak nennt angeblich die DG2-Spezifikationen

Wann Intel seine diskreten Grafikkarten auf den Markt bringt, steht noch nicht fest. Ende 2021, möglicherweise auch Anfang 2022, könnte ein Release laut Gerüchten anstehen. Die GPUs sollen bei Auftragsfertigern entstehen, wobei unklar ist, ob es sich dabei um einen 7-nm-Prozess oder bereits einen 6-nm-Node handelt.

Quelle: Twitter, Videocardz

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    • Kommentare (23)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        Wenn ich Koduri höre oder sehe, lese ich immer etwas genauer und vor allem zwischen den Zeilen und verzapfe meinen eigenen spirituellen Blödsinn.
        Es geht also um eine neue Grafikkarte, die ist 20x schneller als eine 9 Jahre alte IrisPro CPU integrierte Minigrafikeinheit?
        Berauschende Werte! Könnte man meinen.
        Im Kleinedruckten bzw. Zoom erkennt man was von Raytracing?
        Also da mutmaße ich mal in Bezug auf "poor Volta" und sonstige Sprüche:
        wir haben eine Einsteigerkarte, die Raytracing in DX12 kann, und ist gegenüber einer uralten integrierten Grafikeinheit , die in Software Raytracing abstottern muss, oder keine Punkte dafür bekommt, weil sie es nicht beherrscht (^^), 20 mal schneller, oder aber der klitzekleine Speicher der iGPU ist aber sowas von total überdimensional überlastet und ausgeknockt, das man Angst haben muss, dass der Kern jeden Moment vor Scham wegschmelzen wird. Genital.
        Ich verweise da einfach mal auf den absolut genialen Videotest von PCGH-RAFF, dem Core 6600 und dem "Lego"-Division. ^^
        Das und mehr mit so einer iGPU versuchen und einfach mal vom Hocker kippen. ^^
        Wenn dann die neue Intel Karte in so einem vergleich 20 Bilder macht, haben wir schon 20fache Leistung. LOL
        Also mir persönlich wäre es zu peinlich gewesen, auf eigene Uraltlösungen verweisen zu müssen.
        Macht die eigenen Produkte irgendwie total schlecht, oder?
        Und wenn man keine Vergleichswerte zu Konkurrenzprodukten zeigen möchte, rückt das das eigene Produkt ja auch nicht irgendwie ins Scheinwerferlicht.
        Versteht mich nicht falsch, ich will auch unbedingt viele gute und günstige Karten für jedermann haben, daher drücke ich auch beide Daumen für Intel, auch wenn ich die Firma in den letzten Jahren eigentlich hassen gelernt habe.
        Wenn ich allerdings so etwas sehe, wird mir schon wieder schlecht, dass das am Ende nur mal wieder sehr viel heiße Luft von unserem notorischen Sprücheklopfer gewesen ist.
        Ist er eigentlich auch mitverantwortlich für die tollen Marketinggags mit "Winword-Benchmarks" und Co.?
        Solchen Volldeppen trauen ich nicht einmal zu, dass die morgens den Weg zur Arbeit finden.
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        Wenn ich Koduri höre oder sehe, lese ich immer etwas genauer und vor allem zwischen den Zeilen und verzapfe meinen eigenen spirituellen Blödsinn.
        Es geht also um eine neue Grafikkarte, die ist 20x schneller als eine 9 Jahre alte IrisPro CPU integrierte Minigrafikeinheit?
        Berauschende Werte! Könnte man meinen.
        Im Kleinedruckten bzw. Zoom erkennt man was von Raytracing?
        Also da mutmaße ich mal in Bezug auf "poor Volta" und sonstige Sprüche:
        wir haben eine Einsteigerkarte, die Raytracing in DX12 kann, und ist gegenüber einer uralten integrierten Grafikeinheit , die in Software Raytracing abstottern muss, oder keine Punkte dafür bekommt, weil sie es nicht beherrscht (^^), 20 mal schneller, oder aber der klitzekleine Speicher der iGPU ist aber sowas von total überdimensional überlastet und ausgeknockt, das man Angst haben muss, dass der Kern jeden Moment vor Scham wegschmelzen wird. Genital.
        Ich verweise da einfach mal auf den absolut genialen Videotest von PCGH-RAFF, dem Core 6600 und dem "Lego"-Division. ^^
        Das und mehr mit so einer iGPU versuchen und einfach mal vom Hocker kippen. ^^
        Wenn dann die neue Intel Karte in so einem vergleich 20 Bilder macht, haben wir schon 20fache Leistung. LOL
        Also mir persönlich wäre es zu peinlich gewesen, auf eigene Uraltlösungen verweisen zu müssen.
        Macht die eigenen Produkte irgendwie total schlecht, oder?
        Und wenn man keine Vergleichswerte zu Konkurrenzprodukten zeigen möchte, rückt das das eigene Produkt ja auch nicht irgendwie ins Scheinwerferlicht.
        Versteht mich nicht falsch, ich will auch unbedingt viele gute und günstige Karten für jedermann haben, daher drücke ich auch beide Daumen für Intel, auch wenn ich die Firma in den letzten Jahren eigentlich hassen gelernt habe.
        Wenn ich allerdings so etwas sehe, wird mir schon wieder schlecht, dass das am Ende nur mal wieder sehr viel heiße Luft von unserem notorischen Sprücheklopfer gewesen ist.
        Ist er eigentlich auch mitverantwortlich für die tollen Marketinggags mit "Winword-Benchmarks" und Co.?
        Solchen Volldeppen trauen ich nicht einmal zu, dass die morgens den Weg zur Arbeit finden.
      • Von l3e4st Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Meine Zauberkugel sagt: In neun Monaten gibt es billige GPUs. Die Intel GPU ist ganz vorne weg ein spannendes Thema.
        Konkurrenz bei den Preisen ist immer prima!
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Blackfirehawk
        Das wage ich Mal in Zweifel zu stellen..
        Je mehr GPUs produziert werden..egal welcher Hersteller.. desto mehr Mining Farmen werden wir sehen..

        Der Lösungs Ansatz einfach mehr GPUs zu produzieren um den Markt mehr zu sättigen führt nur dazu das die Miningfarmen besser ausgebaut werden. Nicht aber dazu das beim normalen Spieler mehr ankommt.
        Denn die Nachfrage nach GPUs ist unter Minern gewaltig.. je mehr desto besser denn sie drucken damit quasi Geld.
        Wenn ein Produkt für etwas besser ist, dann wird sich vorrangig darauf gestürzt. Im Idealfall etwa stürzen sich alle auf Intel, weil die AMDs/Nvidias nicht so effizient laufen (etwa wegen der Treiber). Und WENN wir hier hypothetisch Intel selbst produzieren lassen, hätten sie ja auch ganz andere Produktionskapazitäten.
        Hinzu kommt, dass das Minen ja immer komplexer wird, also sich das Kaufen von GPUs auch irgendwann nicht mehr rentiert usw usf.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Blackfirehawk
        Das wage ich Mal in Zweifel zu stellen..
        Je mehr GPUs produziert werden..egal welcher Hersteller.. desto mehr Mining Farmen werden wir sehen..

        Der Lösungs Ansatz einfach mehr GPUs zu produzieren um den Markt mehr zu sättigen führt nur dazu das die Miningfarmen besser ausgebaut werden. Nicht aber dazu das beim normalen Spieler mehr ankommt.
        Denn die Nachfrage nach GPUs ist unter Minern gewaltig.. je mehr desto besser denn sie drucken damit quasi Geld.
        Die Menge neu erstelleter Tokens hängt fix an der Zahl zu berechnender Blöcke, skaliert aber gar nicht mit der Gesamtrechenleistung. Auch der Wert der Tokens hat damit nichts zu tun; die Nachfrage nach Mining-GPUs ist also ingesamt gebremst. Miner kaufen nur deswegen mehr Karten, um eine größere Chance auf die nächste Ausschüttung zu haben, aber das lohnt sich nur so lange, wie zusätzliche Blöcke auch genug zusätzliche Einnahmen zur Finanzierung zusätzlicher Karten liefern. Es wäre also theoretisch möglich, diesen Markt zu sättigen.

        Praktisch dürfte für die derzeitigen Kurse aber niemand die nötigen Kapazitäten haben. Egal ob mit oder Intel: Man steigert den Ouput nicht mal eben um 50 oder 100 Prozent. Umgekehrt ist es aber mittelfristig wahrscheinlich, dass die Kurse auf zwei Drittel oder die Hälfte einbrechen und dann wird auch die Miner-Nachfrage zurückgehen. (Falls die aktuelle Blase bis zum Sommer anhält und Corona bis dahin im Griff ist, rechne ich sowie damit, dass der Stromverbrauch von Bitcoin und Ether zum Sommerlochthema wird. Und wenn jemand ein Gesetz dagegen ins Gespräch bringt, werden viele Großinvestoren schlagartig die Füße stillhalten, was den PoW-Coins erstmal einen Absturz bringt.)
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Rollora

        2. Intel HPG fertigt nicht selbst. Also ist man genauso eingeschränkt wie AMD und NVIDIA

        Als ergänzender Gedanke: Hier hängt es davon ab wo genau der Schuh am meisten drückt. Wäre es z. B. fehlendes ABF-Substrat, das man beim "Belichten" benötigt, könnte es tatsächlich schon an der Chipfertigung selbst liegen. Wäre dagegen die Materialknappheit bzgl. den für das Package notwendigen Materialien der bedeutenderer Faktor, könnte Intel das Packaging bspw. selbst übernehmen und hier von seinen eigenen, größeren Ressourcen und Lieferketten profitieren und etwas besser wegkommen.
        Zudem, AMD und nVidia kann man ebensowenig in einen Topf werfen, da die Situation bei den Herstellern TSMC und Samsung durchaus unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann in Abhängigkeit von deren Lieferketten, Ressourcen, Vorratshaltung und planungstechnischer Weitsicht.
        Verengt man den Blick rein auf GPUs, dann hat nVidia in 4Q20 nahezu 5x so viele GPUs abgesetzt wie AMD. Das ist erst mal ein Fakt, hilft aber nicht bei der Bewertung der Gesamtsituation, denn AMD hat die GPU-Fertigung möglicherweise runterpriorisiert und fertigt derzeit primär seine CPUs, schlicht weil die mit Blick auf die Industrie und OEMs wichtiger sind. (Ändert aber auch nichts daran, dass AMD grundsätzlich deutlich weniger GPUs verkauft als nVidia.)

        Zurück zu Xe-HPG; hier ist die derzeitige Materialknappheit aber ggf. auch dann irrelevant, da die gesamte Industrie an einer Lösung und Wiederherstellung/Erhöhung der Kapazitäten arbeitet und bis HPG in den Markt kommt, könnte sich das Thema schon weitestgehend erledigt haben. Aktuell rechnet man eher mit 4Q21 als einem frühen Termin, ggf. gar erst Anfang 2022; einen konkreten Zeitplan hat Intel für Xe-HPG noch nicht kommuniziert.

        Zitat von softskiller
        Und was ist mit Treibern? Hat Intel Expertise bei Gaming Treibern, die alle 4 Wochen Updates bekommen?
        Und bekommt Intel support von Spieleentwicklern, so wie es Nvidia und AMD bekommen, die ihre Games für die Grafikkarten optimieren und an Bugs arbeiten?
        Grundsätzlich darf man deren Potential hier durchaus als hoch einschätzen, wenn sie diese Gaming-Ambitionen ernst nehmen und sofern P. Gelsinger nun nachträchlich an der Zielsetzung nichts ändert. Entsprechende Interviews zeigten ganz klar einen deutlich Fokus auf diesen Bereich, denn der SW-Stack ist hier immens wichtig und Intel hat dafür die Ressourcen (Intel ist einer der größten SW-Entwickler in der HW-Industrie; die haben mehr SW-Ingenieure als AMD überhaupt Angestellte hat). Hier wird man einfach abwarten müssen.
        Und bezüglich dem Support ist die Sachlage eigentlich genau anders herum zu betrachten. Die (Game-)Entwickler bekommen Support von den zwei, drei großen Herstellen, umgekehrt eher weniger und mit seinen Ressourcen würde Intel da wohl weitaus mehr bieten können, wenn sie das denn für zielführend halten, jedoch werden sich derartige Strukturen auch nur schrittweise aufbauen, da man ja auch absehbar GPU-technisch nicht gleich von 0 auf 100 durchstarten wird und da macht es keinen Sinn plötzlich überproportional viele Ressourcen drauf zu verwenden. Als kleines Beispiel jedoch angemerkt, das Intel-Ingenieuere bspw. vor einigen Monaten ankündigten mit IO Interactive bzgl. Hitman 3 zusammenzuarbeiten, um die Engine noch besser auf Multi-Core-CPUs anzupassen. Der episodenhafte Titel ist zwar schon draußen, aber an dem wird dennoch kontinuierlich gearbeitet, so bspw. bzgl. einer Raytracing-Unterstützung und ich könnte mir vorstellen, dass Intel mit seiner Kollaboration primär vorbereitende Maßnahmen mit Blick auf den ADL-Launch im Auge hat.
        Schlussendlich wird man einfach abwarten müssen was kommt und wie sich das entwickeln wird, bzw. wie sehr sie dieses Marktsegment als ein lohnenswertes Segment betrachten und dementsprechend darauf Ressourcen setzen werden. Gamer gehören sicherlich nicht zu Intel's Top-Prioritäten, dafür sind die viel zu groß, allerdings könnte eine bei Intel ggf. nur "kleinere Ressourcenzuordnung" u. U. gar schon mehr sein als das, was eine deutlich kleinere Firma wie AMD derzeit dafür erübrigt. In schätzungsweise einem Jahr hat man ein erstes Bild davon und in ggf. drei Jahren wird man sehen können wie sich das entwickelt hat (oder ob man dedizierte Consumer-Desktop-GPUs dann möglicherweise schon wieder komplett eingestellt hat?)

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