Spiele-Benchmarks und Leistungsindex
Sind 8 GiByte bei der Geforce RTX 5060 ein Problem oder nicht? Wir starten traditionell mit dem Rasterizing
In diesem Artikel
Wie schlägt sich Nvidias Geforce RTX 5060 in modernen Rasterizing-Spielen und wegweisenden Raytracing-Krachern? Um diese Frage zu beantworten, haben wir die Gaming-Grafikkarte durch zahlreiche Benchmarks gescheucht. Unsere 20 Rasterizing-Tests und 15 Raytracing-Tests liefern hochspannende Ergebnisse, damit Sie eine fundierte Kaufentscheidung treffen können. Nachtests älterer Grafikkarten mit frischen Treiber- und Spielversionen stellen unterdessen viele aktuelle Vergleichswerte sicher.
Unsere Testkarte stammt diesmal aus dem Hause Zotac. Die Geforce RTX 5060 Solo arbeitet mit Referenzwerten hinsichtlich Taktraten und Boardpower und punktet mit ihrem Kompaktformat, was sie auch für Multimedia-PCs interessant macht. Die Formel "Sparsame Grafikkarte = kleines Format" ergibt definitiv Sinn, wenngleich die Partner auch große Modelle in petto haben. Eine Nvidia Founders Edition der Geforce RTX 5060 existiert nicht.
Quelle: PCGH
Zotac Geforce RTX 5060 Solo: unsere "Founders Edition" für diesen Test
Über 13.337 Messungen aggregiert
Was wir auch testen, jede veröffentlichte Zahl entspricht einem Mittelwert aus drei, teilweise vier Durchläufen pro Auflösung; Ausreißer werden nicht gewertet. Das macht mindestens 12 Messungen pro Spiel, ergo 240 pro Grafikkarte für den regulären Leistungsindex und rund 400 insgesamt. Mittlerweile haben mehr als 30 Grafikkarten die neuen Leistungsindizes durchlaufen - das macht über 13.337 valide und verrechnete Messungen. Da die GPU-Taktrate ein und derselben Karte während der Tests unterschiedlich ausfällt, geben wir den Takt-Mittelwert über alle Auflösungen an (berechnet durch unser Messtool CapFrameX). Arbeitet eine Grafikkarte beispielsweise mit Frequenzen zwischen 2.600 und 2.800 MHz, führt das zur Angabe von "~2,70 GHz". Faustregel: Ist eine Grafikkarte der limitierende Faktor, bestimmt ergo allein die Bildrate, fällt der GPU-Boost mit steigender Auflösung. Das gilt für jedes Modell. Bei RX-7000-Grafikkarten geben wir den Takt der Shader-Domäne an, da diese von den Messtools protokolliert wird. Wer sich für den Takt des Front-Ends und weitere Parameter interessiert, benötigt das Programm Hwinfo, welches auch wir für ergänzende Betrachtungen verwenden.
Geforce RTX 5060: Spiele-Benchmarks
Für den Test der Geforce RTX 5060 präsentieren wir Ihnen das volle Paket der Messwerte. Sie können wie gehabt zwischen vier Auflösungen wählen: Full HD, WQHD, Ultrawide-QHD und Ultra HD, welche Sie in jedem der Spiele links im grauen Dropdown-Menü durchschalten können. Standardmäßig eingeblendet ist diesmal Full HD HD (1.920 × 1.080 Pixel), denn für höhere Auflösungen ist die Geforce RTX 5060 kaum geeignet. Wichtig: Die Rasterizing-Benchmarks 2025 finden konsequent mit nativer Auflösung - ohne jegliches Upsampling - statt. Damit kommen wir nicht nur zahlreichen Leser- respektive Zuschaueranfragen nach, sondern sind außerdem in der Lage, die Leistungsunterschiede zwischen den Grafikkarten bestmöglich herauszuarbeiten. Falls Sie mit Upsampling spielen, sind generell höhere Bildraten zu erwarten. Wer beispielsweise mit WQHD und Quality-Upsampling spielt, kann sich an den hier gezeigten Full-HD-Werten orientieren (Übersicht, welche internen Auflösungen sich mit Upsampling ergeben).
Um die Angelegenheit zu würzen, haben wir exemplarische Benchmark-Ergebnisse mit Multi Frame Generation (MFG) in Cyberpunk 2077 eingefügt. Diese Daten gehen selbstverständlich nicht in die Berechnung des Leistungsindex ein, sondern sollen zeigen, was das Blackwell-exklusive Feature zu leisten imstande ist.
Wir haben die standardmäßig eingeblendeten Grafikkarten aus Übersichtsgründen reduziert, Sie können jederzeit zahlreiche weitere Modelle einblenden.
Falls Sie derzeit eine Gaming-Grafikkarte um 300 Euro suchen, kommen anstelle der Nvidia Geforce RTX 5060 im Grunde nur zwei Modelle in Frage: die Intel Arc B580 und die Radeon RX 7600 XT. In diesem Triell hat die Geforce RTX 5060 in den meisten Fällen die Kühlerhaube vorn. Dies gilt allerdings nur in Full HD, höhere Auflösungen setzen der kleinen Blackwell-Grafikkarte deutlich zu - dazu gleich mehr. Gegenüber der RTX 4060 passiert genau das, was angesichts der Hardware-Daten zu erwarten ist: Das alte Modell wird deutlich geschlagen, meist beträgt das Leistungsplus über 20 Prozent, solange der 8 GiByte kleine Speicher reicht. Tut er das nicht, etwa in Dragon Age: The Veilguard und Stalker 2, wird die Skalierung gehemmt. Arc B580 (12 GiByte) und Radeon RX 7600 XT (16 GiByte) haben diese Probleme nicht.
Geforce RTX 5060 im Leistungsindex
Wo landet die Geforce RTX 5060 im Grafikkarten-Vergleich? Diese Frage beantworten wir anhand von fünf Indizes: dem Gesamtwert sowie den Einzel-Indizes der vier Auflösungen. Der Gesamtwert (Overall) ist bekannt als PCGH-Leistungsindex und verrechnet die vier Test-Auflösungen zu je 25 Prozent (es findet keine Gewichtung statt). Die vorherige Normierung der Fps-Werte stellt sicher, dass große Zahlen das gleiche Gewicht haben wie kleine.
Die Radeon RX 6600, Arc A580, Geforce GTX 1070 und Radeon RX Vega 56 haben wir nur in Full HD getestet, weshalb nur der entsprechende Leistungsindex verfügbar ist.
Im Gesamt-Ranking landet die Geforce RTX 5060 zwischen Radeon RX 6700 XT und Arc B580, rechnet also etwas langsamer als eine Geforce RTX 3070 oder RTX 4060 Ti 8GB (wie von uns prognostiziert). Mit ihrer Vorgängerin macht sie kurzen Prozess, die RTX 5060 ist um durchschnittlich 27 Prozent schneller als die RTX 4060. Aufgrund der begrenzten Leistung der aktuellen 300-Euro-Klasse empfehlen wir jedoch den Blick auf den Full-HD-Index, bei dem sich durchaus Unterschiede ergeben - und Vorteile für die RTX 5060. Hier beträgt der Abstand zur RTX 4060 "nur" noch 25 Prozent, allerdings blüht die RTX 5060 hier regelrecht auf und kann sich sogar an der RTX 3070 vorbeischieben. Man könnte sagen, die Geforce RTX 5060 ist klar auf niedrigen Lasten getrimmt. Spätestens jetzt müssen wir uns ansehen, was mit steigender Auflösung passiert:
Wir geben es zu, das ist Nerd-Kram - erhellender! Diese Aufstellung zeigt nicht bloß, wie gut die gezeigten Grafikkarten in hohen Auflösungen nutzbar sind. Es handelt sich auch um einen Wegweiser, der aufzeigt, wie es um die Zukunftsfähigkeit einer Grafikkarte bestellt ist. Eine höhere Auflösung sorgt für bessere Auslastung aller Bauteile sowie einen höheren Bedarf sowohl an Grafikspeicher als auch Transferrate. Künftige Spiele werden zwar einen anderen Code-Mix aufweisen, aber dennoch "schwerere" Pixel zeichnen als heutige. Wer eine Grafikkarte für viele Jahre kauft, sollte die Ergebnisse daher besonders ernst nehmen. Maßgeblich ist der Einbruch mit steigender Auflösung, bei dem es klare Sieger und Verlierer gibt. So lassen die Geforce RTX 4060 und RTX 5060 in höheren Auflösungen signifikant Federn, während die Schere bei den anderen Grafikkarten nicht so weit aufgeht. Ob das nun primär an der Cache-Größe, Speichermenge oder PCIe-Anbindung liegt, können wir nicht mit Sicherheit sagen - wohl aber, dass die Geforce RTX 5060 Ti 16GB, Arc B580 12GB und sogar die alte Geforce RTX 3060 12GB diese Probleme nicht haben.
Geforce RTX 5060 vs. 73 andere Grafikkarten
Abschließend möchten wir Ihnen noch den Blick auf das große Ganze gewähren - den Spezial-Leistungsindex Rasterizing, welcher alte und neue PCGH-Indizes verrechnet. Auf diese Weise können Sie optimal abschätzen, ob sich das Aufrüsten der Grafikkarte lohnt. Die aktuelle Rangliste inklusive der Geforce RTX 5060:
Sie nutzen noch eine Geforce GTX 1060 (PCGH-Test) und möchten sich etwas gönnen? Faktor 3 ist drin - plus alle modernen Errungenschaften rund um DLSS 4, MFG und mehr. Für Nutzer einer RTX-3000- oder -4000-Grafikkarte ergibt eine RTX 5060 unterdessen keinen Sinn. Ob all das auch für das so hübsche wie anspruchsvolle Raytracing gilt, erfahren Sie auf der folgenden Seite.

55 FPS reichen mir in Cyberpunk völlig aus, auch wenn ich nun mit XeSS FG darüber liege.
Mit Titeln wie Oblivion Remastered und Borderlands 4, die die Unreal Engine 5 nutzen, sind aber viele unzufrieden. Da brauchst du vor allem auch Rechenleistung. Unter einer RTX 4070 würde ich dort beispielsweise für höhere Einstellungen nicht einsteigen, obwohl reduzierte Details sich lohnen können.
FG kostet eben je nachdem trotz AntiLag etwas Latenz. Manchmal fährt man ohne MFG, aber mit DLSS besser, gerade bei niedrigeren Grund-Frameraten.
Und was die Latenz angeht, sie soll dank Reflex auch mit KI-Features niedriger sein, als im Standard.
Die 55 FPS würden mir nicht ausreichen. Ich würde mindestens 60 anstreben und Vsync aktivieren. Dann gibt es plötzlich ein viel flüssigeres Bild.
Was letztlich wichtig ist, ist, daß mich die 5060 auf die Höhe der Zeit bringt. Für die nächste Zeit werde ich an keinen Systemvoraussetzungen scheitern. Im Moment sieht man auf dem Oblivion Screenshot und dem Starfield Video, daß CPU und GPU wunderbar zusammenarbeiten. Einen Flaschenhals brauche ich nicht zu befürchten, also wäre jede schnellere Karte im Prinzip rausgeschmissenes Geld. Für das nächste Update steht also wieder ein kompletter Systemwechsel an.
55 FPS reichen mir in Cyberpunk völlig aus, auch wenn ich nun mit XeSS FG darüber liege.
Mit Titeln wie Oblivion Remastered und Borderlands 4, die die Unreal Engine 5 nutzen, sind aber viele unzufrieden. Da brauchst du vor allem auch Rechenleistung. Unter einer RTX 4070 würde ich dort beispielsweise für höhere Einstellungen nicht einsteigen, obwohl reduzierte Details sich lohnen können.
FG kostet eben je nachdem trotz AntiLag etwas Latenz. Manchmal fährt man ohne MFG, aber mit DLSS besser, gerade bei niedrigeren Grund-Frameraten.
Ein Großteil des Vorteils macht Frame Generation aus. Da muss man schon so auf 55 FPS kommen, damit FG ein schönes flüssiges Bild daraus macht. Ich habe das mit Starfield eine Zeit lang mitgemacht und dann entschieden, daß ich auf bessere Hardware warte, weil das grottenhäßliche low-setting und dann auch noch pseudoflüssiges Geschmier mit inakkurater Steuerung das Spiel komplett verderben. Das gleiche gilt für Oblivion Remastered und alle anderen neuen Titel.