Intel Core Ultra 5 225F & 235 im Test: Effizienz
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Für die Analyse der Effizienz-Daten mitteln wir die Verbrauchswerte der CPU über den gesamten Benchmark und gleichen sie dann mit der erreichten Prozessorleistung ab. Dabei ist es wichtig, zu verstehen, wie die Prozessoren für die Tests konfiguriert sind. Bei AMD ist das einfach, denn die TDP-Klassen und daher eingehend die PPT/TDC/EDC-Limits sind vorgegeben. Die Mainboardhersteller müssen sich daran halten. Bei Intel hingegen gibt es ab Arrow Lake keine Spezifikation mehr, während bei Raptor Lake nicht ganz klar ist, was Spezifikation ist und was nicht. Um es einfach zu halten, limitieren wir PL1 bei Intel auf 125 Watt, bei TAU von 56 Sekunden bei den K-Modellen. Die AMD-CPUs hingegen können ungehindert boosten, da hier klar formuliert ist, was die Spec ist. Wir stellen durch ein üppig ausgestattetes Mainboard sicher, dass weder Ausstattung noch Kühlung die Performance der getesteten Prozessoren beeinträchtigen. Schließlich wird ein Power Measure Device (PMD) mit Netzteil und Mainboard verbunden und die Leistungsaufnahme der CPUs extern über einen Laptop während der Benchmarks in Echtzeit festgehalten. Das PMD wurde vorkalibriert und arbeitet im Bereich zwischen 50 und 160 Watt sehr genau. Sollten wir auf Werte unter- oder oberhalb treffen, wird für jeden Test über Offset-Werte die Präzision gewahrt, damit die Werte vergleichbar bleiben.
Intel Core Ultra 5 225F und 235: Leistungsaufnahme
14 Kerne können nicht sparsam sein? Doch. Im Fall des Core Ultra 5 235 sogar überaus sparsam. Da mehr E-Cores vorhanden sind als beim 225F, können mehr "lästige" Aufgaben auf effizientere Rechenwerke verteilt werden, während sich die P-Cores um das Wesentliche kümmern können: für Leistung sorgen. Aber ob nun 57 oder 58 Watt beim Spielen: die Zahlen sind sensationell. Intel kann mit dem 235 eine höhere Performance als AMD mit dem Ryzen 7 7800X3D auffahren und hat gleichzeitig die sparsamere CPU ab Werk, die auch noch wesentlich günstiger ist. Wenn Sie den Test chronologisch gelesen haben, verstehen Sie langsam, warum wir den Titel so gewählt haben. Das letzte Puzzlestück sind die "nackten" Fps pro Watt, die wir so nennen, weil die Werte nicht normiert sind. Das Warten hat sich gelohnt:
Fps pro Watt, Durchschnitt, 14 Spiele
Jetzt schließt sich der Kreis um Core Ultra 5 225F und 235. Wie die Zahlen zeigen, ist gerade der 14-Kerner bei den P1- und P0.2-Fps beinahe konkurrenzlos. In allen Bereichen sind beide CPUs in den Top 5, bei den Frametimes überflügelt Intels neue Mittelklasse mühelos AMDs unglaublich effizienten Ryzen 7 7800X3D. Wenn Sie öfter bei PCGH unterwegs sind, dann wissen Sie, dass wir effiziente Prozessoren wesentlich besser benoten als jene, die unnötig Energie verschwenden. Intel hat bei der Präsentation von Arrow Lake immer wieder über die neue, effizientere Ausrichtung von Core Ultra 200S gesprochen und Core Ultra 5 225F und 235 zeigen eindrucksvoll auf, dass man hier nicht zu viel versprochen hat.
Leistungsaufnahme im GPU-Limit (Cyberpunk 2077)
Diesen Zusatztest in Cyberpunk 2077 unter UHD und maximalen Details führen wir durch, um zu prüfen, wie sich Prozessoren im GPU- bzw. Fps-Limit verhalten. Alle CPUs müssen hier das gleiche Fps-Ziel berechnen, rund 42, denn mehr kann die RTX 4090 in UHD mit Raytracing ohne Upscaling in CP 2077 nicht berechnen. Dieser Test eignet sich perfekt dafür, um herauszufinden, was Prozessoren tun, wenn nur ein Teil der Leistung gefordert wird, die eigentlich erbracht werden kann. Stromsparmechanismen sollten an dieser Stelle dafür sorgen, dass Teile der CPU schlafen gelegt werden, was Energie einspart. Wie gut das funktioniert, zeigen die Zahlen oben. Im Falle von Core Ultra 5 225F und 235 funktioniert das bestens. Wieder zeigt sich, dass acht E-Cores besser funktionieren, da der 235 insgesamt sparsamer arbeitet als der 225F mit nur vier E-Cores.
Damit ist die Leistungs- und Effizienz-Beurteilung abgeschlossen. Auf der kommenden Seite fassen wir noch einmal alles Wichtige zusammen, bringen alle Daten in eine Testtabelle und vergeben eine Wertung für Core Ultra 5 225F und 235. Der Redakteur, der die CPUs getestet hat, teilt schließlich noch seine private Meinung zum Thema.

