Intel Core i9-12900KS im Test: Spezial-Benchmarks
Auf dieser Seite führen wir einige Spezial-Benchmarks durch. Wir zeigen auf, welche Unterschiede Sie bei Nutzung von DDR5- und DDR4-Speicher erwarten können und fassen die Ergebnisse in einem Leistungsindex zusammen.
In diesem Artikel
- Seite 1 Intel Core i9-12900KS im Test: Übersicht
- Seite 2 Intel Core i9-12900KS im Test: Benchmarks
- Seite 3 Intel Core i9-12900KS im Test: Spezial-Benchmarks
- Seite 4 Intel Core i9-12900KS im Test: Leistungsaufnahme und Effizienz
- Seite 5 Intel Core i9-12900KS im Test: Fazit und Wertung
- Seite 6 Bildergalerie
Wie eingangs erläutert, verfügen alle Alder-Lake-CPUs über die Möglichkeit, sowohl DDR5- als auch DDR4-Speicher anzusprechen. Verwirrend gestaltet sich dabei die offizielle Speicherunterstützung. Intel unterscheidet jetzt nicht mehr nur zwischen Single- und Dual-Ranked, sondern berücksichtigt auch die Anzahl der DIMM-Slots auf dem Mainboard. Im regulären Fall setzen Mainboards auf vier solcher Slots, entsprechend orientieren Sie sich bitte an den Zeilen 1 bis 4 der Tabelle. Beispielsweise trifft in unserem Fall Zeile 3 zu, wir setzen auf ein 32-GiB-Kit mit zwei Sticks mit Single-Ranked-Konfiguration auf einem Mainboard mit vier DIMM-Slots.
Ferner sind bei DDR5 drei Gear-Modi möglich, Gear 1, Gear 2 und Gear 4. Diese verhalten sich ähnlich wie die Gear-Modi, die wir bereits bei Rocket Lake kennengelernt haben. Gear 1 hat die höchste Bandbreite und geringste Latenz und lässt den Speichercontroller (IMC) bei gleicher Geschwindigkeit wie den Arbeitsspeicher laufen. Gear 2 halbiert den Takt des IMC, was Latenz und Bandbreite kostet. Gear 4 schließlich viertelt die Taktfrequenz des IMC, lässt theoretisch also unglaublich hohe Taktfrequenzen seitens des Speichers zu. Glücklicherweise gestaltet sich die Sache bei DDR4 sehr viel einfacher: Alder Lake unterstützt alle DDR4-3200-Konfigurationen im Gear-1-Modus. Während der Tests haben wir festgestellt, dass sowohl Gear 1, als auch Gear 4 bei unserem DDR5-Test-Setup zum Absturz führt. Die Lösung lautet daher, dass alle Tests mit DDR5 bei Gear 2 stattfinden, was sich laut der Beschreibung im UEFI als "Standard-Performance" äußert.
Auf einem Blatt Papier ist der Unterschied zwischen DDR5-4400 und DDR4-3200 sofort sichtbar, doch was das in der Praxis bedeutet, müssen Benchmarks klären. Genau dieser Frage sind wir in einer zusätzlichen Testreihe nachgegangen. Das 32-GiByte-DDR4-Kit stammt von Corsair aus der Vengeance LPX-Reihe und taktet mit 1.600 MHz bei CL16-18-18-36 und wird per Gear 1 angesteuert. Es handelt sich dabei um ein Dual-Ranked-Kit, was die Leistung in manchen Benchmarks leicht verbessert. Das 32-GiByte-DDR5-Kit stammt von Kingston und der Fury-Beast-Reihe. Es taktet mit 2.200 MHz bei CL40-40-40-80 und wird per Gear 2 angesteuert. Es handelt sich dabei um ein Single-Ranked-Kit. Alder Lake steuert DDR5-RAM im Quad-Channel an, wohingegen DDR4-Speicher "nur" im Dual-Channel läuft.
| Slots/Sticks | Ranks | Max. Frequenz |
|---|---|---|
| 4/4 | Single | DDR5-4000 Gear 2 |
| 4/4 | Dual | DDR5-3600 Gear 2 |
| 4/2 | Single | DDR5-4400 Gear 2 |
| 4/2 | Dual | DDR5-4400 Gear 2 |
| 2/2 | Single | DDR5-4800 Gear 2 |
| 2/2 | Dual | DDR5-4800 Gear 2 |
| Alle Varianten | Single/Dual | DDR4-3200 Gear 1 |
Mit diesen beiden Konfigurationen haben wir alle 14 Spiele-Benchmarks erstellt und dabei die gleichen Szenen wie beim regulären Spiele-Test verwendet. Auch die Grafik- und Detaileinstellungen sind exakt dieselben. Die Werte sind somit mit den anderen vergleichbar. Als Vergleich packen wir den Core i9-12900K dazu, den wir mit dem gleichen DDR5-Kit getestet haben. Unterschiede, die sich jetzt aufzeigen, lassen sich also nur noch auf den Speicher zurückführen. Wie RAM-Tests immer wieder zeigen, ist ein Vergleich im CPU-Limit besonders interessant.
Intel Core i9-12900KS im Test: Spezial-Benchmarks (DDR5 vs. DDR4)
Oft, aber nicht immer, hat die DDR5-Konfiguration die Nase vorn. Doch es zeigen sich interessante Unterschiede auf. Der größte Ausreißer ist bei Total War Troy zu beobachten. Mit DDR5-Speicher rechnet ein i9-12900KS satte 28 Prozent schneller gegenüber dem DDR4-Aufbau. Die P1-Frametimes fallen sogar um 31 Prozent besser aus. Wir dachten auch zuerst an einen Messfehler, konnten diese Werte aber reproduzieren, sie sind dreifach geprüft. Das krasse Gegenteil zeigt sich in Anno 1800. Hier rechnet DDR4 rund sieben Prozent schneller, so auch in Crysis 3 Remastered. Die anderen Werte sind ähnlich, jedoch nicht so auffällig.
Intel Core i9-12900KS im Spezial-Index
Münzt man die Zahlen in einen Index-Wert um, ergibt sich dieses Bild. Die DDR5-Konfiguration kann sich im Mittel um rund zwei Prozent von DDR4 absetzen. Das liegt zum großen Teil am Ausreißer Total War Troy. Nimmt man diesen Wert aus der Berechnung heraus, unterscheiden sich die beiden Konfigurationen nur noch um 0,5 Prozent. Das ist nicht spürbar und fällt schon fast in die Messungenauigkeit. Der Vergleich zeigt auf, dass Sie nicht zwingend in ein teures DDR5-Kit investieren müssen, um die hohe Leistung des Core i9-12900KS freizulegen. Sollten Sie jedoch im Speziellen und ausschließlich Total War Troy spielen, dann greifen Sie besser zu DDR5-Speicher. Alle anderen sei ein gutes DDR4-Kit ans Herz gelegt. Die Leistung haben wir jetzt vollständig abgehakt, jetzt nehmen wir die Leistungsaufnahme und Effizienz unter die Lupe, was im Falle des Intel Core i9-12900KS sehr spannend ausfällt.

Ignor Ruft.
Ignor Ruft.
Aber deine Arroganz leider weniger.
War nicht meine Behauptung...
Also wie kamst du darauf?
Deine Glaskugel hat wohl versagt
War wohl nix mit deiner Behauptung AMD kommt nie und nimmer an Intel ran
Aber deine Arroganz leider weniger.
Bis jetzt haben wir noch kein Durchschnitt gesehen, das oben zähle ich als klein an.
Wenn es mehr als 20+ Games sind wo Cache was bringt, können wir langsam von ein Durchschnitt sprechen, vorher nicht.
Aber wer Bulldozer erwähnt hat eh die realität nicht. Bulldozer war halt eine Krücke egal wieviel Takt der machte.
War wohl nix mit deiner Behauptung AMD kommt nie und nimmer an Intel ran