Hunt: Showdown 1896 - Performance und Tuning für alte Grafikkarten & Fazit
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Angesichts des hohen GPU-Anspruchs haben wir uns entschlossen, einige weitere Messungen mit älteren und schwächeren Grafikkarten anzufertigen, die wir jüngst für ein Special zum Thema alte Grafikkarten, Grafikspeicher beim Einsatz von Upsampling und Frame Generation genutzt haben (zu lesen in der kommenden PCGH Print 10/2024 sowie als Plus-Artikel). Dabei sind uns einige Umstände begegnet, die zumindest eine Erwähnung wert sind. Wir nehmen Full HD und FSR Balanced ins Visier und beginnen mit einer Geforce GTX 1070. Wie weit müssen wir die Details herunterregeln, um flüssige Bildraten zu erzielen? Wir fertigen zuerst einige Benchmarks mit unterschiedlichen Detail-Presets an, um eine Ahnung zu bekommen, wie anspruchsvoll diese ausfallen.
Hunt: Showdown 1896 - Performance und andere Auffälligkeiten
Beim Betrachten der Ergebnisse fällt sofort auf, dass das Ultra-Preset extrem anspruchsvoll ist. Irgendetwas im Grafikmenü kostet sehr viel Leistung. Also gehen wir die Optionen durch. Probehalber setzen wir zuerst die GI von Ultra auf die Stufe "Sehr hoch". Ist die überarbeitete Globale Beleuchtung SVOTI mit einem neuen, vielleicht äußerst anspruchsvollem Ultra-Setting, ein besonderer Leistungsfresser? Wir haben leichte Zweifel - und auf die Probe gestellt, ergibt sich dann auch nur ein relativ geringfügiger Unterschied.
Als Nächstes widmen wir uns der Schattenqualität. Wir reduzieren die Qualität ebenfalls lediglich um eine Stufe von Ultra auf Sehr hoch. Und siehe da: Schatten sind zwar häufig eine besonders kostspielige Option im Grafikmenü, doch ein solcher Performance-Impact ist dann doch sehr außergewöhnlich. Falls Sie beim Spielen von Hunt: Showdown 1896 Leistungsprobleme haben, probieren Sie also zuerst, die Schattenqualität zu reduzieren. Wir wählen die Qualitätsstufe "Hoch" für unsere weiteren Messungen.
Die Geforce GTX 970 hat mit ihrem 4 GiByte kleinen Grafikspeicher zu kämpfen, vielmehr noch allerdings mit dem Umstand, dass von diesem nur 3,5 GiByte voll und die restlichen 0,5 langsam angebunden sind. Übersteigt die Belegung also die 3,5 schnellen GiByte, bricht die GTX 970 unschön ein - was sie in Hunt: Showdown mit FSR Balanced und hohen Details dann auch tut. Wir haben probehalber versucht, die "Angestrebte VRAM-Nutzung" im Grafikmenü zu reduzieren, doch auch dies hilft nicht wirklich. Etwas weiter reduzierte Details, etwa Preset Mittel könnten funktionieren oder zumindest deutlich besser und konsistenter laufen.
Quelle: PCGH
Grafikfehler mit unseren alten Radeons und AMD-Legacy-Driver: Hier sehen Sie, wie das Spiel ohne SVOTI-Bounce-Light, ohne indirektes Licht, aussehen würde. Nur das direkte Sonnenlicht erhellt das Unterholz, nicht aber die von diesem abgegebenen indirekten Licht. Im Schatten der Bäume tappen wir in Stockfinsternis.
Die Radeon RX 470 mit 4 GiByte VRAM macht von der Performance einen recht guten Eindruck, der Vergleich zum ansonsten baugleichen 8G-Modell zeigt allerdings, dass auch hier 4 GiByte Speicher etwas Performance kosten und leichtes Ruckeln spürbar machen. Die alten Radeons haben allerdings noch ein anderes Problem: Sie zeigen offenbar das gesamte Bounce-Light der SVOTI-Beleuchtung nicht an, was dazu führt, dass wir ziemlich im Dunklen tappen. Nur ein wenig Specular-Schein auf unserer Waffe leuchtet in der Stockfinsternis im Schatten der Bäume, einzig direkte Lichtstrahlen erleuchten die Umgebung. Der Fehler tritt auf allen drei Radeons auf, sowohl mit Polaris als auch Vega - die allerdings auch den gleichen Legacy-Treiber nutzen. Hunt: Showdown weist beim Starten tatsächlich auch auf einen veralteten Grafikkartentreiber hin. Kein Wunder, dass die Performance der Radeons recht gut wirkt - sie rendern die SVOTI-GI nicht. Der Effekt bleibt über alle Stufen der im Grafikmenü regelbaren Globalen Beleuchtung bestehen. So haben Sie wahrscheinlich beim Spielen nicht sehr viel Freude. Es sei denn, Sie suchen die besondere Herausforderung.
Wir haben beim Testen mit unseren rüstigen GPU-Rentnern noch einen weiteren Umstand ausgemacht: Wenn wir die "Darksight" nutzen, kommt es zu seltsamen Performance-Drops, die sich fast wie eine Art Stalling ("Verschlucken" der GPU) anfühlen. Allerdings nur, wenn wir die schwirligen Partikel beim "Banishing" oder einen der "Clues" anvisieren. Offenbar sorgen diese für die merkwürdigen Hänger. Mit der GTX 1070 sind diese sehr ausgeprägt, hier im Video zu sehen. Die Gegenprobe zeigt: Sie treten auch mit anderen Nvidia-GPUs auf, allerdings in etwas verhaltenem Maße - nicht so jedoch mit alten Radeons.
Hunt: Showdown 1896 - Fazit
Hunt: Showdown war schon vor dem Neustart ein sehr interessantes, eigenständiges Spiel. Die Cryengine setzt die sumpfige Dämonenhatz grafisch sehr ansehnlich und atmosphärisch stimmungsvoll um. Dank Modernisierung wirkt die Optik nun nochmals feiner und detaillierter. Es gibt allerdings ein paar Punkte, die Crytek bei der neuen Version von Hunt: Showdown angehen könnte. Die fehlerhafte beziehungsweise fehlende SVOTI-Darstellung bei älteren Radeons mag in erster Linie auf den genutzten Legacy-Treiber zurückfallen. Ärgerlich ist allerdings schon, dass man etwa mit einer Radeon RX Vega aus diesem Grund nicht spielen kann - leistungstechnisch wäre die Karte noch nutzbar. Auch die schwache Performance von Intel-Grafikkarten - trotz des offiziell dafür veröffentlichten Treibers - ist bedauerlich. Und dass die Ultra-Schatten dermaßen auffällig Leistung benötigen, wirkt seltsam und sollte Crytek dazu ermuntern, diese Option noch einmal in Augenschein zu nehmen und den Leistungshunger nach Möglichkeit zu reduzieren.
Abseits einiger Technik-Macken und hohen Anforderungen bei Ultra-Details reiben sich Spieler aktuell und bei der neuen Version außerdem an der Gestaltung des Nutzerinterfaces und in erster Linie an dem etwas überladen wirkenden Menü - was wir nachvollziehen können, auch wir hatten zumindest anfangs leichte Orientierungsprobleme, die Bedienung ist nicht immer intuitiv. Etwas arg aufdringlich wirkt auch die Zurschaustellung der "Battle Passes" beziehungsweise deren Häufigkeit. Dies ist aktuell auch ein merklicher Reibungspunkt bei den Steam-Bewertungen von Hunt: Showdown 1896. Es wäre wohl auch an dieser Stelle noch ein wenig Feintuning seitens der Entwickler angesagt.
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Crysis Wars kann man kostenlos spielen, für diejenigen die Hunt nicht mögen.
Welche Auflösung spielst du konkret und mit welcher Graka?
Außerdem scheint Hunt VRAM Overclocking zu lieben. Wenn ich bei der 7900XTX auf 2700Mhz kommen ca. 5-10FPS mehr raus wenn ich das hochstelle. Kennt man das in der Vergangenheit von der CryEngine?
Gestern auch mal getestet. Läuft Rund - Was mir aber auffällt, bei 4k alles Ultra + HDR, ist das es wirklich nicht gestochen scharf aussieht. Das sollte man ja bei der Auflösung durchaus meinen. Habt Ihr auch das Gefühl das alles etwas weichgezeichnet ist? Natürlich ist Motion Gedöns aus. Ansonsten macht das Game einen guten Eindruck.