Geforce GTX 650 Ti im Test: Die beste Grafikkarte bis 150 Euro?
Nvidias Geforce GTX 650 Ti stellt sich vor: Nachdem die Kalifornier vor drei Wochen die Geforce GTX 660 und GTX 650 auf den Markt brachten, offenbarte sich eine große Preis- und Leistungslücke zwischen den Neulingen. Nun schickt Nvidia mit der Geforce GTX 650 Ti das fehlende Puzzle-Teil ins Rennen. Ob sich die GTX 650 Ti für Spieler lohnt, klärt unser Test.
Nvidias Kepler-Lineup ist vollständig - diesmal wirklich. Mit der Geforce GTX 650 Ti stopft die kalifornische GPU-Schmiede eine Lücke in seiner ansonsten gut verteilten 28-Nanometer-Aufstellung. Die GTX 650 Ti nimmt den Platz zwischen der GTX 650 (ohne Ti) und der GTX 660 ein und startet mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 140 Euro. Hier trifft sie nicht nur auf hochgezüchtete Versionen der Radeon HD 7770, sondern auch auf die 1-GiByte-Ausgabe der HD 7850 sowie Vorgänger aus eigenem Hause. Für Spieler interessant: Lohnt es sich, von einer Geforce GTX 460 oder Radeon HD 6850 aufzurüsten? Das und mehr klären wir im Folgenden.
Geforce GTX 650 Ti im Test: Überblick
Die Geforce GTX 650 Ti setzt auf das Innenleben der GTX 660, muss jedoch auf einige Recheneinheiten und Datenbahnen verzichten. So kommt ein teildeaktivierter GK106 zum Einsatz: Anstelle aller fünf SMX-Blöcke mit jeweils 192 Shader-Einheiten sind auf der GTX 650 Ti nur noch vier aktiv, sodass die ALU-Menge von 960 auf 768 schrumpft (-20 Prozent). Nvidia gibt an, dass die GTX 650 Ti entweder mit zwei oder drei aktiven Graphics Processing Clusters (GPC) antritt, wobei niemals alle darin enthaltenen SMX aktiv sind.
Wissenswert: Die wichtigsten Tests zur aktuellen Grafikkartengeneration von Nvidia und AMD
- RX 480 Test: Preisbrecher mit 14-nm-Technik
- RX 470 Test: Nur wenig langsamer als ihre große Schwester
- RX 460 Test: Überzeugt der 124 mm² kleine Polaris 11?
- GTX 1080 Test: High-End von Nvidia
- GTX 1070 Test: Gehobene Mittelklasse von Nvidia
- GTX 1060 Test: Konkurrenz für die RX 480
- Titan X Test: Brachiale Exklusivität
- Beachten Sie auch unsere Grafikkartentests in der Übersicht.
Da es sich bei der GTX 650 Ti um Resteverwertung angeschlagener GK106-Chips handelt, entscheidet der Standort des Defekts, welcher SMX in welchem GPC deaktiviert wird. Hinzu kommen ein auf 928 MHz reduzierter Chiptakt und der Verzicht auf die "GPU Boost" genannte, automatische Übertaktungsfunktion. Damit wächst die Anzahl der vom Boost befreiten Kepler-Grafikkarten auf drei Modelle an: GTX 650 Ti, GTX 650, GT 640.
Quelle: Nvidia
GK106: Herz der GTX 660 und GTX 650 Ti. Auf der GTX 650 Ti wird ein SMX deaktiviert - in welchem GPC das geschieht, entscheidet die Lage des Defekts.
Die Anbindung des Grafikspeichers wird auf der GTX 650 Ti ebenfalls gestutzt, die Schnittstelle ist nur noch 128 Bits breit und der Grafikspeicher taktet mit 2.700 MHz (GTX 650: 2.500 MHz). Der GDDR5-RAM fasst im Referenzdesign 1.024 MiByte, allerdings sind bereits zum Start der GTX 650 Ti Versionen mit 2.048 MiByte erhältlich. Die Geforce GTX 650 Ti verfügt demnach über eine Rechenleistung nahe der GTX 660 mit einer Speichertransferrate in Nachbarschaft zur GTX 650. Ob diese Paarung genügt, um die Konkurrenz aus dem Hause AMD abzuhängen, klären wir im Test.
In diesem Artikel
- Seite 1 Geforce GTX 650 Ti im Test: Einleitung, Spezifikation
- Seite 2 Geforce GTX 650 Ti im Test: Leistungsaufnahme, Lautheit, Overclocking
- Seite 3 Geforce GTX 650 Ti im Test: Testsystem
- Seite 4 Geforce GTX 650 Ti im Test: Anno 2070, Battlefield 3, Crysis 2
- Seite 5 Geforce GTX 650 Ti im Test: Starcraft 2, Skyrim, Max Payne 3 und Metro 2033
- Seite 6 Geforce GTX 650 Ti im Test: Fazit
- Seite 7 Bildergalerie
Bildergalerie
- Seite 1 Geforce GTX 650 Ti im Test: Einleitung, Spezifikation
- Seite 2 Geforce GTX 650 Ti im Test: Leistungsaufnahme, Lautheit, Overclocking
- Seite 3 Geforce GTX 650 Ti im Test: Testsystem
- Seite 4 Geforce GTX 650 Ti im Test: Anno 2070, Battlefield 3, Crysis 2
- Seite 5 Geforce GTX 650 Ti im Test: Starcraft 2, Skyrim, Max Payne 3 und Metro 2033
- Seite 6 Geforce GTX 650 Ti im Test: Fazit

Zumal nicht jeder Computeruser gleich ein Nerd ist. Und für ganz normale Leute, die mal ne Runde daddeln wollen, ist die Karte doch wunderbar.
Komischerweise gehen viele User immer davon aus, dass die anderen auch so "behämmert" sind, wie sie selbst. Stimmt aber nicht immer.
Trotzdem bleibt ein nerdiger Geschmack zurück, wenn man hier so manche Posts liest: Clischee: Grafikkarte muss groß sein!!! Klar, weil die meisten Schlaumeier ja auch mehrere Hundert Euro dafür ausgeben. Da muss schon was groß sein (zum groß werden
Für mich sind Leute, die ne GTX 65o TI oder ähnlich kaufen eher annehmbar als Kunden der 500 Euroklasse.
@Gustlegga
Dein Bild ist immer wieder geil! Ein Traum!
Wegen des Einsatzes von verschiedenen CAD-Programmen ist mir eben CUDA wichtig. Solange AMD da nix anbietet kann die Karte ein noch so gutes P/L Verhältnis haben, im mein System kommt die nicht.
So das wollt ich nur mal angemerkt haben.
P.S.: Zum Thema "putzige Karte" noch soviel. Wollt ihr allen ernstes nur weils besser aussieht ne GraKa in Full-size Maßen?
P.P.S.: Hat hier irgendwer den Durchblick wie das mit den "defekten" Teilen der Karte ist? Werden die wie bei AMD per laser getrennt oder nur deaktiviert? Und wenn die nur die deaktiviert werden, wie bekomm ich die wieder aktiviert?
Man muss schon realistische Preisvorstellungen von seinem Produkt haben, sonst wird das nichts....
Vor allem sollte man sich eben nicht soooo abartig lange Zeit lassen, bis man denn endlich mal in die Pushen kommt...