Gaming-Headsets |yyyy|: Produkte für Anspruchsvolle ab 150 Euro
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Gaming-Headsets 2026: Produkte für Anspruchsvolle ab 150 Euro

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Jetzt wird es teuer bei den Headsets für Gamer im Test: Auf dieser Seite behandeln wir Modelle ab 150 Euro.

Aktuelle Änderungen hervorheben

In diesem Artikel

  1. Seite 1 Gaming-Headsets 2026: Die Einstiegsklasse bis 70 Euro
    1. 1.1 Cooler Master CH331
    2. 1.2 Sharkoon B2
    3. 1.3 AOC GH200
    4. 1.4 Sharkoon Skiller SGH50
    5. 1.5 Surefire Harrier 360
    6. 1.6 Turtle Beach Recon 500
    7. 1.7 Asus Strix Go Core
    8. 1.8 Roccat Elo X
    9. 1.9 Corsair HS35
    10. 1.10 Turtle Beach Battle Buds In-Ear Headset
    11. 1.11 Turtle Beach Earforce Atlas One
    12. 1.12 Sharkoon Skiller SGH2
    13. 1.13 Logitech G231 Prodigy
    14. 1.14 Patriot Viper V360
    15. 1.15 Sharkoon Skiller SGH1
    16. 1.16 Lioncast LX50
    17. 1.17 Roccat Renga
    18. 1.18 Sharkoon H10 Headset
    19. 1.19 Bitfenix Flo
    20. 1.20 Asus Cerberus
  2. Seite 2 Gaming-Headsets 2026: Die Mittelklasse von 70 bis 150 Euro
    1. 2.1 Hama Urage Soundz 900 DAC
    2. 2.2 JBL Quantum 610 Wireless
    3. 2.3 Corsair HS65 Surround
    4. 2.4 HyperX Cloud II Wireless
    5. 2.5 Corsair HS80 RGB Wireless
    6. 2.6 Epos H3 Hybrid
    7. 2.7 Beyerdynamic MMX 150
    8. 2.8 Audio-Technica ATH-GDL3
    9. 2.9 Roccat Syn Pro Air
    10. 2.10 Microsoft Xbox Wireless Headset
    11. 2.11 MSI Immerse GH50
    12. 2.12 Cooler Master MH751
    13. 2.13 Qpad QH-92
    14. 2.14 Roccat Elo 7.1 Air
    15. 2.15 Qpad QH-700
    16. 2.16 Cooler Master MH670
    17. 2.17 Asus ROG Cetra
    18. 2.18 Hörluchs HL 1012
    19. 2.19 HyperX Cloud Stinger Wireless
    20. 2.20 Steelseries Arctis 1 Wireless
    21. 2.21 HyperX Cloud Alpha
    22. 2.22 Turtle Beach Earforce Atlas Elite
    23. 2.23 Roccat Khan Pro
    24. 2.24 Logitech Pro Gaming Headset
    25. 2.25 Corsair HS70 Wireless
    26. 2.26 Corsair Void RGB Wireless
    27. 2.27 Creative Sound Blaster X H7 Tournament Edition
    28. 2.28 Teufel Cage (altes Modell, End of Line)
    29. 2.29 Logitech G533 Wireless
    30. 2.30 Steelseries Arctis 5
    31. 2.31 Epos | Sennheiser GSP 350
    32. 2.32 Roccat Cross
    33. 2.33 Asus Strix Wireless
    34. 2.34 Creative Sound Blaster X H5
    35. 2.35 HyperX Cloud 2
  3. Seite 3 Gaming-Headsets 2026: Produkte für Anspruchsvolle ab 150 Euro
    1. 3.1 Steelseries Arctis Nova Pro
    2. 3.2 JBL Quantum 910 Wireless
    3. 3.3 Nacon RIG 800 Pro HD Wireless
    4. 3.4 Razer Barracuda Pro
    5. 3.5 Asus ROG Delta Wireless
    6. 3.6 HyperX Cloud Alpha Wireless
    7. 3.7 Audeze Penrose
    8. 3.8 Master & Dynamic MG20
    9. 3.9 Ultrasone Meteor One
    10. 3.10 Hyper X Orbit S
    11. 3.11 Epos H6 Pro
    12. 3.12 Asus ROG Fusion II 500
    13. 3.13 Razer Kraken V3 Pro
    14. 3.14 Corsair Virtuoso XT RGB Wireless
    15. 3.15 Qpad QH-900
    16. 3.16 Asus ROG Delta S
    17. 3.17 Razer Blackshark V2
    18. 3.18 Steelseries Arctis Pro Wireless
    19. 3.19 Steelseries Arctis 9 Wireless
    20. 3.20 Steelseries Arctis Pro + Game DAC
    21. 3.21 JBL Quantum One
    22. 3.22 Astro A50 Wireless mit Basestation
    23. 3.23 Logitech G Pro X Wireless
    24. 3.24 HyperX Cloud Mix
    25. 3.25 Epos | Sennheiser GSP 670 Wireless
    26. 3.26 Audio-Technica ATH-G1
    27. 3.27 Corsair Virtuoso RGB Wireless SE
    28. 3.28 Logitech G935 Wireless
    29. 3.29 Asus ROG Delta
    30. 3.30 Epos | Sennheiser GSP 500 & 600
    31. 3.31 Beyerdynamic Custom Game
    32. 3.32 Beyerdynamic MMX 300 (Generation 2)
  4. Seite 4 Gaming-Headsets 2026: Kaufberatung, Kaufkriterien
    1. 4.1 Gaming-Headsets - Generelle Tipps und Informationen
    2. 4.2 USB-Headset und Surround oder lieber klassisches Stereo-Headset?
    3. 4.3 Spieler-Headsets - Offen, geschlossen? Aufliegend oder umschließend?
    4. 4.4 Was hat es mit den ganzen Frequenzen auf sich?
  5. Seite 5 Bildergalerie

In dieser Preiskategorie finden sich viele von Hifi-Kopfhörern abgeleitete Headsets. Diese Headsets sind allerdings meist deutlich teurer als die Kopfhörer-Pendants und sind aus Preis-Leistungssicht daher nur bedingt empfehlenswert. Die meisten dieser Geräte sind reine Stereo-Headsets.

Steelseries Arctis Nova Pro

(Inklusive externer Soundkarte mit 2× USB-C, Klinken-Line-Out, 3,5 mm Klinke)

Das Actis Nova Pro ist ein sehr bequemes High-End-Klinken-Headset mit feinem Sound und kommt mit einer potenten USB-Soundkarte. Als Kontrast zu der zunehmenden Zahl Wireless-Oberklasse-Headsets testen wir das neue Steelseries Nova Pro in der kabelgebundenen Variante. Es ist auch - nochmals deutlich kostspieliger als das Wireless-Funk-Modell - samt zusätzlicher Bluetooth-Verbindung erhältlich. Spezielle Konsolen-Varianten stehen außerdem zur Verfügung. Das Arctis Nova Pro ist im Grunde der Nachfolger des Arctis Pro samt GameDAC, doch sowohl Headset als auch USB-Soundkarte wurden überarbeitet. Die USB-Soundkarte basiert nun auf dem ESS 9218PRO Quad-DAC statt dem zuvor genutzten ESS 9018, eine auf geringe Stromaufnahme und mobile Hifi-Musikplayer optimierte Version der Sabre-Pro-Reihe mit integrierter Verstärkung. Letztere können Sie in zwei Stufen nutzen, die Gain-Stufe "High" lässt das Nova Pro nicht nur lauter, sondern auch fülliger klingen. An der Soundkarte kann nun ein zweites USB-Gerät angeschlossen werden, zudem steht ein Klinken-Line-In und -Out zur Verfügung, Sie können die Soundkarte also auch zum Betrieb von aktiven Lautsprechern nutzen. Weitere Änderungen betreffen das Headset selbst, das gegenüber der alten Arctis-Reihe erwachsener und dank recht großzügigem Einsatz von Aluminium zudem hochwertiger wirkt. Der Sound ist sehr gefällig, das Nova Pro spielt ausgewogen, voll und dynamisch auf. Mittels Software und Steelseries neuer Sonar-Oberfläche kann neben einem komplexen Equalizer mit einstellbarer Flankensteilheit außerdem Surround zugeschaltet werden. Das sehr bequeme Nova Pro wirkt gegenüber dem bereits sehr guten Arctis Pro nochmals etwas höherwertig und macht auch als Kopfhörer eine gute Figur.

Steelseries Arctis Nova Pro Quelle: PC Games Hardware Steelseries Arctis Nova Pro

JBL Quantum 910 Wireless

(2,4 GHz Funk via USB-C-Dongle, -A mit Adapter, Bluetooth 5.2, Simultanbetrieb möglich, USB-A-auf-C zum Laden, 3,5 mm Klinke)

Der neue High-End-Brummer von JBL bietet unter anderem Surround mit individuellen HRTF-Profilen, Headtracking sowie Dual-Wireless-Betrieb mit 2,4 GHz Funk sowie Bluetooth 5.2. Äußerlich ähnelt das Quantum 910 stark dem günstigeren Quantum 610 - doch unter der Haube gibt es eine Vielzahl Unterschiede. Das neue JBL-Topmodell verbaut die nochmals hochwertigeren Treiber, die obendrein in einer leicht abweichenden Resonanzkammer untergebracht und nochmals klarer und neutraler abgestimmt sind. Darüber hinaus bietet das Quantum 910 deutlich erweiterte Features, darunter neben einer latenzarmen Funkverbindung außerdem Bluetooth 5.2. Letzteres können Sie - anders als beispielsweise beim Razer Barracuda Pro - auch simultan zur Funkverbindung nutzen, also beispielsweise per Bluetooth angebundenem Smartphone Musik hören oder telefonieren, während Sie spielen. Ähnlich dem kabelgebundenen Quantum One bietet das 910 Wireless zudem JBLs hauseigene Headtracking-Funktion sowie den gefälligen 360°-Quantum-Sphere-Surround, der merklich aufwendiger ausfällt als andere Lösungen, inklusive der des Quantum 610. Damit dieser optimal funktioniert, können Sie mittels beiliegendem Mini-Mikrofon Ihren Gehörgang vermessen und ein individuell zugeschnittenes Custom-HRTF-Protokoll anlegen. Als eins der wenigen Gaming-Headsets bietet das Quantum 910 Wireless Active Noise Cancellation, also eine aktive Geräuschunterdrückung via aufgezeichneten Außengeräuschen und anschließender Phasenumkehr. Die ANC funktioniert gut, neutralisiert allerdings vornehmlich tiefe Frequenzen. Etwas enttäuschend ist die Performance des Mikrofons, das zwar gut verständlich, aber etwas dumpf und flach aufzeichnet.

JBL Quantum 910 Wireless Quelle: PC Games Hardware JBL Quantum 910 Wireless

Nacon RIG 800 Pro HD Wireless

(2,4 GHz Funk, USB-A sowie Basisstation/Ständer zum Laden, geschlossen, ohrumschließend)

Auch nach der Übernahme von Plantronics durch die Big-Ben-Tochter Nacon wird die insbesondere in den USA bekannte Rig-Reihe fortgeführt. Das Rig 800 Pro HD ist das für den PC ausgelegte Top-Modell, kommt mit 2,4 GHz Funk sowie einer per USB anschließbaren Ladestation, die zugleich als praktische Standvorrichtung für das Headset dient - nie wieder Funkstille, weil man vergessen hat, das Ladekabel anzuschließen. Die Station dient obendrein als optionaler Steckplatz für den USB-Dongle. Das Rig 800 Pro HD ist trotz offenkundig trendig-schwarzem Äußeren auffallend martialisch gestaltet und bietet eine interessante Aufhängung. Die Hörer können vom Bügel abgenommen und in einem von drei Steckplätzen arretiert werden, um die Größe anzupassen. Das Headset ist für ein kabelloses Gerät mit 300 Gramm leicht und sitzt bequem, die Ohrpolster aus Kunstleder sind an der Innenseite mit einer atmungsaktiven Kunstfaser versehen, was allzu schwitzige Ohren vermeidet. Klanglich ist das Rig 800 gefällig, insbesondere beim Spielen macht das Headset eine gute Figur, ist aber auch für den Musikgenuss geeignet, solange Sie nicht gerade Operetten lauschen oder allzu feingeistige Klänge präferieren. Für Letzteres ist der Tiefton etwas brummig und das Headset lässt ein wenig Auflösung vermissen. Optional kann das Rig 800 Pro HD auf dem PC mit Dolby Atmos for Headsets punkten, eine Lizenz liegt bei. Eine eigene Software mit praktischen Einstellungsmöglichkeiten bietet das Rig 800 Pro HD leider nicht, hier steht es etwas hinter der Konkurrenz zurück.

Nacon RIG 800 Pro HD Wireless Quelle: PC Games Hardware Nacon RIG 800 Pro HD Wireless

Razer Barracuda Pro

(Bluetooth 5.2 inkl. Low Latency Mode, 2,4 GHz Funk - kein Simultan-Betrieb möglich, USB-C zumLaden, geschlossen, ohrumschließend)
Das Razer Barracuda Pro entfernt sich ein wenig von klassischen Gaming-Headsets und setzt einen merklich stärkeren Mobile-Fokus. Ähnlich wie einige Asus-Topmodelle, darunter etwa das Asus Fusion II (Test in Ausgabe 05/22, Online-Einzeltest) verzichtet Razer beim Barracuda Pro auf ein Schwanenhals-Mikrofon und verbaut stattdessen in den Hörern einen integrierten Mikrofon-Array. Neben dem klassischen Mikro verzichtet das Barracuda Pro obendrein auf bunte RGB-Beleuchtung und präsentiert sich stattdessen in schlicht-schwarzem Understatement. Neben dem Äußeren ähnelt das Barracuda Pro auch klanglich eher einem Kopfhörer: Insbesondere verglichen mit einigen sehr bassstarken Razer-Gaming-Headsets ist der Klang des Barracuda Pro sehr ausgewogen.

Der Bass ist zwar leicht betont, allerdings weit weniger als bei vielen Gaming-Geschwistern, der Sound setzt stattdessen einen gewissen Fokus auf die Mitten und lässt das Klangbild warm und füllig erscheinen. Eine leichte Betonung auf dem Stimmbereich sowie eine kleine Höhenspitze erleichtern Sprachverständnis und Ortung, ohne durch zu stark im Vordergrund stehende Vokale oder scharfe Sibilanten zu stören. Den Klang können Sie wie gewohnt in der Software Razer Synapse tunen, obendrein lässt sich hier Surround zuschalten und personalisieren. Neu ist die Active Noise Cancellation. Diese unterstützt die bereits sehr gute passive Isolation oder kann auf Wunsch Außengeräusche einspielen, etwa für den Fall, dass Sie im Straßenverkehr unterwegs sind. Das Barracuda Pro ist außerordentlich bequem und eine interessante Wahl, wenn Sie Ihr Headset auch unterwegs nutzen wollen.

Razer Barracuda Pro (6) Quelle: PC Games Hardware Razer Barracuda Pro (6)

Asus ROG Delta Wireless

(Bluetooth, Funk - kein Simultan-Betrieb möglich, USB-C zum Laden, geschlossen, ohrumschließend)
Das ROG Delta S Wireless ist das noch junge, kabellos verbundene Top-Modell der Delta-Reihe des taiwanesischen Herstellers Asus - unseren ausführlichen Online-Einzeltest finden sie hier. Das Oberklasse-Gerät ist das erste Dual-Mode-Headset des Herstellers, das sowohl 2,4 GHz Funk sowie Bluetooth 5.0 unterstützt. Das Wireless-Modell ist obendrein etwas anders konzipiert als das reguläre Delta S - einen Einzeltest lesen Sie hier -, das kabelgebunden, mit RGB-Beleuchtung und Support für das hochqualitative MQA-Audioformat insbesondere gut betuchte Desktop-Gamer mit Faible für hohe Sound-Qualität ansprechen dürfte. Das ROG Delta S Wireless ist trotz der engen Namensverwandtschaft keine bloße Funk-/Bluetooth-Variante des Delta S. Es unterscheidet sich nicht nur von der Anschlussart, sondern auch vom Äußeren, der im Inneren verbauten Technik und im Grunde auch dem angedachten Einsatzgebiet.

Tatsächlich ist das ROG Delta S Wireless im Grunde beinahe schon ein eigenständiges Headset. Denn abseits der Form, einigen Features und der Namensgebung zeigt das Delta S Wireless einige deutliche Unterschiede und hat weniger mit dem kabelgebunden Delta S gemein, als man vermuten mag. Oberflächlich fällt auf, dass die RGB-Beleuchtung fehlt, doch größere und auch den Sound betreffende Unterschiede gibt es etwa bei der Klangwandlung. Während das kabelgebundene Delta S den ESS Quad-DAC 9281 samt MQA-Support verbaut und das Fusion II 500 den ESS 9280, den gleichen Chip ohne Support für das High-Quality-Audioformat, kommt beim Delta S Wireless ein nicht genauer spezifizierter, laut Asus Review-Guide "regulärer" Klangwandler zum Einsatz. Trotz all unserer Bemühungen und einer kompletten Demontage des Headsets ist es uns nicht gelungen, den Klangwandler respektive einen System-on-a-Chip mit integrierten DAC und Audio-Prozessor eindeutig zu identifizieren. Auf dem mehrteiligen PCB sind einige Chips verbaut, die wir nicht klar einordnen können, darunter offenbar ein mit Sound- und KI-Fähigkeiten betrauter SoC von der ebenfalls in Taiwan ansässigen, erst 2016 gegründeten Firma Intelligo Technologies Inc. zu deren Kunden Asus zählt. Diese System-on-a-Chip-Lösungen sind neben KI-Berechnungen auch für Audio-Processing respektive Gaming-Headsets gedacht. Es erscheint also plausibel, dass dieser kleine, potente Prozessor auch als Audio-Chip sowie für die Klangwandlung und die KI-Filterung für das Beam-Forming-AI-Mikrofon zuständig ist - eindeutig bejahen können wir diese naheliegende Annahme allerdings nicht.

Asus ROG Delta S Wireless Quelle: PC Games Hardware Asus ROG Delta S Wireless
Wie das reguläre Delta S verbaut das Delts S Wireless die "Essence" getauften 50 mm messenden Neodym leicht angeschrägt, um einen dynamischeren und räumlichen Klang zu erhalten. Allerdings unterscheiden sich die Treiber beider Geräte leicht und bieten etwa eine unterschiedliche, maximale Frequenzreichweite. Beim kabelgebundenen Delta S reicht diese laut Herstellerangabe von 20 bis 40.000 Hz, beim Wireless-Modell sind es dagegen 20 - 20.000 Hz. Laut Asus nutzt das Wireless-Modell eine "exklusive" Variante der hauseigenen Asus-Essence-Driver. Beide Geräte verbauen die Treiber in einer geschlossenen Kammer. Diese luftdicht und mittels Gummierung nochmals isolierten Kammern des Delta S Wireless wurden indes vergrößert, um eine breitere Bühne respektive weiträumigeres Klangbild bieten zu können. Die Schallkammern des Delta S Wireless wurden laut Hersteller außerdem aufeinander abgestimmt, um auf beiden Seiten die gleichen Klangeigenschaften zu garantieren. In der rechten Hörerkammer ist obendrein der 1.800 mA fassende Lithium-Ionen-Akku verbaut. Dieser soll das Headset laut Asus für bis zu 25 Stunden betreiben können, dank Fast Charging via USB-C kann das Delta S Wireless zudem innerhalb von 15 Minuten genügend Akkuladung für 3 Stunden Spielzeit speichern. Trotz des Akkus ist das Delta S Wireless mit 313 Gramm nur sehr geringfügig schwerer als die kabelgebundene Variante.

Das Delta S Wireless macht optisch durchaus etwas her - und auch haptisch liegt das Asus-Headset gut in der Hand und sitzt auch dank des geringen Gewichtes sehr bequem auf dem Kopf. Die weichen, mit Kunstleder bezogenen Polster fühlen sich sowohl bei prüfendem Griff als auch beim Tragen angenehm an. Alle Teile wirken gut verarbeitet, das schließt sogar das Innere ein, wo einige durchdacht und wahrscheinlich vergleichsweise kostspielige Vorrichtungen Kabel fixieren und Anschlüsse per lösbaren Steckvorrichtungen arretiert sind.Generell macht das Asus ROG Delta S Wireless einen hochwertigen Eindruck, jedenfalls, wenn Sie Plastik nicht per se abgeneigt sind. Asus legt dem ROG Delta S Wireless obendrein, wie wohl mittlerweile zumindest von etwas hochpreisigeren Headsets des Herstellers gewohnt, einen zweiten Satz Ohrpolster bei.

Trotz gegenüber den kabelgebundenen Modellen Delta (ESS 9218) und Delta S (ESS 9281) fehlendem ESS Quad-DAC und damit Hardware-seitig etwas abgespeckter Klangwandlung klingt das Delta S Wireless sehr gefällig - insbesondere für ein kabelloses Gerät. Schließlich ist diese Verbindung - bei Nutzung aktueller Funk-Technik, zu der auch Bluetooth zählt - im Vergleich zu Kabelverbindungen immer mit einem gewissen Qualitätsverlust verbunden. Doch beim ROG Delta S Wireless ist der Sound dennoch erfreulich voll, dynamisch und klingt gar ein wenig offener als jener des kabelgebundenen Delta S, das wiederum bei Klarheit und Präzision einen Vorteil innehat. Insbesondere beim Spielen, bei einigen komplexeren Musikstücken mit breiter Bühne, etwa Big-Band-Jazz oder -Swing, punktet das Delta S Wireless gar mit einem gegenüber dem kabelgebundenen Modell etwas luftigerem Sound. Das Beam-Forming-"KI"-Mikrofon hinterlässt einen etwas zwiespältigen Eindruck. Einerseits ist es beeindruckend, was das Headset aus den beiden winzigen Öffnungen und Mikrofonen herausholen kann. Zur Verständigung im Chat oder in der Video-Konferenz ist diese Lösung gut geeignet. Auf der anderen Seite wird die Stimme etwas dumpf aufgezeichnet, klingt ein wenig künstlich und trotz aller "KI" kommt die technisch fortschrittliche Beam-Forming-Mikrofon-Lösung des Delta S Wireless nicht an ein gutes, klassisches Headset- oder gar Tischmikrofon heran.

HyperX Cloud Alpha Wireless

(Funk via USB-A-Dongle, USB-C-auf-A zum Laden, geschlossen, ohrumschließend)
Mit dem Cloud II und Cloud Alpha hat Hersteller HyperX sich unter Spielern einen ausgezeichneten Ruf verschafft. Die rot eloxierten Leichtbau-Aluminium-Bügel - für nochmals gepflegteres Understatement können indes auch schwarze Versionen geordert werden - zieren auffallend viele Köpfe von Youtubern sowie Streamern und selbst einige sich seltener in virtuellen Welten bewegende Häupter tragen eines der Cloud-Headsets. Dies kommt nicht von ungefähr, denn ansprechende technische und haptische Qualität, die saubere Verarbeitung, hoher Komfort, voller, detaillierter und dynamischer Sound sowie die hohe Funktionalität des No-Nonsense-Designs können voll überzeugen. Und diese Qualitäten trägt auch das neue HyperX Cloud Alpha Wireless in seinen Genen. Einen ausführlicheren Einzeltest zum HyperX Cloud Alpha Wireless finden Sie unter diesem Link.

Die wahren Unterschiede sind allerdings unter der Haube zu finden. Natürlich verfügt das Cloud Alpha Wireless gegenüber der klinkengebundenen Analogversion über für den Betrieb notwendige zusätzliche Hardware, einen Akku, USB-Controller sowie einen Digital-Analogwandler. Wie bei vielen Headsets und technischen Gerätschaften heutzutage üblich werden viele dieser Komponenten in Form eines System-on-a-Chip als einziges kleines Teil verbaut. Im Falle des HyperX Cloud Alpha Wireless kommt offenbar ein SoC von Freescale Semiconductors zum Einsatz, der unter anderem USB-Controller, eine DAC, Flash-Speicher sowie einen Arm-Cortex-Prozessor mit bis zu 48 MHz vereint. Während die Technik größtenteils in der linken Hörermuschel verbaut ist, findet der kleine 1.500 mAh (bei 5,5 Volt) leistende Lithium-Ionen-Polymer-Akku in der rechten Hörermuschel Platz. Das HyperX Cloud Alpha bietet eine maximale Wiedergabequalität von 48 KHz bei 24 Bit.

Neben der für den Wireless-Betrieb nötigen Elektronik und den mit der kabellosen Digitalverbindung angebotenen Software-Features sind es allerdings vornehmlich die Treiber und der Sound, die das Cloud Alpha am deutlichsten vom Cloud II unterscheiden. Anstelle der 53-mm-Treiber des Cloud II verbaut das Cloud Alpha (Wireless) besonders fein und ausgewogen aufspielende 50-mm-Treiber, die obendrein angewinkelt wurden, um die Räumlichkeit des Klangs mithilfe der Psychoakustik zu verbessern. Die Treiber sind darüber hinaus in einer Dual Chamber, also einer Doppelkammer untergebracht, welche für Mittel- und Tiefton divergierende Resonanzkammern nutzt. Mit diesen können die tiefen und mittleren Frequenzen getrennt voneinander klanglich optimiert werden, während der Hochton auf direktem Wege ins Ohr des Spielers gelangt. Somit kann der Sound zugleich klar und differenziert sowie dennoch satt und voll tönen.

HyperX Cloud Alpha Wireless<br> Quelle: PC Games Hardware HyperX Cloud Alpha Wireless

Der Klang ist sehr gefällig - gegenüber dem Cloud II ist der Sound klar differenzierter, die Mitten sind fülliger, der Hochton ist sauberer und detaillierter. Der Bass ist dagegen knackig abgestimmt und steht etwas hinter dem "spaßiger" aufspielenden, eher für Unterhaltung ausgelegten Sound des Cloud II zurück. Die Treiber haben indes ordentlich Reserven und Sie können dem Cloud Alpha Wireless mithilfe der NGenuity-Software und dem nützlichen Equalizer zu deutlich mehr Bassfülle verhelfen - selbst Bassfreunde sollten so auf ihre Kosten kommen.

Der klare, detaillierte Sound hilft bei der Lokalisierung von Klängen, der Surround-Sound ist ebenfalls sehr gefällig und sticht nicht mit deutlich vernehmbaren Klangverfärbungen hervor. Mit einigen kleinen Eingriffen beim Equalizer lässt sich das Headset außerdem für kompetitives Spielen optimieren, um eine nochmals bessere Ortung zu gewähren und etwa die Stimmen der Mitstreiter im Chat zu betonen. Die eigene Stimme erklingt dank des guten, sauber aufzeichnenden Mikrofons klar und natürlich, es werden zudem nur sehr wenige Nebengeräusche aufgezeichnet. Scharfe Sibilanten und Plosivlaute werden überdies entschärft. Generell ist die Aufnahme gut und sauber, allerdings ist die Verstärkung etwas verhalten, die Lautstärke ein wenig gering. Dies lässt sich mit einer Positionierung näher am Mund und Verzicht auf den sehr dicken, fluffigen Pop-Schutz ein wenig entschärfen, doch etwas mehr Power wäre besser.

Audeze Penrose

(Bluetooth, Funk - simultaner Betrieb möglich, 3,5 mm Klinke, USB-C zum Laden)
Wenn Sie das Audeze Penrose mit dem Hyper X Orbit S vergleichen, fallen Ihnen wahrscheinlich einige Gemeinsamkeiten auf. Die beiden Headsets sind äußerlich und in vielerlei Hinsicht auch technisch das gleiche Headset - das Orbit S entstammt dem Hause Audeze. Die beiden Headsets unterscheiden sich jedoch in Sachen Anschluss und außerdem den unterstützten Features. Das Audeze Penrose bietet Funk und Bluetooth und kann die Wireless-Verbindungen außerdem simultan wiedergeben. Im Gegensatz zum Audeze Moebius, dem Top-Modell der Serie, bietet das Penrose indes keinen Surround und verzichtet obendrein auf das Headtracking-Feature. Wie auch das Moebius und das Orbit S kommen im Penrose jene große Planar Driver zum Einsatz, für die Audeze bekannt ist. Diese sind aus einem extrem dünnen, leichten und flexiblen Material gefertigt und können sich als gesamte Fläche frei zwischen zwei Magnetstatoren bewegen. Dies reduziert gegenüber klassischen, konischen elektro-magnetischen Treibern Verzerrungen. Ein weiterer Vorteil ist die gewaltige Fläche - mit 100 mm sind die Treiber des Penrose gut doppelt so groß wie die anderer Gaming-Headsets. Das extrem leichte Material erlaubt eine sehr detaillierte, feine und klare Klangabbildung samt großer Räumlichkeit, vor allem aber einen sehr beeindruckenden (Tief-)Bass. Kein anderes, mit klassischen Treibern ausgestattetes Headset in diesem Test kommt dem auch nur nahe. Das Mikrofon verrichtet eine gute Arbeit und zeichnet die Stimme gut verständlich und trotz leichtem Low-Cut sehr natürlich auf, neigt allerdings dazu, einige Störgeräusche mit aufzuzeichnen.

Audeze Penrose Quelle: PC Games Hardware Audeze Penrose

Master & Dynamic MG20

(Bluetooth, Funk, Klinke, USB-C zum Laden)
Die noch junge New Yorker Firma Master & Dynamic dürfte vielen Spielern nichts sagen - doch sie haben gute Argumente, weshalb ein Hinhören lohnt. Das MG20 ist das erste Gaming-Headset von Master & Dynamic, bietet Funk und Bluetooth sowie optional eine Klinkenverbindung und sticht insbesondere durch das feine Design und die edlen Materialien ins Auge. Hier finden Sie kein Kunstleder und nur wenig Plastik. Die Innenseite des Leinenkopfbandes ist mit Alcantara umhüllt, die Ohren werden in weiche Lammlederpolster gebettet, die Hörer selbst sind aus Magnesium gefertigt, die Kontrollen aus anodisiertem Aluminium - dies alles lässt natürlich den Preis nach oben schießen, mit rund 450 Euro ist das MG20 mit einigem Abstand das teuerste Headset im Test. Doch das MG20 schaut nicht nur edel aus. Die Audio-Qualität und die Mikrofon-Performance des MG20 sind sehr gut, selbst bei dem kompromittierten Kabellos-Betrieb. Die 50 mm messenden, leichten und steifen Beryllium-Treiber liefern einen ausgezeichneten, detaillierten, sehr klaren und räumlichen Sound sowie einen knackigen, nicht überbetonten Bass - toll. Weniger toll ist das restliche Feature-Angebot des edlen Klangkünstlers. Bluetooth-, Funk- und Klinkenbetrieb funktionieren nur separat, nicht simultan, bei Klinkenbetrieb muss das Gerät eingeschaltet werden und entlädt daher den verbauten Akku, zusätzliche Einstellungen abseits der am Hörer angebrachten Kontrollen lassen sich nur via Smartphone-App vornehmen - die mobile Abstammung des MG20 ist offenkundig. Es steht ein 5-Band-Equalizer samt drei Klangprofilen sowie ein wählbarer Auto-Shutdown zur Verfügung. Das Headset ist unter anderem über die Website des Herstellers zu beziehen.

Master &amp; Dynamic MG20 Quelle: PC Games Hardware Master & Dynamic MG20

Ultrasone Meteor One

(Bluetooth, USB-C zum Laden, 3,5-mm-Klinke samt zusätzlichen Schwanenhals-Mikro)
Aus Sicht eines Desktop-Gamers mutet das Ultrasone Meteor One ein wenig seltsam an. Es ist in erster Linie für den mobilen Einsatz und Bluetooth konzipiert. Es fehlt allerdings ein Dongle und beim Gaming fällt die recht hohe Latenz der Bluetooth-5.0-Verbindung auf. Um diese zu umgehen, liegt dem Meteor One ein separates Klinkenkabel bei, an dem ein zusätzliches Schwanenhalsmikrofon angebracht ist und welches in den USB-C-Anschluss des Headsets eingesteckt werden kann - diese Art der Verbindung ist zum Spielen gedacht. Für den Wireless-Betrieb liegt ein weiteres Schwanenhalsmikro bei. Obendrein ist Inneren des Geräts ein In-Line-Mikrofon verbaut, mit dem Sie, wie von mobilen BT-Headsets gewohnt, mit ausreichender Sprachqualität kabellos über Ihr gepaartes Smartphone telefonieren können. Die beiden Schwanenhalsmikros liefern eine gute, wenn auch etwas verfärbte und dumpfe Aufzeichnung, die kabelgebundene Variante ist tendenziell leicht überlegen. Das Meteor One unterstreicht den primär mobilen Einsatzzweck durch eine stabile Tragetasche und den Umstand, dass das Headset kompakt zusammengelegt werden kann. Immerhin funktioniert es kabelgebunden auch ohne Akku. Der Sound ist sehr tieftonlastig und wirkt trotz Ultrasones patentierter S-Logic-Technologie, die das Klangbild öffnen und auch bei geringer Lautstärke voll und dynamisch wirken lassen soll, etwas dumpf und lässt ein wenig Spritzigkeit vermissen. Sehr gut dagegen ist der Komfort, das mit 250 Gramm federleichte Meteor One ist sehr bequem, die angenehm weichen Ohrpolster isolieren trotz relativ geringem Anpressdruck obendrein sehr gut.

Ultrasone Meteor One Quelle: PC Games Hardware Ultrasone Meteor One

Hyper X Orbit S

(USB-C, Klinke, ohrumschließend, geschlossen)

Das Hyper X Orbit S ist eine Adaption des Audeze Moebius (PCGH 01/2019) - und ähnelt dem ebenfalls in diesem Test vertretenen Audeze Penrose stark. Auch technisch teilen die beiden Headsets viele Gemeinsamkeiten, darunter die fein aufspielenden, bassstarken und gewaltige 100 mm messenden Planar Driver. Anders als das Penrose ist das Orbit S kabelgebunden und wird optimaler Weise per USB befeuert. In diesem Fall wird zugleich der Akku im Inneren geladen, der ein Überbleibsel des Wireless-Urfahren Moebius darstellt. Trotz Kabel muss das Gerät eingeschaltet werden und beim Klinkenbetrieb entlä dt sich der Akku - ein Umstand, den Sie in diesem Testfeld noch häufiger vorfinden werden und ein merklicher Trend: Immer mehr kabellose Headsets, primär aus dem Life-Style-Bereich, werden für den Gaming-Einsatz adaptiert. Das Orbit S bietet im Gegensatz zum Penrose keine Wireless-Verbindung, dafür aber die vom Moebius bekannte Surround-Virtualisierung samt Headtracking. In Kombination mit dem fülligen, kräftigen und detaillierten Sound der sehr klangstarken Planar Driver ist das ein echtes Erlebnis. Die 3D-Virtualisierung ist ein wenig umständlich einzurichten, benötigt werden unter anderem die Ausmaße Ihres Schädels, welche Sie in der mit umfangreichen Features ausgestatteten Waves-NX-Software eingeben müssen. Doch es lohnt: Der Sound wächst massiv in die Breite, kleine Kopfbewegungen erlauben eine präzise Ortung und es wirkt, als säße man im Zentrum einer potenten 7.1-Anlage. Das Mikro ist das gleiche wie beim Penrose und verrichtet einen guten Job, hat allerdings auch die gleichen Schwächen.

Hyper X Orbit S Quelle: PC Games Hardware Hyper X Orbit S

Epos H6 Pro

(Klinke, ohrumschließend, geschlossen)
Das Epos H6 Pro ist im Grunde eine Modernisierung des Sennheiser bzw. Sennheiser | Epos GSP 600. Wie beim Urahnen handelt es sich um ein klassisches Klinken-Headset in dem von vielen Spielern präferierten geschlossenen Design. Allerdings bietet Ihnen der Hersteller eine seltene Option auf eine offene Variante: Das EPOS H6 Open. Unsere Testversion ist die geschlossene Variante, für etwas Abwechslung in unserem recht monochromatischen Testfeld wählen wir die Farbvariante Racing Green samt netten gold-bronzenen Akzenten. Gegenüber dem klobigen, schweren Sennheiser-Ahnen ist an erster Stelle das neue Design und die offensichtliche Gewichtsreduktion auffällig. Gute 50 Gramm spart das H6 Pro gegenüber GSP 600 ein, insbesondere beim Bügel-Design, das nun deutlich konventioneller ausfällt. Die Gewichtsreduzierung sowie die sehr bequeme, von einer Luftblase unterstütze Kunstlederpolsterung des Bügels sowie die angenehm weichen und anschmiegsamen Ohrpolster samt Oberfläche aus Microsuede (Wildlederimitat) machen aus dem nun mittelschweren H6 Pro einen sehr komfortablen Zuspieler beim Gaming oder auch Musikhören - die 42 mm messenden Treiber bleiben die gleichen wie beim GSP 600. Der Sound ist warm, voll und detailliert, betont leicht den angenehm druckvollen Bass, allerdings nicht in einem Umfang, der die Feinheiten des potent und sauber aufspielenden Headsets überdecken würde. Ortung und Räumlichkeit sind ebenfalls sehr gut, wie auch das nun abnehmbare Mikrofon, das gut verständlich und sauber, aber ohne zusätzliche Verstärkung etwa durch eine (USB-)Soundkarte etwas leise aufzeichnet.

Epos H6 Pro (geschlossene Variante) Quelle: PC Games Hardware Epos H6 Pro (geschlossene Variante)

Asus ROG Fusion II 500

(USB-C, ohrumschließend, geschlossen)
Das letzte von uns getestete Fusion-Modell von Asus bot einen auffällig spiegelnden Metallic-Look sowie eine Lautstärkeregelung per

Touch-Bedienung (PCGH 06/2018). Das Fusion II 500 ist praktisch komplett neu gestaltet. Äußerlich hüllt sich das neue Fusion 500 eher in gepflegtes Understatement, behält mit den schmalen RGB-Streifen und den glänzenden Bügelverstärkungen im Chrome-Look indes einige Anleihen des Vorgängers bei. Die zweite, weniger üppige Generation des Fusion 500 hat eine Gewichtskur hinter sich, mit 310 Gramm bleibt es für ein Feature-reiches Oberklasse-Headset auf der leichten Seite. Der Komfort ist hoch - insbesondere mit den beiliegenden Hybrid-Polstern, die Vorteile von Kunstleder und -Faser vereinen. Die 50-mm-Treiber werden im neuen Fusion 500 von einem ESS 9280 Quad-DAC befeuert, der neben der Digital-Analog-Wandlung unter anderem einen ADC sowie die nötige Verstärkung mit sich bringt. Der ESS 9280 ist das Geschwisterchen des ESS 9281, den Asus in dem Top-Modell Delta S nutzt. Der einzige Unterschied ist der Support für das High-End-Audio-Format MQA, auf welchen ESS 9280 und Fusion II 500 verzichten. Das Fusion II 500 ist ein sehr gut klingendes, bequemes Headset. Doch es wäre wohl kein Fusion-Modell, wäre es nicht auf irgendeine Weise experimentell. Beim Fusion II 500 verzichtet Asus auf das klassische Schwanenhalsmikrofon. Stattdessen nutzt Asus im Inneren verbaute Mikrofone in Form eines Arrays, eine optionale "KI-Rauschunterdrückung" soll helfen. Es funktioniert - halbwegs. Die Sprachaufzeichnung ist einem guten, traditionellen Schwanenhalsmikrofon aber klar unterlegen. Unter diesem Link finden Sie einen etwas ausführlicheren Einzeltest.

Razer Kraken V3 Pro

Funk, Klinke, USB-C zum Laden, ohrumschließend, geschlossen)
Das neue Funk-Headset aus dem Hause Razer bietet mit entsprechenden Klang-Profilen einen kräftigen Tiefton und wuchtigen Bass.

Dieser wird optional von dem Hypersense getauften Rumble-Feature des Headsets unterstützt, das sich in drei Intensitäten zuschalten lässt. Das Feature ist gelungen, kann aber schnell etwas viel werden. Die tieffrequente Vibration unterstützt die Basswiedergabe effektiv, kann aber natürlich nicht an echten Körperschall herankommt beziehungsweise den klassischen "Tritt in die Magengrube" technisch nicht nachempfinden. Neben der selbst für Bass-Freaks gefälligen Tiefton-Performance ist allerdings auch das restliche Frequenzband eine Abhandlung wert, denn die 50 mm Triforce-Treiber des Kraken V3 Pro liefern einen ansprechenden, vollen und recht dynamischen Sound - mit einigen Gaming-Tweaks für bessere Stimmverständlichkeit und Ortung von Klängen. Beim Spielen von Musik sind die oberen Mitten betont präsent und lassen insbesondere Gesang lebendig wirken. Ohne Equalizer-Eingriffe fehlt indes ein wenig Spritzigkeit. Bei der Ortung in Spielen und bei der Räumlichkeit ist der zuschaltbare THX-Surround hilfreich, der einen guten Eindruck hinterlässt und neben Räumlichkeit einige der Ortung zuträglichen oberen Frequenzen zusätzlich betont. Das mit 370 Gramm recht gewichtige Headset sitzt dank sehr üppiger Polsterung und gelungener Gewichtsverteilung angenehm auf dem Kopf, die an der Oberfläche mit Kunstfaser bespannten Ohrpolster vermeidet allzu schwitzigen Kontakt. Das mit dickem Poppschutz ausgestattete Mikrofon zeichnet gut und sauber, aufgrund des Low-Cuts aber etwas flach auf.

Corsair Virtuoso XT RGB Wireless

(Funk, Bluetooth 5.0, USB-C auch im simultanen Betrieb, Surround via Dolby Atmos for Headphones, ohrumschließend, geschlossen)

Das Virtuoso XT fällt sofort durch das edle Äußere auf. Bis auf die Polsterung und Kammer für die handverlesenen 40-mm-Treiber ist das Headset zu weiten Teilen aus feinem Leichtmetall gefertigt, die schiefergrau eloxierten, gebürsteten Alu-Seitendeckel und die mit Diamantzierschliff versehene Aufhängung machen optisch viel her, ohne dass das Virtuoso XT ungebührliche Aufmerksamkeit auf sich zieht. Die piekfeine Verarbeitung und die hochwertigen Materialien steigern zudem den haptischen Eindruck, welcher sich positiv auf den Komfort auswirkt. Dieser fällt trotz des Gewichts von rund 400 Gramm sehr hoch aus. Die wahren Qualitäten des Headsets liegen allerdings im Inneren. Gleich drei System-on-a-Chip-Audiolösungen befeuern das Headset. Neu für das XT-Modell ist der Qualcomm QCC3034, der dem Virtuoso XT Bluetooth 5.0 samt Aptx-HD-Codec beschert. Das Virtuoso XT kann Bluetooth gleichzeitig zur Funkverbindung via Corsairs Slipstream-Technologie wiedergeben, Sie können also via BT Musik hören oder telefonieren und über Funk, Klinke oder USB eine weitere Audioquelle beimischen. Der Klang des Virtuoso XT gehört zum Besten, was aktuelle kabellose Oberklasse-Headsets liefern (können): Es tönt ausgewogen, detailliert und lebendig mit einem leichten Fokus auf den Mitten, was dem Sound Wärme und Fülle verleiht. Für Surround-Audio spendiert Corsair dem Virtuoso XT eine lebenslange Lizenz für Dolby Atmos for Headphones. Das Mikrofon ist ebenfalls sehr gut, insbesondere für ein Funk-Headset. Es zeichnet Stimmen natürlich und volltönend auf, Nebengeräusche werden gut gedämpft. Das Virtuoso XT ist teuer, vielleicht unnötig stylish, allerdings ist es auch wirklich gut.

Corsair Virtuoso XT RGB Wireless. (1) Quelle: PC Games Hardware Corsair Virtuoso XT RGB Wireless. (1)

Qpad QH-900

(Funk, Bluetooth auch im simultanen Betrieb, ohrumschließend, geschlossen)

Das Qpad QH-900 ist die kabellose Version des klangstarken QH-700 und bietet simultanen Betrieb via Funk und Bluetooth. Der schwedische Hersteller Qpad bietet eine ganze Reihe sehr attraktiver Headsets für den etwas anspruchsvolleren Gamer. Wie das Qpad QH-700, auf dem das QH-900 aufbaut, basiert das Headset technisch auf dem HI 2050 Hifi-Kopfhörer des chinesischen Herstellers Takstar. Anders als der Kopfhörer ist das Qpad QH-900 allerdings nach dem geschlossenen Prinzip gestaltet. Das QH-900 tönt dank der aus dem Hifi-Segment entliehenen 53-mm-Treiber sehr klar, detailliert und differenziert - ist trotz der großen Treiber allerdings kein Basswunder. Freunde des sehr tieftonschweren Sounds dürften ein wenig zu kurz kommen, auf der anderen Seite ist der Bass schön knackig und spricht flott und ohne Dröhnen an. Der Komfort des rund 380 Gramm wiegenden QH-900 ist sehr hoch, das Headset sitzt auch dank der weichen Polster sehr bequem, allerdings eher locker und luftig auf dem Kopf. Die Isolation ist daher etwas kompromittiert. Qualität und maximaler Pegel des Bluetooth-Audios steht gegenüber Funk und insbesondere dem Kabelbetrieb via Klinke ein wenig zurück, der Sound ist aber auch ohne Kabel stark. Die Reichweite beider Wireless-Techniken ist mit knapp über 10 Metern außerdem recht gering. Die USB-A-auf-C-Strippe dient nur zum Laden, ein USB-Betrieb ohne Funkverbindung ist nicht möglich. Das Mikrofon verrichtet eine gute Arbeit, der relativ deutliche Low-Cut lässt die Stimme allerdings minimal metallisch wirken.

Qpad QH 900. (1) Quelle: PC Games Hardware Qpad QH 900. (1)

Asus ROG Delta S

(USB, ohrumschließend, geschlossen)

Das ROG Delta S ist das noch junge Top-Modell von Asus' Delta-Reihe, die neben dem regulären Delta obendrein die Klinkenvariante Delta Core beinhaltet. Das Delta S wurde gegenüber dem regulären Delta umfassend verändert, auch wenn sich die Geräte oberflächlich betrachtet stark ähneln. Das ROG Delta S hat ein technisches Upgrade erhalten und bietet mit dem ESS 9281 einen für mobile Geräte konzeptionierten High-End-DAC. Dieser nutzt die von ESS entwickelte Hyperstream-II-Quad-DAC-Technologie. Der ESS 9281 im Delta S bietet obendrein einen extrem hohen maximalen Rauschabstand von 130 dB. Im Gegensatz zum ESS 9218 des regulären Delta bietet der ESS 9281 im Delta S außerdem Unterstützung für das noch recht junge High-Resolution-Audio-Format MQA. Mit diesem können sehr hochqualitative Audiostreams übermittelt werden, welche mithilfe von in dem Stream inkludierten Informationen den Klang der Originalaufnahme emulieren können. Eine weitere Verbesserung gegenüber dem regulären Modell ist eine Schlankheitskur: Nur knapp 300 Gramm wiegt das Delta S, ein sehr geringes Gewicht für ein hochwertiges, stabil gefertigtes und satt gepolstertes Headset. Zum Vergleich, das nicht durch übermäßige Schwere auffällige, reguläre Delta wiegt gute 370 Gramm. Das ROG Delta S bietet eine für Spieler-Headsets wirklich sehr ansprechende Audioqualität, eine sehr gute Ortung und sowohl Sprache als auch leise Geräusche werden sehr gut vernehmbar aus dem detaillierten Klangbild herausschält. Das verbesserte Mikrofon samt der neuen AI-Mic-Filterung zeichnet wiederum Ihre eigene Stimme verständlich und gut verstärkt auf, sodass auch Ihre Mitspieler von dem verbesserten Delta S profitieren. Einen ausführlichen Online-Test lesen Sie hier.

Asus ROG Delta S (1) Quelle: PC Games Hardware Asus ROG Delta S (1)

Razer Blackshark V2

(Funk, ohrumschließend, geschlossen)

Das gediegen gehaltene und ohne auffällige RGB-Beleuchtung oder funkelnde Logos recht schlicht wirkende, per Funk betriebene Blackshark V2 Pro entblößt beim Tragen erfreulich attraktive Aspekte: Der Komfort ist durch die leichte Bauweise, deren Drahtbügelaufhängung ein wenig an Headsets aus dem Motorsport erinnert und der weichen, luftdurchlässigen Kunststoffpolster, sehr hoch. Noch mehr Punkte kann das Razer-Headset beim Sound sammeln. Denn obwohl auch das Blackshark V2 Pro eine relativ deutliche Betonung der unteren Frequenzen aufweist, die sich bis auf die unteren Mitten ausdehnt, ist der Klang dank ausgewogener Mitten und detaillierter, nicht zu unruhigen oder scharfen Höhen sehr gefällig. Vor allem, wenn Sie tieftonlastigen Sound bevorzugen. Das Blackshark V2 Pro verfügt außerdem über virtuellen 7.1-Surround via THX Spacial Audio, den Sie optional in der Software zuschalten können. An der linken Hörerseite ist ein großer Drehregler für den Chat-Mix untergebracht, die eigentliche Lautstärke wird über die Software beziehungsweise Windows Audio gesteuert, was ein wenig lästig sein kann. Den gefälligen Klang liefern 50-mm-Treiber, die nach Razers neuem Triforce-Design gefertigt wurden, was laut Hersteller eine bessere Abstimmung insbesondere der Mitten und Höhen erlaubt. Obendrein sind diese Treiber beim Blackshark V2 Pro titanbeschichtet. Durch dieses Material wird eine höhere Steifigkeit der Membran erzielt, was wiederum Ansprechverhalten und Präzision zugutekommt. Offenbar haben sich die Maßnahmen gelohnt: Das Blackshark V2 Pro ist ein bequemes und wohlklingendes Spieler-Headset und kann obendrein mit einem sehr guten Mikrofon aufwarten.

Razer Blackshark V2 Pro (2) Quelle: PC Games Hardware Razer Blackshark V2 Pro (2)

Steelseries Arctis Pro Wireless

(Funk/Bluetooth 4.1, ohrumschließend, geschlossen)

Das mit rund 350 Euro hochpreisige Arctis Pro Wireless ist technisch eng mit dem USB-Headset Arctis Pro verwand, welches wir als Ausführung mit dem optionalen Game-DAC in unserem letzten Headset-Test (PCGH 02/2021) mit unserem Top-Award ausgezeichnet haben. Es nutzt die gleichen 40-mm-Treiber, die einen detaillierten, ausgewogenen und voluminösen Klang liefern, das gleiche Clear-Voice-Mikrofon und verfügt prinzipiell auch über sehr ähnliche Features, darunter die Prism RGB-Beleuchtung, den 7.1-Surround via DTS Headphone X sowie umfangreiche Optionen via Steelseries Engine 3. Anders als das Arctis Pro verfügt das Pro Wireless über eine kleine Basisstation, (von den Siberia-800-Headsets adaptiert), die auch als Sender für die kabellose 2,4-GHz-Funk-Übertragung dient. Obendrein verfügt das Arctis Pro Wireless über Bluetooth 4.1. Diese Verbindung kann auch ohne die Basisstation genutzt und somit auch mobil eingesetzt werden, obendrein können Sie mittels der Basisstation auch mehrere Klangquellen zusammen mischen, darunter auch Funk und Bluetooth simultan. Die Basisstation verfügt auch für diesen Zweck über mehrere Eingänge, darunter neben USB und Toslink auch einen Klinken-Line-In sowie Ausgänge für Toslink und Klinke, letztere für den Fall, dass Sie etwa aktive Lautsprecher oder einen Digital-Receiver anschließen möchten. In der Station ist des Weiteren eine Ladevorrichtung untergebracht, zwei der 2.200 mAh fassenden Akkus liegen dem Headset bei. Dies erlaubt es, das Headset im Prinzip ohne Unterbrechung zu nutzen, klasse! Die meisten Einstellungen gehen bequem via Station und OLED-Display vonstatten, ein Umweg über die Software ist nur selten nötig.

Steelseries Arctis Pro Wireless Quelle: PC Games Hardware Steelseries Arctis Pro Wireless

Steelseries Arctis 9 Wireless

Zumindest äußerlich ähneln sich viele Headsets der Arctis-Reihe wie ein Ei dem anderen. Doch natürlich gibt es Unterschiede, so auch beim Arctis 9 Wireless im Vergleich zum Arctis Pro und Pro Wireless. Abgesehen von einem gemusterten Kopfband trägt das Arctis 9 Wireless im Vergleich zum Arctis Pro andere 40-mm-Treiber: Jene beim Arctis Pro sind augenkundig metallbeschichtet (Titan?), verfügen über eine größere Magnetspule und liefern einen höheren Wirkungsgrad. Jene des Arctis 9 sind etwas einfacher gestrickt. Doch nicht nur die Treiber, selbst die Schallkammern sind leicht unterschiedlich geformt, die Aufhängung ist des Arctis 9 obendrein aus Plastik statt Alu. Das Mikrofon ist ein anderes und gegenüber dem Arctis Pro technisch etwas abgespeckt. Diese Änderungen sind durchaus merklich:

Das Mikrofon zeichnet ein wenig dumpfer, doch noch immer natürlich und sehr gut verständlich auf. Der Sound ist ein kleines Eckchen weniger detailliert und hochauflösend. Generell sind die klanglichen Unterschiede relativ begrenzt, was auch an der sehr ähnlichen Abstimmung liegt: Auch das Arctis 9 spielt ausgewogen auf, der Sound ist sauber, voluminös und zugleich detailliert. Auch bietet das Arctis 9 eine gute Soundstage und offeriert sehr gute Ortung, die mittels virtuellem Surround samt Höhenbetonung oder mit dem Equalizer nochmals verbessert werden kann. Das Arctis 9 Wireless bietet sich damit ebenfalls für den gehobenen Musikgenuss an, dank Bluetooth 4.1 auch unterwegs. Wie beim Pro Wireless können Sie obendrein Funk und Bluetooth simultan betreiben, um etwa beim Spielen Musik zu hören oder zu telefonieren. Das Arctis 9 kommt mit einzelnem, fest verbautem Akku sowie kleinem, kabelverlängertem USB-Funkdongle.

Steelseries Arctis Pro 9 Wireless Quelle: PC Games Hardware Steelseries Arctis Pro 9 Wireless

Steelseries Arctis Pro + Game DAC

(USB, ohrumschließend, geschlossen)

Bei Steelseries hatten wir wirklich die Qual der Wahl, denn wir haben sämtliche (PC-)Headsets der Arctis-Reihe zum Testen erhalten. Die Wahl für diesen Artikel fiel auf das Klinken-Headset Arctis Pro, das wir mit dem optionalen GameDAC testen. Bei dieser Gerätschaft handelt es sich prinzipiell um eine USB-Soundkarte, die mit dem hochwertigen ESS 9018 DAC, potenter Verstärkung und einigen netten Features daherkommt. Das Gerät wird per USB verbunden und liefert im zuschaltbaren High-Res-Mode bis zu 96 KHz bei 24 Bit. In diesem High-Res-Modus gibt das Headset nur Stereo aus, des Weiteren sind einige Funktionen wie der Mixer deaktiviert. Im regulären Modus können fast alle Features direkt am GameDAC gesteuert werden, darunter ein Equalizer, die Beleuchtung und der virtuelle Surround. Die Klangquelle sowie das Abmischen von Game-Audio, Sprache und ein zusätzlicher Zuspieler am Line-In wie beispielsweise Ihr Smartphone kann ebenfalls an den externen Kontrollen des GameDACs vorgenommen werden - praktisch. Weitere Funktionen, darunter ein Bass-Boost oder die Farbwahl für die RGB-Beleuchtung finden Sie optional in der Software. Der Sound des Arctis Pro ist sehr gefällig, nochmals mehr im High-Res-Mode, durch dessen Nutzen insbesondere die Höhen etwas mehr Brillanz erhalten, die ansonsten minimal zurückhaltend wirken. Das mit 360 Gramm mittelschwere Headset sitzt auch dank des elastischen Kopfbands und der weichen, luftdurchlässigen Polster sehr bequem, die Isolation ist aufgrund letzteren allerdings ein wenig komprimiert. Das Mikrofon bietet eine Abhörfunktion und zeichnet die Stimme aufgrund des 100-Hz-Low-Cuts leicht verfärbt, doch gut verständlich auf.

Steelseries Arctis Pro + Game DAC Quelle: PC Games Hardware Steelseries Arctis Pro + Game DAC

JBL Quantum One

(USB, ohrumschließend, geschlossen)

JBL ist neu auf dem Markt für Gaming-Headsets. Doch selbstredend kann der große internationale Audiokonzern auf langjährige Erfahrung und weitreichende Ressourcen zurückgreifen. Für das Top-Modell der neuen Quantum-Reihe, das Quantum One, haben sich die Techniker und Spezialisten von JBL beziehungsweise des Mutterkonzerns Harman etwas Besonderes ausgedacht. Das per USB betriebene, primär für den PC ausgelegte Quantum One verfügt über eine Active Noise Cancellation und eine individuelle Herangehensweise beim Thema Surround. Letzterer nutzt die von JBL eigens entwickelte HRTF-Technologie Quantumsphere und wird zudem auf Wunsch durch das Headtracking unterstützt. Für den Surround geben Sie Ihre Körpergröße und den Kopfdurchmesser an, das Innenohr wird mittels eines kleinen In-Ear-Mikros vermessen, der Klang anschließend von der CPU Ihres Rechners entsprechend moduliert - aus diesem Grund funktioniert der Quantumsphere-Surround auch nur auf dem PC. Ein alternativer Surround via DTS Headphone X steht außerdem zur Verfügung. Das mit rund 390 Gramm recht gewichtige Quantum One sitzt dank üppiger und weich gefütterter Polsterung sehr bequem und sicher auf dem Kopf und macht sich erst bei längerem Tragen ein wenig bemerkbar. Der Klang des Oberklasse-Headsets ist klar und ausgewogen, der Bass im Standard-Profil eher auf der zurückhaltenden, doch straffen Seite. Per Equalizer kann indes ein Bass Boost genutzt werden, die 50-mm-Treiber bieten reichlich Reserven. Beim Zuschalten des Surrounds treten die für die Ortung wichtigen oberen Frequenzen merklich aus dem Klangbild heraus, die Bestimmung der Richtung gelingt so geradezu spielend. Ein Interview zum JBL Quantum One, dem Headtracking und dem QuantumSphere-Surround finden Sie hier.

JBL Quantum One Quelle: PC Games Hardware JBL Quantum One

Astro A50 Wireless mit Basestation

(Funk, ohrumschließend, geschlossen)

Den Namen Astro dürften auch PC-Nerds bereits vernommen haben. Das kabellose Top-Modell Astro A50 ist seit Ende 2019 in der vierten Generation erhältlich, wir testen obendrein die Luxusausführung mit Basisstation. Diese übernimmt die Funktion des Empfängers, bietet zusätzliche Anschlüsse etwas für die Digitalanlage sowie eine LED-Anzeige für Ladestand und zugeschaltete Features wie etwa den virtuellen Surround und dient obendrein als Ladestation. Ein Großteil der Funktionen des Headsets, darunter der virtuelle Surround, kann direkt am Gerät zugeschaltet werden. In der optionalen Software können Sie umfangreiche Änderungen etwa am komplexen Equalizer vornehmen, bei dem Sie nicht nur die Frequenzen der fünf regelbaren Bänder einstellen können, sondern auch deren Flankensteilheit (Bandbreite) und so nebenliegende Frequenzen beeinflussen können. Drei EQ-Presets können Sie anschließend im Speicher des Headsets ablegen und bequem mittels Knopfdruck aufrufen (auch an der Konsole) oder den Mixer nutzen, um Spiel, Chat sowie eine zusätzliche Audioquelle - beispielsweise Ihr per Klinke mit der Basisstation verbundenes Smartphone - abzumischen. Klanglich ist das außerordentlich bequeme Astro A50 stark. Wie schon beim Astro A40 fühlen wir uns bezüglich Klangabstimmung ein wenig an Sennheiser-Kopfhörer erinnert. Das Astro A50 hat einen ähnlich warmen, detaillierten und leicht bassbetonten Sound, während die oberen Höhen minimal verhangen wirken. Letzteres entschärft hasche Zischlaute und scharfe Nuancen, ohne die sehr gute Ortbarkeit von Klängen deutlich zu beeinflussen. Das Mikrofon bietet sehr umfangreiche Einstellungen und gute Qualität.

Astro A50 Wireless + Base Station Quelle: PC Games Hardware Astro A50 Wireless + Base Station

Logitech G Pro X Wireless

(Funk, ohrumschließend, geschlossen)

Der Preis von knapp 200 Euro suggeriert ebenso wie das gesetzte, beinahe schon diskrete Äußere und die saubere, stabil und hochwertig anmutende Bauweise: Das Logitech G Pro X ist ein Gerät für anspruchsvolle und gut betuchte Gamer. Diesem Anspruch kann das Pro X Wireless indes auch gerecht werden, denn erfreulicherweise handelt es sich um ein sehr gutes Headset, welches außerdem auch klanglich überzeugen kann. Das Pro X setzt auf Logitechs Lightspeed Funktechnologie, die eine saubere und latenz-
arme Übertragung zum per USB-Dongle verbundenen PC erlaubt. Der Betrieb ist auch ohne zusätzliche Software oder an der Konsole möglich, allerdings entfallen dann einige sehr nützliche Funktionen, die in Logitechs Software G Hub genutzt werden können. Darunter befindet sich beispielsweise der gute 10-Band-Equalizer oder die Mikrofonverbesserungen inklusive des Blue-Voice-Filters und einstellbarer Abhörfunktion. Der Klang des Pro X ist erfreulich detailliert und ausgewogen, ohne dabei langweilig-fad oder durch auffallend betonte Klarheit anstrengend zu wirken. Die 50-mm-"Pro-G"-Treiber liefern dank abgetrennten Basskammern einen knackigen, sauberen Tiefton. Das mit 360 Gramm für ein kabelloses Gerät mittelschwere Headset sitzt sehr bequem, die beigelegten Velourpolster sind gar nochmals anschmeichelnder als die Kunstledervarianten. Die angenehme Haptik, gute Balance, praktische Bedienung und kabellose Freiheit tun ihr übriges, um das Pro G X Wireless als gern gesehenen, verlässlichen Begleiter auf dem Kopf verweilen zu lassen. Das Mikrofon enttäuscht indes durch starke Kompression und Störgeräusche, selbst die Verwendung des Blue-Voice-Filters bringt nur wenig Besserung.

Logitech G Pro X Wireless Quelle: PC Games Hardware Logitech G Pro X Wireless

HyperX Cloud Mix

(Klinke plus Bluetooth, ohrumschließend, geschlossen)

Das HyperX Cloud Mix ist zweifellos ein sehr gutes, hochwertiges Headset mit gutem Klang und hohem Komfort, ließ uns nach dem Test aber ein wenig zwiegespalten zurück - aber das liegt vielleicht auch in der Natur des Konzepts: Das Cloud Mix ist ein klassisches Klinken-Headset, aber gleichzeitig auch ein moderner Bluetooth-Kopfhörer für den mobilen Gebrauch unterwegs. Obendrein möchte offenkundig die etwas gehobenere Ansprüche stellende Kundschaft bedienen. Letzteres ist nicht nur anhand des relativ hohen Preises von rund 170 Euro (aktueller Straßenpreis, UVP 199,99 Euro) ersichtlich, sondern auch an der qualitativ sehr sauberen Fertigung, der optisch wie haptisch hochwertig anmutenden Materialien, der piekfeinen Verarbeitung und dem schnittigen, Streetwear-kompatiblem Design. Neben diesen Eigenschaften bietet das Cloud Mix allerdings auch noch sehr ansprechende klangliche Fähigkeiten, was uns wieder zur Frage des Einsatzzweckes zurückführt.

Natürlich könnten Sie das Cloud Mix auch kabellos via Bluetooth mit dem PC verbinden, doch liefert der Hersteller keinen Bluetooth-Dongle mit. Entweder, Sie kaufen also ein entsprechendes Gerät hinzu oder verfügen über ein Mainboard mit einer entsprechenden Erweiterung. Oder Sie schließen das Headset wie gehabt via 3,5-mm-Klinke an, so wie es laut offizieller Produktbeschreibung auch vorgesehen ist. Dies hat auch handfeste Vorteile, denn beim Spielen via Bluetooth ist ein gewisser und störender Audio-Lag festzustellen. Eventuell wird dies durch den im Gerät verbauten Prozessor verursacht, dessen Geschwindigkeit nicht ganz ausreichen könnte, um die CPU-technisch recht anspruchsvolle AptX-Kodierung ohne merkliche Verzögerung vorzunehmen. Per Klinke verbunden entfällt der Lag und beim Musikhören unterwegs ist er unerheblich, da es keine Diskrepanz zwischen Gehörtem und Gesehenem gibt. Der Klang ist basslastiger und etwas weniger neutral und klar als etwa beim Cloud Alpha, aber dennoch hochauflösend und sehr gefällig.

Kingston Hyper X Cloud Mix Quelle: PC Games Hardware Kingston Hyper X Cloud Mix

Epos | Sennheiser GSP 670 Wireless

(Bluetooth 5.0, ohrumschließend, geschlossen)

Das GSP 670 basiert auf dem Klinken-Headset GSP 600, welches in unserem Headset-Test in der PCGH 06/2018 den Testsieg einfahren konnte und unseren Top-Award verliehen bekam. Das GSP 670 ist sehr ähnlich, kommt aber ohne Klinkenstecker und ohne die Möglichkeit, das Audiosignal per Kabel zu überliefern - der USB-Port dient nur zum Laden des Geräts. Dafür bekommt das Sennheiser-Headset Bluetooth, hier sogar in der noch seltenen Spezifikation 5.0, die vornehmlich Reichweite und Effizienz erhöhen soll. Im Sinne des GSP 670 stand offenbar die Effizienz im Vordergrund, denn die Reichweite liegt gemäß unseren Tests bei rund 10 Metern, was auch der Herstellerangabe entspricht. Die relativ geringe Reichweite (zu besseren Verständnis, rein theoretisch soll BT 5.0 bis 100 Meter erzielen können, eine Vervierfachung gegenüber dem 4er-Standard) geht sicherlich auf die Stromsparmaßnahmen bei gleichzeitig hoher Datenrate zurück. Sennheiser gibt an, für die Audioübertragung die SBC-Kodierung zu verwenden. Der lizenzfreie Low Complexity Subband Codec ist dabei ein verlustbehaftetes Kompressionsverfahren, welches auf der Habenseite nur wenig Prozessorleistung benötig und daher auch von kleinen CPUs oder SoCs ohne störenden Lag verarbeitet werden kann. Direkt vergleichen mit dem GSP 600 klingt das GSP 670 dann auch etwas weniger detailliert und hochauflösend. Auch bei der Mikrofon-Aufzeichnung lässt das GSP 670 im Vergleich zum Klinkengerät ein paar Federn. Generell ist der Sound aber sehr gut, anders als beim basskräftigen Klinken-Geschwisterchen ist der Sound des GSP 670 außerdem linear abgestimmt. Wer Bässe mag, wird trotzdem glücklich: Ein Klick auf das Bass-Profil oder nach ein paar Anpassungen am Equalizer und der rabenschwarze Tiefton drückt sich abgrundtief in die Gehörgänge - soviel Bassfestigkeit haben nur wenige andere Headsets. Der optionale Surround ist ebenfalls gelungen, der Komfort trotz des massiven Gewichts hoch.

Sennheiser GSP 670 Wireless Quelle: PC Games Hardware Sennheiser GSP 670 Wireless

Audio-Technica ATH-G1

(Klinke, ohrumschließend, geschlossen)Der in den frühen 1960er Jahren durch Plattenspieler bekannt gewordene Hersteller Audio-Technica bietet bislang nur ein recht schmales Angebot an für Spieler ausgelegte Headsets an. Das ATH-G1 erweitert nun seit Sommer das Angebot im mittleren bis oberen Preisbereich. Das für rund 180 Euro erhältliche Klinken-Headset gibt es gegen kräftigen Aufpreis (rund 260 Euro) auch in kabelloser Funk-Variante G1WL, die gegenüber dem Klinkengerät zudem mit einigen Features wie virtuellem Surround-Sound aufwarten kann.

Das Headset basiert offenbar auf dem bekannten wie beliebten Studio-Kopfhörer ATH-M50X, wobei sich die Spezifikationen der hier wie dort verbauten 45-mm-Treiber leicht unterscheiden und das ATH-G1 eine weniger Studio-fokussierte, mehr unterhaltungsorientierte Klangabstimmung erhielt. Das Hifi-Headset bietet zwar nicht die gleiche penible Linearität des Studiohörers, dafür aber eine leicht getunte Klangcharakteristik, die für den Alltagseinsatz den vielleicht sogar genehmeren Sound bietet. In Spielen, beim Filme schauen und auch beim Hören von anspruchsvolleren Musikrichtungen und qualitativ hochwertigen Stücken gefällt das ATH-G1 mit rundem, sauberen und hochauflösenden Klang, die leichte Betonung des unteren bis mittleren Frequenzspektrums sorgt dabei für einen warmen, voll und rund wirkenden Sound, ohne dabei die hohe Detailabbildung und Präzision des Studio-Hörers zu kompromittieren, dazu tönt das ATH-G1 sehr offen und differenziert - beim Spielen wie Musikhören, das ATH-G1 macht in jeder Situation viel Spaß. Dazu trägt auch der hohe Komfort des mit 270 Gramm noch recht leichten Headsets bei, welches außerdem dank angenehm weicher Polster sehr bequem sitzt. Viel gibt es nicht zu kritisieren, allein der rustikal anmutende Kopfbügel wirkt angesichts des relativ hohen Preises vielleicht etwas sehr sparsam. Das Design, die grundsätzlich ansprechenden Materialien und die gute Verarbeitung geben aber prinzipiell wenig Anlass zum Meckern.

Audio-Technica ATH-G1 Quelle: PC Games Hardware Audio-Technica ATH-G1

Corsair Virtuoso RGB Wireless SE

(Funk, ohrumschließend, geschlossen)
Der insbesondere für flotten Speicher und leistungsfähige Netzteile bekannte Hersteller Corsair bietet neben diesen auch Peripherie wie Tastaturen, Mäuse oder auch Headsets an. Die Kalifornier zeigen schon geraume Zeit Bestreben, Spielerohren komfortabel mit Klängen zu versorgen und konnten uns schon häufiger mit guten Headsets, darunter auch kabellose Geräten wie etwa das HS70 Wireless oder das Void RGB Wireless überzeugen. Die gesammelten Erfahrungen steckt Corsair nun in das auf gehobene Ansprüche abzielende Virtuoso RBG Wireless. Das jüngst erschienene Funk-Headset ist das bislang ambitionierteste Audio-Produkt des Herstellers und unterstreicht diesen Status durch eine ausgesprochen hochwertige Materialanmutung, eine piekfeine Verarbeitung und ein kultiviert-erwachsenes Design. Das getestete Virtuoso RGB Wireless SE ist dabei das Top-Modell der neuen Virtuoso-Reihe, neben der SE-Sonderedition ist das Virtuoso außerdem in der normalen Ausführung und entweder in Weiß oder Schwarz erhältlich, die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 179,99 Euro für die reguläre Variante und bei 199,99 Euro für das Virtuoso RGB Wireless SE. Unseren vollständingen Online-Test lesen sie hier.

Zweifellos das Erste, was beim Auspacken des Headsets auffällt, ist die ausgesprochen hohe Qualität der Materialien und deren Verarbeitung. Sämtliche Teile des Headsets, die wie Aluminium aussehen, darunter Höreraufhängung, Bügelstabilisatoren, aber auch Lautstärkerädchen, der winzige Input-Wahlschalter ja, sogar die geriffelten Endstücke an Mikrofon, USB-C- sowie Klinken-Kabel und Wireless-Dongle sind auch aus Aluminium und wurden sorgsam maschiniert, sauber entgratet und teilweise mit einem Zierschliff versehen. Der Bügel ist satt mit ausgesprochen weichem Memory-Foam gefüttert und mit anschmiegsamem Kunstleder ummantelt, die dicken Ohrpolster sind gar nochmals weicher. Sämtliche Nähte wurden sauber gezogen, das Kunstleder ist faltenfrei und ohne Spannungen verarbeitet. Die Verkabelung des Headsets verbirgt sich unsichtbar im Inneren des Geräts sowie Bügels oder verläuft geschützt und sehr unscheinbar in einem an der Innenseite der Aufhängung eingefrästen Kanal. Das Virtuoso RGB Wireless SE bekommt obendrein Seitendeckel aus fein gebürstetem Aluminium, die dem Headset definitiv einen zusätzlichen optischen Chic verleihen. Das kleine, auf Wunsch vielfarbig leuchtende und mit Effekten versehbare Corsair-Logo wird dabei mittels winzigen Perforationen im Alu-Deckel umgesetzt, bei näherem Hinsehen erkennt man das Raster, das tatsächlich an die Bildpunkte eines Displays erinnert und dem leuchtenden Logo einen apparten Pixel-Art-Look beschert. Die wenigen Plastikteile, im Grunde einzig die Gehäuse der Treiber, sind haptisch angenehm beschichtet.

Das viele Aluminium und die stabile Bauweise treiben allerdings das Gewicht des Virtuoso Wireless RGB SE in die Höhe. Mit rund 390 Gramm ist das Headset kein Leichtgewicht. Für ein kabelloses Gerät, in dem nicht nur zusätzliche Hardware für die Funkverbindung, sondern außerdem ein schwerer Akku untergebracht werden muss, liegt das Virtuoso jedoch im Rahmen und ist nicht auffällig auf der gewichtigen Seite (Zum Vergleich: Corsair Void RGB Wireless: ca. 380 Gramm, Corsair HS70 Wireless: ca. 330 Gramm, Sennheiser GSP 670: ca. 405 Gramm). Dazu kommt, dass das gelungene Design mit dick gefütterten Polstern und üppigem Kopfbügel die Masse des Headsets breit verteilt, das Gewicht so nicht konzentriert und störend aufliegt, sondern auf einer großen Fläche sicher abgestützt wird. Tatsächlich ist das Virtuoso sehr bequem und taugt auch für lange Spiele-Sessions. Zu der hohen Bequemlichkeit steuert natürlich auch der kabellose Betrieb bei. Dieser wird mit einer von Corsair entwickelten, Slipstream getauften 2,4-GHz-Funk-Technik realisiert. Corsair nutzt also die 2,4-GHz-Funktechnik, allerdings mit einem proprietären Protokoll. Slipstream verdoppelt die Anzahl Datenpakete, die pro Millisekunde versandt werden können, erzielt also gegenüber herkömmlicher 2,4-GHz-Funktechnik eine doppelte Bandbreite. Obendrein wird mit Intelligent Frequency Shift das zur Verfügung stehende Frequenzband gescannt und auf die jeweils beste Funkfrequenz gewechselt, die zur Verfügung steht - was insbesondere hilfreich ist, wenn neben dem Headset zusätzliche Funk-Hardware genutzt wird oder das Virtuoso in einem Umfeld mit vielen elektromagnetischen Störimpulsen zum Einsatz wird.

Als Treiber nutzt das Virtuoso neu für das Headset entwickelte und laut Datenblatt handselektierte 50-mm-Treiber. Diese sind geradestehend im Hörer untergebracht und mit einem zusätzlichen Stofffilter gedämmt. Die Treiber sitzen in einer geschlossenen Kunststoffkammer, um diese herum und von dieser abgetrennt ist im linken Hörer ein kreisrundes PCB angeordnet. Darauf sitzen unter anderem ein N52632 System-on-a-Chip von Nordic Semiconductor, der für die Funkverbindung zuständig ist, sowie ein Smartbeat DA14195 von Dialog Semiconductor, einem für Headsets entwickelten SoC, der neben Digital-Analog- und Analog-Digital-Wandlern außerdem diverse DSP-Möglichkeiten, einen ARM-Cortex-Mikroprozessor, ein Batterie-Management sowie ein USB-Interface in sich trägt. Beim Anschluss via USB-C-Kabel verarbeitet das Virtuoso den eingehenden Bitstream mit 24 Bit/96 kHz (Mikro: 24 Bit 48 kHz), beim Funkbetrieb stehen 16 Bit und 48 kHz zur Verfügung (Mikro weiterhin maximal 24 Bit/48 kHz).

Klanglich macht das Virtuoso einen sehr guten Eindruck, die Abstimmung ist recht neutral, ohne dabei langweilig zu wirken, der Kick-Bass ist knackig und straff, der Klang voluminös und präsent. Stimmen klingen sehr natürlich und der Spiele-Sound ist atmosphärisch und detailliert. Bei (kompetitiven) Shootern lassen sich die Gegner auch dank des guten 7.1-Surrounds präzise orten und spielerisch auftreiben. In Rollenspielen fördert der detaillierte, runde Klang die Atmosphäre, die natürliche, klare Sprachwiedergabe belebt Unterhaltungen mit NPCs, ein relativ starker Roll-off-Filter mindert dabei harsche Sibilanten und scharfe Spitzen und hilft dabei, auch längerwierige Gespräche nicht anstrengend werden zu lassen. Die gute Isolation, der saubere Sound und der hohe Komfort sowie der bequeme, nicht störend wirkende Sitz des Virtuoso lassen Sie sehr effektiv in Corsair: Wertung 1,54 Quelle: PC Games Hardware Spielewelten abtauchen. Das Virtuoso hinterlässt aber nicht nur beim Spielen, sondern auch bei der Musikwiedergabe einen sehr guten Eindruck und ist durchaus auch für etwas anspruchsvollere Genres geeignet. Für ein primär auf Spieler ausgelegtes Funk-Headset aus dem gehobenen Preisrahmen schlägt sich Corsairs neues Wireless-Headset klanglich sehr gut. Es tönt allerdings nicht mit der gleichen, sehr hohen Detaildichte und Akkuratesse eines guten Hi-Fi-Kopfhörers - gar solch hohe Ansprüche wären allerdings selbst bei einem sehr guten Funk-Headset ein wenig viel verlangt und schon allein technisch kaum zu erfüllen. Auf die klanglichen Fähigkeiten reduziert und verglichen mit all den anderen Funk-Headsets, die wir bislang testen konnten, macht das Virtuoso Wireless RGB SE indes eine ausgezeichnete Figur.

Corsair Virtuoso RGB Wireless SE Quelle: PC Games Hardware Corsair Virtuoso RGB Wireless SE

Logitech G935 Wireless

(Funk, ohrumschließend, geschlossen)
Bei Logitechs neuem kabellosen Oberklasse-Headset G935 handelt es sich im Grunde um ein Update des G933 Artemis Spectrum, äußerlich sind sich die beiden Wireless-Headsets sehr ähnlich, die grundliegende Form wurde übernommen und auch die Anordnungen für die Schalter und Regler sind bei beiden Headsets gleich. Auch das G935 verfügt über RGB-Zierstreifen an der Rückseite der großen Hörermuscheln, das ebenfalls beleuchtete G-Logo an den abnehmbaren Seitendeckeln hat ein leichtes Redesign erhalten. Dies gilt auch für die Seitendeckel selbst, die nun ein Wellenmuster verziert, unter der linken Abdeckung befindet sich ein Fach für den USB-Funk-Dongle, unter der rechten der Akku, der auch getausch werden kann. Die Hörerhalterungen sind nun antratzit gefärbt, aufgrund der glänzenden Beschichtung beim G935 aber genauso fingerabdruckanfällig wie die das vormals schwarze Plastik mit Klavierlackoptik des G933.

Die Bügelform, der Sitz und die Gewichtsverteilung mit nach hinten verlagertem Schwerpunkt sind im Prinzip identisch wie beim Vorgänger, allerdings hat Logitech bei der Polsterung Hand angelegt. Nun kommt statt Kunststoffgewebe Kunstleder an Hörern sowie Kopfbügel zum Einsatz. Diese Polsterung lässt das Headset etwas besser auf dem Kopf sitzen, der Vorgänger glitt aufgrund der schweren, nicht mittig balancierten Hörer gern vom Schädel. insbesondere bei Kopfbewegungen. Das G935 leidet unter der gleichen, rückwärts gewichteten Balance, doch sitzen die Kunstlederpolster satter und verhindern so meist ein Verrustschen. Die neue Polsterung kommt auch der Isolation zugute, auf der anderen Seite verstärken sie das "Taucherglocken-Gefühl", also einen leicht claustrophobischen Eindruck, von der Außenwelt abgeschnitten zu sein und sorgen für warme Ohren. Das recht hohe Gewicht von ca. 380 Gramm ist spürbar, wird dank der neuen Polster aber besser verteilt als beim Vorgänger.

Logitech G935 Wireless Quelle: PC Games Hardware Logitech G935 Wireless
Wären die Änderungen hiermit zuende, wäre das Logitech G935 nur ein mäßiges Update gegenüber dem G933 Artemis Spectrum. Doch hat der Hersteller auch bei Technik und einigen Features Hand angelegt. Eher in die Kategorie "nett aber unnötig" fällt die nun noch konfigurierbarere RGB-Beleuchtung, deren 16,8 Millionen Farben und Leuchtprofile dank Lightsync mit anderen Logitech-Geräten synchronisiert werden kann - etwa mit einer Logitech-Maus oder einem Keyboard des Herstellers, wenn die Geräte Lightsync ebenfalls unterstützen. Die Farben können auch mittels der Klangwiedergabe bestimmt werden und somit als Lichtorgel genutzt werden. Die Software kann außerdem Teile des Bildschirmhintergrunds aufgreifen und so die Farben für die RGB-Streifen und das G-Logo ermitteln, eine Art Ambilight für die Ohren sozusagen. Beim Tragen des Headsets hat man davon allerdings wenig, denn dabei sichtbar die RGB-Beleuchtung für den Headset tragenden Spieler nicht.

Die gravierenste Veränderung des G935 gegenüber dem Vorgänger sind die neuen, von Logitech entwickelten, nun 50 statt 40 mm messenden "Pro-G"-Treiber sowie der Wechsel auf den virtuellen Surround via DTS Headphone X 2.0. Die leicht angeschrägt stehenden Treiber bieten ein fülliges, sattes Klangbild mit einer relativ deutlichen Betonung der unteren Frequenzen, leisten sich auch bei der Mitten- und Hochtonwiedergabe keine größeren Schwächen und sind für ihren Haupt-Einsatzzweck, dem Spielen, mehr als gut geeignet. Für die Musikwiedergabe ist der Tiefton-Fokus etwas kräftig und bei komplexeren Musikstücke vermisst man ein wenig Präzision und Auflösung, doch für House-, Electro-, Pop- und nicht zu anspruchsvolle Rock-Musik passt das Klangbild und die Detailabbildung. Mit dem (durchaus nützlichen) Equalizer lässt sich in der Software zudem noch etwas Feinschliff vornehmen, obendrein existieren bereits mehrere vordefinierte Klangprofile.

Der virtuelle 7.1-Surround-Sound via DTS Headphone X 2.0 ist erfreulich gut und lässt einen sehr räumlichen Eindruck entstehen, auch die Ortung funktioniert gut und es fällt leicht, Klänge zu orten, wichtig etwa bei kompetitiven Shootern. Via Software können Sie die virtuellen Lautsprecher zudem noch in ihrer Lautstärke anpassen. Bei den Standard-Einstellungen ist der virtuelle Subwoofer sehr dominant und sorgt beim Aktivieren des virtuellen Surrounds für bombastischen Spiele-Sound. Mit ein paar Anpassungen bei der (Subwoofer-)Lautstärke und beim Equalizer können Sie dem Surround-Sound auch etwas weniger bassstark abstimmen und für die bessere Wiedergabe von feinen Geräuschen optimieren. Generell ist der Klang des G935 gefällig, insbesondere beim Gaming oder beim Filmeschauen macht das Headset eine sehr gute Figur. Fans von Blues-, Jazz-Musik oder Klassik schauen sich indes lieber anderswo um.

Das kabellose G935 wirkt optisch wie haptisch für die Preisklasse angemessen, die Verarbeitung und Materialanmutung sind ordentlich, wenn auch nicht übermäßig hochqualitativ. Das Kunstleder ist angenehm anschmiegsam, das Plastik der Aufhängung stabil und sollte hin und wieder auch eine etwas gröbere Behandlung wegstecken können. Der aus robust wirkendem Nylon gefertigte und metallverstärkte Bügel ist flexibel, knackt beim bewussten Verwinden allerdings unschön. Die Hörermuscheln sind nun deutlich satter in ihren Aufhängungen gelagert und schlackern nicht mehr so sehr, wie beim G933, einen Umstand, den wir damals kritisierten. Die Schalter und Regler an der linken Hörerrückseite geben ein angenehmes Feedback, die G-Tasten können darüber hinaus mit anderen Funktionen belegt werden - allerdings müssen diese beim Tragen des Headsets erfühlt werden und aufgrund ihrer Positionierung löst man die Schalter häufig versehentlich aus oder verstellt unbeabsichtigt die Lautstärke. Der kabellose Betrieb funktionierte bei unseren Tests problemlos, allerdings lässt die getestete, störungsfreie Reichweite mit rund 10 Metern ein wenig zu wünschen übrig, Logitech selbst gibt ca. 15 Meter an. Die angegebene Akku-Laufzeit von 8 Stunden ist ebenfalls etwas wenig, immerhin lässt sich das Headset per USB-Ladekabel während des Betriebs laden. Für den mobilen Einsatz oder zur Nutzung mit Analog-Geräten kann das Headset auch per Vierpol-Klinke angeschlossen werden.

Für den aktuell aufgerufenen Preis von rund 140 Euro ist das Logitech G935 eine Überlegung wert, auch wenn uns einige Umstände beim G935 stören. Besonders die Balance sollte Logitech beizeiten angehen und den hypothetischen Nachfolger zumindest mit einer neuen Aufhängung ausstatten, welche das Gewicht der Hörer nicht so weit nach hinten verlagert und damit ein Verrutschen auf dem Kopf begünstigen. Die Positionierung der Knöpfe und Regler ist zumindest gewöhnungsbedrüftig und wir würden uns wünschen, dass man die Signaltöne des kabellosen Headsets auf Wunsch auch deaktivieren könnte. Klanglich ist das G935 für diese Preisklasse gut, der Surround-Sound kann gar Akzente setzen und macht beim Spielen besonders viel Spaß. Das Mikrofon ist leider nur durchschnittlich und zeichnet die Stimme recht dünn und metallisch verfärbt auf, dank Tiefton- und Höhen-Cut werden immerhin lästiges Rumpeln und scharfe Zischlaute unterbunden.

Asus ROG Delta

(USB, ohrumschließend, geschlossen)

Asus bietet seit geraumer Zeit gute Spieler-Headsets an, die allerdings häufig mit einer "Gaming-Abstimmung" und wildem Design die etwas anspruchsvollere Hörerschaft verprellten. Mit den vor einigen Monaten veröffentlichten Fusion-Modellen (Ausgabe 06/18) ging Asus mit schlicht-edlem Äußerem ein wenig auf diese Klientel zu, konnte klanglich aber nur teilweise überzeugen. Mit dem ROG Delta macht Asus ernst: Das Headset wirkt nicht nur optisch edel, sondern untermauert das feine Äußere mit wohlklingenden inneren Qualitäten: Asus nutzt für das Delta einen ESS 9218 Quad DAC. Dieser wurde für mobile Geräte entwickelt und soll Hifi-Qualitäten auf kleinem Raum bieten. Der DAC ist ein System-on-a-Chip (SoC) und integriert unter anderem Verstärker, Jitter-Schutz sowie die namensgebende Quad-DAC-Technologie. Jene beschreibt vier interne, parallel geschaltete DACs, welche jeweils für einen Teil des Frequenzbands zuständig sind. Diese Trennung soll die Auflösung erhöhen sowie Konvertierungsfehler minimieren und beschert dem ROG Delta den sehr hohen maximalen Rauschabstand von 127 dB.

Und auch in der Praxis macht das Delta klanglich positiv auf sich aufmerksam: Das Headset ist mit linearem "Flat"-Preset sehr neutral abgestimmt, der Bass ist straff und knackig, die Mitten sind erfreulich präsent und die Höhen klar und definiert. Mit der umfangreichen Armoury-Software lassen sich weitere Profile (u. a. Fps, RPG, Music etc.) nutzen, Surround-Sounds zuschalten oder weitreichende eigene Anpassungen vornehmen - auch ein kräftiger Bassboost ist möglich und kein Problem für die 50-mm-Treiber. Beim Spielen trumpft das ROG Delta mit sehr hochauflösendem Sound und klar ortbaren Klangquellen auf und auch bei der Musikwiedergabe schlägt sich das Headset wacker. Das Klangbild ist voll, detailliert und sauber, wirkt allerdings minimal künstlich. Als einziges Headset im Test trägt das Delta einen schmalen RGB-Zierstreifen mit 16,8 Millionen wähl- und kombinierbaren Farben. Das ROG Delta ist auch als Klinkengerät, ohne USB-Fähigkeiten, ohne DAC und ohne RGB-Beleuchtung als Delta Core für rund 100 Euro erhältlich, ist allerdings klanglich nicht auf dem Niveau der USB-befeuerten ROG-Version.

Asus ROG Delta Quelle: PC Games Hardware Asus ROG Delta

Epos | Sennheiser GSP 500 & 600

(Klinke, ohrumschließend, GSP 500: offen, GSP 600: geschlossen) Die beiden Sennheiser-Headsets gleichen sich nicht nur wie ein Ei dem anderen, sie sind zu weiten Teilen auch baugleich und nutzen die gleiche technische Basis. Allerdings unterscheiden sich die beiden High-End-Headsets bei der Bauart: Das GSP 500 ist nach dem offenen Design konzipiert, das GSP 600 ist geschlossen. Außerdem unterscheiden sich die Ohrpolster, das GSP 600 verfügt über anschmeichelnde und sehr weiche Kunstlederpolster, jene des GSP 600 sind mit samtigem Texil überzogen und minimal fester. Die Bauart hat dabei auch größere Einflüsse auf die Isolation, den Komfort sowie den Sound. Da sich die Geräte aber ansonsten gleichen, fassen wir beide Headsets in diesem Abschnitt zusammen. Auf Unterschiede weisen wir hin.

Sennheiser GSP 500 Quelle: PC Games Hardware Sennheiser GSP 500

Als Erstes fällt bei den Sennheiser-Headsets das etwas unkonventionelle Design ins Auge. Die beiden Geräte des traditionellen Kopfhörerbauers sind optisch recht auffällig. Allerdings hat das Design tatsächlich auch funktionalen Wert. Der breite, aus flexiblem Kunststoff gefertigte Bügel verteilt das recht hohe Gewicht von 380 Gramm (GSP 500), respektive 400 Gramm (GSP 600) effektiv und kann mithilfe der Aussparungen und zwei Schiebern in der Steifigkeit angepasst werden. Die Kunststoffmanschetten schützen den Bügel und verhindern Verwindungen oder gar ein Brechen, zugleich nehmen sie die Hörerhaltung aus kräftig dimensioniertem Aluminium-Guss auf. Die stabilen Gelenke sind federgelagert. Die roten Zierelemente an den Seiten signalisieren dem Nutzer eine Funktion: Auf der rechten Seite dient ein Drehrad zur Lautstärkereglung, auf der linken befindet sich das Mikrofon, das mittels Herunterklappen aktiv geschaltet wird. Die Roten Verzierungen unterscheiden sich unter den Headsets ein wenig, das GSP 500 trägt runde Plastikdeckel, beim GSP 600 sind diese aus Aluminium und mit zusätzlichen Schraubenaufnahmen versehen.

Die Headsets sitzen außerordentlich bequem - deutlich komfortabler, als man es anhand des unkonventionellen Designs und des hohen Gewichts erwarten würde. Dies liegt einerseits an dem gut gepolsterten, breiten und sauber aufliegenden Bügel, der einen beträchtlichen Teil des Gewichts auf eine ebenso große Fläche verteilt. Das restliche Gewicht tragen die ebenfalls sehr gut abschließenden und üppigen Ohrpolster. Beide Geräte sind sehr komfortabel, unter den etwas festeren aber angenehm flauschigen Textilpolstern des GSP 500 wird es indes kaum warm, die Ohren werden beständig mit Frischluft versorgt - dem offenen Design sei Dank. Auf der anderen Seite ist eine effektive Isolation beim GSP 500 nicht gegeben. Durch die offene Bauweise dringen Außengeräusche beinahe ungedämmt ins Innere beziehungsweise der Spiele-Sound oder die Musik nach außen. Dies gilt es unbedingt zu beachten, haben Sie etwa empfindliche Mitbewohner oder sind Sie beim Spielen häufiger Lärm ausgesetzt, das GSP 500 hat bei diesen Punkten entscheidende Nachteile gegenüber dem GSP 600. Unter den Kunstlederpolstern letzterem wird es allerdings schnell sehr warm, zudem fällt die Isolation tatsächlich so gut aus, dass man die Umwelt akustisch praktisch gar nicht wahrnimmt. Offen oder Geschlossen, das ist Geschmackfrage. Auch der Sound unterscheidet sich durch die Bauweise. Das GSP 500 klingt frei und beschwingt, allerdings ist der betonte Bass verglichen mit dem GSP 600 nicht übermäßig präzise und knackig. Beim GSP 600 ist es andersherum: Die geschlossene Bauart erlaubt einen außerordentlich kräftigen Bass mit sattem Punch, der auch in tiefsten Gefilden kaum zum Brummen neigt. Dafür klingt das GSP 600 verglichen mit dem offenen Bruder deutlich zugeschnürter. Diese Eigenschaften ändern das Klangbild recht deutlich, obwohl beide Headsets im Grunde gleichermaßen überzeugend aufspielen. Wo Sie bei anderen Gaming-Headsets starke Eingriffe in den Frequenzverlauf benötigen, um Schrittgeräusche, Schüsse oder ähnliche verräterischen Äußerungen der Gegenspieler herauszuhören, kann Ihnen dies sowohl mit GSP 500 als auch GSP 600 ohne solcherlei Klangverbiegungen gelingen - einfach, weil die angeschrägt stehenden 40-mm-Treiber eine deutlich höhere Auflösung, Detailabbildung und Präzision zu liefern im Stande sind.

Sennheiser GSP 600 Quelle: PC Games Hardware Sennheiser GSP 600

Dies kommt auch bei der Musikwiedergabe zugute: Beinharte Hi-Fi-Fans könnten den für einige Musikgattungen etwas arg betonten Bass sowie die generell leicht verhangenen Höhen. Aber wenn wir das Testfeld ins Auge fassen, liegen die Sennheiser-Headsets um Längen vorn. Mindestens ebenso gut wie die Wiedergabe ist die Aufzeichnung der Mikrofone. Die Stimme wirkt sehr natürlich, Nebengeräusche werden effektiv unterbunden. Noch besser klingt die Aufzeichnung, wenn Sie diese über eine Soundkarte mit aktiver Rausch- und Echounterdrückung laufen lassen. Etwas ähnliches gilt allerdings für die beiden Headsets generell: GSP 500 und 600 profitieren deutlich von guten Zuspielern. Zumindest eine gute Audiosektion, besser aber eine dedizierte Soundkarte, sei daher empfohlen. Qualitativ müssen sich weder GSP 500 noch 600 auch vor anderen High-End-Headsets verstecken und sind beinahe auf dem Level eines Beyerdynamic MMX 300. Allerdings sind beide Geräte auch beinahe so teuer wie ein MMX 300 (ca. 300 Euro). Doch wenn Sie guten, vollen und sauberen Spielesound schätzen, dazu gerne auch anspruchsvollere Musik hören und ein Headset suchen, das Sie lange Jahre begleiten wird, seien Ihnen die beiden Sennheiser-Schätzchen ans Herz gelegt.

Beyerdynamic Custom Game

(Klinke, ohrumschließend, geschlossen)

Wir hatten für die aktuellen PCGH-Ausgabe 03/2017 die Freude, die beiden jüngsten Headsets des deutschen Audiospezialisten Beyerdynamic exklusiv testen zu können - und waren sehr angetan. Den Anfang macht das auf dem Kopfhörer Custom One Pro Plus basierende Custom Game, das für 200 Euro erhältlich sein wird. Das stylische Headset ist prinzipiell ein klassisches Stereo-Gerät, allerdings bietet es wie von der Custom-Reihe gewohnt, eine ganze Reihe Anpassungsmöglichkeiten. So sind an der Unterseite der geschlossenen Hörer variable Bass-Reflex-Öffnungen angebracht, welche sich in vier Stufen regeln lassen und so eine individuelle Klangcharakteristik erlauben. Von bassarm über linear, dann einen warmen, vollen und kräftigen Sound bis hin zu einer massiven Bassbetonung ist wohl für jeden Geschmack, jedes Einsatzgebiet und jede Musikrichtung etwas passendes dabei. Neben dem Klang kann das Custom Game aber auch optisch und funktional den Wünschen nach angepasst werden, so lassen sich die Seitenteile durch poppigere Varianten oder eigene Motive tauschen - eine Auswahl sowie das passende Werkzeug zum Wechseln befindet sich bereits im Lieferumfang. Außerdem kann das Kabel getauscht werden und sich das Custom Game beispielsweise per Ringkabel in einen DJ-Kopfhörer umfunktionieren. Zudem können die Polster von Hörern und Bügel gewechselt werden.

Beyerdynamic Custom Game Quelle: PC Games Hardware Beyerdynamic Custom Game Doch fallen die Polster bereits im Auslieferungszustand extrem geschmeidig und bequem aus und bieten einen tollen Komfort sowie eine sehr gute Isolation. Das mit 290 Gramm mittelschwere Custom Game sitz auch dank der erstklassigen Haptik dieser Materialien ausgesprochen bequem auf dem Kopf und fällt auch nach vielen Stunden Tragens nicht unangenehm auf. Während diesen können Sie mit dem Beyerdynamic-Headset gleichermaßen Musik hören, Filme schauen oder spielen, der angenehm ausgewogene und detailreiche Klang macht das Custom Game zu einem echten Alleskönner. Das ausgezeichnete, direkt am Kabel befestigte Mikrofon rundet das erstklassige Gesamtbild ab. Und dank des geringen Widerstands von 16 Ohm lässt sich das Headset auch wunderbar an Smartphone oder MP3-Player befeuern und ist somit auch für den mobilen Einsatz bestens geeignet. Obendrauf ist die Ersatzteillieferung bei Beyerdynamic über Jahre hinweg kein Problem, sollten also nach langem Einsatz einmal ein paar neue Polster oder ein neues Kabel fällig werden, reicht ein Besuch auf der Website, um das Custom Game für die nächsten paar Jahre fit zu machen - der nicht günstige, aber dennoch faire Anschaffungspreis von rund 200 Euro kann also durchaus als längerfristige Investition gesehen werden. Das Custom Game ist ein ausgezeichnetes und langlebiges Stereo-Headset, das auch Audio-Fans zufrieden stellen kann.

Beyerdynamic MMX 300 (Generation 2)

(Klinke, ohrumschließend, geschlossen)

Neben dem Custom Game stellte uns Beyerdynamic außerdem die zweite Generation des MMX 300 vor. Audiobegeisterte Spieler sind mit dem Vorgänger mit einiger Gewissheit bereits vertraut, das MMX 300 ist nicht nur in unserer Community außerordentlich beliebt, sondern wird zurecht auch als Headset-Referenz gehandelt. Die in Heilbronn in Handarbeit gefertigte Neuauflage präsentiert sich einen komplett renovierten Äußeren und kommt nun in einem dezenten Mattschwarz daher. Die Hörer bekamen geschmeidige, haptisch außerordentlich angenehme und hochwertig wirkende Kunststoffteile und die im Inneren verbauten 40-mm-Treiber ein technisches Update - offenbar dient nun die Technik des 32-ohmigen Hi-Fi-Kopfhörers DT 770 Pro als Basis für den renovierten MMX 300 - der Vorgänger nutzte noch den regulären DT 770. Auch die anschmeichelnden Velourpolster sowie die mit weichem Proteinkunstleder überzogenen Polsterung des Bügels sind neu. Das nicht abnehmbare Mikrofon ist technisch sehr ähnlich dem, das auch bei dem Custom Game verbaut wird und ist klanglich ebenso überzeugend, besitzt jedoch noch einen zusätzlichen äußeren und inneren Poppschutz.

Beyerdynamic MMX 300 (Generation 2) Quelle: PC Games Hardware Beyerdynamic MMX 300 (Generation 2) Gegenüber dem alten MMX 300 kann nun auch das Kabel abgenommen und getauscht werden, zudem ist hier nun eine Kabelfernbedienung samt Lautstärkereglung und Mikrofonstummschaltung angebracht. Gegenüber dem Vorgänger (übrigens befindet sich ein solches Gerät seit über 5 Jahren im Privatbesitz des Testers und konnte zum direkten Vergleich herangezogen werden) fällt der Komfort der zweiten Generation des MMX 300 dank neuer, weicher Polster und der wirklich angenehmen Haptik nochmals etwas höher aus. Das geringe Gewicht von 280 Gramm und die weiten und trotz geschlossenen Designs luftigen Hörermuscheln machen aus dem MMX 300 eins der komfortabelsten Headsets, die man kaufen kann. Außerdem klingen die neuen Treiber sogar noch einen Tick detailreicher und sauberer und liefern einen tollen, leicht bassbetonten Hi-Fi-Klang mit einer typischen "Beyer-Spitze", einer Höhenbetonung bei rund 10 KHz. Auch die zweite Generation des MMX 300 ist somit voll musiktauglich und begeistert auch beim Spielen mit einem weiten, sehr hochauflösenden Klangbild, welches nicht nur viel Spaß macht, sondern tatsächlich auch spielerische Vorteile dank hoher Präzision und sauberer Ortung bietet. Eine schicke und stabile Nylon-Box gibt es im Lieferumfang obendrauf. Die alte Headset-Referenz ist damit auch die neue: Mit dem Beyerdynamic MMX 300 bekommen Sie eins der bestklingensten, bequemsten stabilsten und empfehlenswertesten Stereo-Headsets überhaupt, mit dem Sie für viele Jahre hinweg glücklich werden können - selbst wenn der Preis von 300 Euro erst einmal nicht günstig wirkt: Die Investition lohnt sich. Einen ausführlichen Einzeltest können Sie hier lesen.

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  1. Seite 1 Gaming-Headsets 2026: Die Einstiegsklasse bis 70 Euro
  2. Seite 2 Gaming-Headsets 2026: Die Mittelklasse von 70 bis 150 Euro
  3. Seite 3 Gaming-Headsets 2026: Produkte für Anspruchsvolle ab 150 Euro
  4. Seite 4 Gaming-Headsets 2026: Kaufberatung, Kaufkriterien
    • Kommentare (526)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        @Redaktion:

        BITTE DEN RATGEBER ÜBERARBEITEN

        es steht da Februar 2023

        wir schreiben aber das Jahr 2024, fast schon 25

        mich hat das zuerst irritiert

        danke schön
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        @Redaktion:

        BITTE DEN RATGEBER ÜBERARBEITEN

        es steht da Februar 2023

        wir schreiben aber das Jahr 2024, fast schon 25

        mich hat das zuerst irritiert

        danke schön
      • Von -MIRROR- Volt-Modder(in)
        Wie sieht es mit dem Sennheiser MOMENTUM 4 Wireless aus?
      • Von Private_Mark_Jensen Kabelverknoter(in)
        Ich bin kein Fan von Sharkoon,
        die gehen immer kaputt und den Suport kannst du voll vergessen!?
        Astro hat einen astreinen Sound und ist viel langlebiger!?
        Das Astro A10 Headset ist wunderbar, ich bin mit der Firma Astro voll zufriede
      • Von Gast1678576202
        Zitat von ATREUSz
        Dann hattest du halt echt Pech, hab meins jetzt schon über 2 Jahre und keine Probleme.
        Kann echt sein.
      • Von Ben das Ding Freizeitschrauber(in)
        Deswegen komme ich immer hier hin. Krass, wie viele Headsets du hier getestet hast. Wahnsinn. Klar, ist das auch Werbung für die Hersteller, aber die Arbeit muss erstmal geleistet werden. Hut ab!

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        Edit: Man kann ja für Kopfhöhrer richtig Geld ausgeben. Zuletzt war ich echt erstaunt über Apple 0,65k für BT Kopfhörer aber ein Traum von Schallisolierung/Overear und Tragekomfort.
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