FSR 4 auf RDNA 3 unter Linux: Qualitätsplus vs. Leistungsminus
Spieler, die FSR 4 nutzen wollen, benötigen zwingend eine RDNA-4-Grafikkarte, zumindest unter Windows. Unter Linux hingegen lässt sich AMDs KI-Upscaling mittels FP8-Emulation nutzen, doch wie steht es um die Qualität und Leistung?
Spieler, welche FidelityFX Super Resolution ("FSR") 4 nutzen wollen, benötigen auch zwingend eine RDNA-4-Grafikkarte wie die AMD Radeon RX 9070 XT, Radeon RX 9070, Radeon RX 9070 GRE oder Radeon RX 9060 XT, zumindest unter Windows. Doch wenn das offene Betriebssystem Linux zum Einsatz kommt, lässt sich AMDs KI-Upscaling mit der Hilfe von FP8-Emulation auch auf "alten" RDNA-3-Grafikkarten nutzen. Im populären Subreddit r/hardware thematisiert ein Beitrag das mittels FSR 4 erreichbare Qualitätsplus im Vergleich zum Leistungsverlust zu FSR 3.
Den wichtigsten Aspekt von FSR 4 auf RDNA 3 unter Linux stellt der Redditor "uzzi38" gleich zu Beginn deutlich heraus, nämlich dass FSR 4 einfach so viel besser aussieht als FSR 3, sodass der Leistungsvorteil von FSR 3 im Großen und Ganzen kaum von Bedeutung ist. Mit der Hilfe des OptiScalers wurden FSR 3 Ultra Quality dabei entsprechend mit FSR 4 Ultra Quality und XeSS Ultra Quality verglichen.
Selbst auf einer AMD Radeon RX 7800 XT sieht der Tester den Einsatz von FSR 4 noch als vorteilhaft an, wenn eine Zielauflösung von WQHD ("1440p") anvisiert werden soll.
Wie schon bei der softwareseitigen Implementierung von Hardware-Raytracing ist RADV das "Wundermittel", welches neueste Features auch auf ältere Hardware bringt und FSR 4 mit RDNA-3-Grafikkarten nutzbar macht. Dank Mesa 25.2 macht FSR 4 jetzt erneut einen großen Sprung unter Linux, was sich wie erwartet auch positiv auf die Leistung des KI-Upscalings mittels FP8-Emulation auswirkt. So lassen sich die Leistungseinbußen jetzt in etwa auf dem Level von Intel XeSS einordnen.
Der freie Vulkan-Grafiktreiber für AMD Radeon ("RADV"), welcher als Alternative zu AMDs offiziellen Vulkan-Grafiktreiber ("AMDVLK") entwickelt wurde, macht es möglich, dass sich das KI-Upscaling, das werkseitig die KI-Beschleuniger der RDNA 4 ("GFX12") voraussetzt, mittels FP8-Emulation und VKD3D-Proton unter Linux jetzt auch erstaunlich gut auf RDNA-3-Grafikkarten ("GFX11") nutzbar ist. Wurden vormals immense Leistungseinbußen verzeichnet, hat sich die Situation mittlerweile signifikant verbessert, wenn eine 7900 XTX, XT oder GRE genutzt wird.
Auf einer AMD Radeon RX 7900 GRE beträgt der Leistungsverlust in WQHD ("1440p") mit FSR 4 im Vergleich zu FSR 3 bei nur noch durchschnittlich rund 12 Prozent, wie kd-11 in seinem aktuellen YouTube-Video eindrucksvoll demonstriert. AMDs offiziellen Vulkan-Grafiktreiber ("AMDVLK") ist nach wie vor keine gangbare Ausweichlösung und fällt wie zu erwarten war weit hinter RADV zurück.
Eine native FP16-Implementierung könnte dasselbe erreichen, ohne die Konvertierungen in beide Richtungen, sodass sie theoretisch etwas schneller arbeiten könnte (...)
(...) aber wichtiger ist, dass FSR 4 einfach so viel besser aussieht als FSR 3, sodass der Leistungs Vorteil von FSR 3 im Großen und Ganzen kaum Bedeutung hat.
- uzzi38 -
Spieler, die FSR 4 auf einer RDNA-3-Grafikkarte unter Linux bestmöglich nutzen möchten, sollten die nachfolgende Voraussetzungen schaffen.
- CachyOS im neuesten Build 25.08 ("August-Release")
- Mesa 3D in der neuesten Version 25.2.2 ("Git")
- Proton-CachyOS oder GE-Proton 10-15
- OptiScaler als Nightly Build
Welche Fortschritt FSR 4 unter Linux und selbst mit der Implementierung mittels FP8-Emulation gemacht hat, zeigen die nachfolgenden Aufnahmen.
Wenn ihr schon einmal hier seid, die PCGH-Redaktion würde sich darüber freuen zu erfahren, welche Linux-Distribution ihr nutzt.