Advanced Shader Delivery: AMD Radeon RX 9070 XT im Test bis zu 95 % schneller
Tom's Hardware hat Microsofts Advanced Shader Delivery jetzt auf einer AMD Radeon RX 9070 XT in sechs Spielen getestet. Das Ergebnis: bis zu 95 Prozent kürzere Ladezeiten und 33 Prozent höhere 1%-Low-Fps gegenüber dem Betrieb ohne ASD.
Dan Mateescu von Tom's Hardware - besser bekannt als Betreiber des YouTube-Kanals Compusemble - hat sich Microsofts Advanced Shader Delivery ("ASD") als neues Gaming-Feature zur drastischen Verkürzung von Ladezeiten und Verbesserung der 1%-Low-Fps ausführlich vorgenommen und das vergleichsweise junge Verfahren mit einer PowerColor Red Devil Radeon RX 9070 XT in sechs Titeln gegen den klassischen Shader-Cache antreten lassen. Das Ergebnis kann überzeugen.
Advanced Shader Delivery im Test auf der Radeon RX 9070 XT
Als Unterbau dienten ein AMD Ryzen 7 9800X3D sowie 64 GiB DDR5-6200 CL30 auf einem Asus ROG Strix B850-F, eine Crucial T700 SSD und aufseiten der Software ein Windows 11 25H2 mit dem Build 26200.8457 sowie der AMD Adrenalin 26.5.2 - beides Voraussetzungen für die offizielle Preview der Advanced Shader Delivery.
Wer noch nicht weiß, was hinter Advanced Shader Delivery steckt: Microsoft sammelt programmatisch alle benötigten Pipeline State Objects ("PSOs") in einer auf SQLite basierenden State Object Database ("SODB") und übersetzt diese offline in eine Precompiled Shader Database (PSDB), welche der Xbox Store anschließend zusammen mit dem Spiel ausliefert. Ein lokales Vorkompilieren ist dann dementsprechend nicht mehr erforderlich. Das kann viel Zeit sparen.
Wir haben die Grundlagen dieses Verfahrens bereits ausführlich in unserer Meldung Microsoft Advanced Shader Delivery: Was hinter dem Verfahren steckt erklärt und später auch über die ersten Ergebnisse auf Radeon-Grafikkarten berichtet. Diese stammten jedoch von Microsoft selbst und beschränkten sich einzig auf das hauseigene Open-World-Rennspiel Forza Horizon 6. Eine ausführlichere Datenerhebung lag bis dato nicht vor: Tom's Hardware liefert diese.
Ladezeiten: Bis zu 95 Prozent schneller dank ASD
Die Ladezeit-Messungen unterstreichen, was Microsoft bereits bei der Vorstellung der ASD-Vorschau versprochen hatte. Auf der AMD Radeon RX 9070 XT verkürzt sich der Vorgang bis zur ersten Ausfahrt in Forza Horizon 6 von zuvor 48 Sekunden auf nur noch 2 Sekunden - eine Verbesserung um beeindruckende 96 Prozent.
The Outer Worlds 2 reduziert seine satten 2 Minuten und 52 Sekunden für die Vorkompilierung der Shader mit aktiviertem ASD auf 9 Sekunden, was 95 Prozent entspricht. Avowed verkürzt seine Wartezeit um 78 Prozent und damit um 2 Minuten und 16 Sekunden, Hogwarts Legacy startet immerhin 56 Prozent schneller in den verwunschenen Schulalltag auf der berühmten Zauberschule.
Lediglich Ninja Gaiden 4 und Silent Hill f profitieren beim Ladevorgang nicht, weil beide Titel ab Werk keine separate Vorkompilierungsphase besitzen.
1%-Low-Fps: ASD eliminiert Compile-Stutter in Forza Horizon 6
Spannender als die ohnehin erwarteten Ladezeit-Sprünge ist aber der zweite Befund: Advanced Shader Delivery glättet auch das Frametime-Diagramm. In Forza Horizon 6 fängt die Radeon RX 9070 XT mit ASD einen ansonsten beim allerersten Spielstart auftretenden Compile-Stutter im Prolog vollständig ab und legt rund 33 Prozent höhere 1%-Low-Fps auf den Bildschirm.
In Ninja Gaiden 4 sind es immerhin rund 10 Prozent Vorsprung in den 1%-Lows - relevant vor allem, weil die Mikroruckler auch direkt während des Kampfgeschehens auftreten. Silent Hill f bleibt auch hier der einzige Negativausreißer: Hier verbleibt der Compile-Stutter trotz aktiviertem Advanced Shader Delivery, was laut Tom's Hardware entweder auf eine API-Limitierung oder eine unvollständige SODB des Entwicklers hindeutet. Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel.
| Spiel | Ladezeit ohne ASD | Ladezeit mit ASD | Verbesserung Ladezeit | Verbesserung 1%-Low-Fps | Anmerkung |
|---|---|---|---|---|---|
| Forza Horizon 6 | 48 s | 2 s | +96 % | +33 % | Compile-Stutter im Prolog vollständig eliminiert |
| The Outer Worlds 2 | 2 min 52 s | 9 s | +95 % | – | Kein Compile-Stutter im Spiel vorhanden |
| Avowed | ca. 2 min 54 s | ca. 38 s | +78 % | – | Reine Ladezeit-Ersparnis von 2 min 16 s |
| Hogwarts Legacy | über 60 s | deutlich kürzer | +56 % | – | Vorkompilierung über eine Minute |
| Ninja Gaiden 4 | keine Vorkomp. | keine Vorkomp. | – | +10 % | Compile-Stutter im Kampf eliminiert |
| Silent Hill f | keine Vorkomp. | keine Vorkomp. | – | – | ASD greift nicht – Stutter bleibt |
Advanced Shader Delivery auf Radeon: Voraussetzungen
Wer Advanced Shader Delivery auf seiner Radeon ausprobieren will, braucht laut Microsoft mindestens Windows 11 24H2 oder höher, die Xbox Gaming Services in Version 37.113.11003.0 oder neuer, einen aktiven Xbox Insider Hub mit dem Vorab-Programm "PC Gaming Preview" sowie den AMD Adrenalin 26.5.2 oder höher.
Auf der Hardware-Seite sind aktuell ausschließlich RDNA-3-, RDNA-3.5- und RDNA-4-GPUs freigegeben. Aktuell beschränkt sich Advanced Shader Delivery außerdem noch auf die Xbox-PC-App; eine Ausweitung auf weitere Plattformen hat Microsoft für die Zukunft bereits in Aussicht gestellt.
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Quelle: Tom's Hardware

Also: cooles Feature, das den 1. Spielstart extremst verkürzt?
Wenn Korrigieren, sucht euch bitte such einen richtigen Fehler un Korrigiert nicht zu nem Fehler um.
UE Engine ist eben das aktuelle lauffeuer, da ist jede verbesserung ein segen