Doom: Der klassische Ego-Shooter bringt jetzt auch Cooking Pots zum Kochen

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Doom: Der klassische Ego-Shooter bringt jetzt auch Cooking Pots zum Kochen
Quelle: Aaron Christophel via Youtube (Screenshot)

Ein Youtuber hat einen Krups Cook4Me zerlegt, die Firmware des Touchscreens neu aufgesetzt und darauf Doom portiert. Das Projekt zeigt, wie leistungsfähig die Elektronik moderner Küchengeräte wirklich ist.

Der Kult um den Klassiker Doom hat eine weitere kuriose Plattform erreicht. Dieses Mal läuft der Shooter nicht auf einem Taschenrechner oder einer Smartwatch, sondern auf einem elektrischen Schnellkochtopf vom Typ "Krups Cook4Me". Möglich wurde das durch eine vollständige Neuinstallation der Firmware des Touchscreen-Moduls, wie ein Youtuber in einer ausführlichen Analyse und Zerlegung des Geräts zeigt.

Doom läuft überall

Ausgangspunkt war die integrierte WLAN-Funktion des Kochgeräts. Beim Durchsehen der Systemmenüs fiel auf, dass Teile der Identifikation auf einen Chip von Espressif hindeuteten. Diese Spur führte zu einer vollständigen Demontage, bei der sich herausstellte, dass der "Cook4Me" intern in zwei klar getrennte Bereiche aufgeteilt ist. Der untere Teil enthält lediglich einen Temperaturfühler, ein Heizelement sowie eine Sicherheitsabschaltung. Diese Komponenten werden von einem einfachen STM-Mikrocontroller gesteuert, der ausschließlich für die thermischen Funktionen und den Schutz vor Fehlzuständen verantwortlich ist.

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Das eigentliche Rechenzentrum des Geräts sitzt im Touchscreen-Modul an der Vorderseite. Dort arbeitet ein ESP32 als WLAN-Baustein, während ein deutlich leistungsstärkerer Renesas R7S721031VZ die Benutzeroberfläche steuert. Dieser ARM-Prozessor wird von 128-MB-Arbeitsspeicher und 128-MB-Flashspeicher begleitet. Hinzu kommen ein kapazitiver Touchcontroller, ein Displaytreiber, ein Signalgeber, ein externes EEPROM und sogar ein nicht bestückter SD-Karten-Steckplatz.

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Die Firmware des ESP32 erwies sich als verschlüsselt und deutete auf eine Cloudanbindung über MQTT hin. Zugriff auf den Renesas-Prozessor erhielt der Entwickler hingegen über eine SWD-Schnittstelle. Mithilfe eines passenden Flashprogramms ließ sich der Speicherinhalt auslesen. Bootmeldungen lieferten anschließend die nötigen Informationen zur Initialisierung des Displays, wodurch eine eigene Firmware erstellt und aufgespielt werden konnte.

Flüssig spielbar

Auf dieser Basis wurde Doom an die Plattform angepasst und in das neue System integriert. Die Darstellung erfolgt direkt auf dem Display des Kochgeräts, während verschiedene Bereiche des Touchscreens als virtuelle Tasten dienen. Laut dem Entwickler erreicht das Spiel dabei eine überraschend flüssige Bildrate.

Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie moderne Haushaltsgeräte aufgebaut sind. Die sicherheitskritischen Funktionen bleiben auf einer einfachen Steuerung isoliert, während die Benutzeroberfläche von einem leistungsfähigen eingebetteten Rechner übernommen wird. Genau diese Trennung machte es möglich, diesen klassischen Ego-Shooter auf einem Küchengerät zum Laufen zu bringen.

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Quelle: via Tom's Hardware

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