Sony PSP mit eGPU: GPD Win 4 mit Ryzen 7 8840U und 64 GiByte LPDDR5-7500 setzt auf Windows und SteamOS
Der GPD Win 4, ein kompakter und leichter Handheld-PC mit dem Erscheinungsbild einer neuen Playstation Portable, geht mit einem AMD Ryzen 7 8840U, 64 GiByte LPDDR5-7500 und 4 TiByte per PCIe 4.0 x4 angebundenem SSD-Speicherplatz aufs Ganze.
Der GPD Win 4, ein kompakter und leichter Handheld-PC mit dem Erscheinungsbild einer neuen Sony Playstation Portable, geht mit dem Ryzen 7 8840U ("Hawk Point"), bis zu 64 GiByte LPDDR5 mit 7.500 MT/s sowie maximal 4 TiByte per PCIe 4.0 x4 angebundenem SSD-Speicherplatz "All in". Die äußerst portable Spielkonsole demonstriert zudem die Koexistenz von Windows 11 und SteamOS 3.5.
Handheld-PC als Klon der Sony PSP
Optisch könnte der mit einem 6 Zoll großen Full-HD-H-IPS-Display ("1080p") ausgerüstete Gaming-Handheld ohne Weiteres auch als Neuauflage der 2004 von Sony veröffentlichten Playstation Portable ("PSP") durchgehen. Das gesamte Design des GPD Win 4 ("Early 2024"), sieht wie bereits bei dessen direktem Vorgänger, dem GPD Win 4 ("Early 2023"), aus wie ein modernes Refresh der vor rund 20 Jahren vorgestellten tragbaren Spielkonsole, die sich 80 Millionen Mal verkauft hat.
Quelle: GPD Technology
Anders als bei der Sony PSP, bei der es sich um eine Spielkonsole mit geschlossenes System handelte, die seinerzeit noch mit 333 MHz und 32 MiByte RAM auskam, stellt der GPD Win 4 (2023) einen offenen und vollwertigen PC in portabler Form alias einen Handheld-PC dar, welcher auf modernste Hardware-Architekturen, wie AMDs Zen 4 sowie RNDA 3, zurückgreifen kann. Der Ryzen 7 8840U ("Hawk Point") wird von schnellem LPDDR5-7500 mit einer Kapazität von bis zu 64 GiByte flankiert.
Rein von den Spezifikationen her geht der GDP Win 4 (2024) wie auch sein großer Bruder, der GPD Win Max (2023), an die Grenzen des aktuell machbaren und bietet darüber hinaus einige Besonderheiten und Alleinstellungsmerkmale.
Slider-Display und vollwertige Tastatur
Das 6 Zoll große Full-HD-Display mit seinem H-IPS-Panel ist als "Slider" mit einem Gleitmechanismus ausgestattet und verbirgt unterhalb der Anzeige eine vollwertige Tastatur, welche die Bedienung des Handheld-PCs auch abseits von Spielen deutlich komfortabler machen soll. Dennoch baut der GPD Win 4 verglichen mit dem neuen Asus ROG Ally und dem Valve Steam Deck, die beide in der 7-Zoll-Klasse spielen, kompakt und misst nur 220 × 92 × 28 mm (B × T × H) bei 598 Gramm.
Quelle: GPD Technology
Der Handheld-PC ist in den Farben Schwarz und Weiß erhältlich und verfügt über einen Akkumulator mit rund 46 Wh, welcher über ein 65 Watt starkes Netzteil schnell wieder mit frischer Energie versorgt werden kann. Um Ressourcen zu schonen und ein besseres Spielerlebnis bieten zu können, lässt sich das H-IPS-Display von der Bildwiederholungsrate von werkseitig 60 auf 40 Hz einbremsen.
USB4, Thunderbolt 4 und schnelle eGPUs
Der Handheld-PC verfügt neben USB4 und Thunderbolt 4 auch über die externe Schnittstelle Oculink ("SFF-8612") über die beispielsweise auch externe Grafikkarten, sogenannte eGPUs, wie die hauseigene GPD G1 mit einer Radeon RX 7600M XT auf Basis der RDNA-3-Architektur, mit bis zu 63 Gibit/s angebunden werden können. In Sachen Konnektivität sind zudem Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.2 zu nennen.
Radeon RX 7600M XT als externe Grafikkarte
Wie GPD Technology jetzt bekannt gegeben hat, kann der GPD Win 4 in seinen unterschiedlichen Konfigurationen zusätzlich mit einer externen Grafikkarte (eGPU) kombiniert werden. Hierfür kommt eine mobile AMD Radeon RX 7600M XT mit dem noch in 6 nm gefertigten RDNA-3-Grafikprozessor Navi 33 zum Einsatz. Im Hinblick auf die Spezifikationen bietet die 225 × 111 × 29,8 mm messende und 0,92 kg "schwere" externe Grafikkarte die nachfolgenden technischen Eckdaten.
Quelle: GPD Technology
Für die vergleichsweise hohe Leistung und Effizienz sollen 32 Compute Units mit insgesamt 2.048 Shadereinheiten sowie 8 GiByte GDDR6 an einem 128-Bit breiten Speicherinterface sorgen, die von 32 MiByte Infinity Cache unterstützt werden. Ein Switch soll zwei unterschiedliche Betriebsmodi mit 100 Watt und 60 Watt TDP ermöglichen, wie die Website Tom's Hardware jetzt berichtet hat.
Windows 11 und SteamOS 3.5 in Koexistenz
Der GPD Win 4 ("Early 2024") ist, wie es für Gaming-Handhelds von GPD Technology typisch ist, wahlweise mit den Betriebssystemen Windows 11 oder SteamOS 3.5 erhältlich. Ein Dual-Boot-Setup wird allerdings nicht angeboten, sodass sich Endanwender für eine Plattform entscheiden müssen.
Demnächst im Shop erhältlich
Der GPD Win 4 ("Early 2024") soll demnächst über den hauseigenen Onlineshop des chinesischen Herstellers erhältlich sein und sich preislich am direkten Vorgänger orientieren, welcher ab 779,90 US-Dollar erhältlich ist. In der größtmöglichen Konfiguration mit 64 GiByte RAM werden aber über 1.000 US-Dollar fällig.
Ihre Meinung ist gefragt!
Wie stehen Sie zu diesem Thema? Die PCGH-Redaktion freut sich über Ihre fundierte Meinung in den Kommentaren zu dieser Meldung. Um zu kommentieren, müssen Sie auf PCGH oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie bisher noch keinen Account haben, könnten Sie sich hier unverbindlich registrieren. Wir bitten Sie, berücksichtigen Sie hierbei bitte die aktuell geltenden Forenregeln.
Quelle: GPD Technology, Tom's Hardware

2016 gab es ja den ersten GPD Win für nur knapp 350€, der lief dann aber auch mit einem Intel Atom-Prozessor und konnte kaum Spiele von 2015 bei 30 fps abspielen. Das wollen die Leute ja auch nicht. Die kleinen Hersteller werden also weiter Enthusiasten bedienen und das ist auch okay.
Aber ich sehe es einfach nicht ein, so viel Geld dafür auf den Tisch zu legen...
Genial finde ich die Dinger schon. Aber so... ne, ohne mich. Solang sich da nichts tut, sehe ich auch iwi schwarz für einen Erfolg der Kisten. Auch wenn es richtig cool ist.