GTX 660 im Test: Lautheit, Leistungsaufnahme, Boost

59
Test Raffael Vötter Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Geforce GTX 660 im Test: Nvidias Kepler für die Masse
Quelle: PC Games Hardware

Die Geforce GTX 660 ist da: Ein halbes Jahr hat es gedauert, aber nun betritt die erste Kepler-Grafikkarte für knapp über 200 Euro die Bühne. Was Nvidias erste Grafikkarte mit dem GK106-Chip leistet und ob AMDs Radeon-HD-7800-Geschwister geschlagen sind, klärt der Test der Geforce GTX 660.

Die Spezifikationen diverser Oberklasse-Grafikkarten im Überblick:

Modell Geforce GTX 660 Ti Geforce GTX 660 Geforce GTX 560 Ti Radeon HD 7950 Radeon HD 7870 Radeon HD 7850
Codename/Direct-X-Version GK104 / 11.1 GK106 / 11.1 GF114 / 11.0 Tahiti Pro / 11.1 Pitcairn XT / 11.1 Pitcairn Pro / 11.1
SP-Rechenleistung (GFLOPS) 2.460 1.882 1.263 2.867 2.560 1.761
DP-Rechenleistung (GFLOPS) 103 79 105 717 160 110
Dreiecksdurchsatz (Mio./s) 3.203 2.450 1.644 1.600 2.000 1.720
Pixeldurchsatz (GPix/s) 25,6 19,6 13,2 25,6 29,6 27,5
Texturleistung (GTex/s) 102,5 76,8 52,6 89,6 118,4 55
Takt Grafikchip (Megahertz) 915 + Boost 980 + Boost 822 850 + Boost 1.000 860
Takt Shader-ALUs (Megahertz) 915 + Boost 980 + Boost 1.644 850 + Boost 1.000 860
Takt Grafikspeicher (Megahertz) 3.004 3.004 2.004 2.500 2.400 2.400
Shader-/SIMD-/Textureinheiten 1.344 / 7 / 112 960 / 5 / 80 384 / 8 / 64 1.792 / 28 / 112 1.280 / 20 / 80 1.024 / 16 /64
Raster-Endstufen (ROPs) 24 24 32 32 32 32
Speicheranbindung (Bit) 192 192 256 384 256 256
Speichertransferrate (GByte/s) 144 144 128 240 154 154
Übliche Speichermenge (MiB) 2.048 2.048 1.024 3.072 2.048 2.048/1.024
PCI-E-Stromanschlüsse 2x 6-polig 1x 6-polig 2x 6-polig 1x6- & 1x8-polig 2x 6-polig 1x 6-polig
TDP laut Hersteller 150 Watt 140 Watt 170 Watt 200 Watt 175 Watt 130 Watt

Geforce GTX 660 im Test: Kühlung, Lautheit und Leistungsaufnahme

Wie bei Nvidia-Referenzdesigns der Performance- und High-End-Klasse üblich, wird die Kühlung über einen 65 Millimeter durchmessenden Radiallüfter gewährleistet. Der manuell erreichbare PWM-Regelbereich ist auf 30 bis 74 Prozent beschränkt. Wie bei der GTX 660 Ti entspricht das Leerlauf-Geräusch einem tiefen Brummen/Röhren, das durch die Kombination aus Radialbelüftung und einer Kunststoffhülle erzeugt wird. Unter Last schwenkt das Geräusch in ein Rauschen um, das subjektiv kaum stört. Die Lautheit in Sone für den Leerlauf sowie das forderndste Spiel unseres Parcours, stets gemessen aus 50 Zentimetern Abstand, finden Sie in der untenstehenden Tabelle.

Bei der Leistungsaufnahme zeigt sich die Geforce GTX 660 genügsam: Wir messen schlimmstenfalls 118 Watt unter Spielelast; im PCGH VGA-Tool "peakt" der Verbrauch aber bei ungewöhnlich hohen 139 Watt. Das entspricht Augenhöhe zur Radeon HD 7870. Die theoretische Spezifikation der GTX 660 von 150 Watt - 75 Watt aus dem PCI-E-Slot und nochmals 75 aus dem 6-Pol-Stromstecker - wird zu keiner Zeit ausgefahren.

Lautstärke GTX 680 GTX 670 GTX 660 GTX 580 HD 7970 HD 7870 HD 6950/2G
Leerlauf 0,9 Sone 0,9 Sone 0,9 Sone 0,8 Sone 0,7 Sone 0,8 Sone 1,4 Sone
Battlefield: Bad Company 2 3,5 Sone 2,9 Sone 2,2 Sone 3,4 Sone 5,7 - 6,1 Sone 3,1 Sone 3,8 Sone
Leistungsaufnahme              
Leerlauf 15 Watt 15 Watt 10 Watt 33 Watt 22 Watt 11 Watt 19 Watt
Battlefield: Bad Company 2 174 Watt 147 Watt 118 Watt 221 Watt 195 Watt 114 Watt 117 Watt

Hinweis: PCGH testet mit Powertune (AMD) respektive Power Target (Nvidia Kepler) auf Standard (100 Prozent).
Palit Geforce GTX 660 OC (2) Quelle: PC Games Hardware Palit Geforce GTX 660 OC (2)

Geforce GTX 660 im Test: GPU Boost

Wie schon bei der Geforce GTX 680/670/660 Ti gibt Nvidia auch der GTX 660 eine automatische Übertaktungsfunktion mit auf den Weg: Der GPU Boost agiert abhängig vom sogenannten Power Target (TDP) und hievt die GPU-Frequenz von 980 auf 1.033 MHz - laut Nvidia "unter typischer Last in typischen Fällen". Praktisch ist der Boost von der Kühlung und Auslastung abhängig. Da uns bis kurz vor Vollendung des Tests ausschließlich übertaktete Karten erreichten, haben wir uns dazu entschlossen, den Boost bei den "versprochenen" 1.033 MHz zu fixieren, um die typische Performance abzubilden. Das erreichen wir mithilfe des Nvidia Inspectors.

Nach Erhalt einer Geforce GTX 660 im Referenzdesign und mit Referenztaktraten stellte sich heraus, dass die erwähnten 1.033 MHz doch nicht überall erreicht werden: Während in Battlefield Bad Company 2 nach einigen Minuten nur noch 993 MHz zu verzeichnen sind, rechnet die GTX 660 in Anno 2070 mit 1.006 bis 1.019 MHz. Spiele mit geringerer Gesamtlast, wie Battlefield 3 und Metro 2033, legen meist höhere Boost-Frequenzen als 1.033 MHz an. Derartige Beobachtungen bestärken uns darin, die Schwankungen mithilfe einem Boost-Limits zu glätten - wie in den Benchmarks geschehen.

In der kommenden PCGH 11/2012 testen wir Stand heute fünf verschiedene GTX-660-Designs, namentlich: Asus GTX 660 DC2 TOP, Evga GTX 660 Superclocked, Palit GTX 660 OC, MSI GTX 660 Power Edition/OC und die Zotac GTX 660 AMP. Dort dürfen die Karten auch zeigen, was in Sachen GPU-Boost in ihnen steckt - und das ist dank werkseitiger Übertaktung und stärkerer Kühlung üblicherweise deutlich mehr als 1.033 MHz.

59
  1. Seite 1 Geforce GTX 660 im Test: Einleitung, Spezifikation
  2. Seite 2 GTX 660 im Test: Lautheit, Leistungsaufnahme, Boost
  3. Seite 3 Geforce GTX 660 im Test: Testsystem
  4. Seite 4 Geforce GTX 660 im Test: Anno 2070, Battlefield 3, Crysis 2
  5. Seite 5 Geforce GTX 660 im Test: Starcraft 2, Skyrim, Max Payne 3 und Metro 2033
  6. Seite 6 Geforce GTX 660 im Test: Fazit
    • Kommentare (59)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Geforce GTX 660 im Test: Nvidias Kepler für die Masse

        Zitat von M4xw0lf
        Im Fall der 660Ti greift dieses Argument nicht, da das 256bit SI ja physisch eh vorhanden ist. Da wäre meiner Meinung nach auch weniger Shader + 256bit SI das bessere Produkt gewesen. Der GK106 in der GTX 660 spart aber natürlich Chipfläche durch das kleinere Interface.

        Die 660ti ist ja auch eher eine Resteverwertung, die nicht ohne Grund erst solange nach Beginn der GK104 Produktion erscheint. Hier ging es eben um den GK106 und warum der kein größeres Interface hat

        Zitat von Push
        aha und Nvidia hat wahrscheinlich absichtlich die Karten erst sooo spät auf den Markt gebracht ?
        btw allzulange dauert es nicht mehr und man wird was von AMD's neuer Serie hören
        irgendwie schafft es AMD ja relativ häufig ihre Karten Ende Q4 ( Kalender Quartal ) herauszubringen ...
        Möglich ist das, aber alzu viel würde ich mir da nicht versprechen. AMD hat keine neue Architektur geplant (und die Transistoreffizienz ist in der Vergangenheit mit Architekturwechseln eh alles andere als explodiert) und TSMC keinen neuen Fertigugnsprozess im Angebot. Das heißt jede nenneswerte Leistungssteigerung wird zu Lasten von Verbrauch und Herstellungskosten gehen, grandios überlegene Karten werden wir nicht zu sehen bekommen. Mit etwas Glück bügelt AMD die letzten Qualitäts-Schwachpunkte aus und optimiert den Boost ein bißchen. Aber letzteres ist den hiesigen OCern ja eh nicht so wichtig.

        Zitat von Chimera
        @PCGH_Raff: Was ist eigentlich an den Gerüchten dran, dass NV den Chip der GTX 660 um einige Shader, nen Cluster und 16 TMUs beschnitten haben soll? Denn ursprünglich ging man bei der GTX 660 ja mal von 1152 Shader, 6 Cluster und 96 TMUs aus, wobei dies ja auch nur Vermutungen waren.
        Vermutungen gab es VERDAMMT viele, Nvidia behauptet für die 660 jedenfalls, dass es der Vollausbau ist. Da der GK106 auch den Anschluss zum GK107 (2 Cluster...) halten muss, klingt das auch realistisch.
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Geforce GTX 660 im Test: Nvidias Kepler für die Masse

        Zitat von M4xw0lf
        Im Fall der 660Ti greift dieses Argument nicht, da das 256bit SI ja physisch eh vorhanden ist. Da wäre meiner Meinung nach auch weniger Shader + 256bit SI das bessere Produkt gewesen. Der GK106 in der GTX 660 spart aber natürlich Chipfläche durch das kleinere Interface.

        Die 660ti ist ja auch eher eine Resteverwertung, die nicht ohne Grund erst solange nach Beginn der GK104 Produktion erscheint. Hier ging es eben um den GK106 und warum der kein größeres Interface hat

        Zitat von Push
        aha und Nvidia hat wahrscheinlich absichtlich die Karten erst sooo spät auf den Markt gebracht ?
        btw allzulange dauert es nicht mehr und man wird was von AMD's neuer Serie hören
        irgendwie schafft es AMD ja relativ häufig ihre Karten Ende Q4 ( Kalender Quartal ) herauszubringen ...
        Möglich ist das, aber alzu viel würde ich mir da nicht versprechen. AMD hat keine neue Architektur geplant (und die Transistoreffizienz ist in der Vergangenheit mit Architekturwechseln eh alles andere als explodiert) und TSMC keinen neuen Fertigugnsprozess im Angebot. Das heißt jede nenneswerte Leistungssteigerung wird zu Lasten von Verbrauch und Herstellungskosten gehen, grandios überlegene Karten werden wir nicht zu sehen bekommen. Mit etwas Glück bügelt AMD die letzten Qualitäts-Schwachpunkte aus und optimiert den Boost ein bißchen. Aber letzteres ist den hiesigen OCern ja eh nicht so wichtig.

        Zitat von Chimera
        @PCGH_Raff: Was ist eigentlich an den Gerüchten dran, dass NV den Chip der GTX 660 um einige Shader, nen Cluster und 16 TMUs beschnitten haben soll? Denn ursprünglich ging man bei der GTX 660 ja mal von 1152 Shader, 6 Cluster und 96 TMUs aus, wobei dies ja auch nur Vermutungen waren.
        Vermutungen gab es VERDAMMT viele, Nvidia behauptet für die 660 jedenfalls, dass es der Vollausbau ist. Da der GK106 auch den Anschluss zum GK107 (2 Cluster...) halten muss, klingt das auch realistisch.
      • Von Agr9550 Freizeitschrauber(in)
        AW: Geforce GTX 660 im Test: Nvidias Kepler für die Masse

        Zitat von Chimera

        Sagst DU und mag für DICH vielleicht stimmen, nur gibt es ebenso Leute auf dieser Welt, die absolut rein gar nix mit den AMD Grakas anfangen können (da es den Namen ATI ja schon laaaange gar nicht mehr gibt), wie ich z.B. Selbst wenn ne HD7970 nur 50.- wär und ne GTX 650 300.-, würd ich dennoch keine HD holen gehen, da sie mir einfach absolut rein gar nix bieten kann. Und ja, liegt vorallem an den negativen Erfahrungen mit den HD4000 und HD5000 Karten, die ich mir da angetan hatte und da bin ich nun mal sehr nachtragend. Keine Frage, gegen AMD selber hab ich gar nix, denn es werkeln ja immo gleich 2 CPUs von denen bei mir und drei (schwache) liegen noch auf Notreserve im Schrank, aber mit Grakas von denen kann man es mir(!!!) jedenfalls nicht mehr recht machen. Da mögen andere halt noch so von schwärmen und sie hochjubeln.
        Gibt übrigens ebenso Leute, die auf gar keinen Fall je mehr ne NV Karte kaufen werden, egal ob die nun besser abschneidet oder nicht und wie willst du jene Leutz dann nennen, wenn die NV-Käufer für dich Fanboys sind? Etwa Fangirls? Nix ernst gemeint, also bitte nicht falsch verstehen. So was kann man Fanboy-Getue nennen, wenn es sich um nen 10 oder 12 jährigen Nutzer handelt, aber bei nem Erwachsenen mit 30, 40 oder gar 50 Jahren, der nun mal für einen Hersteller seine Vorlieben hat, hat es nix mehr mit Fanboy-Getue zu tun.
        im gewissen sinne is das fanboy gehabe
        du sagst ja selber selbst,wenn die karten schneller wären du würdest es nicht kaufen und warum weil mal schwarze schaffe erwischt hast (das kann jedem passieren > neue serie neues glück )
        ich würde JEDE karte kaufen egal welcher name draufsteht solang preis/leistung stimmt

        ich halt z,b vom amd cpus rein garnichts was einige sagen das is mega intel fanboy,falsch bei cpus is einfach ein der unterschied größer
        vorallem kaufste cpus ned jedes jahr oder gar alle 2j ich zumindest ned,grafikkarten hingegen kauf ich dann wenn sie benötigt werden da ich ne n 5870 + ne 5970 hatte ging mir JETZT nach 2j einfach der speicher aus

        ich sags dir offen und ehrlich ich hab vor 2tage meine 7970 bekommen ich hätte gern mal ne NV gehabt spez. ne gtx 680 ABER als ich den preis gesehn hab für karten die ich wakü einbinden kann hat mein inneres gesagt "nö def NICHT da bekomm ich ne amd (ati,sag immernoch ati da amd für mich einfach der name der cpus is wenn im gpu z mal AMD steht statt ati sag ich auch amd ;D) + kühler "

        das echt schade wenn mal 90% der leuts die für das geld sich ne nv kaufen ne ati kaufen würden hätten wir alle was von den nv würde ganz schnell einsehen das die preis unmenschlich hoch sind

        ich denk wir beide haben da nen stückweise recht
      • Von KrHome
        AW: Geforce GTX 660 im Test: Nvidias Kepler für die Masse

        Zitat von gustlegga
        Keine flüssigen Bildraten in Metro @ 1080 und das schon bei deaktivierter Physikberechnung,
        und dann gibts doch tatsächlich Leute die immer wieder PhysX als Kaufargument bei Mittelklasse- & Einsteigerkarten anführen.
        Was ist das denn für eine blöde Argumentation? Ausgerechnet Metro, was eh schon ein mieserables Performance/Optik Verhältnis hat, anzuführen. Auf das eine Metro Beispiel kommen 10 andere PhysX Spiele, die mit der Karte super laufen. Überhaupt tut man sich schwer, wenn man schon einige PhysX Titel hat, die man immer mal wieder gerne spielt, jetzt eine Radeon zu kaufen um dann in einer "toten" Welt rumzurennen.

        @topic:
        Die Karte ist ein Witz, wie die gesamte aktuelle Generation. Viel zuwenig Leistung für den Preis. 1,5 Jahre nach der 560Ti kommt eine Karte, die 25% schneller ist, für den selben Einstandspreis auf den Markt. Wen soll das hinter dem Ofen hervorlocken?
      • Von Gamiac Software-Overclocker(in)
        AW: Geforce GTX 660 im Test: Nvidias Kepler für die Masse

        Nice nice aber die 7870 ist für mich immer noch das beste was man sich als gamer in den rechner stecken kann .
      • Von Chimera Volt-Modder(in)
        AW: Geforce GTX 660 im Test: Nvidias Kepler für die Masse

        @PCGH_Raff: Was ist eigentlich an den Gerüchten dran, dass NV den Chip der GTX 660 um einige Shader, nen Cluster und 16 TMUs beschnitten haben soll? Denn ursprünglich ging man bei der GTX 660 ja mal von 1152 Shader, 6 Cluster und 96 TMUs aus, wobei dies ja auch nur Vermutungen waren. Aber damit wäre die Karte wohl viel eher auf nem guten Niveau mit der HD7870 gewesen und weniger wie jetzt zwischen den beiden HD7800. Wobei man sagen muss, dass die Vermutungen mit 1152/6/96 ja auch nur auf Hochrechnungen basierten (im 3Dcenter Forum z.B.: 3DCenter Forum - Diskussion zu: nVidias GK106-Chip kommt mit ~240mm² Chip-Fläche und möglicherweise... ), die anhand der Chipfläche erstellt wurden.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk