Inside Ice Lake: Besuch in der 10-nm-Fab

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Inside Ice Lake: Besuch in der 10-nm-Fab (1)
Quelle: Intel

PC Games N war in Israel in einer der Produktionsstätten Intels zu Besuch und durfte sich persönlich ein Bild davon machen, wie Sand zu Silizium wird. Interessant ist der Besuch auch deshalb, weil dort die 10-nm-Wafer für Ice Lake vom Band laufen. Die Massenproduktion ist inzwischen angelaufen.

In der israelischen Stadt Haifa betreibt Intel einen seiner wichtigsten Forschungs- und Produktionsstandorte. Schon der Pentium MMX entstand dort. Heute arbeiten die Ingenieure des Intel Development Centre an den Sunny-Cove-Kernen, die das Herz der Ice-Lake-Prozessoren bilden. PC Games N hatte die Gelegenheit, sich vor Ort einmal umzusehen und mit den Akteuren das Gespräch zu suchen.

Einer der Köpfe hinter den neuen Chips ist Adi Yoaz. Er klärt dem Besucher, dass die Maximierung der IPC im Vordergrund gestanden hat. Im Vorfeld hätten jedoch erhebliche Zweifel an der Realisierbarkeit bestanden. "Als wir dann anfingen, haben wir nicht nur gezeigt, dass wir die IPC nennenswert steigern können, sondern auch, dass wir auch eine Roadmap für Verbesserungen haben und wir das bei zukünftigen Generationen noch werden fortsetzen können."

So ambitioniert das klingt: Da Ice Lake erst Ende 2019 in Produkte für Endkunden münden soll, lassen sich solche Aussagen natürlich nicht verifizieren. Derzeit ist die Chipschmiede erst einmal unter Zugzwang. Ryzen 3000 steht vor der Tür und der könnte dieses Mal nicht nur preislich zur Gefahr für den Marktführer werden. Wegen Verzögerungen bei Intels 10-nm-Prozess bietet Intel nach wie vor nur 14-nm-Prozessoren auf. Doch inzwischen scheint man den neuen Prozess im Griff zu haben.

Massenproduktion von 10-nm-Wafern

Wie man der Reportage entnehmen kann, entstehen in Israel derzeit sowohl 14- als auch 10-nm-Produkte. Die Massenproduktion der 10-nm-Wafer habe längst begonnen, die meisten Tools seien bereits umgestellt. Eine genaue Zahl wollte man auf Nachfrage allerdings nicht nennen. Die Rede ist von Tausenden pro Woche. Auch darüber, wie lange es dauert, bis aus den Wafern Ice-Lake-Chips werden, schweigt man sich lieber aus. "Es dauert ein paar Wochen. Die genaue Zahl kann ich dir nicht nennen, weil die streng geheim ist." Doch es läuft anscheinend, wie es laufen soll.

Ebenfalls interessant:Intel Ice Lake: Sunny-Cove-Kerne laut Benchmarks mit massivem IPC-Sprung

Alle Einblicke zum Besuch bei Intel in Israel lesen Sie in englischer Sprache in der ausführlichen Original-Reportage, weitere Meldungen zu Ice Lake auf unserer Themenseite. Mobil-Prozessoren unter dem Codenamen Ice Lake mit Sunny-Cove-Kernen sollen im vierten Quartal 2019 erscheinen. Die Desktop-Version kommt bisheriger Informationslage nach erst im kommenden Jahr.

Quelle: PC Games N

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    • Kommentare (13)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von wolflux Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Pu244
        Das ist realistisch. Da sind noch die Steigerungen von Cannonlake (immerhin 2-6%) drin und Intel hat den Cache ordentlich aufgestockt. Bei diesen Angaben hat Intel bisher immer die Wahrheit gesagt.

        Was aussteht sind die Taktraten.
        Das hört sich gut an, ist man von Intel nicht gewohnt, dass sie soviel nach so langer 14nm Zeit bieten möchten.

        Irgendwie warte ich auf Input von PCGH. aber es gibt ja den Livestream.
      • Von wolflux Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Pu244
        Das ist realistisch. Da sind noch die Steigerungen von Cannonlake (immerhin 2-6%) drin und Intel hat den Cache ordentlich aufgestockt. Bei diesen Angaben hat Intel bisher immer die Wahrheit gesagt.

        Was aussteht sind die Taktraten.
        Das hört sich gut an, ist man von Intel nicht gewohnt, dass sie soviel nach so langer 14nm Zeit bieten möchten.

        Irgendwie warte ich auf Input von PCGH. aber es gibt ja den Livestream.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Pu244
        Das ist realistisch. Da sind noch die Steigerungen von Cannonlake (immerhin 2-6%) drin und Intel hat den Cache ordentlich aufgestockt. Bei diesen Angaben hat Intel bisher immer die Wahrheit gesagt.

        Was aussteht sind die Taktraten.
        Exakt.

        Es ist gar nicht abwegig, sehr große IPC-Steigerungen zu sehen weil das auch technisch gesehen gar nicht so schwer ist: Mehr Ausführungseinheiten, größere Caches, mehr Puffer usw. - kurz: Kerne aufblasen. Das Problem daran ist: Je "fetter" man den kern baut und je höher damit die IPC steigt desto geringer ist der mögliche Takt da pro Takt mehr Schaltungen gleicheitig synchronisiert arbeiten müssen. Genau da ist Intel aktuell: +18% IPC nach eigenen Angaben aber eine aktuell maximale Taktrate im Bereich um die 4 GHz. Die Frage ist, wie gut sie ihren 10nm hinbekommen um trotz den aufgeblasenen Kernen hohe Taktraten zu erreichen. Denn nur wenn beides funktioniert kommt am Ende eine deutliche Mehrleistung raus.

        Ist aber schön, dass Intel nach 10 Jahren nichts tun endlich wieder versucht tatsächlich bessere CPUs zu entwickeln. Ein Hoch auf Ryzen.
      • Von wolflux Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Buggi85
        Druck haben sie wenn in 2-3 Jahren nichts angeboten werden kann. Kein Unternehmen wechselt von heute auf morgen und dann wieder zurück. Mischbetrieb ist auch weniger beliebt. Deshalb muss AMD eine gewisse Beständigkeit erbringen und nicht für 3 Jahre den Markt dominieren bis es evtl. wieder abwärts geht. Gut das es zumindest vorwärts geht bei Intel.
        So ist es, ich habe eben gerade 2 Stunden auf YouTube 24 Stunden junge Benchmarkwerte angesehen und stelle nur zwei Dinge fest,
        1/ AMD Ryzen ist dem i9-9900K im Multicore- Anwendungen absolut überlegen und
        2/ der i9-9900K ist in fast allen Spielen nicht zu toppen, auch nicht bis 16 Kerne .

        Der Verbrauch ist das einzige Argument das noch zählt aber als Enthusiasten OCer bei Stock Werten 95 Watt gegen 65 Watt habe ich leider nur ein müdes Lächeln übrig. Das könnte sich aber noch ändern.

        Jetzt ist nur für mich noch die Frage offen, wieviel OC geben die neuen Ryzen her?
        AMD Ryzen könnte leichter zu kühlen sein.
      • Von Buggi85 Software-Overclocker(in)
        Zitat von wolflux
        Bisher hat Intel immer um 10% geliefert, du merkst den Druck auf Intel.
        Druck haben sie wenn in 2-3 Jahren nichts angeboten werden kann. Kein Unternehmen wechselt von heute auf morgen und dann wieder zurück. Mischbetrieb ist auch weniger beliebt. Deshalb muss AMD eine gewisse Beständigkeit erbringen und nicht für 3 Jahre den Markt dominieren bis es evtl. wieder abwärts geht. Gut das es zumindest vorwärts geht bei Intel.
      • Von wolflux Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von yummycandy
        Nein, das ist schon möglich. Das sind allerdings Intel-Angaben, die noch nicht nachgemessen wurden.
        Zitat von Pu244
        Das ist realistisch. Da sind noch die Steigerungen von Cannonlake (immerhin 2-6%) drin und Intel hat den Cache ordentlich aufgestockt. Bei diesen Angaben hat Intel bisher immer die Wahrheit gesagt.

        Was aussteht sind die Taktraten.
        Bisher hat Intel immer um 10% geliefert, du merkst den Druck auf Intel.
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