Predator Atlas 8: Acer wechselt von AMD Ryzen zu Intel Arc G3
Acer hat zur Computex 2026 seinen neuen Gaming-Handheld Predator Atlas 8 mit Intel Arc G3 Extreme vorgestellt. Der Marktstart ist für Oktober 2026 geplant, einen offiziellen Preis nennt der Hersteller bislang nicht.
Wer abseits von AMDs Ryzen Z2 Extreme ein leistungsfähiges Windows-Handheld sucht, bekommt im Herbst eine prominente Alternative. Acer stellt mit dem Predator Atlas 8 eines der ersten Geräte mit Intels neuer Arc-G3-Plattform vor und greift damit die Vormachtstellung von AMDs Zen-5-Prozessoren im Segment der Handheld-PCs an. Zuvor wurde bereits der MSI Claw 8 EX AI+ im Rahmen der Computex 2026 vorgestellt. Intels erste Handheld-Prozessoren liefern starke Argumente.
Predator Atlas 8: Acer setzt auf den Intel Arc G3 Extreme
Acer hat sein Predator-Portfolio um den ersten hauseigenen Gaming-Handheld erweitert und setzt dabei auf Intel statt auf den Platzhirsch AMD. Damit gehört der taiwanische Hersteller zu den Ersten, die den neuen Handheld-Chip von Intel verbauen, statt wie bisher zweckentfremdete Notebook-Prozessoren einzusetzen. Erstmals gezeigt wurde der Handheld zur Computex in Taipeh und PCGH war dabei.
Quelle: PCGH
Acer Predator Atlas 8 mit Intel Arc G3 Extreme samt Arc B390 und 24 GiB LPDDR5X-Speicher.
Intel Arc G3 Extreme statt AMD Ryzen Z2
Im Predator Atlas 8 arbeitet je nach Konfiguration ein Intel Arc G3 oder das schnellere Arc G3 Extreme (Panther Lake), dessen integrierte Intel Arc B390 mit zwölf Xe3-Cores auf eine TDP von 8 bis 35 Watt kommt. Die kleinere Variante nutzt die Intel Arc B370 mit zehn Xe3-Cores und bis 30 Watt. Dazu kombiniert Acer bis zu 24 GiB LPDDR5X schnellen Systemspeicher für CPU und GPU und eine PCIe-SSD mit bis zu 1 TB.
Den ersten Handheld mit dem Spitzenchip legt indes MSI vor: Das MSI Claw 8 EX AI+ erscheint bereits am 23. Juni. Intel selbst beziffert den Vorsprung des Arc G3 Extreme gegenüber dem Ryzen Z2 Extreme auf rund 42 Prozent bei 35 Watt, wir berichteten darüber. Belastbar sind diese Werte derzeit nicht: Es handelt sich bislang um Herstellerangaben, unabhängige Benchmark-Tests stehen noch aus.
Quelle: PCGH
Acer Predator Atlas 8 mit Intel G3 Extreme und verbesserter Kühlung mittels neuer Metallüfter.
8-Zoll-Display mit 120 Hz und VRR
Das 8-Zoll-Display des Predator Atlas 8 löst mit 1.920 × 1.200 Pixeln auf und arbeitet mit bis zu 120 Hz samt variabler Bildwiederholungsrate (VRR). Das LC-Display mit IPS-Panel im 16:10-Format deckt den sRGB-Farbraum vollständig ab, erreicht in der Spitze bis zu 500 cd/m² und ist von Gorilla Glass Victus samt DXC-Beschichtung geschützt.
Predator AeroBlade: Metalllüfter gegen die Abwärme
Für die Kühlung kombiniert Acer im Predator Atlas 8 erstmals einen Metalllüfter mit einem klassischen Kunststofflüfter. Der neue Predator AeroBlade trägt 89 jeweils nur 0,1 Millimeter dünne Metallblätter und soll so einen höheren Luftdurchsatz erreichen als reine Plastiklösungen, ein internes Vortex-Flow-System leitet die warme Luft ab. Den Akku gibt Acer mit bis zu 80 Wh an, eine zweite Variante setzt auf 60 Wh. Der Handheld-PC wiegt laut Acer je nach Modell zwischen 770 und 810 Gramm.
Hall-Effect-Trigger und zwei Thunderbolt 4
Die Steuerung des Acer Predator Atlas 8 lässt sich per Schalter zwischen einem Micro-Switch-Modus für Shooter und einem analogen Hall-Effect-Modus für Renn- und Flugsimulationen umstellen. Dazu kommen Full-Size-Analogsticks, Macro-Buttons, ein PredatorSense-Button sowie ein Power-Button mit Fingerabdrucksensor. Bei den Anschlüssen winken zwei Thunderbolt 4, ein UHS-II-fähiger microSD-Leser.
MicroSD-Slot: schnell, aber eine vertane Chance
Der microSD-Schacht des Predator Atlas 8 setzt auf den schnellen UHS-II-Standard, verzichtet jedoch auf das verbreitetere (Micro-)SD Express. Notebookcheck wertet das als vertane Chance: UHS-II-Karten sind selten und in der Kapazität begrenzt, Lexar liefert maximal 256 GiB, Nextorage und Sabrent bis zu 512 GiB. SD-Express-Karten gibt es dagegen problemlos mit 1 TByte und von mehr Herstellern.
Preis und Verfügbarkeit: Marktstart im Oktober 2026
Acer nennt für den Predator Atlas 8 noch keinen Preis, peilt den Marktstart in EMEA aber für Oktober 2026 an. Laut Notebookcheck will Acer unter 1.000 Euro bleiben, was ohne Kompromisse bei der Ausstattung kaum gelingt. Angesichts der Speicherkrise und jüngster Aufschläge etwa beim Steam Deck dürfte der Aufruf am Ende doch deutlich höher ausfallen als in dieser Geräteklasse bislang üblich.
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Quelle: Acer
