F1 22 im TÜV: GPU- und CPU-Benchmarks
Quelle: EA / Codemasters
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F1 22 im TÜV: GPU- und CPU-Benchmarks

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Auf Seite 2 unseres Technik-Tests von F1 22 geht es ans Eingemachte: Wie läuft das Spiel mit und ohne Raytracing auf populären Grafikkarten und Prozessoren?

F1 22 im Techniktest: Benchmarks

Wie bei jedem PCGH-Techniktest üblich, haben sich vor den Messungen mehrere Redakteure an verschiedenen Systemen mit dem Spiel vertraut gemacht. Das haben wir selbstverständlich auch bei F1 22 getan - mit anderen Worten: Wir fuhren erneut alle Schauplätze sowohl bei trockener als auch nasser Witterung ab, um die anspruchsvollste Route zu finden. Als Testschlitten dient uns wie bei den Vorgängern (und PCGH-untypisch) der integrierte Benchmark des Spiels. Diese Entscheidung hat Komfort- und Präzisionsgründe: Wie bei früheren Codemasters-Spielen auch, lässt sich mit der Benchfunktion jede einzelne Strecke des Spiels automatisch von der KI abfahren. Der eigene Bolide startet und bleibt dabei stets am Ende des Fahrerfelds, womit maximale Grafiklast erzeugt wird. Außerdem fährt die KI sauberer als jeder Tester, sodass die Werte so akkurat wie möglich sind.

Am Ende alle Probefahrten landeten wir erneut bei Aserbaidschan (Azerbaijan) als Benchmark-Strecke für die Grafikkarten und Imola für Prozessoren. Die Schauplätze fordern Prozessor und Grafikkarte mit aktivem Raytracing das Äußerste ab, da überdurchschnittlich viele Spiegelungen und Schattierung der Spielwelt vorliegen - man kann durchaus von Worstcase-Szenarios sprechen. Kommt hingegen kein Raytracing zum Einsatz, sind die Strecken nur durchschnittlich anspruchsvoll.

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Bei allen Benchmarks kommen die zum Testzeitpunkt aktuellen Grafiktreiber von AMD und Nvidia zum Einsatz, in diesem Fall der Geforce GRD 516.59 WHQL und die AMD Software 22.6.1. Alle Messungen werden mittels CapFrameX durchgeführt, die Messdauer pro Durchlauf beträgt ausnahmslos 20 Sekunden; Resizable BAR (rBAR) respektive Smart Access Memory (SAM) sind bei den PCGH-Benchmarks seit April 2021 standardmäßig aktiv. Wie immer bieten wir Ihnen die Grafikkarten-Ergebnisse in den vier verbreiteten Auflösungen Full HD, WQHD, UWQHD und Ultra HD, welche Sie im folgenden Benchmark auswählen können

F1 22: GPU-Benchmarks ohne Raytracing

Beginnen wir mit den "klassischen" Rasterizing-Benchmarks von Geforce gegen Radeon - also ohne Raytracing. Alle übrigen Details stehen auf dem jeweiligen Maximum, was FidelityFX CACAO beinhaltet, geglättet und nachbearbeitet durch Temporal-AA und CAS. Diese Qualität ist auf allen Grafikkarten der letzten zehn Jahre möglich.

Codemasters' nun konsequent auf DirectX 12 ausgelegte Engine läuft vorzüglich, sogar auf angestaubten Rechnern. Aktuelle Gaming-Grafikkarten liefern entsprechend mehr, wobei sich vor allem AMDs RDNA 2 in Szene setzen kann: Wie bei F1 2021 harmonieren die RX-6000-Grafikkarten außerordentlich gut mit der Engine, was angesichts der vielen AMD-Technologien nicht verwunderlich ist. Nvidias Ampere-Modelle holen mit steigender Auflösung ein wenig auf, doch selbst in Ultra HD performen die Navi-21-basierten Modelle bemerkenswert gut und erzielen konstant flüssige Bildraten.

F1 22: GPU-Benchmarks mit Raytracing

Die mit Raytracing erzielten Bildraten sind erwartungsgemäß deutlich geringer als beim Rasterizing, wie der folgende Benchmark offenbart. Diese Daten bilden nicht nur optisch den Gegenpol zur hochkompatiblen Rasterizing-Grafik - wir testen bewusst mit der Raytracing-Qualität "Hoch" (nicht "Ultrahoch").

Der Wechsel auf Raytracing-Schatten und -Spiegelungen setzt allen Grafikkarten deutlich zu. Besonders tief fallen die Radeon-Modelle, wenngleich deren Performance relativ gut ausfällt, wenn man sie beispielsweise mit The Ascent oder Cyberpunk 2077 vergleicht. Angesichts der enormen Leistungskosten bietet sich der Wechsel auf die Raytracing-Qualitätsstufe "Normal" an, alternativ verwenden Sie die auf der ersten Artikelseite thematisierten Upscaling-Verfahren. Das wirkt sich auf der Grafikkarten-Mittelklasse folgendermaßen aus:

Da Upscaling nicht nur Pixel, sondern vor allem Strahlen des Raytracings einspart, skaliert die Bildrate außerordentlich mit allen verfügbaren Upscaling-Modi. Wir haben diesen Vergleich bewusst mit der Raytracing-Qualitätsstufe "Ultrahoch" angefertigt, denn auf diese Weise sehen die RT-Effekte noch bestmöglich aus und das Upscaling entfaltet die maximale Entlastungswirkung.

Prozessor-Benchmarks

Sie kennen uns, Prozessor-Benchmarks gehören bei den PCGH-Techniktests natürlich auch zum Programm. Je nach Spiel und dessen Neigungen testen wir mal mehr und mal weniger Prozessoren. Das hängt stark vom Spiel und den beim Testen angetroffenen Bildraten ab - sind die Unterschiede kaum spielrelevant, wie beim vorliegenden Fall, ist es schlicht nicht nötig, 20 oder mehr CPUs zu testen. Im Fall F1 22 kommt außerdem dazu, dass die Entwickler den Denuvo-Kopierschutz verwenden, sodass wir beim Testen ausgebremst werden. Wir haben uns deshalb dazu entschieden, die Informationsdichte zu erhöhen und jeden Prozessor einmal mit und einmal ohne Raytracing-Effekte zu testen.

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Wie oben ausgeführt, verwenden wir den internen Benchmark-Modus. Die Strecke für die CPU-Benchmarks hat sich im Gegensatz zu den Vorgängern verändert: Wir führen die Tests jetzt auf Imola durch, bei Regen sowie der weiten Verfolgungskamera. Die Audio-Simulationsqualität, welche Einfluss auf die CPU-Last hat, befindet sich bei jedem Benchmark auf "Hoch". Das Spiel passt diese Option automatisch an. Wir laden Sie ein, unseren Benchmark nachzustellen. Letzterer beginnt, sobald die Ampel auf Grün schaltet und sich die Fahrzeuge in Bewegung versetzen. Die genauen Grafikoptionen können Sie dem Video entnehmen.

F1 22 hat zwei Gesichter. Nutzer älterer Gaming-PCs, die beispielsweise noch mit einem Core i7-7700K unterwegs sind, brauchen sich um die CPU-Anforderungen keine großen Gedanken zu machen. Wer sich vor rund zwei Jahren mit einem Core i5-10400F für seinerzeit rund 120 Euro eingedeckt hat, wird mit über 150 Fps dafür belohnt - vorher wird sehr wahrscheinlich die Grafikkarte dicht machen. Ganz anders sieht es dagegen aus, wenn Sie mit Raytracing-Effekten spielen möchten. Wir beobachten auch in anderen Spielen einen massiven Anstieg der CPU-Last, wenn Raytracing-Schatten zum Einsatz kommen, so auch in F1 22. Der eben genannte i5-10400F kann mit aktiver RT-Verschattung "nur" noch rund 100 Fps berechnen, ein Einbruch um 36 Prozent. Auffällig ist, dass die erhöhte Last bei leistungsfähigeren Prozessoren prozentual mehr Leistung kostet. Wir vermuten, dass die Entwickler eine Art automatische Abfrage in die Grafikengine integriert haben, welche die verwendete CPU erkennt und die Raytracing-Last leicht daran anpasst. Fps-Jäger müssen tief in die Tasche greifen, ein Core i9-12900K oder Ryzen 7 5800X3D bringt die höchste Performance auf den Bildschirm.
F1 22 im Technik-TÜV: Mehr Raytracing für alle (9) Quelle: PCGH F1 22 im Technik-TÜV: Mehr Raytracing für alle (9) Gerne hätten wir Ihnen noch mehr CPU-Benchmarks präsentiert, doch der Denuvo-Kopierschutz macht uns abermals einen Strich durch die Rechnung. Nach nur fünf Aktivierungen müssen wir 24 Stunden warten, bis wir wieder eine neue CPU verwenden dürfen. Im vorliegenden Fall ist das aber halb so schlimm, da sich die CPU-Last in Grenzen hält.

F1 22 im Techniktest: Fazit

Unsere Kollegen der PC Games, welche F1 22 ausführlich getestet haben, sind sich im Fazit einig, dass das Spiel hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Es gibt zwar Neuerungen, doch fallen diese nicht so stark ins Gewicht - als Spieler weint man eher den Modi hinterher, die es jetzt nicht mehr gibt. Vor allem negativ fallen Mikrotransaktionen in diesem Vollpreis-Titel auf. Auf der technischen Seite geht F1 22 zwar in Sachen Raytracing einen Schritt nach vorn und ist wirklich sehenswert, präsentiert sich optisch aber in weiten Teilen wie der Vorgänger. All das hat jedoch etwas Gutes: Hinsichtlich der Hardwareanforderungen brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen. Setzen Sie auf einen halbwegs aktuellen Spiele-PC, werden Sie mit "normaler" Grafikkarte dreistellige Bildraten antreffen. Raytracing ist ein Bonus, den Spieler mit einer potenten GPU dank Upscaling (DLSS und FSR) jederzeit genießen können. Weshalb die Texturfilterung trotz der hohen Bildraten minderwertig ist und warum AMDs FSR 2.0 noch fehlt, ist unbekannt - kommende Patches können das jedoch richten.

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    • Kommentare (18)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Firebuster
        Ich mag nur keine fadenscheinigen Ausreden.
        Es sind keine. Ich schrieb deshalb extra "beispielsweise" dahinter. Du glaubst nicht, wie viele Aufgaben ein Redakteur hier hat. Wenn wir nur Spiele testen bräuchten, man, das wäre ein Traum und Urlaub zugleich
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Firebuster
        Ich mag nur keine fadenscheinigen Ausreden.
        Es sind keine. Ich schrieb deshalb extra "beispielsweise" dahinter. Du glaubst nicht, wie viele Aufgaben ein Redakteur hier hat. Wenn wir nur Spiele testen bräuchten, man, das wäre ein Traum und Urlaub zugleich
      • Von PCGH_Raff Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Freiheraus
        Was treiben die Intel-CPUs da? Vor allem die Perzentil P1 sind ja erschreckend schlecht.
        Entweder arbeitet SAM auf der AM4 Plattform (insbesondere mit Zen 3) massiv besser oder die Mitigation schlägt bei Intel hier voll durch.
        Bei F1 22 haben wir's nicht getestet, allerdings sprach F1 2020 bereits massiv auf SAM an, als wir das vor bald zwei Jahren prüften.

        Mit einem ausgereizten 12900K, zu finden in unserem GPU-Testsystem, kommt man hier übrigens nicht an den 5800X3D heran. Ich sehe hier Averages zwischen 160 und 165 im CPU-Benchmark mit Raytracing (8 P-Cores, keine E-Cores, 5,2/4,9 GHz, DDR5-6400).

        MfG
        Raff
      • Von Freiheraus
        Was treiben die Intel-CPUs da? Vor allem die Perzentil P1 sind ja erschreckend schlecht.
        Entweder arbeitet SAM auf der AM4 Plattform (insbesondere mit Zen 3) massiv besser oder die Mitigation schlägt bei Intel hier voll durch.

        Die GPUs verhalten sich wie erwartet in DX12 Titeln, Rasterizing und später/kaum Overhead ist AMDs Steckenpferd, Raytracing im (un)spielbaren Bereich ist Nvidias Spezialität.
      • Von Gast1730761802
        Zitat von Firebuster
        Mit CPUs die inzwischen aus der Steinzeit sind.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Diese CPUs sind aber immernoch gut verbreitet und damit relevant.
      • Von wr2champ Software-Overclocker(in)
        Zitat von Firebuster
        Mit CPUs die inzwischen aus der Steinzeit sind.
        Die „Steinzeit“-CPUs sind mit Sicherheit stärker verbreitet als VR-Brillen oder Systeme, die genug Leistung für solche Spiele in VR haben. Es ist sicher einfacher, eine andere CPU zu testen, als diverse VR-Headsets mit diversen Presets und diversen Grafikkarten. Das wäre nicht effizient, aber genau diese Effizienz benötigt die Redaktion.
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