RTX 4060 und RTX 3070: Peltier-Kühlung mit 360 Watt Zusatzlast

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RTX 4060 und RTX 3070: Peltier-Kühlung mit 360 Watt Zusatzlast
Quelle: PC Games Hardware

Ein Bastelprojekt kombiniert Peltier-Elemente, zwei 360-mm-AIOs und einen eigenen Wasserkreislauf. Die Messwerte fallen niedrig aus, allerdings zeigt sich ein bekanntes Problem.

Peltier-Kühlung bleibt im PC-Bereich eher eine Randerscheinung und das liegt weniger daran, dass der Ansatz wirkungslos wäre, sondern viel eher an den praktischen Nebenwirkungen. Thermoelektrische Elemente können eine Seite aktiv abkühlen, erzeugen auf der Gegenseite allerdings zusätzliche Abwärme. Genau dieses Verhältnis hat der Tech-Youtuber TrashBench in einem neuen Bastelprojekt an zwei Grafikkarten ausprobiert. Zum Einsatz gekommen sind eine RTX 4060 und eine RTX 3070, die über ein selbstgebautes Peltier-Flüssigkühlsystem getestet wurden.

Der Aufbau fällt für ein GPU-Kühlprojekt entsprechend aufwendig aus. TrashBenchn nutzte zwei Arctic-AIOs mit jeweils 360-mm-Radiator, um allein die Peltier-Einheiten zu kühlen. Dazu kamen ein separater Wasserkreislauf, Wasserblöcke, Schläuche sowie zwei selbst gebaute DC-Controller, über die die Peltier-Elemente mit Strom versorgt und reguliert wurden. Die beiden thermoelektrischen Kühler sollen zusammen rund 360 Watt aufgenommen haben.

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Bei der RTX 4060 soll TrashBench zunächst ohne aktive Peltier-Unterstützung 38 Grad Celsius am GPU-Kern sowie 24 Grad Celsius Wassertemperatur bei 23 Grad Celsius Raumtemperatur gemessen haben. Nach 20 Minuten Vorkühlung und anschließendem Durchlauf von 3DMark Time Spy seien mit aktiven Peltier-Elementen 28 Grad Celsius am GPU-Kern sowie 14 Grad Celsius im Flüssigkeitskreislauf erreicht worden. Damit wäre die Flüssigkeit tatsächlich unter Raumtemperatur gefallen. In einem sogenannten Warmstart, bei dem die Peltier-Kühlung nicht vorher lange vorgekühlt wurde, sollen 32 Grad Celsius am Chip und 18 Grad Celsius Wassertemperatur erreicht worden sein.

Mit der leistungsstärkeren RTX 3070 fiel der Abstand geringer aus. Als Basiswert werden 40 Grad Celsius am GPU-Kern und 29 Grad Celsius Wassertemperatur genannt. Mit aktiver Peltier-Kühlung seien nach 20 Minuten Time Spy 33 Grad Celsius am Chip und 21 Grad Celsius im Kreislauf gemessen worden. Auch hier wäre eine deutliche Reduktion sichtbar, allerdings bei einem erheblichen technischen und energetischen Aufwand.


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Quelle: TrashBench via Youtube

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    • Kommentare (5)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Raff Kokü-Junkie (m/w)
        Awww, ein Pelztier.

        MfG
        Raff
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Die Schreibweise ist deutlich älter als Autokorrekturen.^^

        Und die Idee der Flüssig-zu-Peltier-Wärmetauschers übrigens auch. OC-CPUs haben schon zur Jahrtausendwende Wärmedichten erreicht, in denen man die nötige Pumpleistung nicht mehr unmittelbar auf dem Chip unterbringen konnte und für Grafikkarten, auf denen mehr als die GPU Kühlung braucht, sind Wasserkühler mit Peltier-Rückkühlung auch die einfachere Lösung. Nur die Verwendung von KoWaKüs habe ich so noch nicht gesehen, normalerweise wird auch da auf maximale Leistung gesetzt. Aber das wird auch davon abhängen, was der jeweilige Bastler gerade in Überzahl rumliegen hat. Bei einem Youtube-Kanal eher KoWaKü-Testmuster, bei tatsächlichen Extrem-OCern eher Wasserkühlblöcke der letzten Jahre.

        Ich habe auch schon mal überlegt, ob man die ganzen Kühler im Lager für sowas aktivieren sollte. Aber Peltiers wachsen halt nicht auf Bäumen und extra welche zu kaufen und einen Tag rumbasteln, nur um zu zeigen, dass es nicht wirklich was bringt?
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Die Idee ist recht interessant. Wenn man zwei Flüssigkeitskühlungen und die Wärme per Peltierelement von einer auf die andere überträgt, dann muß das Peltierelement nicht auf der CPU sitzen und kann somit wesentlich effizienter arbeiten. Man sollte es mit einer Flüssigkeit probieren, die einen niedrigeren Gefrierpunkt hat. Alternativ kann man somit auch eine Kompressorkühlung verwenden, ohne das man das Kältemittel selbst zur CPU führen muß.

        Ich muß schon sagen, die Idee ist einfach naheliegend und genial. Dass da bisher noch keiner draufgekommen ist.

        Zitat von PCGH_Torsten
        Bei einer RTX 5090 hat man 600 W @Stock und Pelztiere nimmt man nicht, wenn man @Stock bleiben will.
        Pelztiere sollte man generell nicht nehmen, wenn man keine PETA Aktivisten vor dem Haus haben will
        (die gute Autokorrektur oder war es gewollt?)
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Ein wichtiger Faktor für so einen Bastelkanal dürfte sicherlich auch der Wert der Hardware gewesen sein sowie ggf. die Kühlerhalterung. Aber bereits mit der RTX 3070 sieht man schon deutlich das grundsätzliche Problem von Peltierkühlungen: Die Elemente sind ziemlich ineffizient. Steckt man nicht wenigstens so viel Leistung rein (und kühlt sie zusätzlich weg), wie man abführen möchte, hat man in der Regel keinen Vorteil gegenüber einer direkten Wasserkühlung mit gleicher Radiatorfläche. Für spürbare Temperaturverbesserungen sollte man eher Faktor 2:1 oder 3:1 dimensionieren.

        Bei einer 115-W-4060 ist das noch möglich. Bei einer 220-W-3070 wird es schon ziemlich schwierig. Bei einer RTX 5090 hat man 600 W @Stock und Pelztiere nimmt man nicht, wenn man @Stock bleiben will. Also Faustformel: 800 W * (1+3) = 3,2 kW. Das wäre die Heiz- = Radiator- = Netzteil-Leistung, aber der eine 5090-Peltierkühlung spannend wird.
      • Von EM_EN Software-Overclocker(in)
        Bei einer 5090 oder 4090 hätte ich das noch verstanden, aber 4060 und 3070? Oder das kommt noch und dies ist nur eine Machbarkeitsstudie. Wobei der aufwand enorm ist.
      Direkt zum Diskussionsende
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