Intel im Q3/2018: Rekordumsatz und -gewinn mit Wachstum in allen Bereichen

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Intel im Q3/2018: Rekordumsatz und Gewinn mit Wachstum in allen Bereichen (2)
Quelle: imgur.com

Rein finanziell gesehen lief es zuletzt prächtig bei Intel. Im dritten Quartal 2018 konnte der Chiphersteller einen Rekordumsatz und -gewinn in Höhe von über 19 Milliarden beziehungsweise knapp sieben Milliarden US-Dollar erzielen. Alle Sparten sind gewachsen - der Endkundenbereich, unter anderem mit den Core-Prozessoren, um 16 Prozent.

Die letzten Monate liefen für Intel alles andere als gut, was die öffentliche Wahrnehmung anging. Die Preise der Core-i-Prozessoren stiegen seit Mitte des Sommers erheblich an, weil der Chiphersteller nicht genug Fertigungskapazitäten in 14 nm zur Verfügung stehen hatte. Für Endkunden gibt es derweil weiteren Skylake-Aufguss in Form des Coffee-Lake-S-Refreshs - jetzt jedoch mit bis zu acht Kernen in Form des Core i9-9900K und Core i7-9700K (Test). Der Skylake-X-Refresh wird noch folgen. Cascade Lake-SP für den Server-Markt ist noch nicht spruchreif. Finanziell tangieren Intel die Probleme bisher noch nicht, wie die jüngsten Geschäftszahlen zeigen.

Sämtliche Sparten konnten den Umsatz steigern

Intel konnte einen Rekordumsatz von 19,163 Milliarden US-Dollar erzielen, wobei sämtliche Sparten deutlich gewachsen sind. Die Client Computing Group konnte ihren Umsatz mit allen Endkunden-Prozessoren um 16 Prozent erstmals auf über 10 Mrd. USD steigern - 10,2 Mrd. waren es genauer. Die vier "datenzentrischen" Gruppen wuchsen zusammengenommen um 22 Prozent: Die Data Center Group um hohe 26 Prozent auf 6,1 Mrd. USD, die Internet of Things Group um acht Prozent auf 919 Mio., die Non-Volatile Storage Group mit den Flash- und Optane-SSDs um 21 Prozent auf 1,1 Mrd. und die Programmable Solutions Group, unter anderem mit den Altera-FPGAs, um sechs Prozent auf 496 Mio. USD. Die Marge list innerhalb eines Jahres von 62,3 auf 64,5 Prozent gestiegen.

Am Ende blieb ein Rekordgewinn von 6,803 Mrd. USD stehen. Während der Umsatz gegenüber dem dritten Quartal 2017 (16,149 Mrd. USD) um knapp 20 Prozent anstieg, explodierte der Gewinn förmlich um gut 50 Prozent (4,516 Mrd. USD vergangenes Jahr). Das liegt an den niedrigeren Ausgaben im operativen Geschäft, die nur noch bei circa 30 Prozent des Gesamtumsatzes liegen. In die Forschung und Entwicklung ("Research and Development", R&D) hat Intel im Q3/2018 derweil 3,428 Mrd. USD investiert. Vor einem Jahr waren es noch 3,209 Mrd. USD.

Schwächere Prognose für das vierte Quartal

Interessant: Im jetzt laufenden vierten Quartal 2018 erwartet Intel einen Umsatz von rund 19 Mrd. USD und damit einen leichten Rückgang. Einen solchen gab es zuletzt im Jahr 2011 in einem vierten Quartal. Normalerweise sorgen im Herbst und Winter die US-amerikanische Holiday-Season und das westliche Weihnachtsgeschäft für starke Zahlen. Die Börse reagiert mit einem leichten Plus auf Intels Geschäftszahlen.

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    • Kommentare (58)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von gaussmath
        Sorry, das ist logistisch nicht möglich.
        Huch, stellt sich auch raus, dass es grammatikalisch gar nicht korrekt war...
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von gaussmath
        Sorry, das ist logistisch nicht möglich.
        Huch, stellt sich auch raus, dass es grammatikalisch gar nicht korrekt war...
      • Von wolflux Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von RtZk
        Glaube ich nicht, sie haben einfach zu früh umgerüstet, da sie ganz offensichtlich schon früher damit gerechnet haben, dass der 10nm Prozess soweit ist, eine finanzielle Sache ist das definitiv nicht.
        Scheint aber ja alles korrigierbar zu sein.
        Ich dachte bei Intel ist alles nur eine finanzielle Angelegenheit
      • Von RtZk Lötkolbengott/-göttin
        Glaube ich nicht, sie haben einfach zu früh umgerüstet, da sie ganz offensichtlich schon früher damit gerechnet haben, dass der 10nm Prozess soweit ist, eine finanzielle Sache ist das definitiv nicht.
        Scheint aber ja alles korrigierbar zu sein.
      • Von wolflux Lötkolbengott/-göttin
        Wen wundert der Umsatz, wobei wen interessiert der Umsatz, der Gewinn ist wichtig. Aber auch der stetig wachsende Onlinehandel auch China mit 1,4 Milliarden Menschen im Wachstum, sorgt für neuen Massenkonsum in Milliardenhöhe und letztendich auch die hohen Preise von Intel. Das dürfte sich in den nächsten Jahren auch nicht so sehr ändern.

        Ich glaube aber auch nicht an die Aussagen, daß Intel diese 10nm nicht auf die Reihe bekommt, eher daß es eine Wirtschafliche Frage ist. Da kann mir jeder erzählen was er will, dafür geht 14 nm einfach auch noch gut genug. Kurz gesagt, der Sprung ist einfach unrentabel. Die 10nm werden zwar angepeilt aber nur zu Testzwecken. Sieht man doch.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Chatstar
        Die Medien haben Meltdown, Spectre, F1TF,... auch runter gespielt, 99% der Nutzer wissen wohl nichtmal, daß man aktuell keine CPUs/APUs von Intel kaufen sollte.
        Eher das Gegenteil. Überall, selbst in Frauenzeitschriften las man vom "IT Supergau". Nur wen jucken einzelne Sicherheitslücken wenn man sich mit Software HUNDERTE aufn PC holt?
        Zitat von Chatstar
        Hardwarepatches sind auch nicht in Sicht, aber leider schadet das Intel nicht:\
        Wasn für "Patches"? DU meinst sprichwörtlich da klebt man einen "Patch" auf die CPU und dann ist der Fehler weg? Es gibt derzeit nur Softwarelösungen und Lösungen an der Hardware sind von Anfang an angekündigt worden. In welcher CPU sie in welcher Form kommen weiß vermutlich noch nichtmal Intel selbst.

        Zitat von Chatstar
        Aber die Lieferschwierigkeiten von Intel könnten AMD noch etwas bringen, die Analysten meinten zwar, wenn Intel zu wenig APUs liefert verkaufen die OEM weniger und deren Umsatz wird sinken.
        Wie ein Analyst so einen Schwachsinn glauben kann, und wie viele Dummköpfe man braucht, um überhaupt auf so eine Analyse zu kommen, muß ich ja nicht verstehen.
        So ein Analyst verdient nicht schlecht. Du solltest das also auch machen. Vorallem solltest du erklären, wie der OEM Markt funktioniert: fertige PC Konfigurationen sind nunmal schlechter lieferbar. Das heißt natürlich EInbußen bei den OEMs. Man kann da ja nicht mal eben einfach eine AMD CPU stattdessen verbauen. Und viele OEM PCs, vorallem Laptops mit AMD Prozessoren gibts ja nicht
        Zitat von Chatstar
        HP hat jedenfalls schon verlautbart, daß sie wenn Intel nicht liefern kann, zu AMD greifen!
        Das geht ja auch so einfach... Ein OEM PC ist ja nicht einfach mal eben zusammengebaut. Wenn das eine ganze Produktlinie betrifft ist die ordentlich geplant, getestet und die Lieferkette mit den Herstellern abgesprochen...

        Intel hat die OEMs leider sehr fest im Griff. Nicht wegen der finanziellen Anreize, sondern Service/Support auf vielen Ebenen.

        Zitat von kg79
        Der normale Kunde wird auch niemals neutral sein, ich hör immer noch hier und da dass Intel CPUs das Internet schneller machen, ein Überbleibsel einer uralten Intel-Kampagne zum P3 oder P4... Oder dass Intel CPUs grundsätzlich sicherer und stabiler sind. Intel hat es schon immer verstanden selbst in den aussichtslosesten Situationen Kunden von irgendwas hinrissigem zu überzeugen. Und wenn ich mir heute ihr Marketing anschaue geht es auch weniger darum AMD als Konkurrenz zu betrachten, sondern Nvidia. Man kapiert also dass CPUs immer unwichtiger werden und sieht darin die größere Gefahr.
        Nun - gutes Marketing ist eigentlich alles was man braucht um Produkte zu verkaufen. AUch wenn sie vielleicht sogar schlechter sind als die der Konkurrenz. Das hat Intel schon immer gut gekonnt und das war bei AMD und ATI schon immer total mies und "billig".

        Dass Intel AMD nicht als Konkurrenz nennt ist übrigens eine Strategie und hat nichts mit dem CPU Markt zu tun: die Marke AMD ist dem Laien gänzlich unbekannt, durch die Erwähnung gibt man dieser Marke eben nur mehr Raum. Das will Intel nicht. Das wurde so auch mal in einem Interview angedeutet (ist aber schon sicher 12-15 Jahre her). Der CPU Markt ist - wie man an Intels vs Nvidias Umsatzzahlen gut merkt - immer noch deutlich größer und wird dies auch noch lange bleiben. Und wenn da auch nur 1 % von Intel weggehen, sind dies viele Millionen $, deshalb verschweigt man AMD.
        Nvidia auf der anderen Seite ist eine Eigenwerbung für Intel. Sich mit denen öffentlich zu vergleichen ist für Intel eine Werbung und bei einem Marktanteil von 0% im Dedizierten GPU Markt ist es eine Strategie mit der Intel nur gewinnen kann, falls man mal Grafikkarten baut
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