AMD gegen Nvidia: CUDA spielt für Unternehmen angeblich kaum noch eine Rolle
AMD-Manager Andrew Dieckman sagt, mit Kunden rede er kaum noch über Nvidias CUDA - der oft beschworene Software-Vorsprung sei für viele kaum noch relevant.
Nvidia beherrscht den Markt für KI-Hardware, und ein wichtiger Grund dafür heißt CUDA. Ausgerechnet Konkurrent AMD erklärt nun, dieser Vorsprung zähle für viele Kunden kaum noch etwas. Auf einem Pre-Briefing zur Hausmesse "Advancing AI" ordnete Andrew Dieckman, AMDs Corporate Vice President und General Manager der Data-Center-GPU-Sparte, die Lage ein.
Das Thema CUDA komme in Kundengesprächen praktisch nicht mehr vor, so der Manager. Nahezu alle würden inzwischen auf höheren Abstraktionsebenen programmieren - also mit mehr Distanz zur eigentlichen Hardware - und auf andere Serving-Frameworks setzen, die KI-Modelle für den Betrieb bereitstellen.
Nvidias Wettbewerbsvorteil wackelt - sagt AMD
Diese Verschiebung führe dazu, dass der Ruf von CUDA als Wettbewerbsvorteil (frei nach dem Begriff "economic moat") laut Dieckman allmählich schwindet.
- CUDA organisiert den Zugriff auf die Rechenwerke der GPUs für KI-typische Berechnungen. Über die Jahre ist drumherum ein dichtes Ökosystem aus Bibliotheken, Frameworks und Entwickler-Know-how gewachsen.
- Dieses Geflecht ist auf Nvidia-Hardware zugeschnitten - wer darauf einmal gesetzt hat, scheut den Aufwand eines Plattformwechsels und bleibt.
Genau diese Bindungswirkung ist der Wettbewerbsvorteil, den Dieckman meint - und den er nun bröckeln sieht:
"Was zusätzlich dazu beigetragen hat, dass CUDA nicht mehr der 'Moat' ist, für den es manche noch halten, ist die Leistungsfähigkeit der KI-Agenten und der Modelle selbst, die unseren Kunden helfen, für die AMD-Plattform zu optimieren. Das ist ein Phänomen des Jahres 2026."
Auch gilt: AMD-Aussagen sind in diesem Kontext nicht ohne Eigeninteresse. Das Unternehmen verdient (potenziell) an jedem Kunden, der sich von Nvidia löst - und die eigenen Margen im KI-Geschäft liegen bislang klar unter denen des Marktführers. Die Aussage, CUDA sei kaum noch ein Faktor, ist damit auch ein Verkaufsargument in eigener Sache.
Womit man die zahlende Kundschaft zu sich locken will, zeigte AMD auf der jüngst erfolgten "Advancing AI 2026". Dort stellte das Unternehmen unter anderem die Plattform ROCm.ai vor, die Coding-Agenten wie Claude oder Codex die hauseigene Software nativ verstehen lassen soll. ROCm - AMDs offener Gegenentwurf zu CUDA - soll dadurch leichter zugänglich werden.
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Quelle: via PCGamer


Die Frage ist, wenn's mit KI so einfach ist warum macht AMD dann schon lange selbst nicht etwas um ihr rocm mehr durchzudrücken
Heute schreiben wir das Jahr 2026. Nach 20 Jahren ist auch diese Technik nicht mehr relevant...😉
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Das ganze war vor dem einstieg von AMD ein freies projekt, während dessen und nun auch danach noch.
Marketing-Gewäsch. Wie immer halt.
Fakt ist, sowohl nVidia als auch AMD verkaufen im Moment mehr Beschleuniger an KI Rechenzentren als an alle anderen Abnehmer zusammen. Ob AMD nun Karten verkauft weil nVidia nicht liefern kann ist irrelevant, dann nur das Ergebnis zählt, und das ist eine Menge Umsatz und Marktgewinn für AMD.
Ja, ich wünsche mir auch, dass die CUDA Dominanz in der Wissenschaft zukünftig durch ein alternatives AMD (oder besser offenes) Softwarepaket gebrochen wird. Aber realistisch ist das ein relativ kleiner Markt, in den es sehr schwer ist reinzukommen.
Von daher finde ich den Ansatz ein Tool zu entwickeln, welches die Portierung weitgehend automatisiert, eigentlich ziemlich clever. Und wenn die Großkunden mit unendlich tiefen Taschen zufrieden sind, wer weiß, vielleicht kommt der Ottonormalsysadmin ja auch mal dran...
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funzt sogar mit älterer Hardware ohne MatrixCores