Intel Xeon-E: Workstation-CPUs mit sechs Kernen - noch ohne Achtkerner

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Intel Xeon-E: Workstation-CPUs mit sechs Kernen
Quelle: Intel

Intel hat seine neue Prozessorfamilie für den Workstation-Einsteigerbereich offiziell enthüllt. Aus den bisherigen Xeon E3-1200 (v6) werden die Xeon E-2100, die jetzt auf Coffee Lake-S basieren und mit bis zu sechs Kernen samt Hyperthreading (12 Threads) daherkommen. Achtkerner gibt es entgegen vorangegangener Spekulationen noch nicht.

Im Bereich von günstigen Workstations bot Intel bislang nur die Prozessoren der Xeon-E3-1200-v6-Familie alias Kaby Lake-S an, die maximal vier Kerne nutzen und daher in Anbetracht von Coffee Lake-S mit sechs Kernen überholt wirken. Diesen Makel behebt der Chiphersteller mit der Vorstellung einer neuen Xeon-E-Generation. Deren Name wird nach Skylake-SP (wie in Scalable Processor) angepasst: Aus dem E3 wird ein E, zudem macht die 1200er-Reihe einen Schritt nach vorne auf 2100.

Die Xeon-E-2100-Reihe besteht vorerst aus insgesamt zehn Modellen, die wahlweise mit sechs oder vier Kernen sowie mit und ohne Hyperthreading daherkommen. Zum Einsatz sollten dementsprechend der Coffee-Lake-S-Sechskern-Die sowie der vierkernige Siliziumchip von Kaby Lake-S kommen (es gäbe keinen Grund, Letzteren nicht weiterzuführen). Die japanische Webseite pc.watch.impress.co.jp (maschinelle Übersetzung) berichtete schon von der Computex 2018, dass Intel die Xeon-E-CPUs diesen Juli vorstellen möchte. Gleichzeitig nannte der Chiphersteller zwischenzeitlich ein Xeon-E-Modell mit acht Kernen in seiner technischen Dokumentation, weshalb die Möglichkeit nicht abwegig erschien, dass der neue Sockel-1151-Achtkerner zuerst als Xeon und erst später als Core-CPU hätte erscheinen können. Womöglich hebt sich Intel die neuen Topmodelle noch für eine spätere Veröffentlichung auf.
Intel Xeon-E: Spezifikationen Quelle: Intel Intel Xeon-E: Spezifikationen
Der Xeon E-2176G entspricht derweil weitgehend dem Core i7-8700K. Lediglich der Multiplikator ist wie gewohnt deaktiviert. Interessant ist zudem die niedrigere TDP von 80 Watt, die bei Workstation-Mainboards für gewöhnlich eingehalten wird - der praktische All-Core-Turbo könnte dementsprechend nicht mehr ganz so weit über die 4,0-GHz-Marke gehen. Darüber hinaus legt Intel den Xeon E-2186G auf, dessen Basistakt mit 3,8 GHz 100 MHz schneller ausfällt. Die TDP ist dort mit 95 Watt wieder "normal" hoch. Bei den Modellen ohne G-Suffix ist die integrierte UHD-Graphics-630-Grafikeinheit deaktiviert.

Hinweis zur News:
PC Games Hardware hat seine Informationen durch ein Telefon-Briefing erhalten, das unter NDA ablief. Bestandteil des NDAs war eine festgelegte Uhrzeit, ab wann die Informationen für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können.

Für den Betrieb der kleinen Xeon-Prozessoren setzt Intel Mainboards mit dem Platform Controller Hub C246 voraus, der dem Q370 (für Business-Kunden) entspricht. Unter anderem bietet er bis zu sechs USB-3.1-Anschlüsse, 8 × SATA 6 Gbit/s und die Logik für ac-WLAN. Die Preise reichen von 193 US-Dollar für den Xeon E-2124 bis hin zu 450 US-Dollar für den Xeon E-2186G. Für Endkunden ist die Plattform recht uninteressant, seitdem Intel den Betrieb der Workstation-Modelle in normalen Consumer-Mainboards verbietet.

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von RivaTNT2 Software-Overclocker(in)
        Weiterhin uninteressant solange Intel ihre Board-Sperre nicht wieder zurück nimmt. Mein Sandy Bridge Xeon war damals ein super Deal, bei sowas könnte ich nochmal schwach werden wenn es möglich wäre.

        Abgesehen davon sind die Bezeichnungen ja mal mega verwirrend, vor allem da ein 4-Kerner teilweise eine höhere Nummer hat als ein 6-Kerner...
      • Von RivaTNT2 Software-Overclocker(in)
        Weiterhin uninteressant solange Intel ihre Board-Sperre nicht wieder zurück nimmt. Mein Sandy Bridge Xeon war damals ein super Deal, bei sowas könnte ich nochmal schwach werden wenn es möglich wäre.

        Abgesehen davon sind die Bezeichnungen ja mal mega verwirrend, vor allem da ein 4-Kerner teilweise eine höhere Nummer hat als ein 6-Kerner...
      • Von Amon Volt-Modder(in)
        Ryzen konkurrenzfähig zu Intel? Sag doch sowas nicht.

        Gesendet von meinem SM-G930F mit Tapatalk
      • Von DKK007 Trockeneisprofi (m/w)
        Für Konkurrenzfähigkeit zu Ryzen sollte Intel die CPUs auch für Desktop-Boards zulassen.
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