Grafikkarten: Sorgen Treiber-Updates für eine schlechtere Performance bei älteren Grafikkarten?
Sorgen AMD und Nvidia bewusst für eine schlechtere Performance bei älteren Grafikkarten, sobald neue Produkte den Handel erreichen? Die Webseite pcgamer.com will im Falle von AMD vor kurzem dafür Beweise gefunden haben. Ein neuerlicher Test von extremetech.com zeigt jedoch, dass an derartigen Theorien wenig dran ist.
Der Vorwurf, dass AMD und Nvidia die Obsoleszenz der eigenen GPUs künstlich durch Performance-Kappung mittels Treiber-Updates beschleunigen, geistert gerne immer wieder durch das Internet. Insbesondere dann, wenn neue Grafikkarten auf den Markt kommen, denn die wollen ja schließlich verkauft werden.
Performance-Vergleich mit neuen und alten Treibern
Erst jüngst will pcgamer.com belegt haben, dass der AMD Radeon Software Adrenalin 2019 Edition-Treiber in Version 19.7.1, der zum Launch der neuen Navi-Grafikkarten veröffentlicht wurde, für Performance-Einbußen bei älteren AMD-Grafikkarten sorge. Dafür verglich man die Performance der Radeon RX 590 unter den Versionen 19.7.1 und 19.5.2. Unterm Strich betrage das Minus zwischen 3,5 und 8 Prozent bei den durchschnittlichen Framerates. Derartige Ergebnisse konnten wir auf unseren Testsystemen nicht reproduzieren.
Wie 3dcenter.org nun berichtet, hat sich extremetech.com dem Mysterium um die angeblichen Performance-Einbußen bei älteren Grafikkarten via Treiber-Update im Angesicht des kürzlich erfolgten Navi- und Turing-Refresh-Launch nun angenommen. Mehrere ältere AMD- und Nvidia-Grafikkarten wurden durch einen Benchmark-Parcours getrieben. Dabei nahm man die Performance mit unterschiedlichen Treiber-Versionen unter die Lupe.
Zum GPU-Line-Up der Testdurchläufe zählen auf Seiten Nvidias eine Geforce RTX 2080, GTX 1080 Ti und GTX 1080. AMD wird von der Radeon VII sowie Radeon RX Vega 64 vertreten. Als älterer Nvidia Treiber wird der Turing-Launch-Treiber in Version 411.63 genutzt. Die neuere Version ist vom Juni 2019 und trägt Versionsnummer 430.86. Bei AMD verglich extremetech.com den Adrenalin-Treiber 19.5.2 mit einer Treiber-Version aus dem Juni dieses Jahres. Allerdings fehlt hier die Versionsnummer.
Als Randnotiz: Für das restliche Testsystem griff extremetech.com zu einem Asus Prime Z370-A, 32 GiByte DDR4-3200-RAM sowie einem Intel Core i7-8086K. Für Daten stand eine 1 TByte Samsung 970 Evo-SSD zur Verfügung. Als Betriebssystem für die älteren Treiber diente Windows 10 1803. Die neueren Versionen wurden unter Windows 10 Build 1903 getestet.
Neuere Treiber bieten gleiche oder bessere Performance - mit seltenen Ausnahmen
Die Liste an getesteten Spielen war umfangreich und lässt sich dem Original-Artikel entnehmen. Negativ fielen einzig Ashes oft he Singularity: Escalation und Warhammer 2 auf. Unabhängig der genutzten API wurden Performance-Einbußen verzeichnet. Als Ursache vermutet extremetech.com die Schutzmaßnahmen gegen Spectre und Co. Ein Vergleichstest fehlt allerdings. Ansonsten ist das Ergebnis laut Artikel jedoch eindeutig: Absichtliche Performance-Verschlechterungen durch Treiber-Updates gehören in das Reich der Mythen und Märchen.
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Durch die Bank herrscht in sämtlichen Gegenüberstellungen des geometrischen Mittels entweder Parität oder eine leichte Verbesserung. Die Auflösung spielt dabei keine Rolle. Betrachtet man zudem das geometrische Mittel der minimal erzielten Framerate in Full-HD-Auflösung, zeigen sich teils deutlichere Verbesserungen bei den Nvidia-Grafikkarten sowie auch bei der Radeon RX Vega 64. Allenfalls sind die Resultate zur Geforce RTX 2080 zu beäugen. Für die alte Treiber-Version erfolgte der Griff zu einem Referenzmodell, während der aktuellere Treiber mit einer Gigabyte Aorus RTX 2080 Xtreme erfolgte, die ab Werk mit leicht erhöhten Taktraten arbeitet. Laut extremetech.com bewege sich der daraus resultierende Performance-Zugewinn jedoch im Bereich von 1 bis 2 Prozent.
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Selbst wenn neue Treiber die Performance älterer GPUs verschlechtern, gibt es immer noch die Möglichkeit einen älteren Treiber wieder zu installieren.
Wer weiß, wie ein Treiber funktioniert, der weiß auch, dass Performanceverschlechterungen fast unmöglich sind. Die Treiber enthalten Profile mit Anpassungen für einzelne Spiele und die werden bei Treiberupdates überhaupt nicht angetastet. Das ist ein modularer Aufbau.
Es muss schon ein gravierender Bug im Treiber enthalten sein, damit es zu Verschlechterungen einzelner GPUs kommt. Zu nennen wäre da die 8800 GTS 320, die mal unter einem Speichermanagement Bug des Nvidia Treibers zu leiden hatte. Das war dann aber ein globaler Fehler und nicht ein Fehler in einzelnen/älteren Spielen.
Ich hab in 20 Jahren (und ebensovielen Grafikkarten von AMD und Nvidia) nicht einen einzigen Fall gehabt, in dem ich wegen eines Spiels einen alten Treiber benutzen musste. Maximal gab es mit einem neuen Treiber einen globalen Fehler, der dann aber im nächsten Treiber gefixt wurde.
In die gleiche Kerbe schlagen Berichte der Kategorie "mit Treiber XY von 2016 kann ich meine GPU am besten übertakten". Da kann man mit dem Kopf gegen die Wand schlagen. Neue Treiber lasten ggf. die GPU besser aus, deshalb zeigen sie auch eine bessere Performance und deshalb kommen Instabilitäten wegen zu hartem OC eher zum Vorschein.
Es ist komplett sinnlos einen uralten Treiber zu nutzen, mit dem man um 3% besser übertakten kann, weil die GPU nicht optimal ausgelastet wird, weil die Spielanpassungen fehlen und man dadurch noch viel mehr als 3% Performance durch eben jene fehlende Anpassungen verliert und auch noch nicht gefixte Bugs in Kauf nimmt.
Nur Mal so....
Wie viel Grafiklast ein Spiel verbraucht liegt nicht nur am Treiberhersteller sondern auch am Spiel selbst. Bei der Patchqualität von Battlefield würde ich vorläufig jegliche Performanceeinbußen Dice zu schreiben.
Vor allem da sie ja wirklich versuchen die Performance dort zu bessern....
Beweisen kann ich das nicht aber auf alle Fälle ist der Alte nicht langsamer.
Man kann sich viel einbilden....
Zudem ganz ehrlich wenn genau dein Spiel auf nem alten Treiber besser läuft (was durchaus möglich ist) dann kann ich das zumindest absolut nachvollziehen mit neueren Treibern umher zu ziehen....
Ich persönlich hab bisher mit neueren Treibern stetig entweder Verbesserungen oder gar keine Veränderungen bemerkt. Würde eine Vega 64 aber auch noch zum jungen Eisen zählen....