Corsair Frame 4000D im Test: Verarbeitung und Zusammenbau
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Haptik und Materialqualität
Die Verarbeitung und Haptik der Materialien bewegen sich auf einem guten bis sehr guten Niveau und sind der Preisklasse entsprechend. Schnittkanten fallen bis auf wenige Stellen am Heck ebenfalls gut bis sehr gut und nicht scharf aus. Ähnlich wie bei den Schwestergehäusen des Herstellers (Corsair 3500X respektive 6500X) sorgt das Design mit umfänglicherem Perforationsmuster für punktuelle Schwachpunkte - ein Abstützen, Heben oder sonstige Überbeanspruchung sollten Sie möglichst vermeiden, ansonsten droht ein unschönes Verbiegen. Beim Aufbau gilt es, auf die Materialstärke zu achten. Zwar verlockt beispielsweise die Lüfterhalterungsstange an der Oberseite mit gelöstem Deckel dazu, das System auf diese Weise kurz anzuheben und zu drehen, angedacht und ratsam ist das jedoch explizit nicht.
Metall, Kunststoff und Glas: Corsair Frame 4000D
Durch die modulare und teils dynamische Bauweise sind einige Verbindungen vergleichsweise delikat. Die sehr offen gehaltene Front (mit 3D-Y-Muster, eingeklippt) fällt dagegen äußerst stabil und dick aus. Beim abnehmbaren Deckel mit Gummischlaufe am Heck gilt es dagegen aufzupassen. Eher schwere Objekte wie Mischpulte oder dekorative Pflanzenvasen könnten mittig platziert den Deckel über Zeit verformen. Für den üblichen Gebrauch und Aufbau sind diese Punkte üblicherweise zu vernachlässigen.
Staubfilter
Der Luftzugang an der Front sowie bei entsprechender Nutzung auch die rechte Seite sind mit einem feinen, hochwertigen Staubfilternetz versehen. An der Unterseite wird das Netzteil mit einem kleinen Schiebefilter vor potenziellem Schmutz geschützt. Das kleinere, perforierte Seitenteil (links, auf Höhe des Netzteils) ist mit Kunststoff abgedeckt. Ohne gäbe es wie beim Deckel an der Oberseite ansonsten keinen Staubfilter.
Zusammenbau
Der Einbau des Systems verläuft größtenteils unkompliziert. Die Seitenteile des Gehäuses sind am Heck verschraubt und zusätzlich eingeklippt, während sie in Richtung zur Front durch Einlassungen leicht angewinkelt eingehakt werden. Die Art und Mischung der Seitenteilfixierung kann anfangs etwas ungewohnt wirken, einmal verstanden sind jedoch keine nennenswerten Probleme zu erwarten. Für die Montage der Lüfter wird das dynamisch anpassbare Schienensystem wichtig.
Die Metallstreben müssen bei Anpassung für andere Lüftermaße jeweils an beiden Enden gelöst werden (je eine Schraube) und am Ende auch wieder kerzengerade festgemacht werden, damit die Schrauben mit den Schienenaussparungen überlappen. Strichindikatoren zeigen dabei auf, welche Maße vorgesehen sind. Dieses "Infinirail"-System umfasst Kunststoffklammern, die an der Front in verschiedenen Positionen angebracht werden können, was eben den besagten Einsatz von bis zu zwei 200-mm-Lüftern oder alternativ 120-mm-Lüftern ermöglicht. Die Netzteilkammer sowie das Mainboard-Tray sind abnehmbar, wobei dies für den Zusammenbau nicht zwingend erforderlich ist. Sofern keine seitlichen Lüfter installiert werden, sorgt eine GPU-Stabs-Halterung für zusätzliche Stabilität der Grafikkarte. Die kleinere Seitenwand im Innern (mit der GPU-Halterung) kann auch für mehr Platz etwas weiter zur Front hin montiert werden. Für kürzere GPUs ist eine Zusatzschiene beigelegt. Das Corsair Frame 4000D ist kompatibel mit "kabellosen" Mainboards, bei denen die Anschlüsse auf der Rückseite angebracht sind, wie beispielsweise Asus BTF, MSI Project Zero oder Gigabyte Stealth. Das Kabelmanagement fällt vorbildlich aus. Auch am Heck können USB-Geräte und Co. mit Schleifen sauber und gebündelt außen geführt werden.
Das Konzept im Check
Zusammengebaut macht das Corsair Frame 4000D einen soliden, hübschen Eindruck. Über minimal unterschiedlich ausfallende Spaltmaße lässt sich bei der Preisklasse und Bauweise mit verschiedenen abnehmbaren Bestandteilen leicht hinwegsehen. Das Infinirail-Lüftermontage-System ist eine interessante Lösung, um verschiedene Lüfterformfaktoren ohne zusätzliche oder gar Luft blockierende Rahmen zu ermöglichen. Die Handhabe mit den Klammern kann zwar anfangs etwas fummelig wirken, ist im Endeffekt jedoch kein Problem. Einmal eingeklippt halten die Klammern zumindest in unseren Tests zuverlässig. Einzelne Lüfter können prinzipiell unkompliziert hoch-/heruntergeschoben werden, da die Klammern nicht herkömmlich an den Schienen fixiert sind
Optik und Design (ohne ARGB) beim Corsair Frame 4000D
Obwohl das Corsair Frame 4000D mit einem Gesamtvolumen von 56,9 Litern ein eher voluminöser Midi-Tower ist, ist als Aufstellort die Schreibtischplatte angedacht. Zwar könnte das Gehäuse auch unterhalb des Tisches hingestellt werden, die Front-IO-Anschlüsse sind dann jedoch im Alltag schwerer zu erreichen. Das Einschalten mit dem Fuß mag noch denkbar sein, doch spätestens bei USB-Geräten und einem Headset würde diese Position zum Problem werden (versehentliches Auftreten auf die Geräte, Kabelführung usw.). Der Vorteil der Modularität ist das Potenzial. Corsair wird auf Nachfrage von PCGH verschiedene Extras wie andere Frontpanels, Abdeckungen oder Halterungen anbieten. Angedacht sind etwa Holzpaneele, andere Lüfterhalterungen, Displays und einige Spielereien mehr. Für ein Gehäuse um die Mittelklasse herum ist diese Auswahl und das Potenzial (auch für eigene 3D-Druck-Projekte) durchaus ein starker, lobenswerter Pluspunkt. Die meisten Nutzer würden jedoch voraussichtlich beim Werkszustand bleiben. Im Falle des Frame 4000D gibt es da auch nichts gegen einzuwenden. Auf der nächsten Seite blicken wir auf den Leistungsteil, ziehen ein Fazit und listen alle wichtigen Auszüge aus unserer Testtabelle.

Das TJ11 wird auch immer enger und ich hätte gedacht es jetzt wegen der neuen Generation an Karten ausmustern zu müssen. Allerdings sind die Platinen der neuen RTX 5000er ja echt klein und da ich eh immer auf Wasser gehe, scheint das Gehäuse noch einen Frühling mehr zu erleben.
Im Wohnzimmer hab ich hingegen ständig umgebaut. Vom azza Pyramid aufs Cube. Vom Cube aufs Opus. Vom Opus aufs Pyramid L und vermutlich im Laufe des Jahres kommt das Cooler Master NCORE 100 MAX Bronze. Das steht aber noch nicht fest. Das sehe ich wie Deko und kaufe ich nach Optik.
Die PCs meiner Mädels wechseln auch mit jeder Generation das Gehäuse. Einfach weil sich ihr Geschmack ändert und ich gern bastel.
Aber gerade bei Einsteigern oder komplettem Systemwechsel muss dann doch oft ein Gehäuse her. Steht nur oftmals nicht so prominent im Fokus wie die GPU oder CPU. Wir versuchen, das Thema Hardware-Domizil so gut und sinnvoll es eben geht abzudecken. Gerade bei Leserfavoriten (Anfragen, Beliebtheit in der Community) oder mal anderen Features wie hier beim Corsair Frame 4000D die Teilefreiheit.