Auras Fridge
Mit dem Auras Fridge und dem Coolink GFXChilla buhlen zwei neue Grafikkarten-Kühler um die Gunst der Käufer - wir testen, welcher es wert ist, gekauft zu werden.
Auras Fridge JES-988: Lieferumfang
Auras Fridge: Zubehör
Der Karton des "Gefrierschranks" versprüht einen Hauch von Thermalright - deren Kühler kommen in einer ähnlichen Verpackung. Nach dem Öffnen und Beiseitelegen der Anleitung strahlt uns der säuberlich auf Schaumstoff gelagerte Fridge gerade zu an. Mit in der Schachtel liegt umfangreiches Zubehör: Neben gleich elf Speicherkühlern samt Klebepads, einer Spritze mit Wärmeleitpaste, einigen Schrauben und Federn sowie isolierenden Unterlegscheiben liegen noch acht schwarze Push-Pins bei. Ein Lüfter ist nicht mit im Paket - der Neuling ist zwar sowohl als passiver wie als aktiver Kühler konzipiert, der Hersteller überlässt es aber dem Kunden, welches Modell bzw. Modelle eingesetzt werden sollen.
Auras Fridge JES-988: Impressionen
Auras Fridge: Schiene für Lüfter
Das im wahrsten Sinne den Auras von anderen Kühlern abhebende Merkmal sind zwei auf den Korpus aufgesetzte, variabel montierbare Schienen. Diese dienen entweder als Halterung eines 120-Millimeter-Lüfters oder zweier 80-Millimter-Modelle. Direkt darunter ziehen sich vier vernickelte Kupfer-Heatpipes mit ungewöhnlich vielen Biegungen durch den 350 Gramm schweren Kühler, alle Enden des Quartetts sind mit einer optisch ansprechenden Rundung abgeschlossen.
Ihren Ursprung haben die Wärmerohre in einer spiegelnd glatten, ebenfalls kupfernen Bodenplatte. Leider ist diese nicht vollkommen plan, wie sich nach der Montage aufgrund der Verteilung der Wärmeleitpaste und unter Zuhilfenahme eines Haarlineals zeigte.
Auras Fridge:Perfekt spiegelnd, aber nicht plan
Die insgesamt 54 stabilen Aluminimum-Lamellen sind qualitativ aber überzeugend. Interessanterweise sind die recht breiten Kühlfinnen stufenförmig und quer angeordnet (nicht längs wie üblich), ihr Abstand zueinander ist weder sonderlich eng, noch sonderlich weit gewählt. Auch die Gesamtoberfläche ist nicht von schlechten Eltern - der Fridge könnte sich somit wie angegeben passiv wie aktiv gut schlagen. In Sachen Optik und Haptik muss sich der 223x14x34 Millimeter messende Auras nicht vor der Konkurrenz verstecken - bis auf die Bodenplatte ist eine sehr gefällige Qualitätsbeurteilung gegeben.
Auras Fridge: Vier mehrfach gebogene Lamellen
Auras Fridge JES-988: Montage
Auras Fridge: Der Abstand zwischen Heatpipes und Slotblende ist sehr gering
Etwas nervig ist das obligatorische Aufkleben der kleinen Kühlköper, denn jeder einzelne muss erst mit einem Pad versehen werden, bevor er auf das entsprechende Bauteil geklebt werden kann - fummelig und langwierig. Die restliche Montage des Fridge folgt dem mittlerweile üblichen Prinzip der 4-Punkt-Verschraubung. Statt jedoch erst vier Doppelschrauben an den Haltearmen zu befestigen und diese auf der Rückseite des Grafikarten-PCBs mit Muttern zu arretieren, verwendet Auras vier stark gefederte und sehr dünne Schrauben mit kurzem Gewinde. Daher muss während der Montage ein hoher Druck auf den Schraubenkopf ausgeübt und gleichzeitig das PCB fixiert werden, damit die Schraube überhaupt in ihre Halterung gedreht werden kann - fummelig und langwierig zum Zweiten. Auffällig ist nach der Montage der sehr geringe Abstand der Heatpipes zur I/O-Blende. Im Falle unserer Geforce 8800GTS/512 sind zwar noch ein paar Millimeter Platz - Grafikkarten, deren GPU aber noch näher an der Blende liegt, sind schlicht inkompatibel.
Auras Fridge: Push-Pins mal anders
Push-Pins - bei Erwähnung dieser kleinen Spreizstifte ziehen viele User skeptisch die Augenbrauen hoch. Bei einem ein Kilogramm schweren CPU-Kühler ist das nur verständlich, im Falle des Auras wird aber nur ein 120 Gramm leichter Lüfter damit gehalten. Schnell, sicher und stabil - so etwas sehen wir gerne. Es kommt aber noch besser, die Löcher in den Schienen verfügen über die optimalen Abmessungen, um den jeweiligen Lüfter mit den beliebten "Rubber Bolts" entkoppelt zu montieren.
