Steuerung für F-16-Kampfjet und Steuerhorn (Yoke) im Test
Virtueller F-16-Jet perfekt pilotiert und Steuerhorn für die zivile Luftfahrt.
Inhaltsverzeichnis
- Seite 1 Kaufempfehlungen: Joysticks, HOTAS-System und Replik-Modell
- Seite 2 Test: Steuerung für F-16-Kampfjet und Yoke
- Seite 3 Steuerhilfen für virtuelle Airbus-Piloten und Ruderpedal-Referenz
- Seite 4 Ausstattung von Standard-Joysticks und HOTAS Modellen
- Seite 5 Ergonomie, Haptik und Software
- Seite 6 Bildergalerie
Thrustmaster Viper TQS Mission Pack: Traum für virtuelle F-16-Piloten
Hersteller Thrustmaster hat mit dem von uns getesteten Thrustmaster HOTAS Warthog und der Thrustmaster TCA Captain Pack Airbus Edition gezeigt, dass man es versteht, empfehlenswerte Eingabegeräte für Flugsimulations-Enthusiasten zu entwickeln. Eine weitere, seit Mitte November 2023 erhältliche Hardware für virtuelle Jetpiloten ist das Thrustmaster Viper TQS Mission Pack. Das besteht aus dem Thrustmaster Viper TQS und dem Thrustmaster Viper Panel. Das Duo ist dem Schubhebelquadrantensystem der F-16 Fighting Falcon annähernd 1:1 nachempfunden.
Da es sich um eine offizielle, lizenzierte Replik handelt, fällt die Fertigung gewohnt hochwertig aus. Die aufragende Seitenwand, aus welcher der Schubhebel herausragt, sowie große Teile der Basis und die Panel-Blende bestehen zwar aus Kunststoff. Die aus einer oberen Führungsschiene und einem mit allen Schalt- und Steuerelementen des F-16-Kampfjets bestückten Sidestick bestehende Schubsteuermechanik ist jedoch genauso aus Metall gefertigt, wie die Bodenplatte, die insgesamt 7 Kippsschalter sowie die Seitenblende.
Der Schubhebel-Arm und die Primärachse des Schubs, die per Hall-Effekt-Sensorik abgefragt wird, bestehen ebenfalls aus Metall. Der robuste Werkstoff kommt auch bei Zahnradmechanik zum Einsatz. Damit verstellen Sie den Widerstand des Schubreglers mithilfe eines kleinen Inbusschlüssels. Das alles trägt dazu bei, dass die Schubeinheit eine sehr präzise und dazu sehr feinfühlige Schubregelung optimal unterstützt.
Quelle: Thrustmaster
Das Thrustmaster Viper TQS Mission Pack besteht aus dem Thrustmaster Viper TQS (links) und dem Thrustmaster Viper Panel (rechts). Das Duo ist dem Schubhebelquadrantensystem einer der F-16 Fighting Falcon annähernd 1:1 nachempfunden.
Dabei vermittelt das Steuergerät auch eine authentische Haptik. Um den Nachbrenner zu zünden, müssen Sie zuerst den Hebel auf seiner Querachse um etwa 30 Grad rotieren. Erst dann können Sie dessen Weg verlängern. Um die Parkposition (Idle/Cutoff-Status) bei der Schubkontrolle einzustellen, müssen Sie zusätzlich zuerst mit dem kleinen Finger einen triggerartigen Hebel bedienen, um die Sperre zu lösen. Erst dann können Sie den Schubhebel hinter die spürbare Arretierung befördern, die sich an der Anfangsposition des Schubradius befindet. Diese rein mechanischen Vorgänge vermitteln tatsächlich den Eindruck, dass man einen echten F-16-Kampfjet pilotiert. Das Realismusgefühl wird noch dadurch verstärkt, dass der Griff des Schubhebels optimal in der Hand liegt. Außerdem lassen sich alle Drehregler, Vier-Wege-Schalter, Schiebeschalter und der Trigger am Griff perfekt erreichen und bedienen. Dazu fühlen sich alle Schalter und Bedienelemente sehr wertig und vor allem authentisch an.
Knackiger Tastendruckpunkt
Der Druckpunkt der taktilen Taster ist perfekt und ein realistisches Extra, das hier besonders positiv auffällt, ist der Slap-Switch. Der stammt aus dem realen Flugzeug und löst besonders schnell bei Angriffen mit Raketen Abwehrmaßnahmen wie Chaff und Flare aus. Der Widerstand der Drehregler sowie die Rasterung aller Schiebeschalter sind ebenfalls optimal. Auch die allgemeine Haptik der Bedienelemente des Thrustmaster Viper TQS Mission Pack ist eine Klasse für sich.
Dazu begeistern auch alle auf dem Panel verteilten Knöpfe, zwei- oder dreistufige Kipphebel sowie die Drehschalter und Drehregler. Der Druckpunkt der Tasten ist knackig direkt. Die Rasterung der Drehschalter ist stramm, aber ausgezeichnet, und ihr Widerstand fällt angenehm hoch aus. Die Betätigung der Kippschalter erfordert zwar etwas Kraft, dadurch werden aber auch ungewollte Schaltvorgänge verhindert.
Quelle: Thrustmaster
Ein realistisches Extra des Thrustmaster Viper TQS Mission Pack ist der Slap-Switch. Der stammt aus dem realen Flugzeug und löst besonders schnell bei Angriffen mit Raketen Abwehrmaßnahmen wie Chaff und Flare aus.
Einzig für den wackeligen USB-Anschluss und den Fahrwerkschalter muss Thrustmaster sich Kritik gefallen lassen. Letzterer ist zwar nützlich, fühlt sich mit seinem Arretierungssystem aber billig an. Außerdem passt er, so schlicht umgesetzt, gar nicht zu einer fast 500 Euro teuren Flugsteuerung für Enthusiasten. Für die müssen Sie auch noch einen separaten Joystick erwerben.
Fazit: Das Thrustmaster Viper TQS Mission Pack ist jeden Cent seines Preises wert. Es überzeugt mit einer tollen Verarbeitung und beeindruckender Treue zum Original. Ein weiterer Pluspunkt, der es zur ersten Wahl für Hobbypiloten und Simulationsprofis macht, ist sein präziser Schubweg. Gute Noten gibt es auch für die authentische Schubhebelkonstruktion, die eine äußerst gefühlvolle Dosierung nebst Nachbrenner und Parkposition ermöglicht. Dazu kommen die robusten, aber dennoch feinfühlig und intuitiv bedienbaren Eingabeelemente am Hebel und die auch bei ihrer Charakteristik dem Original sehr gut nachempfundenen Schaltelemente am Panel.
Steuerhorn, Ruderpedale, spezieller Schubregler
Quelle: Honeycomb
Vielen Hobbyfliegern reicht der Joystick zur Flugzeugsteuerung bei Simulationen. Professionelle virtuelle Piloten mit echter Fluglizenz nutzen dagegen meistens sehr spezielle Peripherie. Die ist besonders präzise und verfügt über Regler, Knöpfe und Schalter, die den Bedienelementen eines Flugzeugs nachempfunden sind. Damit bietet diese eine optimale und wirklichkeitsnahe Flugsteuerung, primär in der zivilen Luftfahrt. Wir stellen Ihnen verschiedene aktuell erhältliche Eingabegeräte für die virtuelle Fliegerei vor:
Honeycomb Alpha Flight Controls
Ein Großteil aller Simulatorpiloten setzt den Joystick zur Steuerung des Flugzeugs ein. Piloten mit Fluglizenz jedoch bevorzugen ein Steuerhorn, auch "Yoke" genannt. Die Referenz sind die Honeycomb Alpha Flight Controls für ca. 250 Euro. Die sind sehr robust konstruiert und mit 30 zusätzlichen Funktionstasten ausgestattet. Somit vermittelt das Steuergerät bei Simulationen wie dem MS Flight Simulator ein sehr realistisches Fluggefühl.
Wer mit diesem Steuerhorn fliegt, braucht keine Tastatur mehr, und wer die rote Beleuchtung nicht mag, kann diese abschalten. Die Befestigung des Geräts am Schreibtisch erfolgt mit zwei mitgelieferten Mini-Schraubzwingen oder einem seinen Zweck sehr gut erfüllenden Saugfuß. Ein weiteres empfehlenswertes Yoke-System ist das Logitech G Saitek Pro Flight Yoke-System für ca. 135 Euro.
Quelle: Logitech
Für 135 Euro ist das Logitech G Saitek Pro Flight Yoke-System preislich eine Alternative zu deutlich teureren Honeycomb Aeronautical Alpha. Den Logitech Pro Flight Throttle Quadrant bekommen Sie auch einzeln.
Logitech Pro Flight Throttle Quadrant
Mit dem Pro Flight Throttle Quadrant hat Logitech für ca. 70 Euro einen Schubregler im Angebot, der eine besonders feine und genaue Dosierung des Vortriebs möglich macht. Das können die kleinen Mini-Schubregler, die in einen Standard-Joystick integriert sind, bei weitem nicht leisten. Fliegen Sie etwa eine Propellermaschine, regeln Sie mit den drei Schiebern insbesondere die Leistung, die Kraftstoffmischung und den Propellerwinkel. Fliegen Sie dagegen eine zweistrahlige Verkehrsmaschine, können Sie je einen Hebel zur Schubkontrolle eines Düsentriebwerks verwenden. Die eingebauten Kippschalter dagegen lassen sich für das Zünden des Propellermotors/Triebwerks oder zum Ausfahren des Fahrwerks, sowie der Landeklappen verwenden. Logitechs Schubkontrolle lässt sich einerseits mit der mitgelieferten Klemme am Tisch befestigen. Andererseits kann das Eingabegerät auch in das Cockpit eines Simulators eingebaut werden.

Mit wackeligem Support hol ich mir nix mehr ins Haus.
Virpil Aeromax ist für das gebotene mit 200E ausgesprochen preiswert, Vollmetall Mechanik mit einstellbarer Charakteristik (linear für dogfight, exponentiell für Sim), Widerstand anpassbar durch wechselbare Federn und einstellbare Dämpfung.
Die haben auch immer mal Rabattaktionen von 10...15% und manchmal Zusatzrabatte wenn man 2 Teile kauft.
Die angewinkelten Griffe sind Geschmackssache, für den Pitch/Yaw Stickauf jeden Fall nicht und für den Throttle Stick kann man das machen, muss aber nicht, gerader Stick geht da auch.
Bei VKB und Virpel hättest Du diese Option und die haben auch 'nen guten Service. Kostet dann allerdings 400 EUR aufwärts. Entweder mit dem VKB Gladiator Evo oder dem Virpil Aeromax, ca. 200 EUR/Stick (mit Winkel-Adapter etwas teurer).
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Bei VKB und Virpel hättest Du diese Option und die haben auch 'nen guten Service. Kostet dann allerdings 400 EUR aufwärts. Entweder mit dem VKB Gladiator Evo oder dem Virpil Aeromax, ca. 200 EUR/Stick (mit Winkel-Adapter etwas teurer).