Verschiedene Kerne im Desktop: Gerüchte um Intels Alder Lake-S mit 8+8 Kernen

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Verschiedene Kerne im Desktop: Gerüchte um Intels Alder Lake-S mit 8+8 Kernen (1)
Quelle: PC_Shopping

Gerüchten zufolge bringt Intel mit "Alder Lake-S" unterschiedlich starke CPU-Kerne in den Desktop. Das Prinzip dahinter würde auf Lakefield basieren, wo man schwache und starke Kerne zwecks besonderer Sparsamkeit stapelt. Lakefield allerdings ist für den mobilen Einsatz gedacht.

Von der taiwanischen Webseite PC_Shopping stammt das Gerücht, dass Intel mit Alder Lake-S auch im Desktop verschiedene CPU-Kerne miteinander kombiniert. Acht "kleine" und acht "große" Kerne würden dann gemeinsam mit der Grafikeinheit in einem Package sitzen. Laut Grafik hätte eine CPU aus 8+8 Kernen eine TDP von 125 Watt, wobei auch 150 Watt möglich sein könnten. Als Sockel bringt die Quelle den LGA 1700 in die Gleichung. Der wird sogar schon länger als Nachfolger des Sockel-1200 gehandelt.

Komplett neu wäre ein solcher Aufbau nicht. Als Teil des Projekts Foveros hatte Intel bereits vor einiger Zeit Lakefield vorgestellt, wo man einen schnellen Sunny-Cove-Kern mit vier schwächeren Tremont-Kernen kombiniert. Beide laufen in 10 nm vom Band und werden zusammen mit dem I/O-Controller, der Grafikeinheit und DRAM-Chips übereinandergestapelt. Das Prinzip erinnert an den Big-Little-Ansatz von ARM-Prozessoren.

Aus dem Notebook überführt

Anders als Alder Lake-S bedient Lakefield jedoch das Notebook-Segment und da auch noch längst nicht alle Geräteklassen. Intel hat vor allem den "thin-and-light"-Formfaktor im Blick, etwa Geräte mit Klappbildschirm. Ende 2020 soll Lakefield beispielsweise im Surface Neo von Microsoft zum Einsatz kommen. Das Hauptaugenmerk von Lakefield liegt auf der Energieeffizienz: Bei alltäglichen Aufgaben sollen die schwächeren Kerne vollkommen ausreichen, verlangt die Anwendung mehr Leistung, kann sie bei Bedarf immer noch auf den schnelleren Kern zurückgreifen.

Ebenfalls interessant: Intels Lakefield: Mehrschicht-Prozessor zeigt sich

Der User "Sharkbay", der das Gerücht um die Desktop-Prozessoren bei PC_Shopping in die Welt gesetzt hat, gilt als glaubwürdige Quelle. Trotzdem bleiben seine Aussagen bezüglich Alder Lake-S ein Gerücht und als solches sollten sie mit einer gesunden Portion Skepsis behandelt werden. Neuigkeiten hat "Sharkbay" auch zum Thema Rocket Lake-S. So sollen die für 2021 geplanten Chips zwar PCI-Express 4.0 einführen, aber lediglich acht Kerne nutzen. Fest ist auch das nicht, wurde aber schon von anderen vermutet.

Quelle: PC_Shopping

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    • Kommentare (38)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Verschiedene Kerne im Desktop: Gerüchte um Intels Alder Lake-S mit 8+8 Kernen

        Atom und Core sind Architekturen mit x86 Befehlssatz, ARM eine Befehlssatzfamilie für die es auch x Architekturen gibt. Das kannst du so nicht vergleichen.
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Verschiedene Kerne im Desktop: Gerüchte um Intels Alder Lake-S mit 8+8 Kernen

        Atom und Core sind Architekturen mit x86 Befehlssatz, ARM eine Befehlssatzfamilie für die es auch x Architekturen gibt. Das kannst du so nicht vergleichen.
      • Von fotoman Volt-Modder(in)
        AW: Verschiedene Kerne im Desktop: Gerüchte um Intels Alder Lake-S mit 8+8 Kernen

        Zitat von PCGH_Torsten
        Für eine transparente Nutzung beider Architekturen in einem System müsste man im Prinzip zwei Kernel koordiniert laufen lassen (vermutlich möglich, auch wenn es bislang mangels Bedarf niemand versucht haben dürfte) und müsste alle Anwendungen in zwei Ausführungen bereithalten.
        Es würde genügen, wenn das OS vorher festgelegte Aufgaben auf diese Kerne verteilt. Genauso, wie es dies jetzt schon auf der GPU tun könnte.

        Auch bei der Architektur wie in den News beschrieben muss das OS angepasst werden um gewisse Tasks auf die lahmen Kerne zu binden. Wer will schon, dass seine Anwendung erst mal auf einem lahmen Atom-Kern gestartet wird um dann auf einen richtigen Kern umgezogen zu werden, wenn die HW merkt, dass die Leistung dort besser genutzt werden könnte.

        Zitat von Tech_Blogger
        für die schwachen Kerne eine andere ISA zu nutzen ergibt halt trotzdem keinen Sinn
        Es müssten halt mal jemand, die sich mit den Transistorzahlen und dem CPU-Layout auskennen, eine kleine Gegenüberstellung machen, wieviel Platz ein moderner Core-Kern, ein Atom-Kern und ein ARM-Kern benötigt.

        Klar macht ARM schon deshalb kaum Sinn, weil die OS-Hersteller auch mitmachen müssten.
      • Von Technologie_Texter BIOS-Overclocker(in)
        AW: Verschiedene Kerne im Desktop: Gerüchte um Intels Alder Lake-S mit 8+8 Kernen

        Zitat von wurstkuchen
        Was redest du da bitte?
        Verstehst du das echt nicht?

        Zitat
        Es gibt doch schon Windows 10 für ARM und wird zzt wieder gepusht von MS, also wird man das auch kombinieren können, wenn man will. Dass man zB getrennte ARM Apps öffnet die dann auf den ARM Kernen laufen. Oder es geschickt vom OS abwickeln lässt.
        Und was bringt dir das, wenn so ziemlich jeder Nutzer auch noch Programme im hintergrund laufen hat, die auf AMD64 angewiesen sind?

        Genau, NICHTS!

        Da verbrauchst du gleich noch mal mehr Energie, weil neben den AMD64-Kernen auch noch ARM-Kerne aktiv bleiben müßen...
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Verschiedene Kerne im Desktop: Gerüchte um Intels Alder Lake-S mit 8+8 Kernen

        Zitat von PCGH_Torsten
        und ob symmetrische Designs überhaupt Sinn machen, frage ich mich aber auch.
        Das ist in der Tat das komische an dem Plan. Ein Betriebsmodus unterhalb "1 High-End Kern" kann ja durchaus Sinn machen, aber 8 Low-End Kerne sind wohl eher nicht unter einem großen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Verschiedene Kerne im Desktop: Gerüchte um Intels Alder Lake-S mit 8+8 Kernen

        Zitat von wurstkuchen
        Was redest du da bitte? Es gibt doch schon Windows 10 für ARM und wird zzt wieder gepusht von MS, also wird man das auch kombinieren können, wenn man will. Dass man zB getrennte ARM Apps öffnet die dann auf den ARM Kernen laufen. Oder es geschickt vom OS abwickeln lässt.
        Es gibt ein Windows 10 für ARM und es gibt ein Windows 10 für x86. Aber es gibt keine Kompatibilität zwischen den Plattformen. Für eine transparente Nutzung beider Architekturen in einem System müsste man im Prinzip zwei Kernel koordiniert laufen lassen (vermutlich möglich, auch wenn es bislang mangels Bedarf niemand versucht haben dürfte) und müsste alle Anwendungen in zwei Ausführungen bereithalten.
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