Sapphire Rapids: Xeon mit 20 Kernen im Geekbench
Von Intels kommender Server-Plattform Sapphire Rapids ist ein 20-Kerner im Geekbench aufgetaucht. Das Engineering Sample kann es zwar noch nicht mit einem Ryzen 9 5950X aufnehmen, gibt aber erste interessante Einblicke in bislang noch offene technische Eckdaten.
Sapphire Rapids ist Intels kommende Server-Plattform, auf deren Basis letztendlich auch eine neue HEDT-Plattform entstehen würde. Eine CPU mit 20 Kernen ist nun im Geekbench aufgetaucht. Das Engineering Sample ist daran zu erkennen, dass es mit nur 1,5 GHz angebenden wird. Eine Auswertung der JSON-Einträge liefert 4,68 bis 4,71 GHz; die sind aber erst einmal mit Vorsicht zu genießen. Die CPU kann zwei Threads pro Kern bearbeiten und bietet 20 MiB L2-Cache und 75 MiB L3-Cache. Der Trend zu größeren werdenden Caches hält in der Branche also an - Vorgänger Cascade Lake musste mit weniger auskommen. Von Intel bereits bestätigt ist der Einsatz von DDR5 und PCI Express 5.0 (80 Lanes) sowie CLX 1.1 (4 x 16 Geräte). Und so dürfte es sich bei den 32 GiByte im Testsystem ebenfalls um DDR5 handeln; mutmaßlich DDR5-4800 mit 38,4 GByte/s pro Kanal.
Die Benchmark-Werte an und für sich sind deutlich weniger spannend. Ein Ryzen 9 5950X ist deutlich schneller, was gegen ein Engineering Sample auch zu erwarten war. Der Vergleich mit finalen Taktraten wird mehr Aussagekraft geben. Sapphire Rapids verwendet die Golden-Cove-Kernarchitektur in 10 nm ++ und bekommt zwei neue Erweiterungen AMX (Advanced Matrix Extensions) und DSA (Data Streaming Accelerator).
Intel bestätigte bislang nicht die Kernzahlen und deren Aufteilung auf die Tiles bzw. Chiplets. Hier muss man sich auf die letzten Gerüchte stützen. Die nennen 15 bzw. 20 Kerne pro Modul, woraus sich Prozessoren mit potenziell bis zu 56 und 72 Kernen ergeben. Der hier gelistete 20-Kerner wird mutmaßlich aus zwei Tiles bestehen, da Intel pro Tile zur Erhöhung der Ausbeute standardmäßig deaktivierte Kerne einplant. Sapphire Rapids soll in 2022 starteen und kann auch mit HBM2e geordert werden.
Quelle: Geekbench via @BenchLeaks

Intel Skulltrail und AMD Quad-FX... Im Grunde völlig absurde Plattformen.
Genauso wie der Versuch mit dem Xeon W-3175X in kombination mit diversen OC-Monster-Boards.
Viel zu teuer und im Grunde nur sinnvoll als das was es eben eigentlich war, eine OC-Workstation.
Im Vergleich zu solchen Systemen hatten die 1366er oder 2011v3 ja noch "humane" Preise.
Aber mit dem i9-9980XE hat es Intel dann einfach übertrieben. Und auch die Tatsache dass die Mainboards a la
ASUS Rampage über die Jahre ihre Preise mehr als verdoppelt haben war sicherlich mit Schuld dass die
Kunden oft ausgeblieben sind. Potente Mittelklasse CPU's haben dem Ganzen dann quasi den Todesstoß versetzt.
Aber dass es für solche Systeme keine Kundschaft mehr gibt?
Also ich bin für all die Kleinen absurden Spielzeuge die du genannt hast fast immer zu haben...
Dual CPU System? Klaro! SLI? Her damit! 10G Lan? wieso nicht...?
Man muss im Grunde nur in eine von 2 Kategorien Passen. Entweder man ist wirklich Enthusiast, hat Spaß an der Technik und ist sich über die Kosten im Klaren, oder man benutzt solche Hardware dann tätsächlich mal für was Sinnvolles z.B Arbeiten egal ob nun im Hobby-Maßstab oder Professionell.
Aber an den Preisen kanns ja eigentlich nicht liegen...
Auch ein AMD Ryzen 5950X kostet seine 750-800€
Ein i9-11900K ist da sogar noch fast günstig mit 560€
Ein MSI Meg Ace Z590 (/Gold Edition) kostet gut 450-570€
Gigabyte's AORUS Z590 Xtreme Waterforce Kostet sogar absurde 1600€
Und auch für Teure OC Speicherkits gibt es scheinbar noch immer Abnehmer - mit GPU's fange ich garnicht erst an...
Das ist jetzt nur noch für große Workstation interessant, die von Xeon-W kleinen TRX-Threadrippern bedient werden. Also ein Marksegment, dass heute vom unteren Ende der Server-Plattformen bedient wurde, während es zu Zeiten des 1366 und 2011-v3 mit dem oberen Ende des High-End-Desktop eine Einheit bildete. Damals waren aber eben auch die Mainstream-Plattformen besonders tief angelet und deckten den Low-End-Bereich mit ab, der vor Sockel-1366-Tagen immer nur alte Technik erhalten hatte und der heute entweder gar nicht (AMD) oder mit verlöteten Prozessoren (Intel) vorlieb nehmen muss. Die Sockel 115X wurden dagegen als "Low-End bis Oberklasse" ausgelegt, sodass die nächst größere Plattform in Desktop-Regionen abrutschte und den Enthusiast-Bereich mit abdecken musste. Der AM4 seit Ryzen 3000 fokussiert dagegen, genau wie der 775 und die meisten Sockel davor, "Einstiger bis High-End", mit Ryzen 5000 eigentlich sogar eher "Mittelklasse bis Enthusiast".
Wie das mit Alder Lake und Sapphire Rapids wird, bleibt abzuwarten. Aber wenn Intel keine Großoffensive startet und die Leistung im Desktop drastisch steigern will (Bedarf gibt es nicht) und wenn ADL keine Enttäuschung wird, dann haben sie zumindest bis "High-End" abgedeckt und bislang gibt es auch keine Gerüchte zu SKUs unterhalb "Einsteiger". Daher rechne ich damit, dass auch der LGA1700 keine Desktop-Ergänzung nach oben erhält, sonder darüber nur noch Workstation/Entry-Level-Server getrennt als Xeons vermarktet werden. Bei AMD muss man abwarten, ob sie wieder in den Einsteigermarkt wollen. Sinnvoll wäre dass dann aber mit einer zusätzlichen Billig-Plattform, anstatt den AM5 gegenüber dem AM4 abzuwerten/stagnieren zu lassen und Threadripper wieder für Heimanwender zu skalieren.
In der Zukunft sehe ich auch keinen Bedarf mehr: Triple- und Quad-Channel war immer nur ein Mittel zum Zwecke "mehr Speicherleistung und -größe", aber die wenigsten Leute werden reizen Dual-Channel-DDR4 aus und DDR5 bringt erstmal einen enormen Sprung nach vorne. Bis zu vier M.2-SSDs kann man über den X570 gut (genug) anbinden mit PCI-E 5.0 wird auch hier der Bedarf an parallelen Schnittstellen gedämpft. Multi-GPU wurde sowieso von AMD und Nvidia beerdigt – und selbst wenn der Software-Support noch bestehen würde, wäre beim heutigen Kühlungsbedarf die Zielgruppe noch stärker eingeschränkt, denn erträgliche Luftkühler für 250+400+400 W bekommt man im ATX-Layout nicht unter.
Technische Gründe für HEDT-Plattformen gibt es also keine mehr und bei AMD ergeben sie sich auch nicht aus der Produktstruktur. Ob Intel oberhalb von Alder Lake noch Raum und Bedarf für einen WS-abgeleiteten 5950X-Konkurrenten sieht, muss sich zeigen – aber wetten würde ich darauf nicht. Skylake A kam, entgegen der Erwartungen, auch nicht mehr für Heimanwender, obwohl sogar die Mainboards fertig waren. Der Cascade-Lake-Refresh wurde offensichtlich auch gestrichen (gute Entscheidung, wäre peinlich geworden), eine Ableitung von Cooper Lake oder Ice Lake SP nicht einmal in Erwägung gezogen. Seitdem Intel im Sommer 2017 gezwungen wurde, den von der Mainstream-Plattform abgedeckten Marktbereich drastisch zu erweitern, haben die keinerlei Interesse mehr an getrenntem HEDT gezeigt. Selbst die "Core i9"-Bezeichnung wurde nach gerade einmal einer Generation ihrer Exklusivität beraubt und steht heute für schnöde Achtkerner.
HEDT Plattformen von Intel haben ohnehin nur "Sinn" gemacht wenn man im wahrsten Sinne "Enthuisiast" war oder die Vorzüge der Plattform zusätzlich als kleine Workstation genutzt hat.
Es hatte eben den gewissen Reiz des "Best of the Best", aber da hat sich Intel noch nicht "selbst in den
Fuß geschossen" und die eigenen HEDT Plattformen mit den eigenen kleinen "Flitzpiepen CPU's" ad absurdum geführt. Als Enthusiast Plattformen waren sie gut, solange sie auch die Performance Krone hatten.
Mittlerweile dürfte aber jedem Klar sein, dass ein schneller "18-Kerner" einem noch schnelleren "8-Kerner" beim Zocken oft nicht das Wasser reichen kann - zumindest nicht wenn man den Preis in die Rechnung miteinbezieht...
Dennoch mit der Bezeichnung "Enthusiast" bei Dual Channel und 16 CPU PCIe Lanes werde ich mich sobald nicht anfreunden. Und mir persönlich sind die Erweiterungsmöglichkeiten auch zu begrenzt.
"Damals" als es eben nichts besseres gab war's kein Thema, aber in dem Wissen was da so heute möglich ist, ist mir die Bezeichnung einfach etwas hoch gegriffen. Für mich hatte der Begriff "Enthusiast Hardware" immer auch etwas von "grenzwertig", "mehr geht einfach nicht", dass will auch bei Intels Core i9-11900K nicht aufkommen. Vor allem da das gefühlt einzig Grenzwertige, hier der Stromverbrauch ist.
Und über die absurden "Experimente" mit Intels Xeon W-3175X und dem ASUS Dominus Extreme will ich gar nicht erst anfangen. Schöne Machbarkeits-Studie für zu gut betuchte Overclocker...
So oder so, ich bin mit meiner aktuellen Plattform noch recht zufrieden, auch wenn's nicht mehr die Neuste ist...
Aber was danach kommen soll? Hmm... Momentan sehe ich bei Intel da nichts interessantes in näherer Zukunft,
zumindest nicht im HEDT Bereich... Und Intels Workstation und Server CPU's
sind mittlerweile einfach zu teuer wenn sie "höher" getaktet sind...
Aber wer weiß, vielleicht werden die "Genesis Peak"/Milan-X Threadripper CPU's ja was...
Brauche wohl auch noch so ähnlich viele um die festplatten zu reduzieren. Ich habe halt viele kleine featplatten und noch nicht allzulange ein paar große festplatten. Sowas versuche ich zu reduzieren weil man verliert zum teil auch den überblick durch sowas.
Man kann also auch ohne ne zweite gpu viele anschlüsse gebrauchen. Scheine da durchaus kein standard Nutzter mehr so langsam zu sein. Man kann ja überall extrem sein wenn man es will.