Designer-Gehäuse und Benchtable
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Designer-Gehäuse und Benchtable

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PC Games Hardware stellt Gaming-PC-Gehäuse vor, die etwas Besonderes sind. Im Folgenden finden Sie die Gehäuse-Bestenliste für die Designer-Cases und einen Benchtable.

Aktuelle Änderungen hervorheben

Die Zeiten, in denen Hardware-Heime wie schlichte schwarze oder graue Stahlkästen aussahen und primär die Komponenten im Inneren vor Staub und Verunreinigungen schützen sowie leise Kühlen sollten, sind längst vorbei. Mittlerweile gibt es kaum noch ein Gehäuse, das nicht mit einem oder mehreren Seitenteilen aus Hartglas oder großen Plexiglasfenstern bestückt ist, um freie Sicht ins Innere zu erlauben. Letzteres wird dann oft, wie auch die Front oder einzelne Lüfter, mittels RGB-Beleuchtung aufgepeppt. Optik und Design eines Gehäuses haben sich zu wichtigen Kaufkriterien entwickelt.

Das haben auch die Hersteller erkannt und führen in ihren Produktpaletten neben regulären, oft schon auffälligen Modellen auch Designerstücke. Bei denen stehen die Optik und Gestaltung im Vordergrund und Kriterien wie Funktionalität oder Kühlung treten in den Hintergrund. Vorreiter hierbei war die Firma In Win, die mit dem nur aus Aluminium und Glas gefertigten In Win 904 und 901 zwei Designergehäuse vorstellte, und die mit dem auch hier vorgestellten D-Frame 2.0 das Top-Modell dieser speziellen Sparte anbietet. Weitere Show-Cases mit außergewöhnlichem Design und spektakulärem Äußeren sind Tisch- und Wandgehäuse oder Exoten wie die hier gezeigten Cougar Conquer und Thermaltakes The Tower 900. Eine Sonderstellung nehmen sogenannte Benchtables wie das Streacom BC1 ein. Die kühlen die Hardware dank ihres offenen Designs oft besser als ihre geschlossenen, besonders auffällig gestalteten und mit Lüftern bestückten Pendants.

Test: Raijintek Enyo

(Preis 15.08.2022: ca. 290 Euro; Note: 1,99 [altes Wertungssystem, Test in der PCGH 05/2019]; Innenraumvolumen: 185,40 Liter)
Raijintek Enyo (Midi-Tower laut Hersteller); Note: 1,99 (neues Wertungssystem) Quelle: PC Games Hardware Raijintek Enyo (Midi-Tower laut Hersteller); Note: 1,99 (neues Wertungssystem) Das Raijintek Enyo, bei dem zwei Seitenteile sowie der Deckel und die Vorderseite aus Hartglas die eingebaute Hardware von der Außenwelt trennen, lässt sich zwar mit 23 Lüftern bestücken. Mit seiner offenen Bauweise und den vielen Radiatormontageplätzen eignet sich das an einen Benchtable erinnernde Designerstück jedoch primär für alle Wasserkühlungsenthusiasten. An der Halterung an der Vorderseite des Mainboard-Trays findet ein bis zu 480 Millimeter langer Radiator Platz. Am Deckel und an der Front lassen sich zwei weitere Wärmetauscher mit derselben Länge anbringen. Auf der Rückseite des Mainboard-Trays befindet sich im oberen Bereich ein Montageplatz für ein viertes 4×120-mm-Modell. Wem das nicht reicht, der kann an den vertikalen Schraubenlöchern und Aussparungen vor den beiden Netzteilhalterungen sogar einen weiteren 3×120-mm-Radiator anbringen, dessen Höhe nicht auf 65 Millimeter beschränkt ist.

Die luftige Spezialkonstruktion des leider nicht verwindungssteifen Enyo bietet aber noch weitere Vorteile: Einerseits fällt die Hardware-Montage besonders leicht, da es keine Größenbeschränkungen beim Einbau der Hauptplatine gibt. Andererseits passen zwei beliebig lange Netzteile, Turmkühler mit bis zu 19 cm Höhe und Grafikarten mit einer Maximallänge von 61,5 cm in den riesigen, zweigeteilten Innenraum (Volumen: 185,4 Liter). Da wundert es schon ein wenig, dass insgesamt nur vier, von außen erreichbare 3,5/2,5-Zoll-Kombihalterungen für Laufwerke bereitstehen. Dafür gehören Durchführungen für Schläuche oder Hard-Pipes eines Wasserkühlsystems sowie Montageplätze für dessen bis zu zwei Pumpen samt Ausgleichsbehälter zur Sonderausstattung des 21,7 kg schweren Enyos.

Da Raijintek den Hingucker trotz eines Preises von 300 Euro ohne Lüfter ausliefert, messen wir sozusagen die passive Kühlleistung. Dabei wird die CPU mit 63 °C nur drei und die GPU mit 68 °C sogar nur ein Grad Celsius wärmer als im komplett offenen Aufbau. Die Geräuschkulisse pendelt sich dabei auf 0,9/1,0 Sone ein und bestätigt eine leicht dämmende Wirkung der rund um die offene Mainboard-Kammer verteilten Glaselemente.

Test: Thermaltake The Tower 900

(Preis 15.08.2022: ca. 305 Euro; Note: 2,07 [altes Wertungssystem, Test in der PCGH 01/2018]; Innenraumvolumen: 153,64 Liter)
Thermaltake The Tower 900 (Big-Tower laut Hersteller); Note: 2,07 (neues Wertungssystem) Quelle: PC Games Hardware Thermaltake The Tower 900 (Big-Tower laut Hersteller); Note: 2,07 (neues Wertungssystem) Egal, ob man das 75 cm hohe Thermaltake The Tower 900 als Vitrine, Gehäuseturm oder Show-Case bezeichnet, es ist vor allem ein Raumgigant. Das Innenraumvolumen beträgt 153,6 Liter, da brauchen Sie sich beim Einbau der Hardware überhaupt keine Gedanken über die Länge von Netzteil und Grafikkarte oder die Höhe des CPU-Turmkühlers machen. Auch bei der Platinengröße gibt es keine Beschränkungen. Dank der Glaselemente rund um die vordere Kammer, in der sich die Mainboard-Halterung, ein Käfig für zwei 3,5/2,5-Zoll-Laufwerke sowie ein 5,25-Zoll-Einschub befinden, wird die Hardware auch gut sichtbar präsentiert. Die Netzteilhalterung und der zweite Laufwerkskäfig für insgesamt vier 3,5/2,5-Zoll HDDs/SSDs sind nicht sichtbar in der hinteren Kammer platziert.

Hier finden Sie auch die Montagebleche für weitere Lüfter (Lüfterplätze: Deckel: 2 × 140/120 mm, Front: -, Heck: 2 × 140/120 mm, Seite (links): 4 × 140/120 mm, Seite (rechts): 4 × 140/120 mm, Boden: -, HDD-Halterung: 1 × 140/120 mm). Die Wertungsnote von 2,07 (gut) sowie eine Preis-Leistungs-Auszeichnung verdient sich Thermaltake The Tower 900 aber nicht nur mit seiner Ausstattung, zu der das schon beschriebene Zweikammerdesign sowie der magnetische Staubschutz am Heck, den hinteren Seitenteilen und dem Boden gehören. Auch die Kühlleistung ist gut (CPU: 65,0 °C/GPU: 73,0 °C /Innenraum: 33,8 °C). Die beiden 140-mm-Lüfter im Deckel gehen dagegen mit 1,7/1,4 Sone durchaus hörbar zu Werke.

Test: Streacom BC1 Open Benchtable

(Preis 15.08.2022: Nur in der Mini-Variante für ca. 85 Euro oder V2 für ca. 140 Euro ; Note: 2,37 [altes Wertungssystem, Test in der PCGH 01/2018]; 370 × 260 mm Nutzfläche)
Streacom BC1 Open Benchtable (Benchtable); Note: 2,37 (neues Wertungssystem) Quelle: PC Games Hardware Streacom BC1 Open Benchtable (Benchtable); Note: 2,37 (neues Wertungssystem) Das BC1 von Streacom ist kein Gehäuse im klassischen Sinne, sondern ein sogenannter Open Benchtable. Trotzdem können Sie die wie ein Campingtisch demontierbaren und so in seinen Transportzustand versetzbare, offene Hardwarehalterung für mehr als Hardwaretests nutzen. Eine relativ staubfreie Umgebung vorausgesetzt, lässt sich mit Streacoms offener Konstruktion Ihre (RGB-beleuchtete) Hardware auch ansprechend und dazu sehr einfach in Szene setzen. Mit den aus Stahl gefertigten Thumbscrews sowie Push-Pin-Abstandshaltern (Hauptplatine) können Sie sämtliche Komponenten praktischerweise werkzeuglos anbringen.

Dabei limitiert das BC1, an dessen Unterseite Sie je zwei 3,5- oder 2,5-Zoll-Laufwerke festschrauben können, weder bei der Platinengröße, noch bei der Länge von Grafikkarte und Netzteil. Für die Befestigung von zwei Radiatoren (maximal 2 × 140 mm) finden Sie an der linken und rechten Seite verschiebbare Halterungen. Mit der Kühlleistung (Prozessor: 53 °C/Grafikkarte: 65 °C) des offen gestalteten BC1 können weder die geschlossenen Designergehäuse, wie Thermaltakes The Tower 900) noch halb offenen Gehäuse wie das Cougar Conquer mithalten. Die Lautheit von CPU- und GPU-Kühlung (Lüfter) liegt bei hörbaren, aber nicht störenden 1,4/1,4 Sone.

Test: Sharkoon Elite Shark CA700

(Preis 15.08.2022: ca. 255 Euro; Note: 2,16 [altes Wertungssystem, Test online ]; Innenraumvolumen: 105,8 Liter)
Sharkoon Elite Shark CA700 Quelle: Sharkoon Sharkoon Elite Shark CA700 Das Open-Frame-Gehäuse mit Future-Knicken und schräger Haltung fällt definitiv auf. Der Gehäuserahmen sowie das zweite Seitenteil sind aus solidem und hoch verarbeitetem Stahl und Aluminium gefertigt. Neben den sieben Standard-PCI-E-Blenden können auch zwei vertikale GPU-Halterungen eingebaut werden (eine für Zwei-Slot- und eine für Drei-Slot-Grafikkarten), wobei alle Varianten im Lieferumfang enthalten sind. In der Standardausstattung sind zwei Shark-Blades-ARGB-PWM-120-mm-Lüfter an der Front und drei weitere an der Decke montiert. Dekorative Besonderheit des CA700: Der Winkel der Gehäusekammer kann an der unteren Seite durch zwei Schrauben in vier Abstufungen eingestellt werden. Die Front- und Deckenabdeckungen lassen sich demonstrativ wie eine Motorhaube aufrichten und mit einem Sechskantschlüssel fixieren. An der Innenseite der Gehäusekammer befinden sich drei optionale 120er-Plätze. Alternativ können dort drei 2,5-Zoll-Laufwerke oder ein Wasserreservoir befestigt werden.

Die Schiene dieser Innenseite kann entfernt werden, wodurch ein bis zu 360-mm-Radiator an der Stelle ermöglicht wird. Ein zweiter Radiator-Platz derselben Größe befindet sich an der Decke. An der geschlossenen Unterseite des Gehäuses befindet sich ein weiterer 2,5-Zoll-Slot beziehungsweise eine zusätzliche Baumöglichkeit für eine Wasserpumpe. Die Lautstärke unter Last, gemessen mit einem Abstand von 50 cm, hielt sich mit 1,6 Sone frontal und 1,8 Sone schräg von vorn (45-Grad-Winkel) überraschenderweise in Grenzen. Kurios: Die Front selbst ist leiser als die zweite gemessene Lautheit im 45-Grad-Winkel. Als mögliche Ursache könnten die Lücken der Frontblende und die des Metall-Seitenteils herhalten.

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  1. Seite 1 Gaming-PC-Gehäuse: Kaufberatung 2022 - Die Grundlagen
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  4. Seite 4 ATX: Midi- und Big-Tower: Teil I
  5. Seite 5 ATX: Midi- und Big-Tower: Teil II
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  7. Seite 7 Kaufberatung 2022 - Testmethoden
    • Kommentare (171)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gast1747127402
        Gibt es auch eigentlich noch was anderes als vertikale Tower Gehäuse??
        Das ist ja sowas von langweilig also ich habe zu Hause ein schönes großes Glasgehäuse (Raijintek Paean Benchtable) horizontal aufgestellt direkt unter meinem Fernseher und bin überglücklich darüber )
      • Von Gast1747127402
        Gibt es auch eigentlich noch was anderes als vertikale Tower Gehäuse??
        Das ist ja sowas von langweilig also ich habe zu Hause ein schönes großes Glasgehäuse (Raijintek Paean Benchtable) horizontal aufgestellt direkt unter meinem Fernseher und bin überglücklich darüber )
      • Von Jläbbischer Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Irgendwie vermisse ich im aktuellen Test Gehäuse, die die Bezeichnung Big Ansatzweise verdienen. Für mich sind das alles nur Miditower. Richtig grosse Gehäuse scheints ja gar nicht mehr zu geben, obwohl das bei der aktuellen und kommenden Hardware ideal wäre. Bei meinem Sharkoon Night Shark hab ich z.B. das Problem, dass der 360er Radiator der AiO-WaKü den untersten Teil des Mainbaord verdeckt und ich somit die USB3-Schnittstellen vom Gehäuse nicht aufs Mainboard stecken kann.
        Ganz abgesehen davon, dass anscheinend kein Gehäuse im Test mehr über einen Einschub für optische Laufwerke verfügt, welche durchaus von ein paar Leuten noch genutzt werden. Das war eins meiner Kaufkriterien für das Sharkoon-Gehäuse.
      • Von xxxxx1 Freizeitschrauber(in)
        Sitzelement: Gut für den Barrikadenbau!
      • Von LudwigX Software-Overclocker(in)
        Ich verstehe nicht warum die Gehäusehersteller nicht die Zeichen der Zeit erkennen.
        Grafikkarten mit 250W+ sind schon Realität und die nächste Generation wird nochmal ne ordentliche Schippe draufgelegt.
        Wann bekommt man endlich ein vernünftiges Gehäuse mit separater GPU-Kühlung (die kann man ja per PCIe riser gut platzieren)?.

        Das Shark CA700 hat das zwar, dafür ist der Rest vom Gehäuse (für mich) eine unzumutbare Katastrophe
      • Von Sephiroth86 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        hätte mich gefreut hier wäre auch mal das LianLi DK-05F oder so dabei gewesen
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