Intel soll mit TSMC und Samsung über CPU-Fertigung sprechen

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Intel soll mit TSMC und Samsung über CPU-Fertigung sprechen (1)
Quelle: Intel

Intel soll in Gesprächen mit Zulieferern sein, die Prozessoren fertigen könnten. Es wäre ein Novum, denn wenngleich Intel durchaus auch Chips von extern zuliefern lässt, waren die CPUs immer eine Eigenproduktion.

Bei Intel ist die Auslagerung der Fertigung von CPUs offenbar noch nicht vom Tisch. Laut einer Meldung asiatischer Medien spricht Intel mit TSMC aus Taiwan sowie Samsung aus Südkorea über Waferkontingente. Was Intel dann letztlich extern fertigen lässt, bleibt derweil unklar. Generell sind die zwei Optionen zum einen eine Entlastung der eigenen Fertigung für mehr Kapazitäten bei den fraglichen Produkten und zum anderen eine Fertigung von Produkten, zu denen man keine Großserienfertigung selbst leisten kann. Intel lässt grundsätzlich Produkte extern fertigen, allerdings für gewöhnlich keine Prozessoren und Grafikchips.

Das Thema Produktionsoutsourcing war 2020 immer wieder ein Thema bei Intel und Unkenrufen nach soll sich das Management in der Frage auch überworfen haben, was dann zu Personalwechseln führte. Aber das sind derweil nur Gerüchte. Druck kam Ende des Jahres dann auch von einem Investor. Der Hedge-Fonds Third Point hatte Intel dazu aufgefordert, weitere Optionen für die Fertigungssparte zu prüfen. Dort sieht man wohl die Rendite in Gefahr.

Intel dürfte wohl an der eigenen Fertigung trotz aller Problemchen festhalten, denn je mehr man sich auf externe Zulieferer verlässt, desto größer wird die Abhängigkeit und das führt dann zu Situationen wie der bei AMD, wo man sein TSMC-Kontingent sorgsam planen und auch deren Preispolitik recht alternativlos hinnehmen muss. Intels Aufträge wurden dann wohl auch erst 2023 auf Basis bestehender Prozesse den Markt erreichen - dies ist also keine kurzfristige Lösung eines Engpasses.

Dass Intel die Fertigung von CPUs auslagert, geisterte immer wieder durch die Gerüchteküche. Einst war zum Beispiel die Rede davon, weniger kritische Chips extern produzieren zu lassen, darunter einfache Atom-, Celeron-, Pentium- und kleine Core-Prozessoren, die weitestgehend in 14 nm gefertigt werden. Wirklich sinnvoll wäre aber wohl die Erweiterung der Kapazitäten bei stark nachgefragten Chips, was nach wie vor unter anderem U-Prozessoren für Notebooks sind. Die werden bei Intel unter anderem in 10 nm gefertigt, wo die Ausbeute wohl noch Wünsche offenlässt. 7 nm von Intel wird man wohl erst zum Jahreswechsel 2022/23 sehen - wenn es keine weiteren Verschiebungen gibt. Aber nicht nur in der Fertigung, wird Intel Fortschritt brauche, sondern auch im Design. Die Mainstream-Modelle haben gegen AMD im Moment ihre Mühe; bei den Server-Modellen läuft es besser, aber auch da dürfte der Druck wachsen.

Quelle: Taipei Times

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    • Kommentare (22)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Zappaesk Volt-Modder(in)
        Das in der Vergangenheit Intel bei x86 CPUs ein Quasi Monopol hatte habe ich doch gar nicht in Abrede gestellt, wieso ich da hätte rumbrüllen müssen, erschließt sich mir nicht. Genauso wenig wie ich es jetzt tue. Jedenfalls reiner whatsaboutism deinerseits...

        Abgesehen davon hat man da wunderbar sehen können was bei so einem Quasimonopol passiert - Entwicklung findet nur spärlich statt und die Lage in der Intel jetzt ist ist u.a. Diesem geschuldet.
        Aber zu deiner Beruhigung, ich fand das schon damals nicht gut.

        Das es weitere Fertiger gibt, ist mir wohlbekannt. Am ehesten kann Samsung technologisch mit den Chinesen von TSMC mithalten und Intel denke und vor allem hoffe ich in einiger Zeit wieder. Alle anderen sind aktuell für die Spitzenriege der Chips nicht soo interessant. Und Samsung ist momentan im PC Markt nur ne Verlegenheitslösung, wenn die andere keine Kapa haben.

        Und der Hinweis, daß Samsung und TSMC es nicht als Katastrophe sehe ist nun wirklich ne Binse. Bloß sollte einen als Kunden die Konzernsicht nur rudimentär interessieren - die Kundensicht ist aus unserer Sicht die interessante.

        Deswegen bin ich immer für mehr Wettbewerber! Das x86 zukünftig ebenfalls immer mehr Wettbewerb bekommt ist eine erfreuliche Entwicklung.

        Dem Kunde hilft es immer - wenn die allerdings alle auch bei TSMC fertigen lassen trübt es die Freude schon ein wenig. Dann haben wir dennoch einen Engpass dort, jeder der schonmal Riskmanagement gemacht hat wird das verstehen.. .
      • Von Zappaesk Volt-Modder(in)
        Das in der Vergangenheit Intel bei x86 CPUs ein Quasi Monopol hatte habe ich doch gar nicht in Abrede gestellt, wieso ich da hätte rumbrüllen müssen, erschließt sich mir nicht. Genauso wenig wie ich es jetzt tue. Jedenfalls reiner whatsaboutism deinerseits...

        Abgesehen davon hat man da wunderbar sehen können was bei so einem Quasimonopol passiert - Entwicklung findet nur spärlich statt und die Lage in der Intel jetzt ist ist u.a. Diesem geschuldet.
        Aber zu deiner Beruhigung, ich fand das schon damals nicht gut.

        Das es weitere Fertiger gibt, ist mir wohlbekannt. Am ehesten kann Samsung technologisch mit den Chinesen von TSMC mithalten und Intel denke und vor allem hoffe ich in einiger Zeit wieder. Alle anderen sind aktuell für die Spitzenriege der Chips nicht soo interessant. Und Samsung ist momentan im PC Markt nur ne Verlegenheitslösung, wenn die andere keine Kapa haben.

        Und der Hinweis, daß Samsung und TSMC es nicht als Katastrophe sehe ist nun wirklich ne Binse. Bloß sollte einen als Kunden die Konzernsicht nur rudimentär interessieren - die Kundensicht ist aus unserer Sicht die interessante.

        Deswegen bin ich immer für mehr Wettbewerber! Das x86 zukünftig ebenfalls immer mehr Wettbewerb bekommt ist eine erfreuliche Entwicklung.

        Dem Kunde hilft es immer - wenn die allerdings alle auch bei TSMC fertigen lassen trübt es die Freude schon ein wenig. Dann haben wir dennoch einen Engpass dort, jeder der schonmal Riskmanagement gemacht hat wird das verstehen.. .
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Entsprechend dem was du abgeliefert hast, kann ich das mit dem "dummen Geschwätz" wohl dankend zurückgeben.
        Intel hatte seit Jahren ein Quasi-Monopol im x86-Markt, d. h. du hättest tagein, tagaus rumbrüllen müssen und nach aktuellem Stand ist es im Foundry-Geschäft mindestens ein Duopol, den für ein Monopol ist Samsung mittlerweile zu groß und die wollen auch ganz offensichtlich noch weiter wachsen und TSMC in diesem Jahrzehnt angeblich gar den Rang ablaufen, d. h. rein auf die Fertigung bezogen sieht es weitaus besser aus, als es in den vergangenen Jahren bzgl. der reinen x86-CPU-Hersteller aussah und darüber hinaus gibt es noch andere größere Foundries wie GloFo und UMC.

        Darüber hinaus, wenn du deine ursprüngliche Aussage ausschließlich in dieser Art verstanden wissen willst, solltes du vielleicht lernen diese zumindest ein wenig zu präzisieren, denn in der dargebotenen Form war die vollkommen wertlos, in jede beliebige Art auslegbar und daher recht nahe an sinnlosem "rumgetrolle".

        Und bspw. an der Sichtweise aus Samsungs oder TSMCs Perspektive ändert deine Ansicht so oder so nichts, denn die werden großes Interesse an Intel's Volumen haben und sich entsprechend bemühen hier ein größeres Stück vom Kuchen abzubekommen und werden das keinesfalls als "Katastrophe" sehen.
        Und absehbar werden auch viele Intel-Kunden (insbesondere OEMs) diesen Schritt willkommen heißen und darüber hinaus bedeutet das noch lange nicht, dass Intel seine eigene Fertigung komplett aufgeben wird. Hier wird man erst zur Mitte des Jahrzehnts etwas klarer sehen können.
      • Von Zappaesk Volt-Modder(in)
        Zitat von gerX7a
        Weil dann deine "heile Welt" zusammenbricht?
        Tut mir leid, aber das ist wirklich dummes Geschwätz!

        Es entsteht so ein quasi Fertigungsmonopol bei TSMC und das ist definitiv eine Katastrophe!
        Monopole sind aus so vielen Gründen Mist... das muss ich hoffentlich nicht weiter ausführen.
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Intel fertigt Xe HP, Teile von Xe HPC und Xe LP in ihren 10nm SuperFin, dagegen Xe HPG und von HPC das Compute Tile und das I/O Tile, wenn ich mich recht erinnere, extern und hier sind für 2021 allem Vernehmen nach vorrangig Kapazitäten im N6 gebucht, wobei jedoch auch in kleinem Umfang Kapazitäten im N5 vorhanden sein müssen, denn das HPC Compute Tile ist auf Intel's 7nm ausgelegt, d. h. hier bedarf es schon mindestens TSMCs N5, wenn man hier ein komplettes Redesign vermeiden möchte. Bezüglich des HPC Compute Tiles ist aber noch nicht klar, ob das tatsächlich extern gefertigt werden wird, da Intel hierzu "intern und extern" angab, d. h. die externen Kapazitäten sind in diesem speziellen Fall voraussichtlichlich nur der Notfallplan. Wenn man erste Stückzahlen in den eigenen 7nm zum Jahresende hinbekommt, wird man es voraussichtlich dabei belassen und dieses rein intern in 7nm fertigen oder aber man nimmt die Möglichkeit mit, um auch etwas Erfahrung in TSMCs N5 zu sammeln. Das hängt schlussendlich davon ab wie der Vertrag mit TSMC gestaltet ist, wie die eigene Ressourcenlage ist und was das kostet. *)

        Grundsätzlich darf man wohl eher davon ausgehen, dass ein "kompletter Schwenk" auf eine Foundry-Fertigung vorerst ausgeschlossen werden kann, denn in der eigenen Fertigung stecken beträchtliche Invesitionssummen und auch KnowHow; so etwas gibt man nicht leichtfertig auf und abgesehen davon kann nicht einmal TSMC Intel die benötigten Kapazitäten so schnell liefern, denn dafür ist Intels Fertigungsvolumen viel zu groß.
        Nach aktuellem Stand geht es lediglich um eine Ergänzung und Kompensation. Bob Swan erklärte auch, dass man bei Bedarf auch eine Prozesslizensierung ins Auge fassen würde, wobei jedoch abzuwarten bleibt, in wie weit die Aussage lediglich für die Medienvertreter gedacht war und um Shareholder zu besänftigen und das versprochene, "pragmatische Vorgehen" zu unterstreichen.
        Die Prozessentwicklung ist ein langfristiger Prozess, d. h. hier wird man abwarten und beobachten müssen, zumal Intel i. d. R. kaum Einblicke in interne Vorgänge und Entscheidungsprozesse gibt, d. h. von Außen betrachtet kann man da vielfach auch nur mutmaßen.

        *) Der voraussichtlich nur kleine N5-Anteil könnte in dem Vertrag seitens TSMC durchaus optional als eine Art "Appetizer" hinterlegt sein, d. h. möglicherweise könnte Intel auf eine Nutzung verzichten ohne Kompensationszahlungen leisten zu müssen, denn TSMC will Intel die Fertigung natürlich auch schmackhaft machen. Auf der anderen Seite wäre die Nutzung der N5-Kapazitäten seitens Intel, wenn man sie eh schon mal hat, auch sinnvoll, da man offensichtlich in 2022/23 auch noch auf eine externe Unterstützung setzen wird (wenn auch noch nicht gesichert zu sein scheint, wer am Ende den Zuschlag erhält, denn Intel wird da sicherlich mit harten Bandagen verhandeln, schlicht weil ihr angebotenes Volumen hoch und ihr "Verhandlungshebel" damit entsprechend groß sein dürfte).

        **) Zudem kann man vorerst davon ausgehen, dass Intel's 7nm (P1276) auch nicht so problembehaftet sein werden wie deren 10nm-Entwicklung, denn mit der bestehenden Historie würde man in 2022 auf ein deutlich größeres Problem zusteuern, wenn sich herausstellen sollte, dass die sechsmonatige Verschiebung nicht ausreichend/zu knapp bemessen war und dann a la 10nm die nächste Verschiebung draufgelegt werden muss. Mit einer laufenden, externen Fertigung hätte man hier zwar mehr Spielraum, jedoch würde das dennoch einen extrem negativen Beigeschmack hinterlassen der vermutlich einen deutlich größeren Schaden verursachen könnte.
        Zudem wird es bei einem zu großen Anteil an externer Fertigung für Intel auch schwieriger seine Marge zu halten, was wiederum den Shareholdern aufs Gemüt schlagen wird.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von gerX7a
        Weil dann deine "heile Welt" zusammenbricht? TSMC und Samsung würden deine Aussage wohl lediglich mit einem verständnislosen Kopfschütteln quittieren.
        (Abgesehen davon stand eine teilweise Fertigung bei TSMC bereits in 2021 doch schon seit Monaten fest, so zumindest für gesichert XE-HPG und Xe-HPC in Teilen.)
        ich hege eher davon aus, dass das Kurzfristig mot den Loefermengen nicht klappen würde ganz auf TSMC umzuschwenken.
        Eìn neues bzw zusätzliches Produkt, das die ohnehin schon knappen Kapazitäten bei Intel überstrapazieren würde bei TSMC zu fertigen macht ja durchaus Sinn, die haben ja auch Erfahrungen mit snderen GPU Fertigern. Ich bin auf dem Gebiet nur Laie, aber ich dachte eine GPU zu fertigen benötigt leicht andere Prozesseigenschaften wie etwa eine VPU, aber vielleicht irre ich mich und das ganze wird über das Design selbst entschieden (etwa low density und high frequency vs high density designs)
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