Phenom: Leistungstest
AMD hat heute offiziell den ersten eigenen Vierkern-Prozessor für Desktop-Rechner vorgestellt. Die "Phenom"-Chips sind Teil der ebenfalls neuen Spider-Plattform, die neben dem Prozessor auch die Grafikkarten HD 3850/3870 sowie den 790-Chipsatz enthält.
AMD Phenom: Leistungstest
Quelle: Bild: PCGH
Der Phenom-Testrechner
Im Rahmen der offiziellen Präsentation des Phenom vergangene Woche in Warschau konnten die Journalisten einige Komplett-PCs mit den neuen Vierkern-Prozessoren testen.
Der Phenom des Test-PCs war dabei mit 2,4 GHz getaktet, also 100 MHz höher als das schnellste Serienmodell 9600, das zum Start präsentiert wird. Erlaubt waren allerdings nur eine begrenzte Auswahl an Anwendungen und Programmen.
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3DMark06-CPU Score
Einer der aussagekräftigsten Test innerhalb dieser Suite war der CPU-Benchmark des 3D-Marks. Mit 2,4 GHz erreichte der Prozessor einen Wert von 3.395 Punkten, ein Core 2 Quad Q6600 mit ebenfalls 2,4 GHz aus dem PCGH-Testlabor lief etwas schneller und erreichte 3.546 Punkte. Übertaktet auf 2,7 GHz erreichte der Phenom 3.742 Punkte. Das ist zwar deutlich mehr als zum Beispiel ein Core 2 Duo E6750 mit zwei Kernen und 2,67 GHz Takt, reicht aber nicht, um an einen Penryn-Prozessor heranzukommen, der in diesem Test mehr als 4.000 Punkte schafft.
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Winrar
Beim Packprogramm Winrar kommt der 2,4-Gigahertz-Phenom auf 1.218 MByte/s, ein Core 2 Quad Q6600 liegt mit 1.165 MByte/s knapp dahinter. Bei diesem Test kommt dem AMD-Prozessor der integrierte Speichercontroller zugute.
Das einzige Spiel innerhalb der Benchmark-Suite war Call of Juarez. Im integrierten Test erreichte der Phenom dabei knapp 13 Fps im Durchschnitt (1.650x1.024, alle Einstellungen: High). Aus Mangel an entsprechenden Crossfire-Karten konnten wir bei diesem Spiel keine Vergleichswerte erstellen. Weitere Werte werden wir im Laufe des Tages und der Woche nachreichen.
Weitere Tests
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AMD Overdrive
Mit dem neuen Overdrive-Tool haben wir den Chip einem kleinen Übertaktungstest unterzogen. Statt der Sollfrequenz von 2,4 GHz lief der Phenom auch mit 2,6 und 2,7 GHz problemlos - bei 2,8 GHz fror der Rechner beim 3D-Mark ein. Die Journalistenkollegen erreichten mit ihren Testrechnern ähnliche Ergebnisse. Gute Übertakter werden bei entsprechender Kühlung noch etwas mehr herausholen, mehr als drei Gigahertz erscheinen für die Serienproduktion aber zumindest mittelfristig eher unwahrscheinlich.
Weitere Messungen, etwa die der Stromaufnahme, waren nicht möglich. Wir werden diese Tests nachholen, sobald der erste Phenom in der Redaktion eintrifft, und die Ergebnisse in der Printausgabe des kommenden Heftes 01/2008 veröffentlichen.
