35.000 US-Dollar teurer Computer aus menschlichen Neuronen kann Doom ausführen
Der erste kommerzielle Bio-Computer aus menschlichen Gehirnzellen ist die nächste Gerätschaft, auf der der Shooter-Klassiker Doom lauffähig ist.
Die Lauffähigkeit von Doom auf allen möglichen Gerätschaften mit etwas Rechenleistung hat mittlerweile Tradition und sich zuletzt etwa auf Ohrhörern oder einem Kochgerät gezeigt. Mit dem CL1 gehört auch der im letzten Jahr vorgestellte, erste kommerzielle biologische Computer der australischen Cortical Labs dazu, der als Prototyp bereits Pong spielte und sich zur Informationsverarbeitung am Lernprozess des menschlichen Gehirns orientiert.
In einem kürzlich veröffentlichten Youtube-Video zeigen die Macher, wie der Shooter-Klassiker darauf funktioniert und wie die Herangehensweise war. Im Gegensatz zu simulierten neuronalen Netzen handelt es sich hierbei um echte Neuronen - gezüchtet aus Haut- oder Blutzellen, die von erwachsenen Spendern entnommen, in induzierte Stammzellen umprogrammiert und dann zu kortikalen Gehirnzellen differenziert wurden, wie Techspot berichtet.
Bio-Computer aus Neuronen spielt Doom
Innerhalb des CL1-Moduls befindet sich das lebende Gewebe in einer versiegelten Kammer, die mit einem internen Lebenserhaltungssystem verbunden ist, welches wiederum Gaszusammensetzung, Temperatur und Abfallfiltration steuert. Unter idealen Laborbedingungen sollen die Neuronen bis zu sechs Monate lang aktiv und lebensfähig bleiben. Um das biologische Substrat anzusprechen, hat Cortical Labs ein Betriebssystem namens biOS entwickelt, das elektrische Reize über eine angebundene Elektrodenanordnung sendet und empfängt.
Entwickler können Code direkt auf die Neuronenschicht übertragen, wo Rückkopplungssignale adaptive Pfade formen, ähnlich wie Synapsen in einem biologischen Gehirn. Wird das System mit Spielen wie Pong oder Doom trainiert, reagiert das Netzwerk auf Reize wie Belohnungssignale, wenn ein Ziel erreicht wird, oder Korrektursignale, wenn es nicht erreicht wird, und soll selbstorganisierte Reaktionsmuster bilden. Wie das Video zeigt, ist die Trefferquote entsprechend anfangs auch noch ausbaufähig.
Cortical Labs nennt das Rechenmodell "Synthetic Biological Intelligence" (synthetische biologische Intelligenz), womit die "lebende" Berechnung von traditioneller künstlicher Intelligenz unterschieden werden soll. Das CL1-System wird als eigenständige Desktop-Einheit für 35.000 US-Dollar ausgeliefert, lässt sich aber auch in Server-Racks mit bis zu 30 Einheiten integrieren, die für Forschungseinrichtungen gedacht sind.
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Das Wort direkt bedarf es dagegen nicht. Es gibt keine indirekten Fehlinformationen.
Die 200.000 Neuronen haben Doom nicht ausgeführt, sie haben nur gelernt, es zu spielen. Vielleicht wollt ihr da noch nachbessern.
Doom ist aber teilweise immer noch ein Standard an dem gemessen wird. Trotzdem deftig.
Ha, der Name ist das beste an der Geschichte 😁.
Doom als "Beweis, dass etwas ein vollwertiges System ist" ist inzwischen dann doch zu ausgelutscht.
Und wie creepy ich Racks aus Bio-Reverse-Engineered-Stammzellen mit 6 Monaten Lebenserwartung finde kann ich kaum sagen. Auch wenn ich durchaus verstehe, was daran insbesondere für Forschungseinrichtungen spannend ist.
Mir wollen nur dystopische Szenarien mit dieser Technik (Technik?) einfallen.