Plan des neuen Intel-Chefs: "Weltweit führendes Halbleiterunternehmen" [Update]

41
News Thilo Bayer Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Plan des neuen Intel-Chefs: "Weltweit führendes Halbleiterunternehmen"
Quelle: Intel

Jetzt aktualisiert: Seit dem 15.02. ist Pat Gelsinger Chef von Intel - und in seiner Antrittsrede deutet er an, dass Intel hoch hinaus möchte. So will man unter anderem Marktanteile und Marktführerschaft zurückgewinnen. Der Fokus liegt auch auf der Fertigung. Das Ziel ist, das "weltweit führende Halbleiterunternehmen" zu werden.

Aktualisierung vom 26.02.2021

Rund zwei Wochen nach Amtsantritt von Pat Gelsinger stellt sich die Frage: Wie tickt der neue Intel-Chef eigentlich so? Auf seinem Twitter-Account mit fast 40.000 Followern bietet Gelsinger einige Einblicke. So unterstützt er zum Beispiel die Initiative von Joe Biden, Risiken in der US-Halbleiter-Lieferkette zu prüfen. Außerdem setzt er sich dafür ein, dass Intel Zugang zu den Top-Talenten weltweit hat - notfalls über ein Visa-System. Gelsinger setzt sich auch gegen den Hass auf asiatische Bürger in den USA ein. Beruflich sieht er bei Intel viele Top-Talente und freut sich auch darauf, alte Bekannte wiederzusehen - die teilweise etwas ergraut sind. Das "Mojo" komme zurück, so Gelsinger.

Seine ersten Quartalszahlen als Intel-Chef wird Gelsinger am 22.04. präsentieren. Bis dahin ist zumindest Rocket Lake im Handel, nachdem es zuletzt eine kleinere Verschiebung und einen zu frühen Release im deutschen Handel gab.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn Sie dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigen: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Originalartikel vom 17.02.2021

PCGH berichtete bereits, dass Intel auf einen neuen CEO setzt. Mitte Januar verkündete man, dass auf Robert Swan Pat Gelsinger folgt. Dieser Wechsel ist nun vollzogen und zum Amtsantritt definiert Gelsinger hohe Ziele.

Intel-Plan: "Weltweit führendes Halbleiterunternehmen"

Gelsinger ist dabei kein Unbekannter, war er doch bis 2012 bei Intel und dort zuletzt als Technik-Chef tätig. Nun kehrt er als CEO zurück und hat eine Nachricht an alle Mitarbeiter verschickt, die auch veröffentlicht wurde. Es sei ein Traumjob für ihn und er werde durch Gordon Moore, Robert Noyce und Andy Grove inspiriert. Technologie sei nie wichtiger als heute gewesen und laut Gelsinger ist Intel das "einzige Halbleiterunternehmen, das über die Tiefe und Breite von intelligentem Silizium, Plattform, Software, Architektur, Design, Fertigung und Skalierung verfügt", die Kunden benötigen, um die "Innovationen der nächsten Generation" voranzutreiben.

Auch wenn sich die aktuelle Landschaft stark verändere, sei er zuversichtlich, dass Intel "das weltweit führende Halbleiterunternehmen" sein könnte. Dafür muss sich die Firma aber auf insgesamt vier Prioritäten konzentrieren, so Gelsinger. So muss Intel in jeder Kategorie, in der es Konkurrenten gibt, Marktführer sein. Zuletzt hatte Intel Marktanteile präsentiert, die eigentlich jetzt schon deutliche Abstände zu AMD aufwiesen. Darüber hinaus legt Intel großen Wert auf die eigene Produkt-Roadmap und die Fertigungskapazitäten. Gerade letztere waren in jüngster Zeit immer wieder Gegenstand von Spekulationen - angeblich spricht Intel mit TSMC und Samsung über die CPU-Fertigung. Nach den jüngsten Verschiebungen möchte Intel insbesondere die 7-Nanometer-Fertigung schnellstmöglich zu einer nennenswerten Ausbeute weiterentwickeln. Im Desktop gibt es bis heute noch keine 10-nm-CPUs.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn Sie dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigen: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Aber auch die Forschung im Bereich künftiger CPU-Architekturen ist wichtiger denn je. Hier muss Intel wohl neue Wege gehen, um mit AMD mithalten zu können. Gelsinger versprüht in seiner zusätzlich ausgestrahlten Videoansprache mit viel Optimismus. Er sei ein "Technologe und ein Geek im Herzen" - und die besten Tage von Intel kommen noch. Er wird sich zeigen, ob den Worten auch Taten folgen, denn an der Börse ging es zuletzt nicht gerade aufwärts - ganz im Gegenteil zu AMD. Während AMD von einem Rekord zum nächsten rennt, müht sich Intel ab, wieder die Höhen von Anfang 2020 zu schaffen. Wir sind gespannt, wie es bei Intel dieses Jahr mit gleich zwei CPU-Launches (Rocket Lake, Alder Lake) weitergeht.

CPUs von Intel und AMD inklusive PCGH-Testergebnissen und Preisvergleich finden Sie in unserem Technik-Ratgeber CPU.

41
    • Kommentare (41)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Mahoy Volt-Modder(in)
        Deshalb sollte sich auch jeder, der bei Verstand ist, ganz intensiv wünschen, dass Intel technisch wieder nachlegt. Gegenseitiger Druck ist nötig, um die Entwicklung voranzutreiben und von einer Umkehr der Verhältnisse hat aus Verbrauchersicht niemand etwas.
      • Von Mahoy Volt-Modder(in)
        Deshalb sollte sich auch jeder, der bei Verstand ist, ganz intensiv wünschen, dass Intel technisch wieder nachlegt. Gegenseitiger Druck ist nötig, um die Entwicklung voranzutreiben und von einer Umkehr der Verhältnisse hat aus Verbrauchersicht niemand etwas.
      • Von tobr Kabelverknoter(in)
        Zitat von Berserkervmax
        Das was AMD mit dem GPUs hätte , hat Intel mit den CPUs.

        Stromverbrauch und Rechenleistung passt nicht mehr zusammen bzw. AMD hast bewiesen das es deutlich besser geht.
        Hätte AMD das nicht geschafft würde Intel das auch einfach so weitermachen oder weiterschlafen.
        Wie man will...
        Ganz genau. Dafür ist eben die Konkurrenz da
      • Von Eragoss Freizeitschrauber(in)
        Intel hat es schon einmal geschafft einen Jahrelangen technologischen Rückstand wieder gut zu machen. Bei der Kapitaldecke und der Marktdurchdringung würde es mich wirklich wundern wenn es in den nächsten Jahren nicht wieder gelingt. Dazu sehe ich eher Unternehmen wie TSMC und Samsung als die wichtigsten Wettbewerber an. AMD ist natürlich auch relevant, aber noch nicht so Mächtig und breit aufgestellt.
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Bärenmarke
        Ich weiß nicht, wie oft man es dir noch erklären muss. Auch eine Eigenfertigung arbeitet nicht zum Selbstkostenpreis. Auch dort wird eine Marge draufgelegt, weil man ja auch Fremdprodukte fertigen könnte.

        Sorry aber so ein Quatsch. Nvidia ist aktuell ein gutes Stück vor AMD durch ihren Aufkauf. Allein dieses Jahr wird AMD selber auf 12-13 Milliarden kommen, dazu kommt noch der Umsatz von Xillinx und AMD ist schon im Bereich von 15-16 Milliarden. Und dann kommt es ganz drauf an, wie sich der Server und GPU Bereich weiter entwickelt. Wenn AMD z.B. mit RDNA 3 deutlich vor nvidia ist und sie Stückzahlen liefern können, entwickelt sich der Umsatz schnell mal anders...
        Die Frage ist doch eher mal wieder wie oft man Dir wiederholt etwas erklären muss? Wie so oft solltest richtig lesen und zu unterscheiden lernen zwischen dem was bei mir tatsächlich geschrieben steht und dem was du da (zwanghaft) reininterpretierst.
        Niemand behauptet, dass Intels Fertigung "kostenlos" ist, quasi mit Luft und Liebe allein betrieben wird. Selbstredend verursacht die beträchtliche Betriebskosten und auch ein nennenswerter Anteil von deren R&D wird zweifellos in die Fertigung fließen.
        Aber für Intel reicht es (in einer einfachen Betrachtungsweise) schon vollkommen aus, wenn die es schaffen ein Fertigungsäquivalent mit den gleichen Investitionen und Betriebskosten *) zuwege zu bringen, wie bspw. TSMC. In dem Falle lohnt sich das mit deren beträchtlichem Fertigungsvolumen sehrwohl, denn bei TSMC kommt immer noch deren Profitanspruch obendrauf, denn eine externe Foundry arbeitet nicht zum "Selbstkostenpreis". Die haben genauso ihre Kosten und schlagen noch einen zusätzlichen Betrag für den eingeforderten Gewinn drauf. Und genau der entfällt bei einer Inhouse-Fertigung, denn hier bleibt alles in der eigenen Firma und trägt unmittelbar zur Wertschöpfung bei und hilft bspw. die Marge bei selbsterzeugten Produkte hoch zu halten. Und darüber hinaus, was ebenfalls ein kritischer Faktor, insbesonder bei diesem hohen Volumen ist, ist der Fakt, dass man bei den Foundries immer mit dem ganzen Markt um deren beschränkte Kapazitäten konkurriert und dieses Marktbegehren sorgt zusätzlich dafür, dass der Foundry-Betreiber seine Preise bei einem stark nachgefragten Produkt anheben und seine Marge erhöhen kann (so wie vor einigen Wochen bei TSMC geschehen). Wenn du das nicht verstehst, nimm' dir ein Buch und schließe mal deine Wissenslücken zum Thema Out- und Insourcing. (Und nein, da ich hier keine Doktorarbeit schreibe, gehe ich jetzt nicht noch auf weitere Vorteile sowie die Nachteile und Risiken einer Inhouse-Fertigung ein, denn die gibt es selbstredend ebenso und entsprechende Punkte sind am Ende sogfältig gegeneinander abzuwägen).

        *) Unter bestimmten Umständen kann bspw. eine Inhouse-Fertigung selbst dann noch zu bevorzugen sein, wenn diese im Vergleich zu extern einkaufbaren Dienstleistungen gar etwas teuerer ausfällt, weil die für eine Gesamtbetrachtung relevanten Faktoren deutlich zahlreicher sind und am Ende stehen eben nicht nur einfach zwei plakative Zahlen wie jährliche Investitionkosten und Betriebskosten.

        Und deinen "Bilanz-Quatsch" hat eigentlich schon mein Vorposter aufgelöst. Auch hier scheint es eher als wenn du nicht wüsstest, worüber du redest.
        nVidia erwirtschaftete bereits im Kalenderjahr 2019 (noch vor dem Abschluss des Mellanox-Deals) mehr Umsatz und Gewinn und war auch schon damals die deutlich wertvollere Firma, als es AMD mit dem Abschluss 2020 heute ist, d. h. einen Vergleich gegen AMD in 2019 kann man sich hier per se ersparen.
        Und da du zu Mellanox anscheinend auch kaum etwas weißt: Mellanox hat sein letztes Geschäftsjahr 2019 abgeschlossen mit gerade einmal 1,33 Mrd. US$ Umsatz und nur 205 Mio. US$ Gewinn (2018: 1,09 / 0,13 Mrd. US$), d. h. deren Anteil an nVidias gesamter Bilanz ist vergleichsweise klein und die für das nun gerade abgeschlossene Geschäftsjahr 2021(!) bspw. erwarteten um die 16,5 Mrd. US$ Umsatz gehen zum überwiegenden Teil auf nVidia selbst zurück. Selbst wenn man der Mellanox-Sparte für das vergangene Jahr ein extrem erfolgreiches Jahr unterstellen würde, liegt alleine der nur durch nVidia's ursprüngliche Geschäftszweige erwirtschaftete Umsatz um gut +50 % höher i. V. z. AMD (und beim Gewinn sieht es ähnlich aus).
        Und auch deine "Xilinx-Rechnung" greif daneben. Xilinx hat 2020 mit bspw. 3,16 Mrd. US$ Revenue und 793 Mio. US$ Gewinn abgeschlossen. Geht man davon aus, dass die bisher abgeschätzen AMD-Zahlen für den Jahresabschluss 2021 mit um die 13,3 Mrd. US$ Umsatz Xilinx noch nicht inkludieren, käme man also bestenfalls auf rd. 17 Mrd. US$ Gesamtumsatz und dieser Betrag liegt bereits über 2,5 Mrd. US$ unter dem Umsatz, den man bei nVidia für dieses Jahr erwartet und auch gewinntechnisch wird das Gespann AMD-Xilinx offensichtlich das Kalenderjahr 2021 mit einem deutlich niedrigeren Betrag abschließen als das Gespann nVidia-Mellanox. Konkret wird ein AMD-Xilinx hier gerade mal rd. 60 % des Gewinns erwirtschaften, den man für nVidia erwartet.
        Du schreibst hier einfach nur Unsinn, der an dem vorliegenden Zahlenmaterial komplett vorbei geht.
      • Von raPid-81
        Zitat von Bärenmarke
        Ich weiß nicht, wie oft man es dir noch erklären muss. Auch eine Eigenfertigung arbeitet nicht zum Selbstkostenpreis. Auch dort wird eine Marge draufgelegt, weil man ja auch Fremdprodukte fertigen könnte.

        Sorry aber so ein Quatsch. Nvidia ist aktuell ein gutes Stück vor AMD durch ihren Aufkauf. Allein dieses Jahr wird AMD selber auf 12-13 Milliarden kommen, dazu kommt noch der Umsatz von Xillinx und AMD ist schon im Bereich von 15-16 Milliarden. Und dann kommt es ganz drauf an, wie sich der Server und GPU Bereich weiter entwickelt. Wenn AMD z.B. mit RDNA 3 deutlich vor nvidia ist und sie Stückzahlen liefern können, entwickelt sich der Umsatz schnell mal anders...
        Quellen?

        Link AMD

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Link Intel
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Link Nvidia

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Die Schätzungen der Analysten hat [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] mit seiner Aussage ziemlich genau wiedergegeben.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk