[26/11/2021] Pathtracing als Verkaufsargument? Für Nvidia vielleicht: "Wenn Sie neues Spiel XY spielen wollen, dann müssen Sie einfach unsere Geforce 6789 kaufen." Für nur 6789 Euro, weil es sonst wie ein Sack Nüsse läuft. Bei Spielen dagegen ist Pathtracing für mich zwar kein Nicht-, aber ein hartes Später-Kaufargument. Wie bereits dargelegt wird es die versprochene "physikalisch korrekte" Grafik der Zukunft nämlich erst mit Hardware der Zukunft geben. Hier und heute steht man in sogenannten Pathtracing-Titeln vor der Qual der Wahl: Entweder spielt man statt echtem Pathtracing eine zu 99 Prozent von KI erstellte Interpretation desselben oder man nutzt, ebenfalls statt Pathtracing, die Rasterizer-Fallbacks. Letztere werden gefühlt aber immer schlechter (PT soll schließlich Entwicklerzeit sparen) und bleiben teils spürbar hinter der Grafikqualität älterer oder reiner Rasterizer-Titel zurück. Da bevorzuge ich doch klar Letztere. Händisch von Entwicklern optimierte Grafiktricks reifen nicht mehr, die kann ich heute in maximaler Qualität (und flüssig) genießen. Manipulationen, die auf Treiberebene aus utopischen Pathtracing-Anweisungen eine praktikable Upscaling-/FG-/etc.-Fakerei machen, werden dagegen mit jeder Hardware-Generation besser. Und wie so oft gilt: Ich kann viele Generationen lang warten, der Pile of Shame ist hoch. Einen Fastpass gibt es nur für Titel, die schon heute Perfektion bieten – Hardware-Anforderungen inklusive. (Torsten Vogel)