DirectX 11.3 kommt zusammen mit DirectX 12: Verwirrung um Anforderungen

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DirectX 11.3 kommt zusammen mit DirectX 12: Verwirrung um Anforderungen

Parallel zu DirectX 12 wird auch DirectX 11.3 erscheinen. Das ist eine interessante Wendung und stellt in Aussicht, dass es für die neue Grafik-API neben neuer Hardware auch ein neues Betriebssystem braucht - namentlich gewiss Windows 9.

Es gibt eine interessante Wendung bei der API-Entwicklung rund um DirectX 12: Microsoft wird parallel zur neuen Grafikkartenschnittstelle auch DirectX 11 weiterentwickeln und zeitgleich zum Erscheinen von DirectX 12 auch DirectX 11.3 veröffentlichen. Das Update von DirectX 11 wird laut Microsoft alle Funktionen enthalten, die auch DirectX 12 bietet - mit Ausnahme der Reduzierung des CPU-Overhead. Das ist eines der wichtigsten Features in DirectX 12 und soll AMDs Mantle bedrängen. In einer Microsoft-Präsentation werden unter anderem die neuen Features Rasterizer Ordered Views, Typed UAV Load, Volume Tiled Resources und Conservative Rasterization genannt (siehe Bildergalerie).

Bisher war der Tenor immer, dass DirectX-11-Hardware auch die DirectX-12-Befehle ausführen kann. Das ist zwar nach wie vor nicht falsch, aber mit der neuen Erkenntnis wohl auch nur die halbe Wahrheit. Schon Anfang des Jahres gab es Berichte, die für DirectX 12 auch neue Hardware in Aussicht stellten. In der Praxis bedeutet das dann wohl, dass alte Hardware zwar alle neuen Software-Funktionen ausführen kann, nicht aber die neuen Hardware-Funktionen. Der Anwender wird also doch einen neuen Grafikchip brauchen und möglicherweise ein neues Windows. Man darf jetzt auch gespannt darauf sein, wie Microsoft das Problem auf der Xbox One löst.

Man geht nämlich derzeit davon aus, dass DirectX 12 nur in Verbindung mit Windows 9 funktionieren wird. DirectX 11.3 wird für Windows 8.1 vorgesehen, was wohl ein Zugeständnis an die GPU-Entwickler, also vor allem AMD und Nvidia ist. Wer also jetzt in eine Grafikkarte investiert, hat zumindest keine Zukunftssicherheit, denn die neuesten Generationen unterstützen DirectX 12 und auch DirectX 11.3 womöglich hardwareseitig nicht vollumfänglich, sondern DirectX 11.2 plus bestenfalls ein paar Extras.

Ein weiteres Problem ist zudem, dass Microsoft noch nicht alle Features von DirectX 12 definiert hat. Damit ist es auch unmöglich, bereits jetzt darauf zugeschnittene Hardware zu liefern. Spieler können die Situation allerdings noch relativ entspannt sehen, denn beide APIs sollen erst Ende 2015 erscheinen und dann wird sich zudem noch zeigen müssen, wie viele Entwicklerstudios DirectX 12/11.3 von Beginn weg in die Spiele integrieren. Manch einer wird sich noch an DX11 erinnern, für das es lange Zeit kaum Spiele gab. Weiterführende Informationen finden sie bei Microsoft und PCGH, eine schicke Tabelle zur Übersicht hat das 3D Center.

Bildergalerie

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    • Kommentare (57)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Kinguin
        Zitat von ΔΣΛ;6810814
        Wenn ich an DX10 und 11 denke und wie lange es gedauert hat bis dies wirklich genutzt wurde, sehe ich solche voraussagen prinzipiell eher skeptisch entgegen, zumindest besteht in naher Zukunft kein druck unbedingt aufrüsten zu müssen.
        Stimmt allerdings,ich würde jetzt auch noch nicht so sehr drauf achten ^^
        In der Technik Branche ist es eh schwierig im richtigen "Moment" zu kaufen
      • Von Kinguin
        Zitat von ΔΣΛ;6810814
        Wenn ich an DX10 und 11 denke und wie lange es gedauert hat bis dies wirklich genutzt wurde, sehe ich solche voraussagen prinzipiell eher skeptisch entgegen, zumindest besteht in naher Zukunft kein druck unbedingt aufrüsten zu müssen.
        Stimmt allerdings,ich würde jetzt auch noch nicht so sehr drauf achten ^^
        In der Technik Branche ist es eh schwierig im richtigen "Moment" zu kaufen
      • Von LudwigX Software-Overclocker(in)
        Dass DX 10 und 11 kaum genutzt wurden kann man nicht mit der zukünftigen Situation vergleichen:
        DX 10 und 11 haben vor allem neue Features hinzugefügt, die aber von den Konsolen nicht unterstützt wurden. Da viele Spiele einfache Ports waren hatte man wenig Interesse extra für den PC noch viel zusätzlich zu programmieren.

        Bei DX12 ist das anders. Es geht zum Großteil nicht darum weitere Features hinzuzufügen, sondern die API effizienter zu gestalten. Für Firmen die sich das erlauben können wächst dadurch der Markt an potentiellen Kunden.

        Ich verstehe übrigens gar nicht warum hier so gegen MS gewettert wird.
        Eine Windows 8 Version kostet neu ca 90 Euro. 90 Euro klingt erstmal happig, dafür ist es die mit Abstand die wichtigste, meist genutzte, komplexeste und nützlichste Software die auf fast allen euren PC's läuft. Für den Funktionsumfang ist das schon quasi geschenkt.
        Trotzdem wird erwartet, dass MS einem alles gratis hinterher wirft, weil man 2009 mal Geld dafür ausgegeben hat
      • Von ΔΣΛ Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Kinguin
        Also laut Microsoft sollen die ersten Directx12 Spiele schon Ende 2015 in den Startlöchern stehen,das heisst 2016 könnte es vllt schon in mehreren Titeln verfügbar sein
        Wenn ich an DX10 und 11 denke und wie lange es gedauert hat bis dies wirklich genutzt wurde, sehe ich solche voraussagen prinzipiell eher skeptisch entgegen, zumindest besteht in naher Zukunft kein druck unbedingt aufrüsten zu müssen.
      • Von mercury4gaming Schraubenverwechsler(in)
        Danke Phylypp123 für den Post/Link, das bringt ja schon mal etwas Licht ins Dunkel.
        Und auch deine Erläuterung macht das sehr nachvollziehbar
      • Von Phylypp123 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Hier ein kleiner Auszug von einem Anadtech Artikel diesbezüglich der mehr Licht in die Verwirrung bringen sollte

        Zitat
        " At first glance the announcement of Direct3D 11.3 would appear to be at odds with Microsoft’s development work on Direct3D 12, but in reality there is a lot of sense in this announcement. Direct3D 12 is a low level API – powerful, but difficult to master and very dangerous in the hands of inexperienced programmers. The development model envisioned for Direct3D 12 is that a limited number of code gurus will be the ones writing the engines and renderers that target the new API, while everyone else will build on top of these engines. This works well for the many organizations that are licensing engines such as UE4, or for the smaller number of organizations that can justify having such experienced programmers on staff.
        However for these reasons a low level API is not suitable for everyone. High level APIs such as Direct3D 11 do exist for a good reason after all; their abstraction not only hides the quirks of the underlying hardware, but it makes development easier and more accessible as well. For these reasons there is a need to offer both high level and low level APIs. Direct3D 12 will be the low level API, and Direct3D 11 will continue to be developed to offer the same features through a high level API."
        AnandTech | Microsoft Details Direct3D 11.3 & 12 New Rendering Features

        Es geht also nicht unbedingt darum das eine DirectX mit einer neuen Windows Version zu verknüpfen, sondern darum die auch für die Zukunft die High_Level-API zu erhalten für Programmierer die nicht die Zeit oder Skills haben oder glaubt ihr das jedes kleine Steam Greenlight Projekt bzw. Kickstarter Programmierer mit hohem Skill bezüglich Low-Level API umgehen kann? Ein kleines Beispiel nur mal Banished, welches von einer (!) Person programmiert wurde. Das dieser sich auch noch großartig reinarbeiten. Nur weil einige Programmierer bzw. Studios schreien wir wollen was wie Mantle und alle Zocker das toll finden, weil sie eine höhere Framerate haben heißt das nicht das alle Programmierer das wollen
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