Corsair Frame 4000D im Test: Modularität mit Potenzial im Fokus - ein echter Alleskönner?
Corsair verpasst der beliebten 4000D-Serie mit dem 2025er-Frame-4000D ein Update. Das neue Midi-Gehäuse für den Schreibtisch präsentiert sich diesmal viel modularer. Zeit für einen PCGH-Check!
In diesem Artikel
Corsairs ältere Serie, das 4000D ohne den neuen Frame-Zusatz, ist eine durchaus beliebte Gehäusewahl in der Einsteiger- bis vor allem Mittelklasse mit dem Preisbereich von ca. 85 bis 140 respektive 165 Euro (je nach Variante und Ausstattung). Der praktisch gleichnamige Nachfolger, das Frame 4000D, setzt ab 2025 auf ein deutlich offeneres und modulares Konzept und kombiniert Elemente wie die verstärkten Perforationen und Optionen der Schwesterserien 3500X sowie 6500X samt Stärken und Schwächen. Das Frame 4000D ist als Midi-Tower mit einem Gesamtvolumen von rund 57 Litern für den Einsatz auf dem Schreibtisch konzipiert. Die Frontanschlüsse befinden sich an der Unterseite. Zwar lässt sich das Panel abmontieren und auch laut Hersteller später gegen andere separat erhältliche Paneloptionen mit anderer Bestückung tauschen, jedoch ist keine andere Position, wie als Gegenentwurf der Oberklasse beim Lian Li Lancool III vorgemacht, konzipiert.
Wichtige Eckdaten und Infos zum Frame 4000D
Das Corsair Frame 4000D beginnt preislich in der von uns getesteten Fanless-Variante ab ca. 100 Euro. In den Alternativversionen wie dem Frame 4000D RS ARGB sind drei 120-mm-Lüfter für rund 120 Euro vormontiert. Es steht jeweils eine weiße sowie schwarze Optik zur Auswahl. Mit den Maßen von 48,6 (Höhe) × 23,9 (Breite) × 49,0 (Tiefe) cm (Gesamtvolumen ca. 57 Liter) und dem Gewicht von ca. 10,4 kg ähnelt der Midi-Tower dem Corsair 3500X (mit verglaster Seite und Front). Als maximale Grafikkartenlänge werden 37,0 cm unterstützt, bei CPU-Luftkühlern sind es Höhen von bis zu 17,0 cm. Zum Vergleich: Obwohl 45-Liter-Cases wie das NZXT H5 Flow RGB (2024) kleiner ausfallen, können diese ähnliche bis gar größere Kern-Hardware fassen. Der Vorteil des umfänglicheren Aufbaus lässt sich bei den möglichen Lüfter- und Radiatorplätzen aufzeigen. Mit dem Frame 4000D stehen theoretisch drei 360-mm-Plätze für Radiatoren zur Verfügung (Front, Seite, Decke). Dabei können bis zu zwei 360er-Kühler für einen Custom-Wasserkreislauf gleichzeitig verbaut werden. Grundlegend sind beinahe alle Teilkomponenten abmontierbar, inklusive Mainboard-Tray, Netzteilkammer oder den dynamisch anpassbaren Lüfterhalterungen, dem von Corsair benannten Infinirail-System.
Bei den vom Hersteller Infinirail getauften Lüfterhalterungen handelt es sich um einzelne Metallstreben, die in der Position durch das Lösen einzelner Schrauben sowohl an der Ober- als auch Vorderseite variabel sind. Mit beigelegten Klammern können so an der Front entweder 3× 120-mm- oder 2× 200/140-mm-Lüfter verbaut werden. Durch das freie Verschieben der Stangen und den Extraklammern aus Kunststoff könnten auch exotischere Propeller mit Maßen von 160 mm bis zu 2× an der Oberseite im Frame 4000D angebracht werden. Wer statt der seitlichen Innenwand mit der nur in der Höhe einstellbaren GPU-Stangen-Halterung weitere Lüfter an der Seite anbringen möchte, kann mit dem alternativen (üblichen) Lüfterrahmen dort entweder 2× 140 mm oder 3× 120 mm präsentieren.
Details im Blick: Front und Zubehör
Die unterhalb konzipierten Frontanschlüsse sind abgesehen von der Position üblicher Standard mit 1× USB 3.2 Gen 1 (Typ-A, 5 GBit/s), 1× USB 3.2 Gen 2 (Typ-C, 10 GBit/s) und einer Audio-Klinke (für Headset oder Y-Splitter). Als Zubehör liegen alle notwendigen Schrauben sowie kleinere Zusätze wie der seitliche Lüfterrahmen oder eine alternative GPU-Stütze für kürzere Grafikkarten bei. Eine physische Anleitung fehlt. Stattdessen ist als QR-Code auf der Originalverpackung eine Weiterleitung zur Online-Version auf Englisch abgedruckt. Dort leider fehlende Informationen werden vom Hersteller über separate Blogs vorgestellt. Ideal ist diese aufgeteilte Lösung nicht, Käufer müssen sich teils durch die Herstellerseite wühlen.
Unterhalb des Glasseitenteils ist ein weiteres abnehmbares, schmales Seitenteil mit Perforationen angebracht. Im ausgelieferten Zustand sind diese Luftdurchlässe mit einer dünnen transluzenten Kunststoffabdeckung (lichtdurchlässig, milchig "transparent") verschlossen. Die Abdeckung kann entweder gegen eine beiliegende schwarze getauscht oder gänzlich weggelassen werden, beispielsweise für den Fall, dass zwei 120-mm-Propeller an der Netzteilkammer die Grafikkarte unterstützen sollen.
Variabler Aufbau beim Corsair Frame 4000D
Laufwerksplätze und Slotblenden
Für 2,5-Zoll-SATA-SSDs oder 3,5-Zoll-HDD-Festplatten gibt es zwei herauslösbare Schienen. Einmal am Mainboard-Tray hinter dem Prozessor sowie einmal an der Unterseite des Gehäuses. Pro Schiene können jeweils entweder eine 3,5-Zoll-Festplatte oder zwei 2,5-Zoll-SSDs angebracht werden (ergo insgesamt 4× 2,5 Zoll oder 2× 3,5 Zoll). Eine nennenswerte Entkopplung für mechanische Bauteile wie Festplatten ist nicht fokussiert angedacht, starke Vibrationen können gerade bei der verschachtelten, verschraubten Bauweise für hörbare Nebengeräusche sorgen. Für Peripherie-Controller des Herstellers sind an den Platten zudem weitere Montagepunkte angebracht (iCUE Link). Ein Riser-Kabel oder ein ARGB-/PWM-Lüfter-Controller gibt es beim Frame 4000D nicht, diese müssten bei Bedarf nachgerüstet werden. Für den vertikalen Grafikkartenaufbau (mit dann drei Slotblenden) kann die gesamte PCI-E-Slot-Blende schnell und unkompliziert um 90 Grad gedreht werden. Auf der nächsten Seite gehen wir das Konzept des Corsair Frame 4000D sowie weitere wichtige Punkte wie den PC-Zusammenbau, die Verarbeitung und Staubfilter näher durch.

Das TJ11 wird auch immer enger und ich hätte gedacht es jetzt wegen der neuen Generation an Karten ausmustern zu müssen. Allerdings sind die Platinen der neuen RTX 5000er ja echt klein und da ich eh immer auf Wasser gehe, scheint das Gehäuse noch einen Frühling mehr zu erleben.
Im Wohnzimmer hab ich hingegen ständig umgebaut. Vom azza Pyramid aufs Cube. Vom Cube aufs Opus. Vom Opus aufs Pyramid L und vermutlich im Laufe des Jahres kommt das Cooler Master NCORE 100 MAX Bronze. Das steht aber noch nicht fest. Das sehe ich wie Deko und kaufe ich nach Optik.
Die PCs meiner Mädels wechseln auch mit jeder Generation das Gehäuse. Einfach weil sich ihr Geschmack ändert und ich gern bastel.
Aber gerade bei Einsteigern oder komplettem Systemwechsel muss dann doch oft ein Gehäuse her. Steht nur oftmals nicht so prominent im Fokus wie die GPU oder CPU. Wir versuchen, das Thema Hardware-Domizil so gut und sinnvoll es eben geht abzudecken. Gerade bei Leserfavoriten (Anfragen, Beliebtheit in der Community) oder mal anderen Features wie hier beim Corsair Frame 4000D die Teilefreiheit.