Geforce GTX 650 Ti im Test: Starcraft 2, Skyrim, Max Payne 3 und Metro 2033
Nvidias Geforce GTX 650 Ti stellt sich vor: Nachdem die Kalifornier vor drei Wochen die Geforce GTX 660 und GTX 650 auf den Markt brachten, offenbarte sich eine große Preis- und Leistungslücke zwischen den Neulingen. Nun schickt Nvidia mit der Geforce GTX 650 Ti das fehlende Puzzle-Teil ins Rennen. Ob sich die GTX 650 Ti für Spieler lohnt, klärt unser Test.
In diesem Artikel
- Seite 1 Geforce GTX 650 Ti im Test: Einleitung, Spezifikation
- Seite 2 Geforce GTX 650 Ti im Test: Leistungsaufnahme, Lautheit, Overclocking
- Seite 3 Geforce GTX 650 Ti im Test: Testsystem
- Seite 4 Geforce GTX 650 Ti im Test: Anno 2070, Battlefield 3, Crysis 2
- Seite 5 Geforce GTX 650 Ti im Test: Starcraft 2, Skyrim, Max Payne 3 und Metro 2033
- Seite 6 Geforce GTX 650 Ti im Test: Fazit
- Seite 7 Bildergalerie
Geforce GTX 650 Ti im Test: Starcraft 2 (DX9)
Starcraft 2 zählt neben World of Warcraft zu Blizzards Aushängeschildern und ist einer meistverkauften Titel des Jahres 2010 - Teil 2 "Heart of the Swarm" wird für 2012/3 erwartet. Technisch bietet Starcraft 2 einen Deferred-Renderer samt HDR-Pipeline und Ambient Occlusion; AMD und Nvidia bieten AA-Support per Treiber-Hack. Nach wie vor nutzen wir unsere Benchmark-Sequenz aus dem Endgame einer intensiven 2-on-2-Multiplayer-Partie. Hierbei treffen in einer Massenschlacht etliche Einheiten der Terraner, Protoss und Zerg aufeinander. Daher erreichen wir auch in niedriger Auflösung trotz flinker CPU und aktuellem Patch 1.51 samt seiner Grafikoptimierungen durchschnittlich kaum mehr als 55 Fps. Da Blizzard bis heute keine Option für Kantenglättung liefert, muss dieses wichtige Extra wie auch der anisotrope Filter im Treiber aktiviert werden. Direct X 9 und ein Deferred Renderer erlauben das normalerweise nicht, sodass AMD und Nvidia auf Hacks zurückgreifen, um dies zu ermöglichen. Ähnliches geschieht auch in UE3-Titeln, die wie Mass Effect 2 DX9 nutzen.
Aufgrund der Besonderheiten der Engine sind transparente Schatten mit Kantenglättung in Starcraft 2 besonders schwierig performant zu meistern - in der ersten Hälfte unserer 60-sekündigen Benchmarksequenz erzeugt das Protoss-Mutterschiff ein Tarnfeld für ein Dutzend Protoss-Träger, die genau diese transparenten Schatten werfen.
Geforce GTX 650 Ti im Test: The Elder Scrolls 5 Skyrim (DX9)
Was tut man, wenn ein Spiel "überflüssig" läuft? Man aktiviert die bestmögliche Bildqualität - wir testen Skyrim mit Supersample-AA. Skyrim ist grafisch zwar hübsch, hardwareseitig wohl auch aufgrund der Konsolenherkunft jedoch nicht besonders anspruchsvoll. Wir nutzen das, um in dem Direct-X-9-Titel Supersample-Kantenglättung über den Catalyst-Treiber bzw. den Nvidia Inspector zu aktivieren - bei Letzterem, sprich Geforce-Karten, passen wir dabei das Textur-LOD auf -1.0 an, um eine der Radeon vergleichbare Bildqualität zu erzielen.
Unser Benchmark findet im Außenbereich bei Secunda's Kiss (auf Deutsch: Secundas Sockel) statt und lässt unseren Spielcharakter 30 Sekunden vom Gebirge in Richtung Westlicher Wachturm mitten durch ein dicht bewachsenes Fichtendickicht laufen. Das Supersample-Antialiasing kostet hier zwar viel Leistung, beruhigt aber auch das Bild enorm, ohne die Unschärfe des ebenfalls gebotenenen, von uns aber ungenutzten FXAA zu erzeugen. Ansonsten sind im Grafikmenü die Voreinstellungen "sehr hoch" aktiv, den Antialiasing-Grad senken wir jedoch auf 4 Samples, da ansonsten auch High-End-Karten in der höchsten Auflösung nur mehr unspielbare Fps-Raten unterhalb von 20 Bildern pro Sekunde erzeugen.
Geforce GTX 650 Ti im Test: Max Payne 3 (DX11)
Max Payne 3 bietet mehrere Renderpfade von DX9 bis DX11. Wir testen das Spiel mit maximierten Grafikdetails. Pain to the Max! Das Spiel kommt nicht nur bezüglich der Story, sondern auch technisch runderneuert aus der Versenkung. Rockstar hat der RAG-Engine einige neue Features spendiert. So darf diese nun in vielen Skript- und weniger vielen Spielsequenzen die hübschen Texturen und die tessellierte Geometrie ausgewählter Spielfiguren mit (sehr kostspieligem) Multisample- und Post-Processing-Antialiasing kombinieren. Das nutzen wir in unserem Benchmark auch aus und wählen neben maximalen Direct-X-11-Details und HDAO auch die beiden Kantenglättungsvarianten in Kombination.
Quelle: PC Games Hardware
PCGH-Benchmark Max Payne 3 (Disco)
Der Benchmark findet zu Beginn des Spiels im Abschnitt "Irgendwas ist da faul" statt. Den Blick fest über Max' Schulter gerichtet, stürzen wir samt Bösewicht durch eine Scheibe und fallen in Bullet-Time vom VIP-Podest zu Boden - dabei erledigen wir fünf der sechs Bösewichte und erdulden die Gegenwehr des verbliebenen Schurken mithilfe einiger Painkiller. Da die Fps-Werte in der geskripteten Anfangssequenz deutlich niedriger als im spielbaren Teil sind, beginnt der 30-sekündige Benchmark erst, nachdem der Zielpunkt im Bild erscheint.
Geforce GTX 650 Ti im Test: Metro 2033 (DX11)
Metro 2033 ist selbst zwei Jahre nach seinem Erscheinen eines der fortschrittlichsten Spiele auf dem Markt - und ein Dauergast bei den PCGH-Benchmarks: Testeten wir ursprünglich mit DX10, stellten wir Mitte 2011 auf DX11 um, nutzten aber nur den spieleigenen Postfilter "Analytical AA". Nun steigern wir die Grafiklast aufs Maximum und lassen die Grafikkarten 4x MSAA berechnen.
Quelle: PC Games Hardware
PCGH-Benchmark Metro 2033 (Verfluchte Station)
Neben der Tessellation aller Charaktere und diverser Objekte müssen sich die GPUs außerdem mit "erweiterter Tiefenschärfe" herumschlagen, einem Effekt, der via Compute Shader berechnet wird. Damit die CPU auch etwas zu tun hat, muss sie die Physik schultern - GPU-PhysX bleibt aus.
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Zumal nicht jeder Computeruser gleich ein Nerd ist. Und für ganz normale Leute, die mal ne Runde daddeln wollen, ist die Karte doch wunderbar.
Komischerweise gehen viele User immer davon aus, dass die anderen auch so "behämmert" sind, wie sie selbst. Stimmt aber nicht immer.
Trotzdem bleibt ein nerdiger Geschmack zurück, wenn man hier so manche Posts liest: Clischee: Grafikkarte muss groß sein!!! Klar, weil die meisten Schlaumeier ja auch mehrere Hundert Euro dafür ausgeben. Da muss schon was groß sein (zum groß werden
Für mich sind Leute, die ne GTX 65o TI oder ähnlich kaufen eher annehmbar als Kunden der 500 Euroklasse.
@Gustlegga
Dein Bild ist immer wieder geil! Ein Traum!
Wegen des Einsatzes von verschiedenen CAD-Programmen ist mir eben CUDA wichtig. Solange AMD da nix anbietet kann die Karte ein noch so gutes P/L Verhältnis haben, im mein System kommt die nicht.
So das wollt ich nur mal angemerkt haben.
P.S.: Zum Thema "putzige Karte" noch soviel. Wollt ihr allen ernstes nur weils besser aussieht ne GraKa in Full-size Maßen?
P.P.S.: Hat hier irgendwer den Durchblick wie das mit den "defekten" Teilen der Karte ist? Werden die wie bei AMD per laser getrennt oder nur deaktiviert? Und wenn die nur die deaktiviert werden, wie bekomm ich die wieder aktiviert?
Man muss schon realistische Preisvorstellungen von seinem Produkt haben, sonst wird das nichts....
Vor allem sollte man sich eben nicht soooo abartig lange Zeit lassen, bis man denn endlich mal in die Pushen kommt...