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  • Radeon RX 470 im Test: Nur wenig langsamer als ihre große Schwester [Update mit Sapphire RX 470 Nitro+ 8GB]
    Quelle: PC Games Hardware

    Radeon RX 470 im Test: Nur wenig langsamer als ihre große Schwester [Update mit Sapphire RX 470 Nitro+ 8GB]

    AMD bringt die Radeon RX 470 in den Handel. Zum Einsatz kommt eine Polaris-10-Pro-GPU mit 2.048 Shader-Einheiten, 4,9 TFLOPS Rechenleistung und 4 GiByte GDDR5-Speicher. Referenzmodelle wird AMD nicht in den Retail-Handel schicken, stattdessen verlässt man sich auf die Boardpartner. PC Games Hardware hat eine Asus Radeon RX 470 Strix OC zur Verfügung gestellt bekommen und macht den ersten RX-470-Test.

    Update vom 5. August: Wir haben die Benchmarks um die Leistungswerte der Sapphire Radeon RX 470 Nitro+ 8GB ergänzt. Diese Grafikkarte erreichte uns erst gestern und somit zu spät für den Launch-Test. Es handelt sich um eine der schnellsten RX-470-Grafikkarten: Sapphire gibt der GPU mit aktivem Boost-BIOS bis zu 1.260 MHz Kerntakt sowie 8 GiByte Speicher mit 4.000 MHz auf den Weg. Letzteres ist hauptverantwortlich für die hohe Leistung, in einigen Tests kann sich die Karte mit der RX-480/8G-Referenzkarte messen. Messungen der Leistungsaufnahme und Lautheit liefern wir nach; Bilder der Karte finden Sie nun am Anfang der Galerie.



    Auf die Ende Juni veröffentlichte Radeon RX 480 folgt nun die abgespeckte Variante in Form der RX 470, welche AMD bereits vor einigen Tagen ausführlich vorgestellt hat. Die Spezifikationen sind folglich längst kein Geheimnis mehr: Die eingesetzte Polaris-10-GPU liegt in der Pro-Ausführung vor, bei der 32 (von im Vollausbau inzwischen bestätigten 36) Compute Units à 64 Shader, insgesamt also 2.048 Einheiten, arbeiten. Mit der Beschneidung einhergehend sind noch 128 Textureinheiten vorhanden. Der Rest des Grafikchips bleibt unangetastet: Das Back-End hat nach wie vor 32 Raster-Endstufen, die Speicherschnittstelle ist wie bei der RX 480 256 Bit breit, überträgt aber durch den nur noch mit 6,6 GT/s angesteuerten GDDR5-RAM nur noch 211 GByte an Daten pro Sekunde - die RX 480/4G kann auf 7 GT/s und die RX 480/8G auf 8 GT/s zurückgreifen.

    Logischerweise erbt die Radeon RX 470 die Multimedia-Funktionalität der RX 480. H.264 und HEVC/H.265 werden in Hardware beschleunigt, wobei der Fokus klar auf HEVC liegt: 1080p240, 1440p120 opder 4K60 bietet Polaris beim Enkodieren, bei H.264 nur jeweils die halbe Bildrate. Beim Dekodieren beherrscht die GPU HEVC mit 4K60 im Main-10-Profil, was 10 Bit Farbtiefe pro Kanal beinhaltet, VP9 wird bis zur 4K-Auflösung entschlüsselt, MJPEG bis 4K30, H.264 bis 4K120 MP4-P2 sowie VC1 bis 1080p60. Ein 2-pass Encoder, der für H.264 sowie HEVC angeboten wird, soll besonders für schnelle Szenenwechsel Vorteile von bis zu 1 dB Y-PSNR (Signal-Rauschverhaltnis) bringen. Das ist besonders interessant etwa für Streamer, die schnelle PC-Spielen auf Twitch oder Youtube bringen. Bereits im Dezember vergangenen Jahres haben wir ausführlich über das Thema Display-Engine bei AMD Polaris berichtet.

    ModellRadeon RX 480Radeon RX 470Asus RX 470 ROG StrixRadeon RX 460Radeon R9 380XRadeon R7 370
    CodenamePolaris P10 XTPolaris P10 ProPolaris P10 ProPolaris P11 ProTonga XTPitcairn Pro
    Fertigung14 nm14 nm14 nm14 nm28 nm28 nm
    Shader-/SIMD-/Textureinheiten2.304/36/1442.048/32/1282.048/32/128896/14/562.048/32/1281.024/16/64
    Raster-Endstufen (ROPs)323232163232
    GPU-Basistakt (Megahertz)1.120926k.A.1.090--
    GPU-Boost-Takt (Megahertz)1.2661.2061.2701.200970975
    Rechenleistung SP/DP (Mrd./s)5.834/3654.940/3095.202/3252.150/vmtl. 1343.973/2481.943/121
    Speicheranbindung (Bit)256256256128256256
    Geschw. Grafikspeicher (GT/s)86,66,675,75,6
    Speicherübertragung (GB/s)256211211112256179,2
    Übliche Speichermenge (MiB)8.1924.096/8.1924.0962.048/4.0964.0962.048/4.096
    PCI-Express-Stromanschlüsse1 × 6-polig1 × 6-polig1 × 6-polig-2 × 6-polig1 × 6-polig
    Typische Leistungsaufnahme (Watt)150120k.A. (Messung: <150)75190110


    Radeon RX 470: Spezifikationen und AMDs ReferenzvorgabenRadeon RX 470: Spezifikationen und AMDs ReferenzvorgabenQuelle: AMD

    Radeon RX 470: Marktposition

          

    AMD versteht die Radeon RX 470 als reine 1080p-Grafikkarte, die mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis im 200-Euro-Bereich überzeugen soll. Mussten der RX 480 noch die Sporen gegeben werden, um das Leistungsziel "R9 290/GTX 970-Performance" zu erreichen, darf die RX 470 konservativer mit den Taktraten umgehen. Bei den Referenzvorgaben sieht AMD mit 1.200 MHz zwar einen kaum geringeren Boost vor, gesteht sich aber ein, dass der reale Takt mit 926 MHz deutlich niedriger ausfallen kann. Hinzu kommt ein deutlich reduzierter Speichertakt, der sich auf 3.300 statt 4.000 MHz beläuft. Bei vollem GPU-Boost steht der RX 470 damit eine etwas geringere Speicherbandbreite in Relation zur Leistung zur Verfügung. Kleine Randnotiz: Ende Mai sprach AMD auf dem Polaris-Techday noch von 7-Gbps-Speicher für die RX 470. Die typische Leistungsaufnahme sieht man derweil bei 120 Watt.

    Wissenswert: Die wichtigsten Tests zur aktuellen Grafikkartengeneration von Nvidia und AMD

    AMD wird den Retail-Markt nicht mit einem Referenzdesign der Radeon RX 470 versorgen. Für OEM-Anbieter wird man jenes der RX 480 auflegen, wohingegen es für Endkunden eine Auswahl an Custom-Designs der Boardpartner gibt.

    Rechtzeitig für einen Test eingetroffen ist die Asus Strix Radeon RX 470 O4G - ein übertaktetes Modell mit 4 Gigabyte (wie die meisten RX 470er) samt voluminösem Direct-CU-2-Kühler. Mehr Details - siehe unten. Sapphire beispielsweise baut das Referenzdesign bei seiner Silver-Edition in abgespeckter Form nach für all jene, die eine DHE-Lösung suchen. Statt sechs VRM-Phasen stehen der GPU da noch völlig ausreichende vier zur Verfügung, beim Kühlkörper wird auf den Kupferkern verzichtet.

    Radeon RX 470: Das Testmuster - Lautheit, Stromverbrauch und Overclocking

          

    Asus Radeon RX 470 Strix OC: Übertaktete RX 470 mit 4 GiByte Speicher und 6-Pol-Strombuchse (5)Asus Radeon RX 470 Strix OC: Übertaktete RX 470 mit 4 GiByte Speicher und 6-Pol-Strombuchse (5)Quelle: PC Games HardwareDa AMD kein Referenzdesign der Radeon RX 470 zur Verfügung stellt, kann ein solches auch nicht getestet werden. Stattdessen haben wir als Sample eine Radeon RX 470 ROG Strix aus dem Hause Asus erhalten. Mit den 30-cm-Boliden der großen Schwester hat die RX 470 ROG Strix trotz gleicher Namensgebung aber nicht mehr viel gemeinsam. Der Kühlkörper etwa fällt deutlich kompakter aus. Er verfügt über zwei 95-mm-Axiallüfter, die wie üblich ohne Last stillstehen. Die Wärmeabfuhr von der Polaris-GPU übernehmen zwei 8-Millimeter-Heatpipes (Direct-GPU-Touch), die einen feingerippten Aluminiumblock versorgen. Die Platine als längstes Bauteil ist rund 24 Zentimeter lang und ragt inklusive des Kühlers 12 Zentimeter über den PCI-E-Slot nach oben hinaus - 1,5 Zentimeter mehr als das Referenzdesign. Nach oben hinaus führt auch der einzelne sechspolige PCI-E-Anschluss, der die Karte mit Strom versorgt. Da der Kühler die Platine aber sowieso überragt, führt der Stromanschluss nicht zu einer weiteren Steigerung der Kartenhöhe.

    07:57
    Radeon RX 470 in Aktion: Asus RX 470 Strix OC Unboxing und Ersteindruck

    Die Lüfterlautheit liegt auf mäßigem Niveau, ließe sich aber noch verbessern. Denn unter Last versucht Asus' Strix-Konstruktion mit aller Macht 60° C GPU-Temperatur zu halten. Das äußert sich in einer Umdrehungszahl von rund 1.640-1.680 U/Min in Spielen, im Stresstest steigt die Rotationsgeschwindigkeit auf bis zu 1.750 U/Min. Im schallarmen Raum (Grundpegel 16,9 db (A)/0,1 Sone) aus 50 Zentimetern senkrecht zu den Lüfternaben gemessen ergibt sich im Spielebetrieb eine Lautheit von 3,2 Sone, die unter Volllast auf bis zu 3,6 Sone ansteigt. Im Leerlauf sind es die erwarteten 0,0 Sone. Störende Zirp- oder Fiepgeräusche sind uns im Test nicht untergekommen.

    Warum Asus das Temperatur-Ziel 60 °C ausgerufen hat, ist unverständlich. Im Test fixierten wir die Lüfterdrehzahl auf den niedrigsten, per Wattman einstellbaren Wert von 1.056 U/Min, was in einer ausgelesen Drehzahl von 1.170 rpm resultierte. Die Temperaturen stiegen im Stresstest auf gut 70 °C, aber die Lautheit blieb bei sehr guten 1,0 Sone. Weniger risikofreudige Anwender können natürlich Zwischenstufen nutzen, wie etwa 1.200 eingestellte U/Min (ausgelesen: 1.325), die nur 1,6 Sone laut sind.

    Die RX 470 O4G Strix taktet im Boost mit bis zu 1.270 MHz (OC Mode, Gamin-Mode 1.250 MHz), hält diesen unter Spielelast jedoch nicht konstant durch. Die Ausnahme ist Wolfenstein The Old Blood, ein Spiel, in dem Karte aufgrund eines bekannten, aber nicht behobenen Treiberbugs nicht voll ausgefahren wird. Ansonsten läuft das Testmuster unseren Stichproben zufolge mit durchschnittlich etwa 1.150 MHz in der 1080p-Auflösung. Höhere Auflösungen bedeuten mehr Last und daher sinkt auch der Takt entsprechend. In WQHD sind es noch circa 1.100 MHz, in Ultra HD noch einmal 20 MHz weniger - speziell für letzere Auflösung ist die RX 470 jedoch in Spielen nicht gedacht. Bitte beachten Sie: Aufgrund technischer Limitierungen können wir im Benchmark-Diagramm weiter unten nur einen (gemittelten) Takt pro Spiel angeben, tendeziell gilt das Gesagte: Bei niedrigerer Auflösung sprich Last ist der Takt etwas höher, bei höherer eher niedriger.

    SK-Hynix liefert den 7-Gbps-Speicher für die Asus RX 470 Strix OC; Betriebsspannung laut Hersteller: 1,5 VoltSK-Hynix liefert den 7-Gbps-Speicher für die Asus RX 470 Strix OC; Betriebsspannung laut Hersteller: 1,5 VoltQuelle: PC Games HardwareDer Grafikspeicher arbeitet mit den von AMD vorgesehenen 6,6 Giga-Transfers pro Sekunde (GT/s) und überträgt folglich 17,5 Prozent weniger Daten als der einer RX 480 mit 8,0 GT/s. Unverständlich: Während letztere im nun Wattman getauften OC-Tab des Radeon-Treibers 250 MHz (+12,5%) mehr Speichertakt gestattet, sind es bei der RX 470 nur magere 50 MHz (+3%) extra, die sich einstellen lassen. Dabei handelt es sich um einen bei AMD bekannten, nichtsdestotrotz für diesen Launch ärgerlichen Bug. Man arbeite derzeit an einer Behebung, so AMD.

    In Sachen Leistungsaufnahme messen wir die Asus RX 470 Strix OC wie immer isoliert vom restlichen System via PCI-Express-Extender und Amperezangen-Abgriff. Im Gegensatz zur Referenz-480 ist hier kein Kompatibilitätsmodus im Treiber nötig, um die Belastung des PCI-E-Slots zu senken und wird folgerichtig auch nicht angeboten. Unser Testmuster schluckt im Maximalfall 60 Watt über den PCI-Express-Slot und bleibt somit stets innerhalb der Spezifikation. In Spielen läuft die Karte ins per BIOS festgelegte Power-Limit von rund 150 Watt, sodass sich unter Crysis 3 in Full-HD nahezu derselbe Verbrauch einstellt wie in unseren normalerweise deutlich stromfressenderen Ultra-HD-Testspielen Anno 2070 (144W) und Risen 3 (146W). Dafür arbeitet die Asus Radeon RX 470 O4G Strix in Crysis 3 auch mit 1.060-1.070 MHz, während sie sich speziell in Anno 2070 am Ende der Messung nur noch zwischen 1.025 und 1.060 MHz einpendelt. Risen 3 Enhanced Edition bewältigt sie dagegen in UHD noch mit 1.120 bis 1.160 MHz.

    Radeon RX 470: Praxisnahe Benchmarks aus aktuellen Spielen

          

    Wir haben für die RX 470 den brandneuen, von AMD zum Test zur Verfügung gestellten Radeon-Treiber 16.8.1 Beta genutzt, welcher bereits die Verbesserungen u. a. für Rise of the Tomb Raider enthält. Wie immer schalten wir VSync ab, hohe Texturfilterqualität an und deaktivieren die Surface-Format-Optimizations (die laut AMD sowieso nur in ausgewählten, aber alten Spielen zum Einsatz kommen). Den Power-Efficiency-Modus lassen wir ebenfalls deaktiviert, da wir die Leistungsfähigkeit der Karte nicht schmälern wollen.

    Neben den Benchmarks unseres Standard-Test-Parcours, welchen wir gerade überarbeiten, bieten wir mit den Bonus-Benchmarks die meisten der derzeitigen Beitrittskandidaten für den kommenden Parcours. Echte, fordernde In-Game-Szenen wie in unseren Benchmarks genutzt, zeigen das realistischere Bild im Vergleich zu den vielfach verwendeten integrierten Benchmarks.

    Radeon RX 470: Standard-Benchmarks

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    • Assassin's Creed Unity
    • CoD Advanced Warfare
    • Crysis 3
    • Dragon Age Inquisition
    • Far Cry 4
    • GTA 5
    • Metro Last Light Redux
    • Vanishing of Ethan Carter Redux
    • The Witcher 3
    • Wolfenstein: The Old Blood
    Info Icon
    Game/Version Assassin's Creed Unity (Uplay), PCGH-Benchmark 'Ferronnerie'
    Details Max. detail except Gameworks
    Software/Drivers Windows 10 x64, Geforce 368.xx, Radeon Software 16.7.2/16.8.1 Beta; (HQ-AF)
    • Benchmarks (1 von 3)

    • Produkte ein-/ausblenden

    ~1.709 MHz, 8 GT/s
    43.4
    39
    ~1.010 MHz, 6 GT/s
    39.2
    36
    ~1.150 MHz, 8 GT/s
    37.9
    35
    ~1.178 MHz, 7 GT/s
    35.1
    32
    ~1.000 MHz, 5 GT/s
    34.2
    31
    ~1.240 MHz, 8 GT/s
    34.0
    32
    947 MHz, 5 GT/s
    33.0
    31
    ~1.180 MHz, 6,6 GT/s
    29.9
    27
    970 MHz, 5,7 GT/s
    25.0
    23
    1.084 MHz, 7 GT/s
    23.1
    21
    0
    10
    20
    30
    40
    50
    60
    Name
    1.920 × 1.080, 4× MSAA/16:1 HQ-AF (Average Fps)
    Minimum Fps

    System

    Core i7-6700K @ 4,5 GHz, 2 × 8 GiB DDR4-2800 (1T), Asus Maximus VIII Hero (Z170)

    Resultate nicht unbedingt vergleichbar mit früheren Reviews/Results not necessarily comparable with earlier reviews

    Radeon RX 470: Bonusbenchmarks

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    • Doom (Vulkan)
    • Rise of the Tomb Raider DX12
    • Fallout 4
    • The Division
    • Hitman DX12
    Info Icon
    Game/Version Doom (Steam; Vulkan), PCGH-Benchmark 'Devil's Dance'
    Details Max. details except shadows and virtual pages (Ultra instead of Nightmare)
    Software/Drivers Windows 10 x64, Geforce 368.81 WHQL, Radeon Software 16.8. 1 Beta; (HQ-AF)
    • Benchmarks (1 von 2)

    • Produkte ein-/ausblenden

    ~1.150 MHz, 8 GT/s
    129.3
    96
    ~1.200 MHz, 8 GT/s
    120.6
    88
    ~1.125 MHz, 6,6 GT/s
    108.8
    72
    ~1.709 MHz, 8 GT/s*
    104.3
    75
    0
    10
    20
    30
    40
    50
    60
    70
    80
    90
    100
    110
    120
    130
    Name
    1.920 × 1.080, TSSAA 8TX/16:1 HQ-AF (Average Fps)
    Minimum Fps

    System

    Core i7-6700K @ 4,5 GHz, 2 × 8 GiB DDR4-3000 (1T), Asus Maximus VIII Hero (Z170)

    Resultate nicht unbedingt vergleichbar mit früheren Reviews/Results not necessarily comparable with earlier reviews


    Wichtig: AMD gibt einen Boost-Takt von 1.206 MHz an und in den PCGH-Benchmarks laufen die Karten deutlich langsamer. Die Ursache: Wie immer heizen wir die Karten ausreichend vor und zudem gibt die Last der einzelnen Spiele vor, wie hoch die Karten takten können - speziell diejenigen mit einem knapp bemessenen Power-Limit.

    Zum Vergleich haben wir unser Testexemplar mit erhöhtem Power-Target von +50%, dem Maximum in Wattman, und untertaktet auf 1.206 MHz betrieben. Das Resultat sind teils deutlich höhere Fps als im powerlimitierten OC-Modus, eine Art Ideal-Modus also. Hier einige Beispielwerte:

     Asus RX 470 Strix O4G @default Asus RX 470 Strix O4G @+50% PT, 1.205 MHz 
    AC: UnityMin-FpsAvg.-FpsMin-FpsAvg.-Fps
    1080p2729,93133,3
    1440p1820,01920,6
    2160p89,489,7
    CoD: Adv. Warfare    
    1080p6073,16175,7
    1440p4047,74048,6
    2160p2024,02124,9
    Far Cry 4    
    1080p5766,26068,7
    1440p4046,14349,4
    2160p2124,62427,0
    Wolfenstein ToB    
    1080p1819,41819,4
    1440p1516,81516,8
    2160p1112,21112,2
    05:45
    Dynamische Benchmarks auf PCGH.de erklärt

    Radeon RX 470: Fazit

          

    Für Spieler mit Full-HD-Display bietet die RX 470 ein gelungenes Leistungspaket zum fairen, wenn auch nicht sensationell günstigen Preis. Die Partnerkarten der RX 470 kosten mit knapp unter 220 Euro zum Launch in etwa soviel wie die 4-GiByte-Modelle der Referenz-RX-480 - wer auf eine 199-Euro-Karte gehofft hatte, wird auf die ersten Preissenkungen hoffen müssen.

    Die gute Nachricht folgt sogleich: Nicht nur beim Preis, auch bei der Leistung liegt die RX 470 sehr dicht an der RX 480/4G. Im vorläufigen PCGH-Index sind nur rund 9 Prozent oder 4,2 Indexpunkte Rückstand zu vermelden. Auch in Sachen Feature-Set bietet AMD mit der Polaris-Architektur nicht nur bei der 3D-Unterstützung mit DX12 FL12_0, Vulkan- und Mantle-Support, sondern auch im Display- und Video-Bereich eigentlich alles, was das Herz begehrt.

    Kleinere Wermutstropfen sind der wie erwähnt vergleichsweise hohe Preis der Partnerkarten - hier fehlt das günstige Referenzmodell dann eben doch - sowie die mit 4 Gigabyte nicht mehr optimale Speicherausstattung. Allerdings dürfte die Zielgruppe der RX 470 auch nicht ausschließlich Max-Settings-Junkies umfassen, und durch Absenken von Textur- (ROTTR) oder Schattenauflösung (Doom) kommen auch 4-GiByte-Karten noch gut zurecht, sodass wir angesichts des Preisbereiches hier nicht überkritisch sein wollen. Auch in Sachen Leistungsaufnahme erwies sich unser Testmuster, bei dem es sich jedoch um ein OC-Modell handelt, nicht als absoluter Musterschüler und schluckte in etwa soviel Strom, wie man es im Vorfeld eigentlich von der RX 480 erwartet hatte. Das und der Betrieb im Leerlauf, Dual-Monitoring sowie bei der Video-Wiedergabe, gehen besser.

    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    AMD Radeon Catalyst Treiber Download: Crimson 16.11.5 Hotfix
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1203600
AMD Polaris
Radeon RX 470 im Test: Nur wenig langsamer als ihre große Schwester [Update mit Sapphire RX 470 Nitro+ 8GB]
AMD bringt die Radeon RX 470 in den Handel. Zum Einsatz kommt eine Polaris-10-Pro-GPU mit 2.048 Shader-Einheiten, 4,9 TFLOPS Rechenleistung und 4 GiByte GDDR5-Speicher. Referenzmodelle wird AMD nicht in den Retail-Handel schicken, stattdessen verlässt man sich auf die Boardpartner. PC Games Hardware hat eine Asus Radeon RX 470 Strix OC zur Verfügung gestellt bekommen und macht den ersten RX-470-Test.
http://www.pcgameshardware.de/AMD-Polaris-Hardware-261587/Tests/Radeon-RX-470-Test-Review-1203600/
05.08.2016
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2016/08/Asus-Radeon-RX-470-Strix-OC-9-pcgh_b2teaser_169.jpg
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