ATX: Midi- und Big-Tower: Teil I
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ATX: Midi- und Big-Tower: Teil I

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Weiter geht es mit größeren Gaming-PC-Gehäusen aus der ATX-Ecke: Wir stellen im Folgenden die Gehäuse-Bestenliste für die Cases der Marke Midi- und Big-Tower vor.

Aktuelle Änderungen hervorheben

Gehäuse-Bestenliste: ATX - Midi- und Big-Tower I

In den von den Herstellern als Big-Tower, Big-Midi-Tower-Hybrid oder Midi-Tower bezeichneten Gehäusen ist nicht nur Platz für viele und teils auch übergroß dimensionierte Hardware-Komponenten. Man hat auch die Möglichkeit, die Raumwunder für eine optimale, im Idealfall auch leise Kühlung mit sehr vielen Lüftern zu bestücken. Hier kommt der erste Teil Empfehlungen aus der beliebten Gehäuseklasse:

Test: Be Quiet Dark Base 900 Pro Rev. 2

(Preis 15.08.2022: ca. 240 Euro; Note: 1,60 [altes Wertungssystem; Test auf pcgh.de]; Innenraumvolumen: 82,2 Liter)
Einen ausführlichen Test der zweiten Revision des Dark Base 900 Pro inklusive ausführlicher Testtabelle und vieler Bilder finden Sie hier (Link). Wir präsentieren hier eine verkürzte Version:

Be quiet Dark Base Pro Revision 2 (Hybrid aus Midi- und Big-Tower laut Hersteller); Note: 1,60 (neues Wertungssystem) Quelle: PC Games Hardware Be quiet Dark Base Pro Revision 2 (Hybrid aus Midi- und Big-Tower laut Hersteller); Note: 1,60 (neues Wertungssystem) Die wichtigste Neuerung beim Dark Base Pro 900 Rev. 2 ist die Netzteilabdeckung, die den Innenraum in zwei Kammern aufteilt. Im vorderen Bereich der Netzteilkammer befindet sich ein Käfig für zwei 3,5/2,5-Zoll-Laufwerke, oberhalb der Abdeckung lassen sich fünf weitere Halterungen für je eine 3,5-Zoll-HDDs oder zwei 2,5-Zoll-SSDs anbringen. Für optische Laufwerke stehen zusätzlich zwei 5,25-Zoll-Einschübe bereit. Wer den Innenraum frei von Laufwerken halten möchte, findet auf der Rückseite des Mainboard-Trays sowie unter der mittleren Plastikabdeckung der Netzteilkammer eine Montagehalterung für je eine 2,5-Zoll-HDD/SSD. Zu den Neuerungen der zweiten Revision des Dark Base Pro 900 gehören aber auch Abdeckungen für ungenutzte Laufwerkseinschübe in der Hauptkammer. Das lässt die Zwischenwand aufgeräumter erscheinen, wenn Sie den Platz an der Front für die Montage eines sehr breiten Radiators nutzen wollen. Zu den vorhandenen Lüfter-Montageplätzen (Deckel: 3× 140/4× 120 mm/1× 180 mm, Front: 3× 140 mm, Heck: 1× 140 mm, Seite: 2× 120 mm, Boden: 2× 140/120 mm) kommen noch Bohrungen zur Befestigung von zwei 120-mm-Propellern auf der Netzteilkammer (Plastikabdeckungen müssen entfernt werden).

Beim weiteren Blick in die Ausstattungsliste entdeckt man viele Features, die für die ausgezeichnete Ausstattungsnote von 1,00 verantwortlich sind. Dazu gehören eine manuell oder stufenlos per PWM-Signal regelbare Lüftersteuerung, ein Qi-Ladegerät, ein Mainboard-Tray, der ausgebaut und invertiert werden kann, eine Lufthutze für das Seitenteil, der Staubschutz an der Front (Druckmechanismus), die Dämmung für die Tür und das Seitenteil sowie zwei RGB-LED-Leisten. Letztgenannte werden mit 12 Volt betrieben und können von den bekannten Mainboard-Steuerungen angesprochen werden. Alternativ findet man am I/O-Panel, das nun mit einem USB-3.1-Anschluss (Typ C) anstelle des USB-2.0-Pendants bestückt ist, einen Knopf für die Steuerung der RGB-Lichtspender.

Da sich die neue Netzteilabdeckung mit dem Mainboard-Tray invertieren lässt und Kombi-Laufwerkshalterung nach, wie vor einzeln ein/ausgebaut werden können, bleibt die beeindruckende Flexibilität der Vorgänger auch beim Dark Base Pro 900 Rev. 2 erhalten. Der Blick in das sehr ausführliche Handbuch zeigt Möglichkeiten, die der Gehäusebauer hat, um den Tower respektive dessen Innenraum(-layout) ganz nach seinem Gusto zu gestalten. Obwohl sich das Dark Base Pro 900 Rev. 2 dank seiner zahlreichen Lüfterplätze ideal für eine Luftkühlung eignet, kommen auch WaKü-Fans hier voll auf ihren Kosten. Es stehen auch ausreichend Montagemöglichkeiten für Radiatoren bereit. Ein 2×-/3×120- oder -140-mm-Modell passt in die Front, ein 1×120-/140-mm-Wärmetauscher lässt sich im Heck anbringen und der Deckel nimmt Radiatoren mit 120/140/2 × 120/140/3 × 120/140 mm Größe auf (max. Höhe 65 mm). Dazu kommen mitgelieferte Halterungen für die Pumpe und den Ausgleichsbehälter. Da durch die Abdeckungen für die ungenützten Laufwerkseinschübe sowie die Netzteilabdeckung kaum Platz im Innenraum verloren geht, ist immer noch sehr viel Platz für den Einbau aller Komponenten vorhanden. Turmkühler dürfen im Dark Base Pro 900 Rev. 2 18,5 cm hoch und Grafikkarten 47 cm lang sein. Die zweite Revision des beliebten Be Quiet Gehäuseflaggschiffs Dark Base Pro 900 bietet sogar Montageplätze für zwei 5,25-Zoll-Laufwerke. Das ist bei neu erscheinenden Gehäusen eher selten. Quelle: Be Quiet Die zweite Revision des beliebten Be Quiet Gehäuseflaggschiffs Dark Base Pro 900 bietet sogar Montageplätze für zwei 5,25-Zoll-Laufwerke. Das ist bei neu erscheinenden Gehäusen eher selten.

Unserer Leistungsmessung (siehe: Gehäuse-Bestenliste und Kauftipps: Die renovierte Testmethoden im Detail) bestätigen, dass die einegbauten Silent Wings 3 PMW eine gut bis hervorragende Komponentenkühlung garantieren. Mit 62 Grad Celsius wird der Core i7-6700K gerade einmal 2 Grad Celsius wärmer als im offenen Aufbau. Die Grafikkarte wird mit 70 Grad Celsius auch nur 3 Grad Celsius wärmer, als wenn sie offen beispielsweise auf einem Benchtable zum Einsatz käme (67 Grad Celsius). Ihr Chiptakt liegt dabei bei sehr guten 1.848 MHz und der Lüfter dreht dabei mit 2.039 U/min. Der 82 Liter große Innenraum heizt sich nicht zu sehr auf, denn die Temperatur beträgt rund 38 Grad Celsius. Auch die Lüfterlautheit fällt erfreulich niedrig aus. Wir messen 1,0 Sone (50 cm Abstand frontal) und 0,9 Sone (schräg vorn [45-Grad-Winkel]), was sich der guten Wertungsnote von 2,06 niederschlägt.

Test: Fractal Design Define 7 PCGH-Edition

(Preis 15.08.2022: ca. 160 Euro; Note: 1,74 [altes Wertungssystem; Test in der PCGH 07/21]; Innenraumvolumen: 62,23 Liter)

Fractal Design Define 7 PCGH-Edition Quelle: PC Games Hardware Fractal Design Define 7 PCGH-Edition Mit dem schlichten und schicken Design konnte Fractals Define-Serie schon seit ihrer ersten Auflage überzeugen. Die neueste Version staubte in unserem Vergleichstest der Ausgabe 08/2020 bereits einen Top-Produkt-Award ab. Mit bis zu 14 Montagemöglichkeiten für Laufwerke, Platz für zwei 420-Milimeter-Radiatoren und Grafikkarten mit einer Länge von bis zu 490 Millimetern bietet es Platz für fast jede Hardware-Kombination. Lediglich Mainboards mit Übergröße stellen noch ein Problem dar - hierfür gibt es dann die XL-Version des Gehäuses. Die PCGH-Edition haben wir davon ausgehend noch einmal optimiert und speziell auf die Wünsche unserer Community abgestimmt. Um einen möglichst leisen Betrieb zu gewährleisten, haben wir die geschlossene Version gewählt, an der ein aufklebbares PCGH-Logo angebracht werden kann.

Die Tür an der Front öffnet beim PCGH-Modell nun nach rechts und nicht mehr nach links, was für die meisten Nutzer sinnvoll sein dürfte. Weiter geht es im Innenraum. In unserer Community wurden Rufe nach 5,25-Zoll-Laufwerken laut, weshalb wir standardmäßig einen Montageplatz für optische Laufwerke bereitstellen. Außerdem wirkt der Innenraum aufgeräumter. Die größte Veränderung ist bei den Lüftern zu finden. Hier haben wir die originalen GP-X2-Propeller, die mit 1.000 U/Min. drehen, durch Venturi-HF-Modelle ausgetauscht. Diese 140-mm-Lüfter drehen nur mit 800 U/Min. Damit sind sie leiser, haben aber ein ähnliches Durchsatzvermögen. Gleichzeitig sorgt ein gummierter Rahmen für die Entkopplung vom System.

Bereits die Standard-Version erreichte in unserem Test gute Werte. Die PCGH-Edition ist mit 1,1 Sone respektive 1,0 Sone noch einmal etwas leiser und die Kühlleistung mit 63 °C und 73 °C für CPU und GPU noch besser.

Fractal Design Define 7

(Preis 15.08.2022: ca. 170 Euro; Note: 1,82 [altes Wertungssystem; Test in der PCGH 08/2020]; Innenraumvolumen: 62,23 Liter)
Fractal Design Define 7 Quelle: PC Games Hardware Fractal Design Define 7 Die mittlerweile siebte Revision aus Fractal Designs populärer Define-Gehäusereihe sichert sich mit ihrer hervorragenden Ausstattung, guten Temperaturwerten und leisen Lüftern eine gute Wertung. Im Vergleich mit dem Fractal Design Define R6 verfügt das Define 7 über eine optisch auffälligere Modivent-Deckelkonstruktion sowie schraubenlose Seitenteile. Ansonsten übernimmt der schwedische Gehäusespezialist alle Ausstattungsmerkmale, die schon beim von uns prämierten Vorgänger für gute Wertungen gesorgt haben. Dazu gehören die beidseitig montierbare und gedämmte Tür, die Dämmmatte im hinteren Seitenteil, der Nexus-2-PWM-Lüfter-Hub, die entfernbaren 2,5-Zoll-Halterungen auf der Rückseite des Mainboard-Trays und die durch die Ausbaumöglichkeit des kompletten 3,5-/2,5-Zoll-Käfigs flexible Innenraumgestaltung.

Die Lüfterplätze (siehe Testtabelle) können auch für den Einbau einer Wasserkühlung genutzt werden. An der Front ist Platz für einen 360-/420-mm-Radiator. Ist die Halterung für die zwei 3,5/2,5-Zoll-Laufwerksplätze entfernt, lässt sich unter dem geöffneten Deckel sogar ein 420-mm-Wärmetauscher anbringen. Für die insgesamt gute Kühlleistung (CPU: 64 °C/GPU: 72 °C/Innenraum: 43 °C) sind allerdings die drei 140-mm-Lüfter (Fractal Design Dynamic X2 GP-14) verantwortlich. Letztere verrichten ihre Arbeit mit einer geringen Geräuschkulisse von 1,2/1,2 Sone. Die Möglichkeit, eine Wasserkühlung zu nutzen, besteht ebenfalls. Im Heck dagegen ist lediglich Platz für einen 140er-Radiator, allerdings sollte man hier beachten, dass eine gleichzeitige Montage an allen drei Punkten nicht möglich ist, also müssen auch hier gewisse Kompromisse eingegangen werden. Die Bestückung der Front, des Heckbereichs und ein kleinerer Radiator im Deckel wäre hier die beste Möglichkeit, um den gebotenen Platz optimal auszuschöpfen.

Test: Phanteks Eclipse P600S

(Preis 15.08.2022: ca. 160 Euro; Note: 1,82 [altes Wertungssystem; Test in der PCGH 05/2019]; Innenraumvolumen: 63,6 Liter)
Phanteks Eclipse P600S (Midi-Tower laut Hersteller); Note: 1,82 (neues Wertungssystem) Quelle: PC Games Hardware Phanteks Eclipse P600S (Midi-Tower laut Hersteller); Note: 1,82 (neues Wertungssystem) Laut Phanteks steht das "S" in Eclipse P600S für "Silent" und schon der Blick auf die Ausstattungsliste macht klar, dass Phanteks einen großen und wertigen Midi-­Tower anbietet, bei dem eine optimale Kühlung bei geringer Geräuschkulisse im Vordergrund steht. So sind die beiden Seitenteiltüren sowie der entfernbare innere Bereich der Frontabdeckung und der herausnehmbare Teil des Deckels mit Dämmmaterial bestückt. Dahinter befindet sich ein feinmaschiges Kunstfasernetz, das als zusätzliche Schallisolierung dient, wenn die Abdeckungen zur Verbesserung des Airflows entnommen werden. An der Vorderseite ist das Netz magnetisch befestigt, dahinter befindet sich ein magnetischer Staubfilter. Wie beim Fractal Design Define R6 Tempered Glass Edition oder Be quiet Dark Base 900 Pro Rev 2 kann auch der Innenraum des Eclipse P600S laufwerksfrei bleiben. Die vier mitgelieferten 3,5/2,5-Zoll-Halterungen lassen sich z. B. als zwei Stapel im vorderen Bereich der staubgeschützten Netzteilkammer unterbringen. Für SSDs oder 2,5-Zoll-HDDs stehen drei einfach abnehmbare Befestigungsmöglichkeiten auf der Rückseite des Mainboard-Trays bereit.

Das P600S, das Sie mithilfe eines optional erhältlichen Brackets mit einer weiteren Mini-ITX-Platine bestücken können, bietet auch sehr viele Montageplätze für Lüfter (siehe Testtabelle) oder Radiatoren (Front: 420/360 mm, Deckel: 360/280 mm, Heck: 140/120 mm). Zu den weiteren Extras, mit denen sich das geräumige Gehäuse (Volumen: ca. 63 Liter) die zweitbeste Wertung von 1,44 sichert, gehören die Klappe zur Abdeckung der Frontanschlüsse, die Möglichkeit, die GPU vertikal einzubauen, eine Lüftersteuerung per PWM-Hub, ein Kabelführungssystem mit Klettverschlüssen und Abdeckungen für fehlenden Laufwerkshalterungen. Das garantiert eine sehr ordentliche Verlegung aller Kabel und ausreichend Platz für lange GPUs (43,5 cm) sowie hohe Turmkühler (19,0 cm) steht auch zur Verfügung. Während die Kühlleistung des Eclipse P600S durchschnittlich gut ausfällt (CPU: 68,0 °C, GPU: 71,0 °C, Innenraum: 37,7 °C), ist die effektive Dämmung beeindruckend, denn es dringen gerade 0,9/0,9 Sone aus dem Innenraum.

Test: Cooler Master Mastercase SL600M

(Preis 15.08.2022: ca. 215 Euro (Schwarz) und ca. 250 Euro (Silber); Note 1,83 [altes Wertungssystem; Test in der PCGH 12/2018 oder auf PCGH.de ]; Innenraumvolumen: 75,4 Liter)
Einen ausführlichen Test des Cooler Master Mastercase SL600M inklusive ausführlicher Testtabelle und vieler Bilder finden Sie hier (Link). Wir präsentieren hier eine verkürzte Version:
Cooler Master Mastercase SL600M (Midi-Tower laut Hersteller); Note: 1,83 (neues Wertungssystem) Quelle: PC Games Hardware Cooler Master Mastercase SL600M (Midi-Tower laut Hersteller); Note: 1,83 (neues Wertungssystem) Von der per Näherungssensor gesteuerten, weißen Beleuchtung der USB-Ports am I/O-Panel abgesehen steht bei der nützlichen Spezialausstattung des mit seinen Alu-Elementen edel wirkenden Mastercase SL600M die alternative, für den Konvektionseffekt optimierte Innenraumgestaltung im Vordergrund. Am Boden befinden sich zwei 200-mm-Lüfter, die Frischluft in den laufwerksfreien Innenraum blasen. Damit die verbrauchte Luft nach oben entweichen kann, lässt sich der Deckel teilweise öffnen oder entfernen. Passend zum Kühldesign befindet sich die Netzteilhalterung inklusive Kammer und Montageplatz für eine der drei Universalhalterungen für Pumpe, Reservoir-Behälter oder Laufwerke hochkant im oberen Bereich der Front und wird hinter einer Blende versteckt.

Das Ausstattungs-Highlight des High-End-Gehäuses jedoch ist die um 90 Grad gedreht montierbare PCI-Slotblende, die den vertikalen Einbau von zwei bis zu 41 cm langen Grafikkarten möglich macht. Cooler Masters Konzept, die Lüfterlautheit durch nur kleine Öffnungen an der Front- und Heckpartie zu minimieren, geht ebenfalls auf. Das Ergebnis ist eine gute bis sehr gute Kühlung (CPU: 62 °C, GPU: 68 °C, Innenraum: 37 °C) mit einer geringen Lautheit von lediglich 1,1/1,1 Sone.

Test: Be Quiet Silent Base 802

(Preis 15.08.2022: ca. 175 Euro; Note: 1,84 [altes Wertungssystem, Test in der PCGH 02/2021]; Innenraumvolumen: 64,1 Liter):
Be Quiet Silent Base 802 Quelle: PC Games Hardware Be Quiet Silent Base 802 Bereits der Vorgänger konnte uns überzeugen und erreichte eine gute Wertung in unserem Test. Das 802 zielt darauf ab, dieses Ergebnis noch einmal zu verbessern. Gerade die Performance soll durch das mitgelieferte Mesh-Panel drastisch verbessert werden. Die Front wird dadurch für die zwei dahinter sitzenden 140-Millimeter-Lüftern geöffnet. Im Zusammenspiel mit dem weiteren 140-mm-Ventilator im Heck führt das zu einer guten Kühlleistung. Die weitere Ausstattung bleibt identisch zum Vorgänger. Bis zu sieben 140-mm-Lüfter und insgesamt fünf 2,5-Zoll- und zwei 3,5-Zoll-HDDs können eingebaut werden. Wer mehr Platz benötigt, kann die Anzahl der Laufwerkshalterungen zusätzlich mit bei Be Quiet erhältlichen Käfigen noch aufstocken. An der Front befinden sich zwei USB-3.0- und ein USB-3.1-Typ-C-Anschluss. Eine Lüftersteuerung mit einem Hub für bis zu sechs 3-Pin-Modelle ist ebenfalls verbaut. Durch die großzügigen Dimensionen ist ebenfalls genug Platz für die restliche Hardware. Grafikkarten mit einer Länge von bis zu 43,0 Zentimetern und Prozessorkühler mit 18,5 Zentimetern können verbaut werden. Natürlich sind GPUs auch vertikal montierbar, dafür braucht es aber ein separat erhältliches Riser-Kabel. Support für Wasserkühlung ist mit Platz für zwei 420-mm-Radiatoren ebenfalls gegeben und dank des herausziehbaren Halters wird deren Einbau vereinfacht.

Im Test erreicht unsere Hardware im Gehäuse Temperaturen von 65 °C respektive 68 °C (CPU/GPU) bei einer Lautheit von 1,3 und 1,2 Sone (vorn und seitlich). Die bessere Kühlleistung im Vergleich wird durch das offene Front-Panel mit einer höheren Lautheit erkauft. Dazu ist das Gehäuse auch etwas teurer, das liegt daran, dass beide Versionen der Front mitgeliefert werden.

Test: Corsair iCue 5000X RGB

(Preis 15.08.2022: ca. 190 Euro; Note: 2,15 [altes Wertungssystem, Test in der PCGH 07/2021]; Innenraumvolumen: 66,25 Liter)
Corsair ICue 5000X RGB Quelle: PC Games Hardware Corsair ICue 5000X RGB

Bereits das Corsair 4000D überzeugte uns als günstiges Gehäuse mit einer guten Kühlung. Mit der 5000er-Serie bringt Corsair jetzt eine Reihe größerer Modelle auf den Markt. Drei Varianten stehen dabei zur Auswahl: eine mit komplett geschlossener Front, eine mit perforiertem Panel und die Version, die wir ausgewählt haben und die über eine verglaste Front mit drei dahinter sitzenden RGB-Lüftern in der 120-Milimeter-Ausführung verfügt. Dazu sind der Deckel und beide Seitenteile verglast und geben so tiefe Einblicke ins Innere frei. Beim Design der Rückseite fällt dagegen die unübersehbare Aussparung auf, hinter der sich drei 120-Milimeter-Ventilatoren oder ein 360-Milimeter-Radiator einbauen lassen. Natürlich ist auch die Montage von Lüftern im Deckel und Heckbereich möglich. Zwei 140-Millimeter- oder ein 120-Millimeter-Modell können hier optional mit entsprechend großen Radiatoren montiert werden. Der Innenraum ist ansonsten sehr geräumig und fast alle gängigen Grafikkarten bis zu einer Länge von 420 Millimeter. Auch CPUKühler mit einer Höhe bis 170 Millimeter sind kein Problem.

Lediglich bei den Festplatten und den Front-Anschlüssen muss man Kompromisse eingehen. Zwei 2,5-/3,5-Zoll-HDDs und nur drei USB-Ports, einer davon im USB-C-Format, sind weniger als viele anderen Gehäuse in dieser Klasse bieten. Dafür bietet Corsairs Big Tower viele andere Features wie Staubfilter vorne und auf der Unterseite sowie eine gute Verarbeitung ohne Schnittkanten - Letzteres sollte aber selbstverständlich sein. Die Kühlung überzeugt nur teilweise. 2,6 Sone und 2,2 Sone sind leider ziemlich laut, dafür bleiben die CPU und GPU mit 62 °C sowie 71 °C recht kühl. Es wären also Reserven für niedrigere Lüfterdrehzahlen vorhanden.

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  1. Seite 1 Gaming-PC-Gehäuse: Kaufberatung 2022 - Die Grundlagen
  2. Seite 2 Mini-Gehäuse mit neuer Testmethodik
  3. Seite 3 Mini-Gehäuse mit alter Testmethodik
  4. Seite 4 ATX: Midi- und Big-Tower: Teil I
  5. Seite 5 ATX: Midi- und Big-Tower: Teil II
  6. Seite 6 Designer-Gehäuse und Benchtable
  7. Seite 7 Kaufberatung 2022 - Testmethoden
    • Kommentare (171)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gast1747127402
        Gibt es auch eigentlich noch was anderes als vertikale Tower Gehäuse??
        Das ist ja sowas von langweilig also ich habe zu Hause ein schönes großes Glasgehäuse (Raijintek Paean Benchtable) horizontal aufgestellt direkt unter meinem Fernseher und bin überglücklich darüber )
      • Von Gast1747127402
        Gibt es auch eigentlich noch was anderes als vertikale Tower Gehäuse??
        Das ist ja sowas von langweilig also ich habe zu Hause ein schönes großes Glasgehäuse (Raijintek Paean Benchtable) horizontal aufgestellt direkt unter meinem Fernseher und bin überglücklich darüber )
      • Von Jläbbischer Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Irgendwie vermisse ich im aktuellen Test Gehäuse, die die Bezeichnung Big Ansatzweise verdienen. Für mich sind das alles nur Miditower. Richtig grosse Gehäuse scheints ja gar nicht mehr zu geben, obwohl das bei der aktuellen und kommenden Hardware ideal wäre. Bei meinem Sharkoon Night Shark hab ich z.B. das Problem, dass der 360er Radiator der AiO-WaKü den untersten Teil des Mainbaord verdeckt und ich somit die USB3-Schnittstellen vom Gehäuse nicht aufs Mainboard stecken kann.
        Ganz abgesehen davon, dass anscheinend kein Gehäuse im Test mehr über einen Einschub für optische Laufwerke verfügt, welche durchaus von ein paar Leuten noch genutzt werden. Das war eins meiner Kaufkriterien für das Sharkoon-Gehäuse.
      • Von xxxxx1 Freizeitschrauber(in)
        Sitzelement: Gut für den Barrikadenbau!
      • Von LudwigX Software-Overclocker(in)
        Ich verstehe nicht warum die Gehäusehersteller nicht die Zeichen der Zeit erkennen.
        Grafikkarten mit 250W+ sind schon Realität und die nächste Generation wird nochmal ne ordentliche Schippe draufgelegt.
        Wann bekommt man endlich ein vernünftiges Gehäuse mit separater GPU-Kühlung (die kann man ja per PCIe riser gut platzieren)?.

        Das Shark CA700 hat das zwar, dafür ist der Rest vom Gehäuse (für mich) eine unzumutbare Katastrophe
      • Von Sephiroth86 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        hätte mich gefreut hier wäre auch mal das LianLi DK-05F oder so dabei gewesen
      Direkt zum Diskussionsende
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