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Top oder KI-Slop: Wie steht du zu Nvidias DLSS 5?
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Ich bin ziemlich skeptisch, ob die Rechnung aufgeht und das die Zukunft ist. (24.64%)
Das ist für mich absoluter KI-Slop und wird von mir kategorisch abgelehnt. (21.94%)
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Fachleute wie Alex Battaglia von Digital Foundry sahen in DLSS 5 einen Eingriff in die künstlerische Vision der Entwickler. Nvidia-Chef Jensen Huang trug seinen Teil bei, als er den Kritikern beschied, sie lägen "komplett falsch"; unter dem Keynote-Video deaktivierte der Konzern kurzerhand die Kommentarfunktion.
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Dass die Entwicklung hinter den Kulissen gleichwohl voranschreitet, zeigte sich Ende Mai, als erste "DLSS-NR"-Profile im Geforce-Treiber 610.47 auftauchten .
Voller Entwickler-Kontrolle: Das verspricht Nvidia jetzt Drei wählbare KI-Modelle, zwei globale Intensitätsregler und gezielte Objektmasken bilden den Kern der Entwickler-Kontrolle, die Nvidia für DLSS 5 nun erstmals konkret vorgeführt hat. Auf der Bühne stand indes nicht Jensen Huang, sondern Edward Liu, Director of Applied Deep Learning Research, und dessen Vortrag kreiste um einen einzigen Begriff: den "Creator Intent".
"Gib zehn Gen-AI-Modellen dasselbe Bild als Basis und du erhältst zehn verschiedene Ergebnisse", räumte Liu ein und benannte damit exakt das eine Problem, welches die Kritiker seit März umtreibt. Nvidias Antwort sind Werkzeuge: Entwickler wählen zwischen drei unterschiedlichen KI-Modellen, auf Wunsch szenenabhängig.
Zwei globale Regler dosieren, wie stark DLSS 5 in die Struktur für Licht, Schatten, Oberflächen sowie die Tonalität für Farben und Helligkeit eingreift. Ein Automasking erkennt Spielfiguren, deren Bearbeitung sich separat justieren lässt; über ihre eigenen Masken können Studios einzelne Objekte gezielt einbeziehen oder komplett vom Neural Rendering und der KI ausnehmen.
Eine Narbe, so Lius Beispiel, werde nie aus einem Gesicht verschwinden, sondern lediglich realistischer aussehen. Das Verfahren soll außerdem wenig überraschend auf einer einzelnen Grafikkarte laufen, der Termin bleibt Herbst 2026. Die gezeigten Einstellungen seien überdies erst der Anfang; ob sie allesamt auch bereits zum Starttermin bereitstehen, ließ die Keynote von Nvidia allerdings offen.
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Einordnung: Ein Versprechen ist noch kein Beweis Nvidias Kurswechsel bei DLSS 5 ist unverkennbar, ein unabhängiger Beleg für die versprochene Kontrolle steht indes weiterhin aus. Der neue Ton verdient Anerkennung: Statt entstellter Szenen aus bekannten Spielen zeigte Nvidia diesmal neutrale Tech-Demos, statt Huangs Basta-Rhetorik gab es 22 Minuten Erklärarbeit.
Das ist keine Kosmetik, sondern eine gelernte Lektion. Erinnern wir uns allerdings daran, dass die vollständige Kontrolle für Entwickler bereits im März zugesichert wurde. Neu ist nicht das Versprechen, sondern dass der Konzern erstmals vorführt, wie es in der Praxis aussehen soll.
Drei Fragen bleiben offen. Erstens die Rechenlast: Im Frühjahr benötigte die Demo noch zwei Grafikkarten der 2.000-Euro-Klasse, nun verspricht Nvidia den Betrieb auf einer einzelnen GPU, ohne zu präzisieren, auf welcher und zu welchen Frametime-Kosten. Eine unabhängige Messung existiert bislang nicht.
Zweitens der Zeitplan: Ob alle gezeigten Regler zum Herbst-Start verfügbar sind, ist unklar. Drittens die Verantwortung: Kontrolle nützt nur, wenn Studios sie auch ausüben. Nvidia liefert künftig die Werkzeuge und reicht die Schuldfrage elegant weiter; sieht ein Spiel nach Beauty-Filter aus, war es dann eben der Entwickler.
Wer die Historie kennt, bleibt gleichwohl vorsichtig optimistisch: DLSS 1 lieferte 2018 bestenfalls durchwachsene Ergebnisse, mittlerweile steckt die Technik nach Nvidia-Zählung in mehr als 750 Spielen und gilt als Standard. Ein endgültiges Urteil über DLSS 5 fällt deshalb erst, wenn unabhängige Tests vorliegen. PCGH wird zum Start liefern.
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