Gaming-Hardware wird wohl noch teurer: Darum waren Analysten vor Preisanstieg

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Gaming-Hardware wird wohl noch teurer: Darum waren Analysten vor Preisanstieg
Quelle: Symbolbild erzeugt mit ChatGPT

Analysten warnen: Die Preiserhöhungen bei Steam Deck, Switch 2 und Co. sind erst der Anfang. RAM-Krise, KI-Nachfrage und US-Zölle treiben die Hardware-Kosten demnach bis mindestens 2028.

Seit mehreren Monaten regnet es schlechte Nachrichten für alle, die neue Gaming-Hardware kaufen wollen. Allein in den vergangenen Wochen gab es allein bei Konsolen wieder mehrere Hiobsbotschaften: Valve hebt den Preis des Steam Decks an, die Nintendo Switch 2 wird ebenfalls teurer und auch Playstation 5 sowie Xbox Series X/S machen keinen Halt vor Preisanstiegen. Bei diesem Trend ist das Ende der Fahnenstange wohl noch lange nicht erreicht, wie Kotaku unter Berufung auf zusammengestellte Analystenmeinungen erklärt.

KI-Boom als Hauptreiber - aber nicht der einzige

Natürlich ist die hauptsächliche Ursache im anhaltenden KI-Boom zu finden. Dieser äußert sich in einer explodierenden Nachfrage nach Speicher, was wiederum die Preise in die Höhe treibt. Allerdings erklärt Joost van Dreunen, Professor an der NYU Stern, dass auch US-Zölle und die daraus entstehende Unberechenbarkeit die Lage erheblich verschlimmert. Demnach sitzen Zulieferer teilweise auf riesigen Lagerbeständen, die sich kaum noch absetzen lassen, weil die Aufschläge für die meisten Käufer schlicht nicht mehr tragbar seien.

Hinzu kommen laut Kantan-Games-CEO Dr. Serkan Toto Faktoren wie die weltweit anhaltende Inflation sowie geopolitische Turbulenzen. Daniel Ahmad, Forschungsleiter beim Marktforscher Niko Partners, nennt zusätzlich Währungsschwankungen - weist aber darauf hin, dass die Märkte in Asien nach wie vor robuster dastünden als westliche Märkte.

Noch nicht der Gipfel: Warum die Erhöhungen erst richtig beginnen

Rhys Elliott, der als Marktanalyse-Chef bei Alinea Analytics arbeitet, warnt davor, die aktuellen Preiserhöhungen als Höhepunkt zu verstehen: Die jetzigen Anhebungen seien "nachlaufende Indikatoren, nicht der Gipfel". Platformen hätten sich lange über Lieferverträge und Puffer abgesichert - jetzt, da diese ausliefen, treffe sie der volle Komponentenpreisdruck der vergangenen Monate.

Omdias Senior Analyst James McWhirter erwartet für die Switch 2 sogar eine weitere Preiserhöhung im Jahr 2027 - Nintendo sei besonders betroffen, weil es gerade erst eine neue Konsolengeneration gestartet habe und den Aufbau der installierten Basis dringend brauche.

Hoffnung ab 2028 - aber kein Rückweg zu alten Preisen

Etwas optimistischer zeigt sich Dr. Toto: Er vergleicht die Lage mit der Versorgungskrise der frühen COVID-Phase - damals sei es ebenfalls kaum vorstellbar gewesen, dass Konsolen irgendwann wieder gestapelt in Ladenregalen stünden. Ab 2028 könnten Komponenten wieder zugänglicher werden. Daniel Ahmad ergänzt, dass zumindest die heftigen Preissprünge mitten in einer Konsolengeneration nachlassen dürften, sobald sich die Komponentenkosten stabilisieren.

Auf eine Rückkehr zu den Preisen vor 2026 sollte allerdings niemand hoffen. Tiago Reis, Marketing Analyst bei Newzoo, hält es für zunehmend unwahrscheinlich, dass die Hersteller wieder zur aggressiven Hardware-Subventionierung früherer Generationen zurückkehren - der Preisboden für Gaming-Hardware liege dauerhaft höher als zuvor.

Budget-Gaming unter Druck, aber nicht am Ende

Van Dreunen zeichnet daraus folgend ein düsteres Bild für preiswerte Hardware: Wer auf Gaming-PCs oder Konsolen unter 500 US-Dollar angewiesen sei, werde bald wohl kaum noch passende Angebote finden. Stattdessen dürften Cloud-Gaming-Abos und werbefinanzierte Modelle die Lücke füllen.

Piscatella und Elliott sehen das indes nicht ganz so finster: Der umfangreiche Backlog an Spielen und Abodiensten hielten Gaming auch für preissensible Käufer zugänglich. Was teurer werde, sei vor allem der Einstieg ins Hochleistungs-PC-Gaming - und neue AAA-Titel zum Launch-Preis.

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Quelle: Kotaku

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    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Galaxy90 Software-Overclocker(in)
        Der Gnadenstoß kommt erst wenn China will.
      • Von Galaxy90 Software-Overclocker(in)
        Der Gnadenstoß kommt erst wenn China will.
      • Von theGucky Volt-Modder(in)
        "Demnach sitzen Zulieferer teilweise auf riesigen Lagerbeständen, die sich kaum noch absetzen lassen, weil die Aufschläge für die meisten Käufer schlicht nicht mehr tragbar seien."
        ACH. Ein Konsument hat nicht unendlich Geld um Hardware zu kaufen?
        Diese Zulieferer sind anscheinen die neuen Scalper, nur haben die sich wohl verspekuliert...

        --- Polit-Rant---
        Es gibt nur EINEN Grund für die aktuellen Probleme: Trump.
        Ohne Trump hätte es das Zölle-Chaos nie gegeben.
        Ohne Trump wäre die KI-Blase nie so groß geworden. Alle haben sich am selben Tisch von Trump eingefunden und sitzen beim Circle-Jerk unter seinen schützenden Schirm (während sie Bestechungsgeld an ihm zahlen).
        Ohne Trump wäre der Iran-Krieg nie so eskaliert und hätte eine wichtige Handelsroute kaputtgemacht.

        Es gab schon vorher Corona, welches die Weltwirtschaft ins Wanken gebracht hatte und ach, Trump war auch damals an der Macht...ZUFALL???
        ---Rant Ende---
      • Von The_Invisible84 Software-Overclocker(in)
        "Vorteil" ist halt weil eh nur mehr alle 3-4 Jahrae eine neue Grafikkarten Gen kommt das man weniger oft kaufen muss obwohl natürlich voll langweilig. Selbst meine 4090 wird jetzt langsam langweilig nach 3,5 Jahren, aber was willst machen
      • Von EM_EN Software-Overclocker(in)
        "Darum waren Analysten" - da habt Ihr das "n" in der Überschrift vergessen.

        Das ist nicht die erste und letzte Aussage zu diesem Thema, wird halt noch weniger oder anderes gekauft, ganz einfach.
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