Leistungsaufnahme und Energie-Effizienz
In diesem Artikel
Die Geforce RTX 5060 ist ein reines Partner-Produkt, Nvidia veröffentlicht keine "Founders Edition"-Referenzkarte. Wir verwenden für die Messungen der Leistungsaufnahme und Effizienzberechnungen dieselbe Grafikkarte wie für die Benchmarks: eine Zotac Geforce RTX 5060 Solo. Dieses Modell arbeitet mit der Baseline-Spezifikation, weist folglich keine werkseitige Übertaktung auf. Zwei weitere Herstellerdesigns haben es bereits ins PCGH-Testlabor geschafft: die MSI Gaming OC und die Asus TUF Gaming OC.
Stromversorgung und Leistungsaufnahme
Die Einstiegshürde für Ihr Netzteil ist bei einer Geforce RTX 5060 sehr niedrig. Zwar liegt kein Referenzdesign im Sinne einer Founders Edition vor, die von Nvidia an die Hersteller gegebene Vorlage sieht jedoch eine 8-polige Strombuchse der alten Schule vor, um die Boardpower von 145 Watt zu speisen. Dieser Wert wird von unserer Testkarte, der Zotac Solo, genutzt, während Asus und MSI ihren stärkeren Modellen jeweils 155 Watt spendieren.
Quelle: PCGH
Geforce RTX 5060: Klassische 8-Pol-Strombuchsen allerorten
PCGH misst die Leistungsaufnahme von Grafikkarten mithilfe des Power Capture Analysis Tool, um Feinheiten optimal zu erfassen. Wie immer bildet die folgende Tabelle die Maximalwerte aller Grafikkarten ab, ohne dass die Infrastruktur einen bremsenden Einfluss hat. Wer eine gute Belüftung im Gehäuse vorweisen kann, nur in Full HD spielt oder bevorzugt mit Framelimits unterwegs ist, wird sowohl eine geringere Leistungsaufnahme als auch geringere Lautheit zu Gesicht bekommen. Kommen wir nun zu den Werten der Geforce RTX 5060 im Leerlauf, bei Niedriglast und vielfältigen Gaming-Workloads:
| RTX 5060 | RTX 4060 | RX 7600 XT | B580 | RX 7600 | B570 | RTX 3060 12GB | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Leerlauf/Idle (UHD-Desktop) | 9 – 12 Watt | 11,5 – 13 Watt | 6,5 – 19 Watt | 13 – 37 Watt | 5,5 – 29 Watt | 10 – 32 Watt | 11,5 Watt* |
| Dual-Display (UHD + FHD) | 11 – 12 Watt | 16 – 20 Watt | 24 – 32 Watt | 20 – 37 Watt | 22,5 – 30 Watt | 17,5 – 33 Watt | 18,5 Watt* |
| Ultra-HD-Youtube-Video | 12 – 13 Watt | 14 – 16 Watt | 21 – 35 Watt | 37 – 40 Watt | 10 – 28 Watt | 32 – 33 Watt | 17,5 Watt* |
| Dual-Display + YT-Video | 14 – 16 Watt | – | – | – | – | – | – |
| Gaming (MAXIMUM) | 151 Watt | 131 Watt | 189 Watt | 197 Watt | 164 Watt | 166 Watt | 171 Watt |
| Anno 1800 (FHD, 4× MSAA) | 149 Watt | 125 Watt | 186 Watt | 175 Watt | 160 Watt | 135 Watt | 170 Watt |
| Control (WQHD, RT) | 149 Watt | 126 Watt | 187 Watt | 185 Watt | 158 Watt | 151 Watt | 170 Watt |
| CP2077 (Full HD, Raster) | 150 Watt | 125 Watt | 185 Watt | 147 Watt | 160 Watt | 128 Watt | – |
| Metro Exodus EE (WQHD, RT) | 150 Watt | 127 Watt | 188 Watt | 196 Watt | 161 Watt | 165 Watt | – |
| Full-HD-Gaming @ 60-Fps-Cap | 38 Watt | 55 Watt | 105 Watt | 62 Watt | 56 Watt | 54 Watt | 69 Watt |
| CS 2 (Full HD, 4× MSAA) | 137 Watt | – | – | – | – | – | – |
| Dota 2 (FHD, 240-Fps-Cap) | 111 Watt | – | – | – | – | – | – |
| Max. Energie über Slot (12V+3,3V) | 45 Watt | – | – | – | – | – | – |
Leistungsaufnahme abhängig von Display, Auflösung und Bildwiederholrate. Angegeben ist die Spanne von 60 bis 144 Hertz (ohne VRR). *Nur mit 60 Hz gemessen
Das ist in Zeiten stetig steigender Energiepreise ein toller Anblick: Die Geforce RTX 5060 leistet sich keine Schnitzer und in Sachen Leistungsaufnahme erfüllt alle Ansprüche an eine moderne Einsteiger-Grafikkarte. Beim Gaming liegt der Verbrauch im Bereich vieler früherer Grafikkarten, beispielsweise Geforce GTX 1070, RTX 2060, Radeon RX 480 oder RX 5600 XT. Falls Sie ein Netzteil haben, das mit dieser Wattklasse klarkommt - die Wahrscheinlichkeit beträgt annähernd 100 Prozent -, können Sie bedenkenlos auf eine Geforce RTX 5060 wechseln. Weitere Vergleichswerte liefert das folgende Video:
Energieeffizienz
Leistung ist Arbeit pro Zeit, das wissen wir spätestens seit dem Physik-Unterricht. Da wir nun sowohl die Bildraten (Fps) als auch den Verbrauch (Watt) durchgekaut haben, können wir diese ins Verhältnis setzen, um die Energieeffizienz zu berechnen. Dafür haben wir einen Benchmark für Sie erstellt, welcher den Leistungsindex mit der Leistungsaufnahme verrechnet. Da sich beide Metriken als Durchschnittswerte über zahlreiche Messungen verstehen, ist die Betrachtung ausreichend präzise. Für maximale Aussagekraft haben wir die Berechnung sowohl für das Rasterizing als auch Raytracing getrennt vorgenommen. Sehen wir uns an, wie die Geforce RTX 5060 im Vergleich abschneidet:
Eine unerwartete Wendung? Nicht unbedingt, interessant ist das Ergebnis dennoch: Die Geforce RTX 5060 ist mit einer durchschnittlichen Gaming-Leistungsaufnahme von 135 Watt sehr sparsam, aber trotzdem die ineffizienteste RTX-5000-Grafikkarte. Das ist das sprichwörtliche Meckern auf hohem Niveau (respektive tiefem Wattniveau), zumal die direkte Konkurrenz im Vergleich kein Land sieht, weder die Arc B580 noch die Radeon RX 7600 XT erreichen dieses Effizienzniveau. Sehen wir uns an, wie es beim Raytracing aussieht:
Sieht man vom Abrutschen aller älteren Radeon-Grafikkarten (vor RX 9000) ab, ähnelt das Bild dem Rasterizing. Die Geforce RTX 5060 ist auch hier das Blackwell-Modell mit der schwächsten Energieeffizienz ... kann den Abstand zu den Mitbewerbern jedoch ausbauen. Mit anderen Worten: Die Geforce RTX 5060 ist zwar unspektakulär, kann jedoch eine Sache richtig gut: sparsam sein. Diese Eigenschaft erbt sie von ihrer Vorgängerin. Im Folgenden treiben wir das Spar-Spiel auf die Spitze.
How low can you go? Zweistellig!
"How low can you go?" ist die neue Herangehensweise bei stromdurstiger Gaming-Hardware. Warum wir bei der sparsamen Geforce RTX 5060 dennoch Undervolting anstelle von Overclocking betreiben, hat zwei Gründe. Erstens würde selbst mit 20-prozentiger Übertaktung kein Top-Sprinter aus der 8-GiByte-Grafikkarte. Zweitens ist ein Ziel zum Greifen nah: ein zweistelliger Stromverbrauch. Ob wir dieses mithilfe einer handgeschnitzten Voltage/Frequency Curve erreicht haben, zeigt der folgende Vergleich:
98 Watt! Damit ist die Geforce RTX 5060 ein Traum für alle, die möglichst viel Leistung auf kleinem Raum unterbringen möchten. Besonders bemerkenswert dabei ist, dass wir kein "harmloses" Spiel wie Doom: The Dark Ages testen, sondern einen der power-intensivsten Titel überhaupt - in anderen Spielen ist der Verbrauch ergo noch niedriger. Abschließend wird es Zeit für eine Preis-Leistungs-Betrachtung und das Fazit - die Themen der folgenden Seite.

55 FPS reichen mir in Cyberpunk völlig aus, auch wenn ich nun mit XeSS FG darüber liege.
Mit Titeln wie Oblivion Remastered und Borderlands 4, die die Unreal Engine 5 nutzen, sind aber viele unzufrieden. Da brauchst du vor allem auch Rechenleistung. Unter einer RTX 4070 würde ich dort beispielsweise für höhere Einstellungen nicht einsteigen, obwohl reduzierte Details sich lohnen können.
FG kostet eben je nachdem trotz AntiLag etwas Latenz. Manchmal fährt man ohne MFG, aber mit DLSS besser, gerade bei niedrigeren Grund-Frameraten.
Und was die Latenz angeht, sie soll dank Reflex auch mit KI-Features niedriger sein, als im Standard.
Die 55 FPS würden mir nicht ausreichen. Ich würde mindestens 60 anstreben und Vsync aktivieren. Dann gibt es plötzlich ein viel flüssigeres Bild.
Was letztlich wichtig ist, ist, daß mich die 5060 auf die Höhe der Zeit bringt. Für die nächste Zeit werde ich an keinen Systemvoraussetzungen scheitern. Im Moment sieht man auf dem Oblivion Screenshot und dem Starfield Video, daß CPU und GPU wunderbar zusammenarbeiten. Einen Flaschenhals brauche ich nicht zu befürchten, also wäre jede schnellere Karte im Prinzip rausgeschmissenes Geld. Für das nächste Update steht also wieder ein kompletter Systemwechsel an.
55 FPS reichen mir in Cyberpunk völlig aus, auch wenn ich nun mit XeSS FG darüber liege.
Mit Titeln wie Oblivion Remastered und Borderlands 4, die die Unreal Engine 5 nutzen, sind aber viele unzufrieden. Da brauchst du vor allem auch Rechenleistung. Unter einer RTX 4070 würde ich dort beispielsweise für höhere Einstellungen nicht einsteigen, obwohl reduzierte Details sich lohnen können.
FG kostet eben je nachdem trotz AntiLag etwas Latenz. Manchmal fährt man ohne MFG, aber mit DLSS besser, gerade bei niedrigeren Grund-Frameraten.
Ein Großteil des Vorteils macht Frame Generation aus. Da muss man schon so auf 55 FPS kommen, damit FG ein schönes flüssiges Bild daraus macht. Ich habe das mit Starfield eine Zeit lang mitgemacht und dann entschieden, daß ich auf bessere Hardware warte, weil das grottenhäßliche low-setting und dann auch noch pseudoflüssiges Geschmier mit inakkurater Steuerung das Spiel komplett verderben. Das gleiche gilt für Oblivion Remastered und alle anderen neuen Titel.