Geforce RTX 3050 8GB im Test: Spiele-Benchmarks (1)
Geforce RTX 3050 8GB im Spieletest mit zahlreichen Spiele-Benchmarks; Teil 1 mit Anno 1800 bis Days Gone.
In diesem Artikel
- Seite 1 Geforce RTX 3050 8GB im Test: Spezifikationen
- Seite 2 Geforce RTX 3050 8GB im Test: Spiele-Benchmarks (1)
- Seite 3 Geforce RTX 3050 8GB im Test: Spiele-Benchmarks (2)
- Seite 4 Geforce RTX 3050 8GB im Test: Leistungsindex & PCI-Express
- Seite 5 Geforce RTX 3050 8GB im Test: Leistungsaufnahme und Effizienz
- Seite 6 Geforce RTX 3050 8GB im Test: Zusammenfassung mit Fazit
- Seite 7 Bildergalerie
Wie schlägt sich die Geforce RTX 3050 beim Gaming? Das haben wir, wie immer, mit zahlreichen PC-Spielen geprüft. Nvidia produziert von der Geforce RTX 3050 keine "Founders-Edition"-Referenzkarte, sondern übergibt die Ausgestaltung an seine Board-Partner. Dafür existiert selbstverständlich eine Referenz-/Basis-Spezifikation, welche von den günstigsten Herstellerdesigns zur UVP (MSRP) verwendet werden soll. Alle entsprechenden Daten finden Sie in der großen Techniktabelle auf der vorherigen Artikelseite.
Wir verwenden für diesen Test ein Modell, das einer Referenzkarte am nächsten kommt: eine Gigabyte Geforce RTX 3050 Eagle. Die Grafikkarte startet zur unverbindlichen Preisempfehlung und verzichtet bewusst auf Extras. Ihre Spezifikation entspricht 1:1 der Mindestvorgabe seitens Nvidia, was den offiziell 1.777 MHz betragenden GPU-Boost, 14 GT/s beim Speicher sowie die Leistungsaufnahme von 130 Watt Boardpower (TGP) beinhaltet.
Quelle: PC Games Hardware
Nvidia Geforce RTX 3050 8GB Test Review Custom Designs: Gainward und Gigabyte 31.
GPU-Testsystem 2021 v1.1
Für den Test der Geforce RTX 3050 verwenden wir das aktuelle Grafikkarten-Testsystem. Darin kommt wie gehabt ein AMD Ryzen 9 5950X zum Einsatz, um ein Prozessorlimit bestmöglich auszuschließen. Dieser erfuhr aufwendiges Feintuning mittels Precision Boost Overdrive (PBO) sowie Curve Optimizer und auch der Speicher wurde bis auf das letzte Subtiming geschärft. Wie Sie dem Artikel Leistungsbremse SMT? Benchmark-Vergleich 32 Threads vs. 16 Kerne mit Überraschungen entnehmen, erreicht die CPU mit 16 Kernen/Threads meist eine bessere Leistung. Folgerichtig deaktivieren wir SMT in allen Gaming-Benchmarks, damit sich die Grafikkarten bestmöglich entfalten können.
Auf dem X570-I/O-Hub können wir moderne Grafikkarten optimal mit PCI-Express 4.0 ausfahren - die RTX 3050 kann sich hier bestmöglich entfalten. Damit auch Next-Gen-Games reibungslos laufen, liegen die Spiele auf einer PCI-Express-4.0-SSD im M.2-Format (NVME 1.3 ×4). Wie gehabt ist auf kompatiblen (Geforce-)Grafikkarten Hardware Accelerated Scheduling (HAGS) zur effizienteren Speichernutzung aktiv. Obligatorisch ist Windows 10 x64 in der Version 21H2. Windows 11 weist derzeit noch zu viele Kinderkrankheiten auf, sodass wir Updates abwarten und das neue Microsoft-Betriebssystem erst zur Benchmark-Erneuerung im Frühjahr verwenden werden. Alle Details zum Grafikkarten-Testsystem entnehmen Sie der Tabelle.
| Prozessor | AMD Ryzen 9 5950X (16C/16T – kein SMT) |
|---|---|
| Prozessor-Settings | PBO-/Curve-optimiert, 4,7-5,0 GHz bei typischer Spiele-Mischlast |
| Mainboard | Asus X570 ROG Crosshair VIII Hero (PCI-E 4.0 & rBAR-/SAM-fähig) |
| Arbeitsspeicher | 32 GiB DDR4 (Corsair Dominator Platinum RGB, B-Dies, 2 × 16G) |
| RAM-Takt & -timings | DDR4-3800 (14-14-14-25-35-1T), Infinity Fabric @ 1,9 GHz |
| Datenträger (primär) | Gigabyte Aorus NVME ×4 Gen4 SSD 2 TB |
| Netzteil | Thermaltake Toughpower iRGB Plus 1.250W |
| Kühlsystem | Alphacool Eisblock + Nexxos ST30 + Eisstation |
Bewährte Methodik
Was wir auch testen: Jede abgedruckte Zahl entspricht einem Mittelwert aus drei, teilweise vier Durchläufen pro Auflösung, Ausreißer werden nicht gewertet. Das macht mindestens 12 Messungen pro Spiel, ergo 240 pro Grafikkarte. Da die GPU-Taktrate ein- und derselben Karte während der Tests unterschiedlich ausfällt, geben wir den Takt-Mittelwert über alle Auflösungen an (berechnet durch unser Mess-Tool CapFrameX). Arbeitet eine Grafikkarte beispielsweise mit Frequenzen irgendwo zwischen 1.750 und 1.900 MHz, führt das zur Angabe von "~1,80 GHz". Faustregel: Ist eine Grafikkarte der Limitfaktor, bestimmt ergo allein die Bildrate, fällt der GPU-Boost mit steigender Auflösung. Das gilt für jedes aktuelle Modell.
Benchmarks mit Resizable BAR alias Smart Access Memory
Resizable BAR (rBAR) alias SAM ist mittlerweile breitflächig sowohl auf AMD- als auch Intel-Plattformen verfügbar, weshalb wir seit April 2021 Grafikkarten standardmäßig mit SAM/rBAR testen. Bei der Geforce RTX 3050 machen wir selbstverständlich keine Ausnahme. Weitere Informationen zu den Auswirkungen von SAM auf Radeon-Grafikkarten und rBAR auf Geforce-Grafikkarten entnehmen Sie den verlinkten Artikeln.
Geforce RTX 3050: Spiele-Benchmarks, Teil 1
Für den Online-Test der Geforce RTX 3050 präsentieren wir Ihnen die Messwerte von allen Grafikkarten in den beiden Auflösungen 1080p (Full HD) und 1440p (WQHD). Dabei setzen wir auf den Grafikkarten-Leistungsindex 2021 in Revision 1.1, deren Änderungen Sie unter anderem im Test der Radeon RX 6900 XT LC nachlesen können. Zwischenzeitlich haben wir einige weitere Grafikkarten mit frischen Treibern durch die erneuerten Benchmarks gescheucht, darunter die Geforce GTX 1650 und Radeon RX Vega 56. Stichprobenartige Nachtests zuvor getesteter Grafikkarten stellen sicher, dass alle Daten auf dem aktuellen Stand sind. Die Komplett-Übersicht des Grafikkarten-Leistungsindex 2021 v1.1:
| Spiel | Spielmotor | Schnittstelle | Version (Plattform) | Benchmarkszene | Release |
|---|---|---|---|---|---|
| Anno 1800 | Inhouse-Engine | DirectX 12 | Stets aktuell (Uplay) | „Puertonova” | 16.04.2019 |
| Assassin's Creed Valhalla | Anvil-Engine | DirectX 12 | Stets aktuell (Uplay) | „Fornberg” | 10.11.2020 |
| Battlefield 5 | Frostbite-Engine | DirectX 12 | Stets aktuell (Origin) | „Tirailleur” | 09.11.2018 |
| Borderlands 3 | Unreal Engine 4 | DirectX 12 | Stets aktuell (Epic) | „Sanctuary” | 13.09.2019 |
| Call of Duty BO Cold War | IW-Engine | DirectX 12 | Stets aktuell (Battle.net) | „Crack the Sky” | 13.11.2020 |
| Control | Northlight-Engine | DirectX 12 | v1.13 (GOG) | „Ray Way” | 27.08.2019 |
| Crysis Remastered | Cryengine | DirectX 11 | Stets aktuell (Epic) | „Rescue” | 18.09.2020 |
| Cyberpunk 2077 | RED-Engine 4 | DirectX 12 | v1.23 (GOG) | „Red Light Alley” | 10.12.2020 |
| Days Gone | Unreal Engine 4 | DirectX 11 | Stets aktuell (Steam) | „Sleazy Rider” | 18.05.2021 |
| Desperados 3 | Unity-Engine | DirectX 11 | v1.5.8 (GOG) | „Gloriou5” | 16.06.2020 |
| Doom Eternal: Ancient Gods 1 | id Tech 7.1.1 | Vulkan | Stets aktuell (Steam) | „Thunderstorm” | 20.10.2020 |
| F1 2020 | EGO-Engine | DirectX 12 | Stets aktuell (Steam) | „Monaco” | 06.07.2020 |
| Forza Horizon 4 | Forzatech-Engine | DirectX 12 | Stets aktuell (MS Store) | „Ambleside” | 28.09.2018 |
| Hitman 3 | Glacier-Engine | DirectX 12 | Stets aktuell (Epic) | „Chongqing” | 20.01.2021 |
| Horizon: Zero Dawn | Decima-Engine | DirectX 12 | v1.10 fixed (GOG) | „Ruins” | 07.08.2020 |
| Metro Exodus | 4A-Engine | DirectX 12 | v1.0.7.7 (GOG) | „Taiga” | 15.02.2019 |
| Red Dead Redemption 2 | RAGE | Vulkan | Stets aktuell (Rockstar) | „Bayou” | 05.11.2019 |
| Resident Evil 8 Village | RE-Engine | DirectX 12 | Stets aktuell (Steam) | „Village” | 07.05.2021 |
| Serious Sam 4 | Serious-Engine 4 | Vulkan | v1.08 (GOG) | „Bredouille” | 24.09.2020 |
| The Witcher 3: Blood & Wine | RED-Engine 3 | DirectX 11 | v1.32 GotY (GOG) | „Duskwood” | 31.05.2016 |
In allen Benchmarks sind die High-End-Modelle standardmäßig ausgeblendet. Falls Sie diese der Betrachtung hinzufügen möchten, wählen Sie diese einfach im Drop-down-Menü aus ("XX von XY Produkten sichtbar").
Anno 1800
Engine: Aktuelle Version der RD-Engine mit DX12-Support
Besonderheiten: Meist enorm CPU-intensiv; MSAA-Support
Detaileinstellungen: Maximal plus 8× MSAA & FidelityFX CAS
Benchmarkszene: Überdurchschnittlich grafiklastig
Assassin's Creed Valhalla
Engine: Aktuelle Version der Anvil-Engine mit DirectX 12
Besonderheiten: Auffälliges Radeon-Faible, exzellentes TAA
Detaileinstellungen: Maximal (Extrem hoch), native Auflösung
Benchmarkszene: GPU-Worstcase im winterlichen Dorf Fornberg
Battlefield 5
Engine: DICEs Frostbite-Engine mit DX12- und DXR-Support
Besonderheiten: Gutes Optik/Performance-Verhältnis
Detaileinstellungen: DirectX 12, 150 % Achsenauflösung, Future Frame Rendering aus
Benchmarkszene: Grafiklastige Singleplayer-Kriegsgeschichte
Borderlands 3
Engine: Unreal Engine 4 in optimiertem Gewand
Besonderheiten: Handoptimierte, gute DX12-Unterstützung
Detaileinstellungen: Maximal (Badass), native Renderauflösung
Benchmarkszene: GPU-lastiges Innenareal
Call of Duty BO Cold War
Engine: Aktuelle IW-Engine, ausschließlich DirectX 12
Besonderheiten: Optionale Raytracing-Schatten
Detaileinstellungen: Maximal (ohne Raytracing), Filmic SMAA T2X
Benchmarkszene: Quasi-Worstcase im Level "Fracture Jaw"
Control
Engine: Northlight-Engine von Remedy
Besonderheiten: Optionales, bildhübsches Raytracing
Detaileinstellungen: Maximal (ohne Raytracing und DLSS)
Benchmarkszene: Überdurchschnittlich GPU-lastig
Crysis Remastered
Engine: Cryengine 5.x (Original-Crysis: Cryengine 2)
Besonderheiten: Raytracing auf Non-RT-Hardware möglich
Detaileinstellungen: Mischung aus maximalen und reduzierten Grafikoptionen
Benchmarkszene: Grafiklastiger Urwald im Level "Rescue"
Cyberpunk 2077
Engine: Red-Engine 4 von CD Projekt
Besonderheiten: Sehr hübsch und sehr anspruchsvoll für GPUs
Detaileinstellungen: "Ultra"-Preset mit Texturen "Hoch", Mengendichte "Hoch"
Benchmarkszene: Überdurchschnittlich grafiklastig
Days Gone
Engine: Unreal Engine 4 mit DirectX 11
Besonderheiten: Ex-Playstation-4-Spiel mit guter PC-Portierung
Detaileinstellungen: Maximale Qualität. FoV 90, 100 % Auflösung
Benchmarkszene: Leicht überdurchschnittlich grafiklastig, aber fernab eines Worstcase
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Dat is zumindest "akzeptabler".
Man muss als Tester einfach eine Baseline ziehen. Einen Kompromiss eingehen, der für die allermeisten Szenarien bzw. Produkte funktioniert. Dieser liegt im Leistungsindex, welcher darauf ausgelegt ist, selbst die Leistung der schnellsten Grafikkarten aufzuzeigen, also eine Skalierung mit der GPU-Leistung zu erlauben. Das erreichen wir mit großem Aufwand bei den Settings und Szenen - soweit ich weiß, ist die PCGH-Aufstellung mit 20 Spielen in 4 Auflösungen nicht nur einer der aufwendigsten Indizes weltweit, sondern auch einer mit der besten Skalierung (Abstand 3080 vs. 3090 beispielsweise). Dass dabei Mittelklasse-Grafikkarten zu kämpfen haben und alle zwei- bis dreifach beschnittenen Modelle sowie alte Karten einknicken, liegt in der Natur der Sache. Da wir alle Fortschritt wollen, sehe ich hier auch nichts verwerfliches.
Die Idee, bei jedem Produkt irgendeine andere Methodik zu erfinden, ist nicht nur anfechtbar, sondern auch furchtbar aufwendig und insgesamt nicht praktikabel. Am Ende hat jedes Produkt einen eigenen "Index", es gibt null Vergleichbarkeit, sondern nur Inseln. Die Alternative, beispielsweise zehn "Index-Szenarien" (Enthusiast, Mittelklasse, Low-End, Speicherkrüppel, Superaltmetall etc.) aufzubauen und aktuell zu halten: völlig unmöglich, selbst bei meinen völlig wahnsinnigen Arbeitszeiten vor Launches. Es geht einfach nicht. Denn, das sieht man von außen nicht, ein Redakteur hat mehr zu tun, als 24/7 zu benchen. Dann ist noch nichts anderes gemessen, es gibt weder Fotos noch ein Video. Und am Ende muss das alles noch in einen Artikel gegossen werden, Benchmarks wollen gebaut und Texte geschrieben werden, was auch noch Recherche-Zeit braucht. Vom Tagesgeschäft drumherum gar nicht erst zu reden.
Insofern bleiben wir bei der Regel: Alles, was das Prädikat "Gaming-Grafikkarte" verdient bzw. sich verdienen will, kämpft sich mehr oder minder erfolgreich durch den PCGH-Leistungsindex. Was daran zerschellt, ist eben keine ernsthafte Gaming-Grafikkarte. Dass der Einstellungstest machbar ist, zeigen schließlich genug Grafikkarten und Full HD sollte zumindest drin sein. Ergänzt wird das anlassgetrieben durch Spezialmessreihen - wie eben bei der Radeon RX 6500 XT. Nachschlag inklusive der Geforce RTX 3050 ist übrigens in Arbeit.
Spaßfakt am Rande: Ich spielte schon mehrfach mit dem Gedanken, Full HD aus dem Index zu streichen, da sich hier ein CPU-Limit nie ganz vermeiden lässt, aber angesichts der Immer-noch-Verbreitung (global/Steam) wäre das nicht gut. Insofern bleibt das, aber fiese Szenen und bewusste Grafiklast sind das Mindeste.
MfG
Raff
Der neue Parcour steht ja schon in den Startlöchern. Bin schon gespannt drauf.
Zu der Debatte hier vorher kann man eigentlich nicht viel sagen. Die 3050 ist im Markt viel zu teuer geworden und damit unbrauchbar. Die 6500 ist ein ein Schrottprodukt das seines gleichen sucht.
Gibt ne 6600 auch für 475€ incl.
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Bei den 8GB-Grakas gibts inzwischen die 6600 für 489€. (falls Jemand "unbedingt" mehr Vram möchte)
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