Nach dem Cyberpunk-Debakel: The Witcher 4 und Folgeprojekte sollen Fans zurückgewinnen

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Nach dem Cyberpunk-Debakel: The Witcher 4 und Folgeprojekte sollen Fans zurückgewinnen
Quelle: CD Projekt

Der Co-CEO von CD Projekt Red sprach in einem Interview über die Auswirkungen des desaströsen Starts von Cyberpunk 2077 vor über fünf Jahren. The Witcher 4 und Folgeprojekte sollen abtrünnige Fans zurückerobern.

Cyberpunk 2077 gehört wie No Man's Sky zu den bekannten Spielen, die die Kurve bekommen haben. Desaströs Ende 2020 gestartet, haben es die Entwickler von CD Projekt Red geschafft, das Spiel auf Vordermann zu bringen und es zum Publikumsliebling avancieren zu lassen. Es folgte sogar mit Phantom Liberty eine Erweiterung. Dennoch glaubt der Co-CEO des Studios, Michał Nowakowski, dass das Launch-Debakel von Cyberpunk 2077 einige Fans gekostet hat, die das Studio aber zurückgewinnen zu glaubt.

Cyberpunk 2077 hinterlässt bis heute verbrannte Erde

Michał Nowakowski war vergangene Woche bei der Devgamm Game Conference in Danzig zu Gast und sprach dort in einem Interview über den besagten Sachverhalt und die kommenden Jahre, die vor dem Studio liegen. Bezüglich der verloren gegangenen Fans durch Cyberpunk 2077 und der Rückgewinnungsstrategie hatte Michał Nowakowski Folgendes zu sagen:

"Ich bin nicht hundertprozentig überzeugt, dass wir den gesamten Läuterungsprozess durchlaufen haben. Ich bin überzeugt, dass wir das Vertrauen mancher Leute auf unbestimmte Zeit verloren haben, und das ist verständlich. Aber ich hoffe, dass wir es zurückgewinnen können - wenn nicht mit The Witcher 4, dann mit dem, was als Nächstes kommt."

The Witcher 4 ist das nächste Projekt in der Pipeline von CD Projekt Red und dürfte in den kommenden Jahren erscheinen. Zur Abwechslung wird nicht wie in den ersten drei Teilen von The Witcher Hexer Geralt von Riva die Hauptrolle übernehmen, sondern Ciri. Darauf folgt dann die Fortsetzung von Cyberpunk 2, deren Release noch deutlich länger auf sich warten lässt - hierbei könnte es noch bis 2030 dauern.

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Michał Nowakowski gab weiterhin in dem Interview zu verstehen, dass CD Projekt Red niemals zu einem Studio werden wolle, welches jährlich einen großen Titel veröffentlicht, wie das etwa bei der Call-of-Duty-Reihe der Fall ist. "Das kann natürlich passieren. Aber das ist nicht unser Ziel. Wir haben einen groben Zehnjahresplan, aber es geht uns nicht darum, den Spielemarkt mit CDPR-Spielen zu überschwemmen", ergänzte der Co-CEO von CD Projekt Red.

Vorerst dürfen sich Fans aber über "Songs of the Past" freuen, die dritte Erweiterung für The Witcher 3. Die soll 2027 erscheinen und auf der Gamescom im August dieses Jahres genauer vorgestellt werden. Für die Entwicklung der Erweiterung ist Fool's Theory verantwortlich, bei denen laut CD Projekt Red The-Witcher-3-Veteranen mitmischen.

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Quelle: Michał Nowakowski via PC Gamer

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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von aluis Freizeitschrauber(in)
        Zitat von RotRotGruen
        Cyberpunk 2077 das Hauptproblem: Es gab einfach viel zu wenig Romanzen
        Da gab es doch ganz viele Möglichkeiten? Judy, Panam, Eurodyne usw. war doch schon sehr intensiv. Und für wen das zu viel war, gabs auche ONS oder Prosituierte?
      • Von aluis Freizeitschrauber(in)
        Zitat von RotRotGruen
        Cyberpunk 2077 das Hauptproblem: Es gab einfach viel zu wenig Romanzen
        Da gab es doch ganz viele Möglichkeiten? Judy, Panam, Eurodyne usw. war doch schon sehr intensiv. Und für wen das zu viel war, gabs auche ONS oder Prosituierte?
      • Von RotRotGruen Komplett-PC-Käufer(in)
        Ich finde, CD Projekt Red sollte sich nicht nur daran messen lassen, wie lange sie an dem Heilungsprozess arbeiten, sondern was am Ende konkret beim Spieler hängen bleibt. Für mich war bei Cyberpunk 2077 das Hauptproblem: Es gab einfach viel zu wenig Romanzen. Und noch schlimmer wurde es im DLC—komplett ohne Romanzen. Das war für mich eine unverzeihliche Enttäuschung, weil gerade diese zwischenmenschlichen Momente für viele Fans so viel Atmosphäre geben.

        Klar, ich begrüße, dass sie bei Witcher 4 anscheinend bessere Entscheidungen treffen wollen und daraus lernen. Aber warum ausgerechnet Ciri dort eine Rolle spielt? Wenn Ciri schon so im Fokus steht, dann hätte das Spiel für mich auch konsequent “Ciri” heißen müssen—denn sonst wirkt es schnell, als würde man mit dem Namen und dem Branding Erwartungen wecken, die die eigene Story nicht sauber einlöst.

        Und ich sag’s ganz ehrlich: Ich freue mich wirklich sehr für die Frauen, dass sie jetzt Ciri spielen können und CD Projekt Red das Ganze mit besserer Immersion steuern will. Das ist genau die Art von Rollensichtbarkeit, die ich nachvollziehen kann—und die richtig etwas bedeutet.

        Aber man muss auch ganz klar das männliche Lager verstehen: Viele lehnen den Gedanken ab, Ciri zu spielen, weil es sich für sie wie ein Bruch anfühlt. Dazu kommt dieses Symbolische: Man war in drei Teilen der Weihnachtsmann, und jetzt soll man im vierten Teil als Mann plötzlich die Weihnachtsfrau spielen—aber das Spiel heißt immer noch Weihnachtsmann 4. Genau dieses “Warum wird der Wechsel so abrupt und ohne klare Kontinuität gemacht?” triggert bei vielen einfach Widerstand.

        Ich nenn’s episch und halb-lustig nur symbolisch „Weihnachtsmann 4“: derselbe Mantel, neues Gesicht, und der Name "Witcher 4" bleibt stur.
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