Intel Core Ultra 5 225F & 235 im Test: Benchmarks
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Unsere Prozessor-Testmethodik entwickelt sich mit jeder CPU-Generation von AMD und Intel weiter. Wir nutzen für die Ermittlung der Daten jeweils aktuelle Chipsätze und I/O-Hubs von AMD und Intel inklusive der neuesten BIOS-Versionen und gewährleisten ein CPU-Limit, das die Einhaltung der Herstellervorgaben beinhaltet. Zur Ermittlung, Auswertung und Überwachung der Daten werden folgende Programme verwendet: CapFrameX, MSI Afterburner, Riva Tuner Statistics Server, HWiNFO x64, Elmorlabs EVC2 und Microsoft Excel 365. Des Weiteren erfolgt eine Effizienz-Angabe auf Basis eines externen Hardware-Tools, welches pro Test-Durchlauf bis zu 10.000 Datensätze erfasst. Alle Zahlen werden als Durchschnittswerte dargestellt. Für die Analyse der Effizienz-Daten mitteln wir die Verbrauchswerte der CPU über den gesamten Benchmark und gleichen sie dann mit der erreichten Prozessorleistung ab. Alle Ergebnisse gelten als Richtwerte für ein CPU-Limit und sind unter der Prämisse entstanden, andere Limits bewusst auszuschließen. Dennoch kann es vereinzelt dazu kommen, dass die schnellsten Prozessoren partiell durch die Grafikkarte limitiert werden. Um diesen Einfluss so gering wie möglich zu halten, ist die für die Tests verwendete RTX 4090 stark übertaktet.
Ferner möchten wir Sie über die aktuellen Änderungen am CPU-Testparcours unterrichten. Zuletzt hat sich ein Bug in den neuen Microsoft Flight Simulator 2024 eingeschlichen, der es uns unmöglich gemacht hat, unseren Testflug über New York zu starten. Immer wieder hat sich das Spiel entweder "zu Tode geladen" oder ist direkt abgestürzt. Da wir nicht alle Zeit der Welt haben, haben wir den Flight Simulator daher kurzerhand gegen Spider-Man 2 ausgetauscht. Da nun Nachtests vieler CPUs durchgeführt werden mussten, haben wir uns entschieden, zusätzlich Hogwarts Legacy gegen das beliebte Kingdom Come: Deliverance 2 zu tauschen. Die beiden neuen Spiele bringen etwas frischen Wind in den Testparcours. Ein aktualisiertes Video mit allen Benchmarks ist in Arbeit. Sie finden den Prozessor-Benchmark zu Kingdom Come: Deliverance 2 und Spider-Man 2 im jeweiligen Technik-Test.
Wir möchten zudem eine Änderung an der Art und Weise bekannt geben, wie wir Prozessoren zukünftig in den Online-Benchmarks beschreiben. Auf vielfachen Wunsch geben wir jetzt neben dem durchschnittlich in Spielen erreichten Takt, der Anzahl der Threads und der verwendeten RAM-Geschwindigkeit auch das jeweils anliegende Powerlimit der CPU an. Bei AMD erfolgt diese Nennung auf Basis des Package Power Tracking, kurz PPT. Dieser Wert umschreibt bei Ryzen-Prozessoren zwar das maximale Powerlimit für den Sockel, wird als einziger Wert neben den anderen Limits Thermal Design Current (TDC) und Electrical Design Current (EDC) aber in Watt angegeben, was eine Zuordnung als Limit vereinfacht. Meist liegt die CPU Package Power knapp bei PPT. Bei Intel gestaltet sich die Sache etwas einfacher: Wir geben die Maximum Turbo Power (MTP) an, die bei der jeweiligen CPU nach der Spezifikation oder dem Eintrag im Datasheet konfiguriert wird.
Intel Core Ultra 5 225F und 235: Benchmarks (Spiele)
Intel Core Ultra 5 225F und 235 sind der Nachfolger von Core i5-14400F und 14500. Da ein Vergleich in dieser Leistungsklasse mit High-End-CPUs wie Ryzen 7 9800X3D oder Core Ultra 9 285K nicht fair wäre, haben wir diese in den Benchmarks ausgeblendet. Die Daten sind jedoch alle enthalten, Sie können auf Wunsch alle Zahlen für einen Vergleich einblenden lassen. Wie schlagen sich Core Ultra 5 225F und 235 bei den Spiele-Benchmarks? Das hängt stark davon ab, ob ein Titel mit AMDs 3D V-Cache skaliert. Baldur's Gate 3 etwa ist ein Paradebeispiel fürs AMDs Wunder-Cache, bei Indiana Jones und der Große Kreis hingegen dominiert Intel. Spannend sind die Spiele dazwischen: Festhalten können wir, dass Intel die hauseigenen Vorgänger zu jeder Zeit schlagen kann. Das ist jedoch auch nicht schwierig, denn Golden Cove (Alder Lake) hat im Vergleich zu Arrow Lake den klar langsameren Speicherstandard und hat zudem am Powerlimit zu knabbern - Core Ultra 5 225F und 235 laufen dagegen deutlich sparsamer und halten damit eher den Takt aufrecht.
Insgesamt bewegt sich Intel mit dem 10-Kerner Core Ultra 5 225F auf dem Niveau des AMD Ryzen 7 5800X3D, der gemeinhin noch als schnell genug für sogar aktuelle RTX-5000-Grafikkarten gilt. Ohne den 3D V-Cache liegt das Spiele-Niveau sogar im Zen-5-Bereich, auf Höhe des Ryzen 7 9700X. Das bedeutet jedoch auch, dass Aufrüster vom 5800X3D kaum einen Unterschied bemerken werden. Den Core Ultra 5 235 hat Intel besser im Griff, hier haben wir sogar manchmal den Fall, dass der 14-Kerner den eigentlich schnelleren 245K überflügelt. Wir haben diese Werte doppelt überprüft und auch den 245K noch einmal neu getestet, doch die Mehrleistung des 235 bleibt. Wir vermuten an dieser Stelle ein besonders gutes Sample, während wir beim 245K von weniger Glück bei der berüchtigten Silicon Lottery ausgehen. Wir gehen später bei der Effizienz-Analyse noch einmal darauf ein. Kommen wir nun zu den Anwendungs-Benchmarks. Wie schlagen sich Core Ultra 5 225F und 235 dort?
Intel Core Ultra 5 225F und 235: Benchmarks (Anwendungen)
Auch bei den Anwendungen haben wir die schnellsten Modelle ausgeblendet, Sie können diese für einen Vergleich jedoch wieder einblenden. Bis zu 14 Kerne, die Core Ultra 5 225F und 235 bieten, sind in der Regel ausreichend, um neben dem Spielen noch andere Dinge mit dem PC zu erledigen. Den 235 sieht Intel sogar für eine Workstation geeignet. Beachtenswert ist die Performance in Anwendungen, wenn man bedenkt, dass Arrow Lake ohne Hyper-Threading-Technik (HTT) arbeitet. Egal, ob harte Raytracing-Volllast, das Packen von Dateien oder die Arbeit an Videos mit Handbrake - der kleine 10-Kerner Ultra 5 225F schlägt gar konsequent den Core i5-14500, der dank HTT auf insgesamt 20 Threads setzen kann. Der 14-Kerner 235 legt die Messlatte für die Mittelklasse dann noch etwas höher: In Cinebench, Handbrake und V-Ray 6 legt sich der "Kleine" mit Prozessoren an, die nicht nur deutlich mehr Energie umsetzen dürfen, sondern auch auf mehr Threads setzen können. Die Schlankheitskur, die Intel bei Arrow Lake durchgeführt hat, trägt hier wahre Früchte. Insgesamt haben wir keine Bauchschmerzen, den Core Ultra 5 235 neben dem Spielen auch für Content Creator zu empfehlen. Dem 10-Kerner 225F geht dann jedoch aufgrund der nur vier E-Cores zu schnell die Puste aus.
Auf der kommenden Seite halten wir die erzielte Performance von Core Ultra 5 225F und Core Ultra 5 235 in diversen Indizes fest, sowohl den Frametime-Index, als auch unseren CPU-Index, der sich auf verschiedene Bereiche aufteilt, darunter Spiele und Anwendungen. Wo landet die neue Intel-Mittelklasse?

