Ausstattungselemente eines Standard-Joystick und HOTAS-Modell
Was ist die Pflichtausstattung eines Joysticks? Welche Ausstattung sollte ein HOTAS-Modell bieten?
Inhaltsverzeichnis
- Seite 1 Kaufempfehlungen: Joysticks, HOTAS-System und Replik-Modell
- Seite 2 Test: Steuerung für F-16-Kampfjet und Yoke
- Seite 3 Steuerhilfen für virtuelle Airbus-Piloten und Ruderpedal-Referenz
- Seite 4 Ausstattung von Standard-Joysticks und HOTAS Modellen
- Seite 5 Ergonomie, Haptik und Software
- Seite 6 Bildergalerie
Standard-Joystick, HOTAS-Modell oder Steuerhorn mit Ruderpedalen?
Joystick ist nicht gleich Joystick. Daher lassen sich die teils schon seit vielen Jahren erhältlichen Steuerknüppelmodelle, die für Flug- und Weltraumsimulationen sowie Action-Spiele mit Joystick-Unterstützung geeignet sind, in drei große Gruppen kategorisieren: Standard-Joysticks, HOTAS-Joysticks und spezielle, aus Steuerhorn (Yoke), einem Quadranten sowie Ruderpedalen bestehende Peripherie für die professionelle Steuerung von Flugsimulationen. Dabei hängt die Wahl des Joystick-Modells primär davon ab, welche Spiele Sie mit dem Eingabegerät zocken möchten. Wer nur gelegentlich in virtuelle Höhen abhebt und dabei mehr Wert auf Action statt auf Simulation legt, ist mit einem Standard-Joystick ohne separate Schubeinheit gut bedient. Wer allerdings beim Microsoft Flight Simulator 2024 auch einmal eine Verkehrsmaschine oder bei Star Citizen einen Raumkreuzer pilotieren möchte, kommt an einem HOTAS-Joystick nicht vorbei.
Standard-Joystick: für Gelegenheitsflieger und actionreiche Flugspiele
Wer kaum Simulationen, aber gerne Titel spielt, bei denen wie in Ace Combat, War Thunder, Tom Clancy's HAWX 2, Battlefield 3/5/6, Star Wars: Battlefront 1/2 oder Star Wars: Squadron mehr die Action als realistische Flugmanöver im Vordergrund steht, dem reicht ein Standard-Joystick aus.
Quelle: PCGH
Wichtige Ausstattungselemente eines Standard-Joysticks am Beispiel des Thrustmaster T.16000M
Steuerknüppel (1)
Ein Standard-Joystick besteht aus einem beweglichen Stick mit Twist-Funktion, montiert auf einer Basis. Die Bewegungserfassung erfolgt beim Thrustmaster T.16000M über Magnetsensoren mit 16-Bit-Auflösung (16.000 × 16.000 Positionswerte). Das ermöglicht präzise, reibungsarme Eingaben. Eine 2,8-mm-Schraubenfeder sorgt für linearen, gleichmäßigen Widerstand.
Basis (2)
Die Basis bestimmt Standfestigkeit und Stabilität. Sie sollte robust verarbeitet und ausreichend schwer sein, damit der Joystick auch bei schnellen Bewegungen nicht verrutscht oder kippt. Gummifüße erhöhen die Rutschfestigkeit. HOTAS-Modelle bieten oft zusätzliche Schraubpunkte zur festen Montage auf Holz- oder Metallplatten.
Fingerablage (3) und Handstütze (4)
Ein ergonomischer Stick passt sich der Form der Hand an. Fingermulden verbessern den Halt, auch bei hektischen Manövern. Eine Auflage für kleinen Finger und Handkante entlastet das Handgelenk und reduziert Ermüdung bei längeren Einsätzen.
Rundblickschalter (5)
Der POV- oder Hat-Switch dient zur Änderung des Blickwinkels im Cockpit oder in der Außenansicht. Idealerweise handelt es sich um einen Acht-Wege-Schalter. Mikroschalter erleichtern die präzise Bedienung mit dem Daumen.
Programmierbare Tasten am Stick (6)
Zusätzliche Tasten erhöhen den Bedienkomfort, sofern sie gut erreichbar sind und einen klar definierten Druckpunkt bieten. Häufig befinden sich diese rund um den Hat-Switch oder seitlich am Stick. Leichtgängige Mikroschalter sind hier vorteilhaft.
Quelle: PCGH
Zur Ausstattung des Thrustmaster T.16000M gehören ein Mini-Schubregler sowie eine abschaltbare Beleuchtung.
Programmierbare Tasten an der Basis (7)
Auch an der Basis platzierte Tasten erweitern die Steuerungsmöglichkeiten, etwa für Fahrwerk oder Landeklappen. Bei beidhändig nutzbaren Modellen sind sie oft symmetrisch angeordnet. Eine geringe Betätigungskraft verbessert die Bedienbarkeit.
Schubregler (8)
Ein integrierter Schubregler erlaubt die Dosierung von Leistung bei Flug- oder Raumfahrtsimulationen. Der Widerstand sollte ausgewogen sein, um feine Anpassungen zu ermöglichen. Eine klar spürbare Nullstellung bei Schubumkehr ist sinnvoll. Die Größe sollte eine komfortable Bedienung mit zwei Fingern erlauben.
Abzug (9)
Ein Trigger gehört zur Standardausstattung. Er wird meist mit dem Zeigefinger bedient und sollte über einen direkten, leichtgängigen Mikroschalter verfügen. Je nach Spiel dient er als Waffen- oder Bremssteuerung.
Beleuchtung (10)
Eine optionale Beleuchtung erleichtert die Orientierung im Dunkeln. LED-Elemente an der Basis können aktive Nutzung signalisieren. Wer die Tastenanordnung verinnerlicht hat, empfindet Beleuchtung jedoch nicht zwingend als Mehrwert.
HOTAS-Modell mit Ruderachse: präzise Steuerung und dosierter Schub
Das ideale Eingabegerät für Simulationen, egal ob Sie ein Raumschiff im virtuellen Orbit oder einen Kampfjet, respektive ein Verkehrsflugzeug im Pixelhimmel pilotieren, ist ein HOTAS-Joystick. HOTAS steht dabei für Hand On Throttle And Stick und bezeichnet einen Joystick mit einem separaten Schubregler, welcher komplett mit der zweiten Hand, in der Regel der linken, bedient wird. Ein HOTAS-Joystick ist genau auf Flugsimulatoren ausgelegt. Das spiegelt sich nicht nur in seinem Design, sondern auch in seiner Sonderausstattung wider. Im Vergleich mit einem Standard-Joystick bietet die HOTAS-Variante die präzisere Steuerung und das realistischere Simulationsgefühl. Im Gegenzug lässt sich ein HOTAS-Joystick oft nur für ein oder zwei Spielgenres optimal nutzen. Dazu kostet er mehr als doppelt so viel wie ein Standardmodell.
Quelle: PCGH
Wichtige Ausstattungselemente eines HOTAS-Joysticks am Beispiel des Logitech Pro Flight X-56 Rhino HOTAS
Acht-Wege-Schalter am Stick (1): Standard-Joysticks bieten meist nur einen POV-Schalter, teils ergänzt durch einen zweiten Hat-Switch. HOTAS-Sticks wie der Logitech Pro Flight X-56 Rhino gehen weiter: Mehrere Acht-Wege-Schalter sitzen oben und seitlich am Griff. Damit steuern Sie etwa Außenkamera und Cockpit-Ansichten, wechseln Instrumente oder trimmen Höhen- und Seitenruder, ohne zur Tastatur zu greifen.
Zweiter Abzug (2): Neben dem Haupttrigger kann ein zweiter Abzug für Ring- oder kleinen Finger sinnvoll sein. In militärischen Simulationen belegen Sie damit etwa Raketen, während der Hauptabzug Bordwaffen auslöst. In zivilen Simulationen hilft ein Zweittrigger auch ohne Pedale, etwa als linke und rechte Radbremse bei Start und Landung.
Extratasten für den kleinen Finger (3): Zusatztasten nahe der Fingerablage erhöhen den Bedienkomfort. Viele Sims erkennen solche Buttons und belegen diese automatisch. Sie können die Zuordnung aber jederzeit im Spiel anpassen.
Widerstand am Joystick verstellbar (4): Beim Stick-Widerstand gehen die Vorlieben auseinander. Empfehlenswerte HOTAS-Systeme erlauben daher eine Anpassung, etwa über wechselbare Federn mit unterschiedlicher Spannung. So legen Sie Gegenkraft und Empfindlichkeit passend fest; wer es sehr leichtgängig mag, kann den Widerstand teils stark reduzieren.
Quelle: PCGH
Schubeinheit des Logitech Pro Flight X-56 Rhino HOTAS
Geteilte Schubeinheit mit Umkehrschub (5): Für präzise Leistungssteuerung ist eine separate Schubeinheit gegenüber einem Basisregler klar im Vorteil. Ein teilbarer Schubhebel erlaubt, mehrere Triebwerke getrennt zu regeln oder bei Propellermaschinen Funktionen aufzuteilen. Wichtig sind ein gut greifbarer Hebel, eine klar fühlbare Nullstellung und eine Umkehrschub-Option, damit auch Brems- und Landephasen sauber steuerbar bleiben.
Widerstand am Schubregler verstellbar (6): Praktisch ist ein mechanischer Regler für den physischen Gegendruck, etwa per Drehrad an der Schubeinheit. Software kann zwar Kennlinien und die Reaktion ändern, ersetzt aber keine echte Anpassung des Widerstands.
Drehregler (7): Für feine Cockpit-Einstellungen sind Drehregler oft geeigneter als Tasten: Autopilot-Parameter, Trimmung oder Gemisch lassen sich damit präziser bedienen. Viele HOTAS-Schubeinheiten bieten mehrere frei belegbare Drehregler plus Modus-Schalter, um Tastenbelegungen umzuschalten.
Kippschalter (8): Kippschalter mit Mittelstellung (Aus) und zwei- oder dreistufigem Schaltweg entsprechen typischen Cockpit-Bedienelementen. Je mehr davon vorhanden sind, desto seltener benötigen Sie Maus und Tastatur; viele Simulationen erkennen sie direkt.
Daumentasten am Schubhebel (9): Auch am Schubhebel sitzen häufig Daumentasten. Diese sollten ohne große Daumenbewegungen erreichbar sein, einen klaren Druckpunkt bieten, im Idealfall mit Mikroschaltern bestückt sein und nicht überhandnehmen - sonst leidet die Übersicht im Gefecht oder im Anflug.

Mit wackeligem Support hol ich mir nix mehr ins Haus.
Virpil Aeromax ist für das gebotene mit 200E ausgesprochen preiswert, Vollmetall Mechanik mit einstellbarer Charakteristik (linear für dogfight, exponentiell für Sim), Widerstand anpassbar durch wechselbare Federn und einstellbare Dämpfung.
Die haben auch immer mal Rabattaktionen von 10...15% und manchmal Zusatzrabatte wenn man 2 Teile kauft.
Die angewinkelten Griffe sind Geschmackssache, für den Pitch/Yaw Stickauf jeden Fall nicht und für den Throttle Stick kann man das machen, muss aber nicht, gerader Stick geht da auch.
Bei VKB und Virpel hättest Du diese Option und die haben auch 'nen guten Service. Kostet dann allerdings 400 EUR aufwärts. Entweder mit dem VKB Gladiator Evo oder dem Virpil Aeromax, ca. 200 EUR/Stick (mit Winkel-Adapter etwas teurer).
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Bei VKB und Virpel hättest Du diese Option und die haben auch 'nen guten Service. Kostet dann allerdings 400 EUR aufwärts. Entweder mit dem VKB Gladiator Evo oder dem Virpil Aeromax, ca. 200 EUR/Stick (mit Winkel-Adapter etwas teurer).