Nvidia RTX Super mit drei Device-IDs pro GPU, geflashte Karten im Handel?
Von der RTX 2060 Super und der RTX 2070 Super existieren einem Bericht zufolge mehr Varianten, als es eigentlich geben sollte. Für jede der GPUs gibt es drei statt einer Device-ID. Womöglich flasht Nvidia ältere Turing-Grafikkarten um, um den Bedarf an Super-Grafikkarten zu decken oder Lagerbestände zu leeren. Ob ein zurückflashen möglich ist, ist leider noch nicht bekannt.
Den Kollegen von Techpowerup ist aufgefallen, dass zwei der drei neuen Super-Grafikkarten von Nvidia nicht wie üblich mit einer Device-ID pro Produkt ausgeliefert werden, sondern es pro Super-Modell je drei unterschiedliche Device-IDs gibt. Das betrifft die RTX 2060 Super und die RTX 2070 Super. Die RTX 2080 Super hat hingegen nur eine Device-ID, wie es eigentlich zu erwarten wäre.
Aus RTX 2080 wird RTX 2070 Super?
Mit Turing versuchte Nvidia, pro GPU immer zwei unterschiedliche Versionen anzubieten. Ein Non-A-Chip für den Massenmarkt und eine A-Variante, die ab Werk übertaktet sein durfte. Bei den neuen Super-Grafikkarten ist diese Trennung eigentlich aufgehoben, es sollte daher nur noch eine einzige Device-ID pro Modell geben.
Auf Nachfrage von Techpowerup wollte Nvidia die Lage nicht erklären, somit bleiben nur Spekulationen über die Ursache der Dreiteilung möglich. Ein plausibler Grund wäre, dass Nvidia ältere Turing-Grafikkarten in Super-Modelle umwandelt. In diesem Fall gäbe es eine Device-ID für eine originale Super-Grafikkarte sowie je eine für umgewandelte Grafikkarten auf Basis der A- und der Non-A-Chips.
Es wäre möglich, aber reine Spekulation, dass Nvidia durch die Umwandlung bestehender Lagerbestände versucht, diese loszuwerden oder eine hohe Nachfrage an Super-Grafikkarten zu decken. Aus wirtschaftlichen Gründen ergibt das indes nur wenig Sinn: Man kann die GPUs nur abwärts zu Super-GPUs flashen, das heißt aus einer RTX 2080 wird z.B. eine RTX 2070 Super, die im Handel aber weniger kostet. Sollte Nvidia auch bereits ausgelieferte Grafikkarten nachträglich umwandeln, so müsste man das den Händlern wohl mit einer Kompensationszahlung schmackhaft machen.
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Sollten die drei Device-IDs tatsächlich hier ihren Ursprung haben, so entsteht natürlich eine altbekannte Hoffnung: Kann ich eine Super-Grafikkarte kaufen und mir daraus eine stärkere Grafikkarte flashen? Leider ist nicht klar, wie Nvidia eine solche Umwandlung genau vollzieht.
Womöglich wird die Device-ID über Widerstände auf dem PCB realisiert, die beim Booten überprüft werden. Dafür spricht auch, dass sich die Super-Grafikkarten von den entsprechend schnelleren Turing-Modellen nur um die Zahl 128 oder 64 unterscheiden, was einem einzelnen Bit und somit nur einem Widerstand entspricht. In diesem Fall müssten die Nutzer nachträglich zum Lötkolben greifen und somit das Risiko eingehen, die Karte zu beschädigen. Zudem würde für eine Umwandlung auch ein BIOS-Update notwendig werden.

6800GT und die Ultra waren fast identisch zueinander, nur die Ultra hat höhere Taktraten.
Aber ja, bei Radeon konnte man sowas öfter machen bei diversen Chips.
Nur ein Beispiel
6800GT und die Ultra waren fast identisch zueinander, nur die Ultra hat höhere Taktraten.
Bei nvidia kann man zb. aus einer 670 keine 680 machen, man kann zwar das 680 BIOS auf einer 670 flashen und sie wird dann auch als 680 erkannt, trotzdem werden nur die Taktraten, Fans und das Power Target usw. übernommen ( also in etwa alles drumherum ), da wie gesagt das BIOS von nvidia nicht mehr enthält.
Bei AMD hat das BIOS vollständigen zugriff auf die GPU und man konnte mehrere Generationen lang die Grafikkarten auf ein höheres Modell flashen.
Vor allem bei denn ersten revision, die späteren hatten oft ein Lock drin.
Natürlich hat das auch nicht immer geklappt, weil die deaktivierten Shaders bei einigen Grafikkarten tatsächlich Defekt waren.
Nur ein Beispiel
Bei AMD fallen mir aber gleich mehrere ein