Geforce RTX 3050 8GB im Test: Leistungsindex & PCI-Express
Die Geforce RTX 3050 8GB im Leistungsindex: Wo sortiert sich die Karte im Vergleich zur Radeon RX 6500 XT, Geforce RTX 2060 und anderen Modellen ein?
In diesem Artikel
- Seite 1 Geforce RTX 3050 8GB im Test: Spezifikationen
- Seite 2 Geforce RTX 3050 8GB im Test: Spiele-Benchmarks (1)
- Seite 3 Geforce RTX 3050 8GB im Test: Spiele-Benchmarks (2)
- Seite 4 Geforce RTX 3050 8GB im Test: Leistungsindex & PCI-Express
- Seite 5 Geforce RTX 3050 8GB im Test: Leistungsaufnahme und Effizienz
- Seite 6 Geforce RTX 3050 8GB im Test: Zusammenfassung mit Fazit
- Seite 7 Bildergalerie
Wo landet die Geforce RTX 3050 im Grafikkarten-Vergleich? Da es sich um eine Mainstream-Grafikkarte handelt, beschränken wir die Betrachtung auf die gut nutzbare Full-HD-Auflösung. Die teilnehmenden Grafikkarten sind dieselben wie bei den Benchmarks, für die Übersicht blenden wir jedoch alle ein.
Die Geforce RTX 3050 erreicht insgesamt das Leistungsniveau der Radeon RX Vega 56 respektive Geforce GTX 1070 (Ti); je nach Spiel mal mehr, mal weniger. Die Geforce RTX 3060 ist mit einem Abstand von 37 Prozent fühlbar schneller und auch die RTX 2060 rangiert vor ihr. Allerdings gelingt es der Geforce RTX 3050, die Radeon RX 6500 XT um 56 Prozent zu distanzieren - die beiden Grafikkarten spielen nicht in derselben Gewichtsklasse. Damit ist die neue Gaming-Geforce ein verlässlicher Spielpartner, der sich keine groben Schnitzer erlaubt. Die Speicherkapazität genügt in den allermeisten Fällen, wenn man von besonders gemeinen Fällen wie Serious Sam 4 absieht - hier hilft ein kleiner Detailverzicht und die Bildrate ist gerettet. Grafikkarten mit 6 und erst recht 4 GiByte erfordern wesentlich größere Abstriche, sodass man Nvidia zur gewählten Kapazität beglückwünschen kann.
PCI-Express 4.0 vs. 3.0
Wie Sie oben sehen, haben wir die Geforce RTX 3050 - analog zur Radeon RX 6500 XT - auch mit PCI-Express 3.0 getestet, indem wir dieses im UEFI-Menü unseres Mainboards für alle Komponenten einstellten. Resizable BAR (rBAR) respektive Smart Access Memory (SAM) haben wir dabei bewusst angelassen, um ausschließlich den Einfluss der PCI-E-Übertragung zu testen. Diese Messreihe offenbart, wie die Geforce RTX 3050 auf einem verbreiteten System mit 3.0er-Steckplatz läuft.
Über alle 20 Spiele in Full HD (1080p) hinweg beträgt die Differenz zwischen PCI-E 4.0 und 3.0 rund zwei Prozent. Wie üblich, gibt es Ausreißer in beide Richtungen, wirklich kritisch ist der Unterbau aber in keiner unserer Stichproben. Die größte Differenz beträgt knapp fünf Prozent, wie die folgende Tabelle offenbart (absteigend sortiert). Als Faustregel lässt sich formulieren, dass 3.0 statt 4.0 nur dann wirklich durchschlägt, wenn der lokale Grafikspeicher deutlich überladen wird, sodass in den Hauptspeicher ausgelagert werden muss. Mit 8 GiByte und höchstens WQHD ist dies jedoch außerhalb praktisch nutzbarer Szenarien.
Quelle: PC Games Hardware
Nvidia Geforce RTX 3050 - PCI Express Throughput - Games.
Passionierte Tuner können den durchschnittlichen Leistungsverlust mithilfe einer Übertaktung des PCI-Express egalisieren. Diese lässt sich durch Anhebung des Referenztakts erreichen, welcher synchronisiert läuft. Je nach System sind zwei bis drei Prozent höhere Frequenzen drin, doch Vorsicht: Werden NVME-SSDs nicht mehr erkannt, nähern Sie sich dem Ende der Fahnenstange, und spätestens ein halbes Megahertz später gibt der Rechner kein Bild mehr aus. Rund 102 MHz (+2 Prozent) stecken jedoch erfahrungsgemäß in den meisten Systemen (ohne Gewähr, Tuning auf eigene Gefahr!).
Leistung pro Auflösung (FHD, WQHD, UWQHD, UHD)
Auch ein Blick auf die Ergebnisse der einzelnen Auflösungen lohnt sich, denn hier kommt im Detail heraus, wo die teilnehmenden Grafikkarten gewinnen und verlieren. Im Kontext der Geforce RTX 3050 ist jedoch nur Full HD wirklich praxisnah. WQHD und noch höhere Auflösungen benötigen DLSS oder andere Upscaling-Methoden, um flüssig nutzbar zu sein.
In diesem Direktvergleich ist erneut zu sehen, dass die kleinen RDNA-2-Modelle RX 6500 XT & RX 6600 in niedrigen Auflösungen am besten funktionieren. Diese Erkenntnis ist spätestens dann wertvoll, wenn Upscaling zum Einsatz kommt. Wird die Auflösung weiter reduziert, profitiert RDNA2 etwas stärker als Ampere und Turing - speziell bei FSR, welches FP16-Berechnungen beinhaltet. Letztere können von Navi mit doppelter Geschwindigkeit ausgeführt werden, was weitere Prozente freiräumt. Im Falle der Geforce RTX 3050 führen jedoch beinahe alle Wege zum Geforce-exklusiven DLSS, welches in vielen Spielen eine bessere Qualität erzielt.
Benchmarks mit Raytracing und DLSS
Damit Sie wissen, wie es um die Raytracing-Nutzbarkeit der Geforce RTX 3050 8GB bestellt ist, haben wir einige Stichproben genommen. Mit Battlefield 2042, Cyberpunk 2077, Doom Eternal und Marvel's Guardians of the Galaxy sind vier unterschiedliche Spiele und Raytracing-Implementierungen angetreten, welche außerdem das Upsampling DLSS unterstützen. Einige Vergleichswerte stammen aus unserem großen DLSS-Special, daneben haben wir als Referenzwert eine Radeon RX 6600 mit aktuellem Treiber nachgetestet.
In allen Benchmarks skalieren wir alle verfügbaren DLSS-Modi in Full HD durch, um die Auswirkungen auf die Leistung aufzuzeigen. Praktisch relevant sind aus unserer Sicht jedoch nur DLSS Quality und DLSS Balanced (neben dem normalen Temporal-AA), die Performance-Modi erzeugen ein bröseliges Bild. Wir haben diese Modi daher standardmäßig im Benchmark ausgeblendet. Die Ergebnisse:
Erwartungsgemäß haben die teilnehmenden Mittelklasse-Grafikkarten stark zu kämpfen, wenn die native 1080p-Auflösung verwendet wird. Die Geforce RTX 3060 liegt stets in Front. Kommt DLSS zum Einsatz, welches sich nur mit Geforce-RTX-Grafikkarten aktivieren lässt, steigt die Bildrate in jedem Fall fühlbar. Oft entscheidet DLSS über die Spielbarkeit und ist somit ein gern gesehener Booster.
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Dat is zumindest "akzeptabler".
Man muss als Tester einfach eine Baseline ziehen. Einen Kompromiss eingehen, der für die allermeisten Szenarien bzw. Produkte funktioniert. Dieser liegt im Leistungsindex, welcher darauf ausgelegt ist, selbst die Leistung der schnellsten Grafikkarten aufzuzeigen, also eine Skalierung mit der GPU-Leistung zu erlauben. Das erreichen wir mit großem Aufwand bei den Settings und Szenen - soweit ich weiß, ist die PCGH-Aufstellung mit 20 Spielen in 4 Auflösungen nicht nur einer der aufwendigsten Indizes weltweit, sondern auch einer mit der besten Skalierung (Abstand 3080 vs. 3090 beispielsweise). Dass dabei Mittelklasse-Grafikkarten zu kämpfen haben und alle zwei- bis dreifach beschnittenen Modelle sowie alte Karten einknicken, liegt in der Natur der Sache. Da wir alle Fortschritt wollen, sehe ich hier auch nichts verwerfliches.
Die Idee, bei jedem Produkt irgendeine andere Methodik zu erfinden, ist nicht nur anfechtbar, sondern auch furchtbar aufwendig und insgesamt nicht praktikabel. Am Ende hat jedes Produkt einen eigenen "Index", es gibt null Vergleichbarkeit, sondern nur Inseln. Die Alternative, beispielsweise zehn "Index-Szenarien" (Enthusiast, Mittelklasse, Low-End, Speicherkrüppel, Superaltmetall etc.) aufzubauen und aktuell zu halten: völlig unmöglich, selbst bei meinen völlig wahnsinnigen Arbeitszeiten vor Launches. Es geht einfach nicht. Denn, das sieht man von außen nicht, ein Redakteur hat mehr zu tun, als 24/7 zu benchen. Dann ist noch nichts anderes gemessen, es gibt weder Fotos noch ein Video. Und am Ende muss das alles noch in einen Artikel gegossen werden, Benchmarks wollen gebaut und Texte geschrieben werden, was auch noch Recherche-Zeit braucht. Vom Tagesgeschäft drumherum gar nicht erst zu reden.
Insofern bleiben wir bei der Regel: Alles, was das Prädikat "Gaming-Grafikkarte" verdient bzw. sich verdienen will, kämpft sich mehr oder minder erfolgreich durch den PCGH-Leistungsindex. Was daran zerschellt, ist eben keine ernsthafte Gaming-Grafikkarte. Dass der Einstellungstest machbar ist, zeigen schließlich genug Grafikkarten und Full HD sollte zumindest drin sein. Ergänzt wird das anlassgetrieben durch Spezialmessreihen - wie eben bei der Radeon RX 6500 XT. Nachschlag inklusive der Geforce RTX 3050 ist übrigens in Arbeit.
Spaßfakt am Rande: Ich spielte schon mehrfach mit dem Gedanken, Full HD aus dem Index zu streichen, da sich hier ein CPU-Limit nie ganz vermeiden lässt, aber angesichts der Immer-noch-Verbreitung (global/Steam) wäre das nicht gut. Insofern bleibt das, aber fiese Szenen und bewusste Grafiklast sind das Mindeste.
MfG
Raff
Der neue Parcour steht ja schon in den Startlöchern. Bin schon gespannt drauf.
Zu der Debatte hier vorher kann man eigentlich nicht viel sagen. Die 3050 ist im Markt viel zu teuer geworden und damit unbrauchbar. Die 6500 ist ein ein Schrottprodukt das seines gleichen sucht.
Gibt ne 6600 auch für 475€ incl.
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Bei den 8GB-Grakas gibts inzwischen die 6600 für 489€. (falls Jemand "unbedingt" mehr Vram möchte)
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