Radeon RX Vega 64: Indiana Jones mit Raytracing unter Linux
Die altehrwürdige AMD Radeon RX Vega 64 stemmt das durchaus anspruchsvolle Indiana Jones und der Große Kreis dank des freien Vulkan-Grafiktreibers mit Raytracing unter Linux.
Die altehrwürdige AMD Radeon RX Vega 64 auf Basis von Vega 10 XTX stemmt das durchaus anspruchsvolle Indiana Jones und der Große Kreis mit Raytracing unter Linux. Obwohl deren Vega-Mikroarchitektur noch überhaupt kein in Hardware beschleunigtes Raytracing beherrscht, wird die in Echtzeit durchgeführte Strahlenverfolgung über einen freien Vulkan-Grafiktreiber realisiert.
RADV-Raytracing ermöglicht es dir, Raytracing in Software zu emulieren, damit du Spiele spielen kannst, die hardwarebeschleunigtes Raytracing erfordern, wie beispielsweise Indiana Jones und der Große Kreis.
Selbst Grafikkarten mit GPUs, die kein Raytracing unterstützen, wie die Radeon RX Vega 64, erzielen hervorragende Leistungen, und das ist nicht einmal ein RDNA-Grafikprozessor, sondern ein Vega 10 XTX!
Der freie Vulkan-Grafiktreiber für AMD Radeon ("RADV"), welcher als Alternative zu AMDs offiziellen Vulkan-Grafiktreiber ("AMDVLK") entwickelt wurde, macht es möglich, dass das auf Hardware basierende Echtzeit-Raytracing unter Linux als softwareseitige Raytracing-Implementierung auf älteren Grafikkarten nutzbar ist. Im Grunde wird so Hardware-Raytracing mittels Softwareemulation ermöglicht und das Ganze ist praxistauglich und dabei überraschend performant einsetzbar.
Wie der YouTube-Kanal "Clewless Clay" demonstriert, lässt sich auf diese Weise ein aktuelles Spiel wie Indiana Jones und der Große Kreis in Full HD ("1080p") mit einer internen Renderauflösung von 720p und mittleren Grafikeinstellungen inklusive Raytracing mit hohen Frameraten von 50 bis 60 Fps unter Linux spielen.
Währenddessen zeigt der YouTube-Kanal "BK Benchmark", wie dasselbe Spiel in Full HD und dem auf Software basierenden Raytracing auf einer Radeon RX 5700 XT mit 70 bis 80 Bildern pro Sekunde läuft.
Hinweis: Die Raytracing-Emulation wird durch den RADV-Grafiktreiber, der im freien Grafikstack Mesa 3D integriert ist, möglich gemacht. Die Unterstützung für GPUs, welche Raytracing nicht in Hardware beschleunigen können, soll auf eine Idee von Joshua Ashton, bekannt für seine Arbeit an Proton und DXVK, zurückgehen.
Ihre Meinung ist gefragt!
Wie stehen Sie zu diesem Thema? Die PCGH-Redaktion freut sich über Ihre fundierte Meinung in den Kommentaren zu dieser Meldung. Um zu kommentieren, müssen Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie bisher noch keinen Account haben, könnten Sie sich hier unverbindlich registrieren. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die geltenden Forenregeln.
Quelle: Clewless Clay, BK Benchmark via Tom's Hardware

Für alle GCN und RDNA Karten. Die Ältesten wären die HD7xxxer. Der Karte läuft auch Maxwell beim Alter nicht den Rang ab, der zeitliche Konkurrent wäre hier Kepler also GTX6xx, aber die Karten unterstützen noch kein Vulkan 1.3, das von RADV genutzt wird, nur 1.2. Wenn man eine Art "Russische Püppchen"-Wrapper bauen wollte müsste man also tatsächlich mindestens Maxwell nehmen.
Wie viele schon vermutet haben, gehen die vermeintlich nicht kompatiblen Raytracing-Spiele also doch mit Hardware ohne Raytracing-Cores!...
...ich finde es richtig toll, dass wir mittlerweile in einer Zeit angekommen sind, in der 8 Jahre alte Grafikkarten noch neue AAA-Spiele stemmen können <3. Ich hoffe, dass da auch unter Windows noch entsprechende Modifikationen kommen. Gleichzeitig Sondermüll vermeiden und Spiele zugänglicher machen. Ich lieb's!
Wäre cool die als "Hardwarebeschleunigerin" für RT zur 6900XT zu stecken, aka Physix dazumal
Gruß T.