Haswell-Grafikeinheit: Intel spricht über Leistung, Features und Namensgebung - Iris Pro Graphics enthüllt

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Noch vor dem Launch von Haswell gibt Intel eine Vorschau auf die integrierte Grafikeinheit und deren Leistung, Features sowie Namensgebung für das mobile plus das Desktop- und AIO-Segment.

Eines vorweg - exakte Leistungswerte, die Anzahl der Ausführungseinheiten oder Frequenzen der Haswell-Grafikeinheit gab Intel nicht bekannt, sondern nur normierte Messwerte, welche allerdings unter der Berücksichtigung der Informationen, die PC Games Hardware vorliegen, ein rundes Bild ergeben. Wie wir vom Intel Developer Forum wissen, wird die größte Variante der Haswell-Grafikeinheit - die GT3 - mit 40 Ausführungseinheiten (Executions Units, EUs) und die mittlere, die GT2, mit 20 antritt. Die GT1 soll mit acht oder zehn EUs daherkommen.

Auf diesen drei Ausbaustufen basieren insgesamt sieben unterschiedliche Modelle, welche als HD Graphics (GT1), HD Graphics 4200, 4400, 4600 (alle GT2 mit vermutlich abweichenden Frequenzen) und HD Graphics 5000 (GT3) verkauft werden. Letztere ist für ULT-Chips mit 15 Watt gedacht, die in Ultrabooks ihre Heimat finden und daher niedriger getaktet werden. Die schnellsten Modell werden die 5100 (GT3) und 5200 (GT3e), allerdings firmieren diese nicht als HD Graphics, sondern erhalten einen neuen Namen - Iris Graphics und Iris Pro Graphics. Die Iris Graphics 5100 ist für Ultrabook-Chips mit bis zu 28 Watt TDP gedacht und bietet höhere Frequenzen als die HD Graphics 5000, die Iris Pro Graphics 5200 rechnet am schnellsten, bietet Embedded-DRAM und sitzt in Prozessoren mit bis zu 47 Watt (Notebooks) respektive bis zu 65 Watt TDP (R-Modelle für All-in-Ones). Intel betonte erneut, dass der Embedded-DRAM sich auf dem Package (also nicht im Die) befindet und für die GPU wie die CPU als eine Art Cache zur Verfügung steht - die Größe thematisierte der Hersteller nicht, bisherigen Gerüchten zufolge sind es 128 MiByte, die direkt am Ringbus angeschlossen sind und somit bei rund drei GHz Ring-Takt etwa 100 GB/s an Transfer-Rate bieten.

In Sachen Performance gibt Intel an, seit der GMA 950 von 2006 bis zur Iris Pro Graphics 5200 mit EDRAM die Leistung um den Faktor 75 gesteigert zu haben - gerade die letzten Jahre ist ein Sprung zu erkennen. Im Desktop-Segment ist der Core i7-4770R mit der 5200 fast drei Mal so flott wie der Core i7-3770K mit der HD Graphics 4000, der Core i7-4770K ist grob anderthalb Mal so schnell. Ähnliche Sprünge gibt es auch im mobilen Segment, dort liefert der Core i7-4950HQ (Iris Pro Graphics 5200) im 3DMark 11 die zweieinhalbfache Punktezahl des Core i7-3840QM (HD Graphics 4000), der Core i7-4900MQ (HD Graphics 4600) ist anderthalb Mal so flott unterwegs. Wird das Power Limit des 4950HQ von 47 auf 55 Watt TDP erhöht (eine Option für OEMs), so steigen die Frequenzen und die Leistung ebenfalls.

Die größten Sprünge sind laut den Intel-Messungen bei den Ultrabooks zu suchen: Der Core i7-4650U (HD Graphics 5000) schlägt trotz nur 15 Watt TDP (und da ist der PCH bereits eingerechnet!) den Core i7-3687U mit 17 Watt TDP um bis zu 50 Prozent, der mit 28 Watt TDP klar höhere taktende Core i7-4558U samt Iris Pro Graphics 5200 überflügelt den 3687U um mehr als das Doppelte. Gegen AMDs günstigen Kabini mit nur zwei GCN-CUs haben die neuen und teuren i7 somit leichtes Spiel, gegen die noch ausstehenden ULV-Varianten von Richland wird es aber eng, zumal auch der Treiber eine Rolle spielt und der Kunde bei all den Modellen auch erst einmal durchblicken muss.

Wie gut sich die GT2 (vermutlich HD Graphics 4600) und die GT3 (vermutlich Iris Graphics 5100) schlagen, zeigt der Vergleich vom IDF letzten Herbst:

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    • Kommentare (42)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Ralf345 Freizeitschrauber(in)
        AW: Haswell-Grafikeinheit: Intel spricht über Leistung, Features und Namensgebung

        Zitat von Superwip
        wobei man auch immer bedenken muss das AMD der IGP zumindest in der Vergangenheit immer einen vergleichsweise größeren Anteil an der Chipfläche spendiert hat- ein Sandy Bridge Quad hat etwa überm Daumen ~25% IGP Anteil, beim AMD Trinity sind es eher ~50%


        17% SB und 42% Trinity ist der GPU Anteil. IVB 27%.
      • Von Ralf345 Freizeitschrauber(in)
        AW: Haswell-Grafikeinheit: Intel spricht über Leistung, Features und Namensgebung

        Zitat von Superwip
        wobei man auch immer bedenken muss das AMD der IGP zumindest in der Vergangenheit immer einen vergleichsweise größeren Anteil an der Chipfläche spendiert hat- ein Sandy Bridge Quad hat etwa überm Daumen ~25% IGP Anteil, beim AMD Trinity sind es eher ~50%


        17% SB und 42% Trinity ist der GPU Anteil. IVB 27%.
      • Von quantenslipstream Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        AW: Haswell-Grafikeinheit: Intel spricht über Leistung, Features und Namensgebung

        AMD ist in Sachen Fertigung eben ein paar Jahre hinter Intel hintendran.
        Das merkst du einfach in Sachen Leistung und Effizienz.
        Wären sie auf Augenhöhe in Sachen Fertigung, wäre der Abstand auch nicht so groß, oder AMD wäre sogar vorne, bei den APUs aber wären sie Lichtjahre vor Intel.
        Leider sind sie es aber nicht; und da liegt der Hund begraben, AMD fehlt das Geld um nachziehen zu können.
      • Von Superwip Lötkolbengott/-göttin
        AW: Haswell-Grafikeinheit: Intel spricht über Leistung, Features und Namensgebung

        Intel ist auch unabhängig von der Fertigung extrem gut dabei, AMD hat nichts was an Intels 32nm Produkte (abgesehen von den ATOMs ) herankommt, selbst die seit drei Jahren verfügbaren ersten 32nm CPUs (Westmere) schlagen, insbesondere pro Takt aber auch pro Chip und pro Kern in den Meisten Anwendungsszenarien alle vergleichbaren AMD Chips. Und auch mit IBMs POWER7+, und den SPARCs von Fujitsu und Oracle kann Intel in vielen Disziplinen gut mithalten obwohl zumindest letztere sogar in einem fortschrittlicheren 28nm Prozess gefertigt werden.

        Auch der GPU Architektur hat Intel große Fortschritte gemacht, ich sehe eher nach wie vor in den Treibern das größere Problem als in der Hardware wobei man auch immer bedenken muss das AMD der IGP zumindest in der Vergangenheit immer einen vergleichsweise größeren Anteil an der Chipfläche spendiert hat- ein Sandy Bridge Quad hat etwa überm Daumen ~25% IGP Anteil, beim AMD Trinity sind es eher ~50%, dazu hat der Trinity bei einem vergleichbaren Fertigungsverfahren eine insgesamt größere Chipfläche und mehr Transistoren. Das AMDs gut doppelt so große und mit besseren Treibern ausgestattete IGP etwas schneller ist würde ich nicht überbewerten...


        Interressant wäre es wirklich zu wissen, wie der eDRAM angesprochen wird: als universeller L4 Cache, als universeller adressierbarer Speicher, als adressierbarer VRAM oder als IGP exklusiver Cache?
      • Von Locuza Lötkolbengott/-göttin
        AW: Haswell-Grafikeinheit: Intel spricht über Leistung, Features und Namensgebung

        Zitat von quantenslipstream
        Intel ist dank der kleinen Fertigung auch so gut dabei.
        Meine Rede seit 4 Seiten.
      • Von quantenslipstream Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        AW: Haswell-Grafikeinheit: Intel spricht über Leistung, Features und Namensgebung

        Intel ist dank der kleinen Fertigung auch so gut dabei.
        Lass mal AMD eine APU in 22 oder 14nm fertigen, das Teil schnupft dann eine GTX 650 zum Frühstück weg.
      Direkt zum Diskussionsende
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